Amalfi, Ausflugtips, Restaurant
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Hi,
ja, stimmt, Italien ist besonders um die Amalfiküste teuer. Aber ist das so, weil alle Italiener doof sind? Klar würde ich mir auch wünschen, dass es an einem so schönen Fleckchen generell günstiger wäre, aber so ist eben das Leben. Sie nehmen es, weil sie es können - die Leute kommen trotzdem. Und: Wären Du und ich nicht genauso? Würden wir nicht auch versuchen, das Maximale heraus zu holen, wenn wir ein Geschäft hätten? Also, ich schon. Und damit möchte ich nicht sagen, dass die Preise nicht gepfeffert sind. Ich würde mir auch wünschen, dass man auf St. Barth günstig urlauben könnte. Kann man aber nicht. Also hilft nur eins: Nicht hinfahren, oder mitmachen. Es ist deren Geschäft, also machen sie die Preise... Aber Du hast ja auch gesagt, dass Du Dich entschieden hast eben nicht mehr hinzufahren - und das ist ja auch okay. Ich fahre z.B. nicht mehr nach Venedig, weil mich das Flair dort eher ans Phantasialand erinnert, als an eine schöne italienische Stadt, und ich dort auch nicht gewillt bin völlig überteuerte Preise zu zahlen.
Ach so, na, ich dachte, dass die Amalfitana für ihre Haarnadelkurven bekannt ist... Ja, kann schon sein, dass das nicht jeder weiß...
Und mit den freien Stränden... Hm, keine Ahnung... Wo kein Kläger, da scheinbar kein Richter... Dann müssten die Leute, die sich allesamt so darüber aufregen (scheinbar ja auch Italiener) diejenigen anzeigen, die illegales tun. (Ist mir schon klar, dass man da im Urlaub nicht unbedingt Lust zu hat. Aber Du bist doch Italienerin, hast also keine Sprachprobleme, ein Besuch bei der Polizei...) Für alle Leute, die sich auch mit dem Gedanken tragen in dieser Region Urlaub zu machen: Es gibt rund um Amalfi nur sehr wenige, kleine Sandstrände, da die Küste sehr felsig und zerklüftelt ist - dafür ist sie bekannt ;o) (jaja, ich weiß, ich reite drauf rum - nicht böse gemeint ;o)). Es bietet sich also eher an, einen Platz auf den Felsen zu finden, von wo aus man ins Wasser springt. Diese sind aber auch meistens nicht frei zugänglich, weil viele reiche Leute ihre Villen an die Felsen gebaut haben, und somit die Zugänge abgesperrt sind. Entweder hat man also ein Hotel, eine Pension oder etwas in der Art mit Strand oder Zugang, oder man hört sich ein wenig um. Ich kann also besagten euroconca.it Lido empfehlen.
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@marina
Ich hab nicht geschrieben alle italiener sind doof! Ich finde es so einfach nicht richtig! Genau, die Leute fahren auch weiterhin dort in Urlaub. Soll auch jeder so machen wie er will. Für mich kommt es aber nicht mehr in Frage. Ich fahr mit dem Geld lieber woanders hin. Auch wenn hier einige meinen, die Preise sind gerechtfertig, schliesslich ist es ja Italien und nicht Griechenland. Ich bin nunmal nicht dieser Meinung. Wie gesagt, Amalfi hat uns super gut gefallen, und ich denke, zu einer anderen Jahreszeit ist es auch bestimmt günstiger. Uns war es aber nicht anders möglich. Ich bin auch nicht nach Amalfi um Badeurlaub zu machen. Wie es dort mit den Stränden aussieht wusste ich auch schon vorher. Das die Sonnenschirme dort nicht aufgestellt werden dürfen, haben wir erst am letzten Tag erfahren. Wusste ich vorher nicht. Wir waren ja auch nur 4 Tage dort und nur einige Stunden am Strand. Richtig finde ich es aber trotzdem nicht. Ich hab dort auch nur mit den Italienern gesprochen und die haben mir das erklärt. Eine Dame hat sich auch aufgeregt und einem dieser Jungs gesagt, sie hole die Carrabinieri wenn das nicht aufhört. Als dann aber der "richtige" Besitzer dieser Schirme kam, war sie ziemlich schnell still und der Mann bot ihr an, kostenlos den Schirm und die Liegen zu nutzen. Als dieser weg war meinte sie, man müsse aufpassen was man alles sagt. Ansonsten gibts noch ärger mit diesen Leuten......
Das selbe gilt für Venedig. Wir fanden es suuuuper schön dort, aber die Preise.... naja! Wie gesagt, wir werden nicht mehr so schnell dort Urlaub machen und ich find es einfach schade, dass es hier immer schöngeredet wird, weil es Italien ist! Das ist auch so typisch italienisch. Niemand darf was "negatives" über dieses Land sagen... sonst sehen sie gleich rot
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Stimmt, mein Bruder hat auch schon gesagt, dass er nicht mehr mit mir Fußball guckt, wenn Italien spielt, weil ich so fanatisch sei. ;o))) Kleiner Scherz, wenn Italien scheiße spielt, sehe ich das durchaus objektiv. ;o)
Du hast schon recht, die Preise sind gesalzen, und ich rede das auch bestimmt nicht schön, aber ich habe ein Fünkchen Verständnis, weil es letztendlich jeder so machen würde. Na ja, fast jeder. ;o))
Ich habe ja auch nicht gesagt, dass Du gesagt hast, das alle Italiener doof sind. Da war ja ein Fragezeichen dahinter. Also, sowas wie eine rhetorische Frage... Oder so.
Wie gesagt, ich fänd Italien auch noch schöner, wenn es dort günstiger wäre.
In diesem Sinne:
Liebe Grüße,
Marina -
Liebe Simi23....
Das man nichts negatives über Italien sagen darf ist sicher nicht richtig....

