All inclusive - eine Mogelpackung?
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mabysc wrote:
Ich könnte mir vorstellen, dass es mit der deutschen Mentalität bzw. Erziehung zu tun hat.
Bei AI weiß ich (meistens) was ich habe und gehe finanziell auf Nummer sicher. Der Deutsche muß im Vorfeld alles wissen, kalkulieren und mögliche Blockaden aus dem Weg räumen..... und das sein ganzes Leben lang.
Grüße
MarcusAuf mich, trifft das vielleicht sogar zu.
Ich weiß immer ganz gerne, was so auf mich zukommt.Aber .... ich habe immer noch den Satz in den Ohren ....und das ist schon 10- 12 Jahre her, da sagte ein Mann aus dem Ruhrpott.
"Ach komm hört doch auf, ich kenne keinen der nicht nach dem Urlaub mit zwei Monatsgehältern in den Miesen ist".

Und ich habe dann zu ihm gesagt, "ab heute kennst du jemand, der das nicht ist.

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Brigitte wrote:
[....und das ist schon 10- 12 Jahre her, da sagte ein Mann aus dem Ruhrpott."Ach komm hört doch auf, ich kenne keinen der nicht nach dem Urlaub mit zwei Monatsgehältern in den Miesen ist".

Und ich habe dann zu ihm gesagt, "ab heute kennst du jemand, der das nicht ist.

Und?! Seid ihr noch zusammen???

