Falsches Hotel gebucht - Schuld vom Reisebüro!
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Meine Güte, man aber auch alles zerreden... Hier wurde ja auch kein Urteilsspruch seitens Jesus verlangt, sondern er wollte Tips, wie er sich jetzt weiterhelfen kann. Und vielleicht wollte er im ersten Moment seinem Unmut Luft machen. Ich finde, in seinen weiteren Statements kommt er nett rüber. Er hat seinen Fehler eingesehen - was ja schonmal von Größe zeugt. Außerdem finde ich die Erklärung, dass die Namen des Hotels ziemlich ähnlich klingen auch einleuchtend. Und die Buchung hat nun mal die Reisebüroangestellte vorgenommen. Also sollte dieser auch daran gelegen sein, ihren Fehler wieder auszubügeln. Oder einer anderen Person in diesem Reisebüro. Und mit dem Spruch: "Auszubildende dürfen doch mal Fehler machen, oder?" - haben die Mitarbeiter des Reisebüros ihren Fehler ja auch schon eingestanden. (Sofern dieser Satz der Wahrheit entspricht, und davon gehe ich ja mal stark aus, denn ich möchte hier niemandem unterstellen, dass er lügt. Würde ja auch keinen Sinn machen.)
Dass das Recht (also das deutsche Gesetz, nicht das Moralische
) nicht auf seiner Seite ist, habe ich ja oben schon eingräumt. das ist ja selbstredend. Vertrag ist Vertrag. Unterschrieben ist unterschrieben. Pech gehabt. Aber ein bißchen Kulanz dürfte man wohl erwarten, oder?
Und da Jesus dieses Gerede jetzt auch nicht weiter bringt - ob er moralisch gesehen Recht hat, oder die Reisebüroangestellte - werde ich mit diesem Quatsch jetzt aufhören. Ich hatte irgendwie nur das Bedürfnis ihn zu verteigen.
Erfahrungen habe ich in dieser Beziehung jedenfalls noch nicht gemacht. Ich würde aber wohl auch mal auf eigene Faust versuchen den Reiseveranstalter zu erreichen und ihm das Problem zu schildern.... -
Da haben ja viele Leute geantwortet die wissen was man machen muss, damit man nicht den Fehler wie DerJesus macht. Denen wird das nicht passieren.Aber es ist doch einfach so, dass DerJesus sagt, dass er einen Fehler gemacht hat.Und es ist ganz einfach so, dass er an eine „bxxxe“( habe ich gexxxx bevor es der Admin macht) Reisevermittlung geraten ist.Auch ich weis, dass man Verträge zuerst durch liest bevor man sie unterschreibt.Und trotzdem ist es passiert.Vor zwei Jahren habe ich in unserem Stammreisebüro gebucht. Ich habe den Vertrag vorgelegt bekommen, ihn kurz durchgelesen und unterschrieben. Nach zwei Tagen habe ich mir zu Hause die Reiseverträge noch einmal angesehen.Da habe ich bemerkt, dass für uns der falsche Abflughafen gebucht war.Ich bin gleich zum Reisebüro gefahren und habe mit den Leuten geredet. Die nette Dame im Reisebüro hat einen Anruf gemacht und nach 5 Minuten hatte ich einen neuen Vertrag mit dem richtigen Abflughafen.So sollte das eigentlich laufen. Und wenn die im Reisbüro wollen und sich mühe geben, läuft das auch so.Nichts anderes wünscht sich Der Jesus.
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Peter schrieb:
Wir können nicht in jeden hinschauen: da sind sicher viele, die guten Willens sind. Was aber, wenn man einen Golf kaufen wollte und versehentlich den Kaufvertrag eines Porsches unterschrieben hat - oder umgekehrt?
Gutes Beispiel,
aber jeder vernünfige Händler wird erkennen, dass das ein Fehler war und das ändern. Wenn er dies nicht macht, ist er rein auf ******* aus und wird (hoffentlich) keine Stammkunden gewinnen. Ich bin selbst seit langen Jaren (von Anfang an) im Verkauf und weiß, dass ein seriöser Laden das rückgängig macht. Ich behaupte dass dies selbst ein seriöser Reiseveranstalter machen würde.