Fakt ist es nun einmal das es Länder gibt die Teuer sind ( z,B. Frankreich, Italien, die Schweiz, England ( London - extrem teuer )...

Also wenn ich doch vorher weiss das diese Länder an den Geldbeutel gehen - warum fahre ich denn dann überhaupt dahin und rege mich dann darüber auf???????????

Im übrigen ist nicht ganz Italien sehr teuer - sondern auch nur bestimmte Gegenden, wie z.B. die Amalfiküste......
Auch Venedig ist nicht überall teuer - es sei denn Du trinkst eine Espresso am Markusplatz.....

Es ist Schade, das Ihr eben euren Urlaub nur nach den hohen Preisen bewertet... aber nun Gut... dann fahrt Ihr eben das nächte Mal in ein " billiges Land " und Gut ist...

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@marina
am besten so wie jeder es mag
ich bin froh war ich wieder bei der nonna und nun weiss ich das ich nächstes Jahr wohl eher nach Griechenland fahre 
@kruemel
Wie schon öfters erwähnt, sind wir nach Italien weil wir dort Grosseltern haben und diese besuchen wollten. Amalfi haben wir als zwischenstop eingeplant und ich hab ebenfalls schon geschrieben, dass es uns sehr gut gefallen hat. Es geht auch nicht drum das ich es mir nicht leisten kann, aber ich will es einfach nicht! 4 Tage waren für uns perfekt, wir sind auch nach Positano, haben uns die Grotten angeschaut und Eis für EUR 4.- gegessen. Haben es also genossen.
klar ist nicht ganz italien so, aber wir sind einfach nicht so begeistert davon wie andere.Grüsse
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Nie wieder Amalfiküste !
Also, wir waren mitte Okt. 2007 an der Amalfiküste . Nach Neapel geflogen und dann einen Leihwagen per Internet bestellt. Bereits die erste *******, weil wir eine Vollkaskoversicherung wollten; Aufpreis pro Tag 17 Euro !
Wir haben uns vor der Reise im Internet schlau gemacht, dass die Hotelsuche ja vielleicht doch sehr schwer wird. Wie will man beim Befahren der Küstenstrasse anhalten und eine Pension oder Hotel suchen !
Haben dann per I. Hotel bestellt in Maiori; dort kann man wenigstens abends noch ein paar Schritte laufen ohne auf der Amalfitana (das ist die
Küstenstrasse) angefahren zu werden.Zum Autofahren muß gesagt werden, daß es auf der Amalfitana lebensgefährlich ist. Man wird in kriminellen Situationen überholt, geschnitten, genötigt und ausgebremst.
Als Fahrer eines Wagens bekommt man von der eigentlich schönen Küste nicht viel mit.Wenn man dann mit dem Wagen in einem schönen Ort ankommt sucht man fast vergebens einen Parkplatz. Falls man einen erwischt, kostet er mindesten3 Euro/h- man muß dann immer noch 30 min bergab laufen- und natürlich wieder zurück.Wer das hinter sich hat, was ich meine.Was ist schön an der Amalfiküste - die an die Felsen gebauten Häuser und die Felsküste vielleicht, aber sicher nicht das total kitschige Positano und Amalfi. Hier gibt es nur ein Motto - alles wird zu extrem überteuerten Preisen verkauft. Wehe man hat Durst und will sich ein
Bier leisten; mit 6 Euro/0.5 Ltr. nist man dabei.Nie wieder Amalfiküste. -
Geschmacksache, nicht alle wie Simi ja geschrieben hat sind davon sooo begeistert...
Ich als Italiener (kein deutscher Tourist...) kann dir sagen dass Amalfi und Positano doch sehr touristisch sind (desswegenbist Du auch hingefahren...
) aber auch sehr mahlerisch und urspruenglch.Hast Du uebrigens den Beitrag von kruemel, Verfasst am: 07.08.07 um 16:35 gelesen?
Ich glaube eher nicht, sonst haettest Du dich nicht ueber die SEHR teure Preisen an der Amalfikueste beschwert
Ich fahre jedes Jahr mindestens 1 Mal dorthin und bin immer wieder begeistert... und bin der Meinung dass der Preis sich lohnt, genau so wie in Venedig, in London usw.
Wer nicht bereit ist ein paar Euro mehr auszugeben sollte sich fuer einen anderen Ziel entscheiden...
Sich vorher zu informieren hilft.LG
Ale -
warum werden hohe preise eigentlich immer gleich als ******* gesehen nur weil sie die preise übersteigen die wir von zuhause gewohnt sind...
im übrigen: frag mal nach was eine Vollkasko in Deutschland pro Tag kostet... du würdest dich sicher arg wundern....
fakt ist nunmal das die amalfiküste sehr beliebt und daher auch sehr gut besucht ist.... angebot und nachfrage bilden den preis..... der mag für den einen vollkommen überhöht sein - dem anderen entlockt er ein müdes lächeln....
da man sich vorher informieren kann in welche preiskategorie das gewählte urlaubsziel fällt, muss ich man sich doch nicht aufregen wenn es dann auch zutrifft....
ale möge mir verzeihen