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Hm....
##All-inclusive-Gäste erhielten bei überwiegendem oder ausschließlichen Aufenthalt in der Anlage einen verfälschten oder gar keinen Eindruck vom Reiseziel. Die Destination werde austauschbar, was im Grunde genommen jede Zielgebietswerbung ad absurdum führe.##
Wieso eigentlich nur All-inclusive-Gäste?
Wer sich z.B. in Bulgarien nur in den künstlichen Urlaubsressorts Sonnen- oder Goldstrand aufhält, kennt von wirklichen Bulgarien auch nichts. Egal, ob er sich selbst verpflegt, ÜF, HP oder AI gebucht hat.
Und in der Tat sind die Urlaubsresorts für Urlauber, die sich nur am Strand oder am Pool rumtreiben, völlig austauschbar. Das hat aber überhaupt nichts mit AI zu tun.
Gruß
Manfred
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@Bulgarienfan: Stimmt natürlich nur teilweise, nämlich für Anlagen, für die irgendwo in die Steppe/Pampa/Wüste/Niemandsland gebaut werden oder bei Anlagen, die in Gegenden errichtet werden, wo die Touris durch Stacheldraht und bewaffnetes Personal vor der Bevölkerung geschützt werden (oder umgekehrt?!). Da ist es nun mal so, dass die Touristen nicht rausgehen und 1) von Land und Leuten nichts mitbekommen, sowie 2) nichts zum Aufschwung der Region beitragen. Und diese Anlagen sind wohl kaum nur als NF zu buchen.
Und Touris, die diese Anlagen buchen, haben an Land und Leuten offensichtlich kein Interesse (oder haben sich vorher nicht informiert), was erst recht wieder auf Desinteresse am Gastland schließen lässt.
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##Und Touris, die diese Anlagen buchen, haben an Land und Leuten offensichtlich kein Interesse (oder haben sich vorher nicht informiert), was erst recht wieder auf Desinteresse am Gastland schließen lässt.##
Das sehe ich anders. Man kann nämlich das eine tun, ohne das andere zu lassen. Ich war bisher neunmal am Sonnenstrand, eine künstliches Urlaubsresort. Trotzdem habe ich viele Ausflüge ins Landesinnere unternommen, spreche die Landessprache (nicht fließend, aber Small Talk geht), kenne die Geschichte, habe etliche bulgarische Bekannte mit regem SMS- und Emailaustausch. Lass doch einfach mal diese Schwarz/Weiß-Malerei. Überwinde doch einfach deine Vorurteile gegen bestimmte Urlaubsformen. Akzeptiere doch, dass man Menschen nicht einfach so in Schubladen stecken sollte.
Gruß
Manfred
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@Bulgarienfan: Ich glaub, diese Art von Hotelanlagen, in denen Du wohnst, mein ich nicht. Du schreibst in einer Deiner Hotelbewertungen:
"Die Lage des Hotels im Zentrum vom Sonnenstrand ist für mich ideal. Innerhalb weniger Minuten befindet man sich mitten im Trubel und zum Strand sind es auch maximal zehn Minuten zu Fuß."
bzw. bei einem anderen Hotel
Da sich das Hotel im Zentrum befindet, gibt es rundum massenhaft Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten sowie andere Hotels.
Also ist es dort weder gefährlich die Anlage zu verlassen, noch befindet man sich im Niemandsland, wenn man rausgeht.
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chriwi wrote:
@Bulgarienfan: Ich glaub, diese Art von Hotelanlagen, in denen Du wohnst, mein ich nicht. Du schreibst in einer Deiner Hotelbewertungen:"Die Lage des Hotels im Zentrum vom Sonnenstrand ist für mich ideal. Innerhalb weniger Minuten befindet man sich mitten im Trubel und zum Strand sind es auch maximal zehn Minuten zu Fuß."
bzw. bei einem anderen Hotel
Da sich das Hotel im Zentrum befindet, gibt es rundum massenhaft Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten sowie andere Hotels.
Also ist es dort weder gefährlich die Anlage zu verlassen, noch befindet man sich im Niemandsland, wenn man rausgeht.
Aber man lernt dort auch nicht Land und Leute kennen.
Oder willst du behaupten, daß ein Urlaubsort, der vom Tourismus lebt, typisch für "Land und Leute" ist?Klar ist doch wohl, daß ich, wenn ich ein Jahr mal in eine Anlage fahre, die mit Stacheldraht geschütz ist, nicht durch die Gegend fahre, weil es wahrscheinlich außerhalb zu gefährlich ist. Dann habe ich mich entschieden, ein Jahr mal Urlaub zum Abfaulen zu machen.
Hotels, die in der Pampa liegen, entwickeln sich vielleicht mal zu richtigen Orten, die Infrastruktur wird duch den Tourismus verbessert. Sieht man z. B. in der Türkei, Lara, Colakli, es weden nicht nur Hotels gebaut.
Sicher ist klar, daß in Orten, wo es früher nur ÜF gab, wo umgestellt wurde auf AI, die Gastronomieszene kleiner wird. Da hilft es aber auch nicht, wenn es wieder vermehrt HP- Hotels gibt, denn auch da geht man abends doch seltener zum Essen aus.
Und Playa del Ingles zeigt am besten, daß viele andere Gründe dazu beitragen, daß ein Urlaubsort langsam stirbt.
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eslipart wrote:
Aber man lernt dort auch nicht Land und Leute kennen.
Oder willst du behaupten, daß ein Urlaubsort, der vom Tourismus lebt, typisch für "Land und Leute" ist?In den Teilen von SO-Asien in denen ich schon war, entstehen nicht Touristenorte um die Anlagen, sondern es handelt sich um kleine Städte oder Fischerdörfer, die sich über viele Jahre oder Jahrzehnte langsam mit dem Tourismus mitentwickeln. Ich sag nicht, dass das ohne Probleme geht. Aber dort wohnen die meisten Menschen nicht deshalb, weil sie am Tourismus verdienen wollen.
eslipart wrote:
Klar ist doch wohl, daß ich, wenn ich ein Jahr mal in eine Anlage fahre, die mit Stacheldraht geschützt ist, nicht durch die Gegend fahre, weil es wahrscheinlich außerhalb zu gefährlich ist. Dann habe ich mich entschieden, ein Jahr mal Urlaub zum Abfaulen zu machen.Ich lass mich auch zum Abfaulen nicht gern einsperren.
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Das war in Marokko das Hotel Amadil Beach!!!
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mabysc wrote:
Hallo Manfred, jetzt bitte nicht böse sein oder persönlich nehmen, aber was glaubst Du warum die meisten Leute nach Bulgarien fahren.
Wollen die wirklich das Land sehen, oder wollen die einfach für das wenigst mögliche Geld in die Sonne.Grüße
MarcusHallo Marcus,
ich bin dir absolut nicht böse. Genau deswegen fahren die meisten Urlauber nach Bulgarien. Das ist ja auch ok. Mir geht es nur darum zu zeigen, dass das absolut nichts mit der Verpflegungsart zu tun hat. Wie ich schon schrieb, wer sich dort nur in diesen künstlichen Seebädern aufhält, kennt nicht das wirkliche Bulgarien, egal, ob er sich selbst verpflegt oder AI gebucht hat. Das ist also kein Argument gegen AI.
Gruß
Manfred
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Hallo Manfred, Guten Morgen! Nein, das ist per se kein Argument gegen AI. Aber glaubst Du nicht auch, daß die meisten Bulgarien-Urlauber deshalb dort hin fahren, weil da die AI-Unterkünfte, auch die höherrangigen, noch "bezahlbar" sind. Vor allen Familien mit Kindern, die es nicht so "dicke haben" bevorzugen die bulgarischen Seebäder. Und die fahren ganz überwiegend nicht dahin, um sich Land und Leute anzusehen, sondern um ihr "billiges" AI auszunutzen. Sonst könnten sie ja gleich Ü/F buchen.
Gruß Wolfgang
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Hallo Wolfgang,
klar ist dort das Preisgefüge günstig. Das trifft aber auf alle Verpflegungsarten zu. ÜF ist in guten Hotels, oder innerhalb der Hotels bei Buchung der besseren Zimmern, nur noch eingeschränkt möglich, sehr zu meinem Bedauern. Dass sich AI für Familien mit Kindern lohnt, bestreiten ja auch nur wenige.

