Reisebüro hat falsches Hotel gebucht
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Hallo salvamor,
deine Geschichte ist ja echt der Hammer. Ich wette, es war ein Ketten-Reisebüro? Wir nehmen nämlich keine Servicegebühren, um die Kunden nicht noch mehr zu verschrecken!
Wie die Geschichte von Thomas rechtlich aussieht kann ich natürlich nicht so sagen, bin ja kein Anwalt. Es ist halt schwer nachzuvollziehen, wer was wann wie gesagt hat, denn das Telefongespräch wird wohl keiner mitgezeichnet haben.
Und da der Kunde sich nach Erhalt der schriftlichen Bestätigung nicht gemuckst hat, sondern brav unterschreibt und bezahlt, sehe ich das Reisebüro aus dem Schneider.
Ob das nun FAIR ist oder nicht, sei mal dahingestellt.
So ist nun mal die deutsche Rechtsprechung. Und wie gesagt, wer will hier was hieb-und stichfest beweisen können?
Sind wir uns demnach einig, dass an der Behauptung "Servicewüste Deutschland" durchaus was dran ist, nicht nur in Reisebüros, sondern auch im Laden umme Ecke.
Vielleicht liegt das an der schlechten Konjunktur, nicht nur den Reisebüros steht das Wasser bis zum Hals, da kommt die Kulanz schnell mal zu kurz...
Aber das sind alles Spekulationen, es wäre schön, wenn Thomas sich nochmal äußern würde, wie die Geschichte weitergegangen ist??
Grüßle,
Christine -
Hallo Christine,
an deinen Worten ist schon Wahres drann.
Das ist ja aber auch das Schwierige in Foren: ohne die echten Unterlagen gesehen zu haben, ohne alle Beteiligten angehört zu haben, ist es oft nicht wirklich möglich, Schuld oder Unschuld festzustellen.
Herzliche Grüße aus einem sommerlich kalten Salzburg
Peter -
Wie überall und immer im Leben: alle haben im Grunde Recht!
Aber darf ich vielleicht darauf aufmerksam machen, dass alle, die zwar gerne es hätten, auf alles aufmerksam gemacht zu werden, hingewiesen werden möchten, aufgeklärt werden möchten - also Eigenverantwortung gerne bei anderen deponieren möchten - dass diese Personen aber andererseits durch das ihnen zustehende Wahlrecht eigenverantwortlich Geschicke beeinflussen können, und in ihrem Beruf sehr wohl ihre Rechte kennen.
Ich vergleiche das gerne mit dem umjubelten Firmenchef, Herr über 1.000 Mitarbeiter - aber im Urlaub wusste er dann nicht, dass man da vielleicht die Reiseleitung kontaktieren muss - "hat mir ja keiner im Reisebüro gesagt...".
Versteht Ihr, was ich damit ausdrücken will? Nicht die Unfähigkeit des Reisebüromitarbeiters, nicht die Gutgläubigkeit des Kundens, sondern das beidseitige Verantwortungsgefühl!
Wie sagte doch der Besucher in der Fussgängerzone, dem der Koffer auf dem rumpeligen Straßen bei den Rädern kaputt ging: "Da wird ja doch jemand dafür haften!..."
Schöne Grüße
Peter -
Ja, Christine, es war ein Ketten-Reisebüro (Konzernunternehmen)! Ich war froh, nach mehreren Fehlversuchen bei uns in der Innenstadt (größte Stadt in NRW) überhaupt ein Reisebüro gefunden zu haben, das Bahntickets verkauft.
Die von Dir erwähnte "Service-Wüste Deutschland" bezieht sich wirklich nicht nur auf den Sektor Reisen. Man trifft sie in vielen anderen Bereichen ebenso an. Wie schlecht es mit der Realisierung des "Servicegedankens" hier bei uns aussieht, merkt man erst, wenn man sie mit der Situation in anderen Ländern vergleicht. -
Nee, nee lieber Peter, es haben keineswegs immer alle gleichzeitig Recht! Aber ums Rechthaben geht es gar nicht!
Um konkret zu werden: Selbst wenn ich als Reisebüro in einer Auseinandersetzung mit einem Kunden 100%ig Recht haben sollte, wäre es sehr unklug, dieses Recht unbedingt immer durchzusetzen, ohne vorher nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit der Mittel geprüft zu haben, wie man, im Sinne des Kunden und für beide Seiten möglichst schadlos, aus der Sache rauskommt. Die unbedingte Rechthaberei führt doch nur dazu, daß das Reisebüro einen Kunden verärgert und dann schließlich auch verliert, obschon das mit etwas Diplomatie hätte verhindert werden können!
DER KUNDE IST KÖNIG!!! -
Die Feststellung "DER KUNDE IST KÖNIG" bedeutet nicht, daß das Reisebüro jede Triple-G-Kröte schlucken muß, die der Kunde ihm beschert. Wenn ein Kunde eindeutig überzogene, unberechtigte, und das Reisebüro finanziell über Gebühr belastende Forderungen stellt, muß man ihm freundlich, aber bestimmt klar machen: Bis hierhin und nicht weiter! Das alles aber immer unter der Prämisse: Lohnt sich eine Auseinandersetzung mit dem Kunden unter dem Gesichtspunkt "Verhältnismäßigkeit der Mittel", oder ist es besser, eine kleine Kröte zu schlucken, ihn dadurch als Kunden aber bei der Stange zu halten.
Das Reisebüro (oder jeder andere Lieferant) macht mit dem Kunden kein Geschäft auf Augenhöhe, es sei denn, es bietet etwas an, was man woanders nicht bekommen kann. Der Normalfall sieht so aus, daß der Lieferant auf seinen Kunden, nicht aber der Kunde auf den Lieferanten angewiesen ist. Der Kunde kann zu jeder Zeit entscheiden, woanders hin zu gehen, während der Lieferant auf die "Groschen" des Kunden angewiesen ist. Ich denke, da sage ich Dir nichts Neues, Peter! -
Hallo Thomas,
ich war zwar nicht in beiden Hotels, allerdings finde ich die Karaburunbucht wesentlich schöner als Belek. Vielleicht beruhigt das ja ein wenig ?
Grüße -
Und, hat er sich noch mal gemeldet?
Das ist wohl das Schicksal jedes Fachforums, dass einige ausschließlich aus eigenem Interesse hier sind, Fragen beantwortet haben wollen und dann wieder verschwinden. Das ist mir besonders übel im Bulgarienforum aufgefallen, als es um die (nur teilweise) Fertigstellung eines Hotels ging, Dutzende nach Informationen und Bildern fragten und sich dann nie mehr blicken ließen, nachdem sie aus dem Urlaub zurückgekommen waren.
Etwas verärgert
Bulgarienfan