- der fahrstil der italiener ist nun einmal bekannt... aber letzlich muss man sich halt ein wenig dem fahrstil des urlaubslandes anpassen dann ist es nur noch halb so schlimm ... das du als fahrer nicht viel von der landschaft mitbekomen hast liegt wohl in der natur der sache - wer fährt muss sich halt auf den verkehr konzentrieren und kann nicht überall hinschauen....
aber ich kann dir versichern: auch als fahrer habe ich viel von der wunderschönen landschaft auf der amalfitana mitbekommen - aber man muss auch ein auge dafür haben...
also für den nächsten urlaub - etwas besser vorher informieren - dann klappts auch mit den preisen und dem verkehr... ( dem Autoverkehr )
Grüsse Marcel
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So schön die Amalfitana nun auch ist - ich käme im Leben nicht drauf da nochmal hinzufahren. Es ist einfach zu überlaufen - da hab ich nichts von. Über die Preise darf man sich da auch nun wirklich nicht aufregen - es handelt sich schlichtweg um Marktpreise, Angebot und Nachfrage regeln den Preis, das Problem erkenne ich nun nicht?
Schöne Küstenstraßen gibts in Italien ja nun zuhauf. Z.B. von Gaeta aus nach Norden Richtung Terracina - ganz traumhaft und recht unbekannt. Oer die sizilianische Nordküste zwischen Cafalu und Milazzo - immer Blick auf die eolischen Inseln. Oder Ligurien, oberhalb der Cinque Terre. Die Cilento-Küste entlang, Palinuro, Maratea etc. Capo Vaticano/Tropea in Kalabrien. Die Inselrundstraße von Lipari etc. etc. Muss nicht die Amalfitana sein.
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Ich sehe schon Probleme dabei:
Zum einen sind die Preis z.B. im Vergleich zu London oder der Schweiz unverhältnismäßig überteuert, so dass sich die EIGENE mittel- und süditalienische Bevölkerung einen Urlaub dort gar nicht leisten könnte. Mal nur so als Denkanstoss: Bei 6 € für den halben Liter Bier muss ein durchschnittlicher Arbeiter dort 1 1/2 Stunden arbeiten, um sich mit seinem Nettolohn dieses Bier bezahlen zu können.Natürlich ist London oder die Schweiz nicht billiger, aber dort verdienen die Einheimischen auch das drei- vierfache und können selber eher davon profitieren.
Daher riecht das einfach nach total überzogener Touristenabzocke. Jetzt habe ich ja auch zum Teil dafür Verständnis dass man weiß wo man es herbekommt und dann auch davon profitieren möchte. Aber solche eklatanten Differenzen wie hier finde ich in Westeuropa nirgends mehr, dafür muss man mit Sicherheit schon in bedeutend ärmere und rückständigere Länder reisen, um solch ein Gefühl der reinen Touristenabzocke zu bekommen.