Gruß
Manfred
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@all
mal eine Frage am Rande an diejenigen, die nur Ü/F buchen: um abends in einem kleinen schnuckeligen Lokal im Ort essen zu können, ist doch Voraussetzung, dass Ihr die Speisekarte versteht, oder sehe ich da etwas falsch? Und eine verbale Verständigung mit dem Kellner ist wohl auch Voraussetzung? Oder zeigt Ihr dem Kellner in Gebärdensprache, dass Ihr Hunger habt und lasst Euch überraschen, was er Euch bringt?Es ist keineswegs so, dass überall Englisch verstanden wird.
Mein Mann und ich schätzen es sehr, die Landesküche kennenzulernen, aber wir würden schon gerne wissen, was wir da bestellen und auf welche Art es zubereitet wurde.lg Gisela
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Oh Gottchen, Gisela! Das ist doch nun wirklich kein Grund, sich im Hotel zu verkriechen und in einem doofen, vollgepropften Speisesaal vom Allerweltsbuffet zu essen.
Du wirst nirgendwo verhungern und Du wirst überall vorher wissen, was Du auf den Teller bekommst. Die von Dir befürchtete Sprachbarriere existiert in dieser Form nämlich nicht, ein ganz klein wenig Flexibilität und guten Willen auf beiden Seiten vorausgesetzt. Und beides existiert bei den Gastgebern im Überfluß, das kann ich Dir aus eigener Erfahrung versichern.
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Gisela, danke für die Frage! Wieder mal jemand, der etwas Licht in mein dunkel bringt. Vor diesem Thread wusste ich wirklich nicht, was Leute dazu bringt AI zu buchen. Die Angst in einem fremden Land nichts zu essen bestellen zu können mag natürlich für manche ein Argument sein.

In Gegenden, wo Restaurants sind, die auch ausländische Gäste bewirten wollen, hat man sich angepasst. Bilder neben den Gerichten, englischsprachige Speisekarten,...
Und dann gibt's auch noch das kulinarische Kapitel im Reiseführer.
Und zum üben (Abbau von Xenophobie) kann man zu Hause (sofern man i.e. Großstadt wohnt) schon z.B. in ein Türkisches Lokal gehen, in dem nur Türkischstämmige sitzen, was zu essen bestellen und einen Tee.
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das Argument zieht wirklich nicht!
Aber um dir die Angst zu nehmen, kamen ja schon in den letzten Posts ein paar Tipps

LG
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Hallo Gisela,
am Sonnenstrand in Bulgarien sind die Speisekarten mehrsprachig, fast immer auch in deutscher Sprache. Die sind dort auf Touristen eingestellt, auch auf die deutschen.
Viele Grüße
Manfred
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