Und - nur max. 1-2 % der Kunden lesen einen Kaufvertrag von sich aus nochmals durch. Und da gehts um Umsätze zwischen 20-85.000 €uronen. Was natürlich auch komisch ist.
Als "Verkäufer" möchte ich nochmals die Phrase in den Raum werfen: Der Kunde ist König.
Also gebt ihm doch ein wenig Service und ein wenig Kulanz.Und das Beispiel von Horst zeigt wie es geht. Ein seriöses Reisebüro hilft bzw. würde weiterhelfen.
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Sternedieb,
Du schreibst, nur 1-2 % der Kunden würden sich einen Kaufvertrag vor der Unterschrift noch einmal durchlesen.Warum lesen sie nicht? Vertrauen sie dem Verkäufer vollständig? Oder sind sie zu naiv, zu gutgläubig?
Wenn dieser Prozentsatz stimmt, braucht man sich wirklich nicht zu wundern....
Die Erfahrung aus meinem Beruf ist (in etwa): max. 5 % unterschreiben ohne weitere Prüfung, 40 % prüfen und unterschreiben dann, 30 % wollen weiteren Rat - auch anderweitig - und kommen ggf. dann wieder, 25 % sehe ich erst einmal nicht wieder. Wobei es natürlich auch immer darauf ankommt, um welches Produkt es sich handelt.
Sicher ist eine LM-Reise ein außergewöhnliches Produkt: der Kunde will es ja unbedingt haben...und prüft vielleicht deshalb wirklich nicht.
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Ich hab im Supermarkt schon mal einen Käse gekauft - der war nicht mehr haltbar!
Sicher hätte ich im Laden genauer drauf achten sollen, trotzdem finde ich, liegt der Fehler beim Supermarkt....
(übrigens konnte ich den umtauschen!)Aber wie hier schon gesagt wurde:
Ich war/bin sauer und wollte nur Tips, wie ich mich verhalten soll.
Da war ja einiges bei und dafür danke ich sehr!!
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Gibt es im "richtigen" Hotel überhaupt noch Plätze oder ist dies ausgebucht?
Denn wenn dies ausgebucht ist kann das Reisebüro / der Veranstalter gar nicht umbuchen selbst wenn er wollte.
Der o.g. Vergleich Golf - Prosche hingt, den hier gibt es einen enormen Preisunterschied bei den zwei Hotels soll der Preis gleich sein, und deshalb kann daraus das Reisebüro den Fehler an Hand des Preises nicht erkennen. Bei einem etwas größerem Preisunterschied wäre dies eher aufgefallen.
Interessieren würde mich ggf. noch ob der Veranstalter auch eine Umbuchung ablehnt? -
Wir haben bisher leider ja nur die Erläuterungen der einen Seite gelesen. Auf diese Aussagen hin wurden Meinungen geäußert, wie ...man muss als verantwortungsbewußter Ausbilder dem Lehrling bei der ersten Buchung beiseite stehen ... (sinngemäss).... daher wäre es schon die Aufgabe vom Reisebüro, hier den Fehler wieder auszumerzen...(sinngemäss).
Ich stehe aber trotzdem zu meinen bisherigen Aussagen und unterstelle jetzt mal, dass die uns bekannten Informationen wichtige Teilinformationen nicht enthalten - sprich - wir nur die eine Interpretation kennen. Was nämlich ein verständlicher Faktor des Menschens ist: jeder Rechtsanwalt beispielsweise versucht auch im schlimmsten Mordfall noch die Dinge anders hinzustellen. Das ist sein Job. Und genauso sehen wir - anderen - Menschen es auch.
Ich will hier wieder einmal ein Beispiel aus der Praxis bringen:
Kunde storniert und erfährt, dass rund € 700.-- pro Person an Stornogebühren fällig werden.
Kunde empört: "wir wurden nicht auf die Möglichkeiten einer Stornoversicherung aufmerksam gemacht!".