Ich glaube auch nicht dass die Leute sich das auf Dauer gefallen lassen, so schön es dort auch sein mag. Die Einbrüche im Fremdenverkehr in Italien sind schon eklatant und erst seit den Billigfliegern wieder etwas positiver. Es gilt eben auch in Italien dass es im Wettbewerb steht mit vielen anderen reizvollen Zielen in der Welt, die oftmals das deutlich bessere Preis- / Leistungsverhältnis haben. Sich auf Ewig darauf zu berufen, man sei ja sowieso besser, schöner, interessanter als alle Anderen wird nach hinten los gehen.
Ich glaube aber auch dass wir uns einig darüber sind, dass Italien zum Glück nie ein Billigreiseland wird. Der Lebensstandard ist hoch in Italien, und das soll auch so bleiben. Alleine schon deshalb wird Italien nie so billig werden wie die Türkei oder andere Billigziele (die im übrigen ihre Touristen noch mehr abzocken im Vergleich zu den Lebensumständen ihrer Bürger vor Ort). Das ist auch gut so, nur sollten einige hier nicht das Maß verlieren. Es tun auch 3 € für den halben Liter Bier, um mit der dann gestiegenen Nachfrage gut leben zu können.
Es stimmt schon, man muß wissen ob man es sich leisten möchte oder nicht. Früher habe ich sicher auch anders gedacht, aber inzwischen habe ich für mich eindeutig die Antwort gefunden dass ich keine 5 € mehr für eine Cola in einer chicen Bar liegen lasse. Da kaufe ich mir lieber eine gutgekühlte Cola aus dem Supermarkt für einen Euro und geniesse sie direkt am Strand. Dummerweise kostet der in Italien ja auch oft Eintritt...
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Winnie, kurzer Einwurf von mir: Ich kenne zufällig ein paar Bewohner (sog. Aborigines) von Amalfi - die zahlen natürlich nicht diese Mondpreise. Und Strände kosten nur an den Badeanstalten Eintritt, zum Glück gibts noch massenweise "freie" Strände.
Ansonsten natürlich weitgehend Zustimmung.
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Die aber, wie Du sicher besser weißt als ich, oft nur sehr klein und unscheinbar sind, und auch oft nicht gepflegt. Diesen Sommer gab es in Italien von einer linken Organisation eine Initiative pro für jeden frei zugänglicher und gepflegter Strände; so etwas würde es doch nicht geben wenn alles in Ordnung wäre.
Denke mir schon dass die Einheimischen einige Ecken "für sich" haben, wo man nicht abgezockt wird. Die für einen Touristen zu finden, ist aber oftmals sehr schwer und eigentlich nur realistisch wenn man länger dort ist und auch etwas die Sprache spricht.
Die Einheimischen haben aber definitiv nichts von ihren küstennahen Bars und Restaurants mit den tollen Ausblicken aufs Meer. Das bleibt den "dummen" Touristen vorbehalten, welche bereit sind Mondpreise zu bezahlen und dann zuhause wieder zu Aldi zu gehen, damit diese Ausgaben wieder reinkommen.