Ich verweise auf den Buchungauftrag, wo angekreuzt wurde: KEINE Reiserücktrittsstornoversicherung gewünscht - und unterschrieben
Kunde: "das hat uns aber das Mädchen [Anmer: meine Kollegin] nicht gezeigt und wir hatten keine Zeit zum Lesen."
Ich zeige dem Kunden, dass er die Anmeldung per Post erhalten hat und zehn Tage später diese bei uns persönlich samt Anzahlung vorbeigebracht hatte... Also Zeit genug um zu lesen.
Kunde: "Aber es ist viel zu kleingedruckt - das ist nicht gültig".
Ich zeige ihm die Tageszeitung, die Seniorenzeitung und ein Buch - alle drei sind mit den selben, ganz normalen Schriftgröße gedruckt wie unsere Buchungsbestätigung.
Kunde: "Aber ich fühle mich betrogen" - zahlt - und geht.Was will ich damit sagen: selbst wenn in unserem Posting-Fall der Nachweis erbracht werden könnte, dass im Reisebüro alles korrekt gewesen wäre, bliebe doch beim Kunden der Geschmack: aber ich bin trotzdem betrogen worden...
Gruß
Peter -
Ich bin nicht betrogen worden.
Es wurden auf beiden Seiten Fehler gemacht.
Und ich alleine kann diese leider nicht beheben...Da die andere Seite aber nicht mithelfen will, machte ich dieses Posting, um Hilfe zu finden.
Wollte keine Grundsatzdiskussion über gesellschaftliche Normen oder menschliches Fehlverhalten provozieren.Ich will doch nur in Urlaub.....
Lasst mal gut sein.
Entweder ich finde noch ne Lösung dank der Tipps hier, oder ich mach einfach das beste draus...Klug ist nicht, wer keine Fehler macht. Klug ist der, der es versteht, sie zu korrigieren.
Lenin -
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Erika schrieb:
Sternedieb,
Du schreibst, nur 1-2 % der Kunden würden sich einen Kaufvertrag vor der Unterschrift noch einmal durchlesen.Warum lesen sie nicht? Vertrauen sie dem Verkäufer vollständig? Oder sind sie zu naiv, zu gutgläubig?
Wenn dieser Prozentsatz stimmt, braucht man sich wirklich nicht zu wundern....
@ Erika
Sie lesen nicht weil das in der Psychologie des Menschen liegt.
Worte zählen mehr als Buchstaben (während eines Gespräches).
Weil Worte (wenn richtig gewählt) einfacher und schneller ins Hirn gehen wie Buchstaben. Deshalb schauen auch mehr Menschen die Verfilmungen an als das Buch selbst zu lesen.
Es liegt an dem Verkäufer vertrauen zu gewinnen. Gewinnt er das, ist das geschriebene Schall und Rauch - Gewinnt er das Vertrauen nicht - hilft das Geschriebene auch nicht mehr weiter.
Und ehrlich gesagt - ich als Verkäufer - möchte mich als Käufer - auf meinen Verkäufer verlassen können und normalerweise muss man das ja auch als Kunde können. Das ist zumindest meine Meinung.
Ein Reisebüro oder auch jedes Geschäft verspielt die größte Chance auf einen Stammkunden wenn es bei solchen Dingen nicht etwas Kulant ist. Eine Reklamation ist immer eine Chance (imho die größte) einen zufriedenen Kunden zu schaffen. -
So, ich war im Urlaub...
naja... das entsprach alles den Bewertungen... eher mies, aber der Strand war schön.
Lustig:
In der ersten Nacht war das Hotel voll!!!Da wurde ich dann in einem anderen untergebracht... ratet mal in welchem?! Genau... in dem, in das ich eigentlich wollte... ha!
Ich konnte aber nicht da bleiben, weil das dann voll war... also zurück ins andere...Ich hab nu aber ehrlich gesagt keine Lust mehr, mich da noch weiter zu beschweren...
Danke für die rege Anteilnahme. :)))
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