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winnie1178 wrote:
habe ich für mich eindeutig die Antwort gefunden dass ich keine 5 € mehr für eine Cola in einer chicen Bar liegen lasse. Da kaufe ich mir lieber eine gutgekühlte Cola aus dem Supermarkt ......guter Beitrag, aber typisch deutsch Sven

Ich geniesse meine Cola ,(mit ein bisschen Rhum, bitte...) auch am Strand am besten aber in einem Chicen Lokal, auf einer schönen Terrasse am Wasser... mal ab und zu...warum nicht

Ausserdem, hast Du schon 6 €uro für ein Bier an der Amalfiküste bezahlt???? Ich doch nicht
, ganz im Gegenteil, Lebensmittel sind gar nicht so teuer: auf keinem Fall so teuer wie in München oder Berlin...LG
Ale -
Tom: winnie weisst das aus den Statistiken

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alessandro wrote:
Ausserdem, hast Du schon 6 €uro für ein Bier an der Amalfiküste bezahlt???? Ich doch nicht
, ganz im Gegenteil, Lebensmittel sind gar nicht so teuer: auf keinem Fall so teuer wie in München oder Berlin...LG
AleAuch falsch. ALDI gibts überall, auch in München und Berlin. Das Preisniveau im Bereich der Qualitätslebensmittel ist in Italien etwa gleich hoch wie in Deutschland, auf den Inseln allerdings deutlich höher, klar, die haben ja ganz andere Transportkosten.
Aber, mal ganz ehrlich, wenn nicht genügend Leute bereit wären besagte 6 Euro für das Bier zu bezahlen, dann würde es weniger kosten, das ist doch klar. Also gibts offenbar genügend Leute denen das Bier in der Kombination mit Aussicht, Urlaubsfeeling, Palmenstrand oder sonstwas bereit sind sich das zu leisten. Und das sind durchaus mehr Italiener wie deutsche - Italiener geben vergleichsweeise mehr für Lebensmittel aus wie deutsche, das ist einfach so!
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Ja, es stimmt, die Italiener geben mehr für Lebensmittel aus als die Deutschen. Das weiß ich schon, aber ich glaube da geht es doch viel eher um den Einkauf im Lebensmittelmarkt als denn in einer "Touristenfalle", oder? Wir sollten schon genau trennen, sonst kommt vieles durcheinander. Im übrigen sehe ich auch in teuren Strandlokalen in anderen Ländern wie Spanien zumeist nur Ausländer, welche wohl doch aus irgendeiner Laune heraus bereiter sind, sich abkassieren zu lassen als die Einheimischen.
Nein, Ale, ich habe noch keine 6 € für ein Getränk an der Amalfiküste gezahlt. Das liegt aber nicht daran dass ich dort noch nie war, sondern dass ich ein gesundes Misstrauen gegenüber Touristenlokale habe. Egal wo ich bin. Überhaupt bin ich auf Reisen eh nicht der klassische Tourist und kaufe viel wie die Einheimischen im Supermarkt oder in Markthallen, und gehe vielleicht nur ein, zweimal essen, und dann nicht unbedingt in Restaurants, wo das Essen in grossen Bildern angepriesen wird.
Aber wir dürfen auch nicht so tun als gibt es das nicht. Andere User berichten ja darüber, warum sollen die alle lügen?
Und noch etwas zum Thema Strand in Italien. Ich rede jetzt mal von der Adria und dem Mittelmeer in Norditalien (Toskana...). Die gepflegten Strandabschnitte und vorallem solche, die von Touristen angestrebt werden (warum auch immer...) , sind kostenpflichtig. Rund die Hälfte aller Strandabschnitte in Italien sind inzwischen gebührenpflichtig, und die Gebühren steigen dafür Jahr für Jahr. Mit Preisen zwischen 15 und 20 € pro Tag, wobei da die Kosten für Sonnenschirme und Liegen noch nicht eingerechnet wurden. In der Region Toskana z.B. sind 53 Prozent aller öffentlicher Tourismuseinnahmen Einnahmen aus der Strandgebühr. Die freien Strandabschnitte sind (natürlich von Region zu Region unterschiedlich) meist zwischen zwei solcher Badeanstalten eingequetscht.
Sicher habe ich diese Zahlen aus Statistiken. Ich kann aber auch nicht die gesamte Küste Italiens abfahren, um mir erst dann einen Gesamtüberblick über die Sache zu machen. Ich zitiere mal die "La Repubblica":
„Anders als in fast allen anderen Ländern der Welt werden die Strände in Italien immer teurer und immer weniger zugänglich“, brachte es jetzt die römische Zeitung La Repubblica auf den Punkt.
PS: Ich habe ja nie abgestritten, dass die Italiener auch selber Urlaub in ihrem Land machen ;). Ich bezweifle nur dass ein "Durchschnitssüditaliener" sich die Preise leisten kann, die manche seiner Landsleute von den Touristen aus dem Norden in extremer Höhe abkassieren möchten. Ein "Durchschnittsschweizer" kann sich das. Nur soviel zum Thema, in London oder in der Schweiz ist es ja auch so teuer wie in Italien...
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Süditaliener sind doch nicht alle so "arm" und "hoffnungslos" wie ihr alle denkt....

Klar nach dem Krieg war es dort extrem kritisch, ich rede hier jetzt nicht unbedingt über den Stadtrand Neapels...aber heutzutage sieht es einfach anders aus. Man kann die Situation nicht mehr so pauschalisieren.
Auch dank dem Tourismus hat sich vieles geändert...vielleicht sind manche Statistiken wohl nicht mehr so aktuell
LG
Ale -
Ich fahr ja nun seit 20 Jahren regelmäßig nach Süditalien und Sizilien - was mir extrem aufgefallen ist ist der komplette Wechsel des Fuhrparks. Dominierten anfangs die kleinen Fiat 500, die Pandas und wie die ganzen Twerge nun heißen, heut sinds Punto und Brava, Alfa 164 und gerne auch mal Limousinen aus deutscher Produktion. Und da ja inzwischen auch anhand des Kennzeichens das Jahr der Erstzulassung ersichtlich ist, kann man sagen dass der Altersdurchschnitt der Fahrzeuge nicht älter als 4 Jahe ist.
Es wurde unheimlich viel Geld nach Süditalien gepumpt, der Tourimus trägt seinen Teil bei dass es einem großen Teil der Leute dort heute doch sehr anständig geht. Die Arbeitslosenstatistiken sind zwar unter aller Kanone, aber sie drücken nicht die süditalienische Wahrheit aus.
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Oh je, wieder unsere Lieblingsdiskussion hier ;).
Tatsache ist dass z.B. die Region Kampanien mit 71 Prozent des EU-Durchschnitt beim BIP immernoch sehr arm ist. Fördergelder der EU und des italienischen Staats verbessern zwar kurzfristig die Situation, aber von Dauer wird das leider auch nicht sein.
Natürlich ist dort nicht jeder arm. Aber der Rückstand der Region wird durch die Strukturen dort zementiert, und ähnlich wie bei uns der Osten scheint sich der Süden auf ewig auf Fördergelder - und dazu die Mafia als Hauptwirtschaftskraft - eingestellt zu haben.
Und sorry, den grossen Limousinen einiger Reichen und ein bescheidener Kleinwagen der Mittelschicht stehen eklatante infrastrukturelle und auch private Versäumnisse entgegen. Die Krankenhäuser, Schulen, Strassen - allesamt in einem misserablem Zustand. Hilft doch nichts das immer zu leugnen.
Im übrigen auch nicht bei uns in der BRD - ich finde es jedenfalls erschreckend wie sich auch hier der Zustand der öffentlichen Strukturen verschlechtert hat, zugunsten einiger Reichen, die den Staat immer mehr als "Erfüllungsgehilfen" ihrer Interesse sehen. vor zehn Jahren noch war unser Bildungssystem, unsere Verkehrsinfrastruktur und auch der Zustand der Häuser in einem guten Zustand - seitdem ist vieles aber stehen geblieben oder sogar Rückschritte gemacht worden.