Geschenke für Ägypter
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Hi!
Wir sind bis jetzt mit elektronischen Geräten immer so durch die Sicherheitskontrolle gekommen. Außer einmal, da wurde in Frankfurt genauer hingeguckt, als wir für einen befreundeten Reiseleiter ein altes Telefon mitgenommen haben. Da wurde dann mit so einer Art Staubsaugerrohr auf irgendwelche Sprengstoffe hin untersucht. Das war aber auch kurz nach dem Anschlag von 2005 im Sinai, also verständlich.
Im Januar hatten wir für Bekannte als (nachträgliches) Hochzeitsgeschenk einen DVD-Player mitgenommen, original und als Geschenk verpackt war das überhaupt kein Problem. Weder hier noch in Hurghada.
Gruß

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Hallo,
ich wollte ein paar schöne bunte Feuerzeuge mitnehmen für unsere lieben Kellner. Wie und wo kann ich die transportieren?
Ich habe gehört, dass man die nicht mehr im Koffer mit aufgeben darf, nur noch im Handgepäck. Aber darf ich dann bei 2 Personen mehr als 2 Feuerzeuge mitnehmen? Vom Nachfüllgas rede ich erst gar nicht. Das müssen die sich in Ägypten besorgen oder die Feuerzeuge wegwerfen, wenn sie leer sind. -
Ja das würde mich auch interessieren. Hatten auch vor einige mitzunehmen.
Habe mich im Handgepäck- Forum kundig gemacht und da steht drin,
1 Feuerzeug pro Person am Mann zu tragen.In den Koffer darf man keine rein tun, wegen Brand- und Explosionsgefahr.
wilchi
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Es ist ja sehr nett, daß Ihr bei Euren Gaben fast alle zunächst an Kellner, Animateure, etc. denkt. Angesichts der Tatsache, daß dieser Personenkreis auch am ehesten mit Touristen in Kontakt kommt, ist das auch absolut verständlich.
Ein kleiner Tipp für alle, die etwas "mehr" tun wollen: Die Armut ist in vielen Gegenden Ägyptens (ja, auch die Gegenden, aus denen Hotelangestellte oder auch Reiseleiter ursprünglich kommen) sehr, sehr groß. Selbst in Hurghada gibt es etliche Waisenkinder, die obdachlos auf der Straße leben, sich z. B. als Kofferträger am Hafen den Lebensunterhalt verdienen, etc.. Und ein paar hundert Meter weiter wird im AI - Hotel gemeckert, weil die Bar vielleicht mal 10 Minuten später öffnet... :?
Vielleicht hat der ein oder andere nach Urlaubsende ein paar T-Shirts (v. a. Kinderkleidung), die nicht mehr benötigt werden, oder auch "ausgespieltes" Spielzeug. Fast jeder Angestellte aus den Hotels/Ausflugsreiseleiter hat im Verwandtenkreis Verwendung dafür und wird sich wahrscheinlich darüber genauso (wenn nicht noch mehr) freuen wie über Feuerzeuge, Schoki und Co.. Es sind oftmals (für uns) ganz kleine Dinge, mit denen wir den Menschen dort wirklich helfen können. -
Keine Sorge, an die Kinder hab ich auch gedacht, allerdings eher in Richtung Buntstifte, Filzstifte und Kugelschreiber und solche Sachen. Aber da brauche ich mir ja keine Sorgen machen, dass mir die Sachen aus dem Handgepäck bzw. Koffer wieder rausgenommen werden. Daher hatte ich das nicht erwähnt

Kinderklamotten hab ich leider keine mehr, meine sind erwachsen.
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Hallo Sina,
deine Idee ist wirklich gut, stimme ich arkadas zu. Habe in einem Artikel gelesen : ..."wenn man etwas für die Bedürftigen tun möchte, sollte man Spenden an Moscheen geben..."
Was hälst (haltet ihr) davon ? Arkadas kann scheinbar auch viel dazu sagen !
Wer sich nicht unmittelbar mit der Bevölkerung auseinander setzt, hat ja nun leider wirklich keine Ahnung, was er (SINNVOLLES) tun kann !
LG -
Mit Spenden an Moscheen habe ich persönlich noch keine Erfahrungen gemacht, halte es aber für eine gute Idee. Arkadas, super, daß Du dich für ein Kinderhilfsprojekt vor Ort engagierst - es ist immer wieder erschütternd, wie groß die Not doch ist.
Ich war letzte Woche dienstlich in Ägypten unterwegs, bin auch mit der Fähre von Hurghada nach Sharm el Sheik gefahren. Am Hafen von Hurghada habe ich mich mit einem alten Ägypter angelegt, weil der einen kleinen Straßenjungen (ca. 10 Jahre alt), der sich da als Gepäckträger barfuß (!!!) seinen Lebensunterhalt verdient hat (das Schicksal vieler Waisenkinder, Waisenhäuser gibt es in Hurghada meines Wissens noch nicht), geschlagen hat. Der Junge war seiner Meinung nach nicht schnell genug beim Schleppen des riesigen Koffers, der fast doppelt so groß (und schwer!) war wie er selbst
. Sowas zerreißt mir immer mein Herz. Mein Begleiter ist zum Glück eingeschritten, hat gedolmetscht und hat den alten Mann in die Schranken gewiesen.
Dem Jungen habe ich jedenfalls mein Lunchpaket vom Hotel (das hatte ich gar nicht bestellt, das hat der Empfangschef, dem ich beiläufig von meinem "Ausflug" erzählt hatte) einfach so organisiert) und 50 äg. Pfund (das sind gerade mal € 6,50 - für uns nicht viel Geld, für den Jungen ein Vermögen) geschenkt (das Geld natürlich nicht offensichtlich gegeben, sondern diskret ins Lunchpaket gesteckt) - der hat mich mit seinen großen Augen angeguckt und hat mich vor Freude umarmt! Seinen Wortschwall hat mein Begleiter mir dann übersetzt: Er ist unendlich dankbar, kann sich von dem Geld endlich Schuhe kaufen, auf die er schon lange spart, wird sich das Lunchpaket mit seinem besten Freund teilen und Allah möge mich beschützen...Das hat mir und auch meinem Begleiter wirklich die Tränen der Rührung in die Augen getrieben.
Ich werde jedenfalls, wenn ich das nächste Mal nach Ägypten fliege, alles, was ich an Kinderkleidung und Spielzeug ergattern kann, mitnehmen und einer Vertrauensperson übergeben, damit diese es dort verteilt, wo es wirklich benötigt wird. Alleine aus meinem Familien- und Freundeskreis kommt da schon einiges zusammen - und es sind für uns so kleine Dinge, die den Menschen in anderen Ländern das Leben ein wenig erleichtern können...P.S.: Ich weiß, daß meine Geldspende für dortige Verhältnisse überdurchschnittlich viel war - und dennoch war es nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wenigstens muß jetzt eines von vielen Straßenkindern nicht mehr barfuß durch Schmutz und Scherben laufen...
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Weißt Du, ob nicht an der nächsten Ecke jemand stand, der es dem Jungen gleich wieder abgenommen hat? Das haben wir erlebt auf unserer Nilkreuzfahrt.
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Da kann man natürlich nicht sicher sein - es handelte sich allerdings nicht um ein bettelndes Kind, sondern um einen kleinen, fleissigen Kofferträger. Sichtbar habe ich ihm "bloß" ein Lunchpaket gegeben, daher hoffe ich zuversichtlich, daß ihm das Geld (das übrigens blitzschnell in der Hosentasche verschwand
) nicht wieder abgenommen wurde. -
@Sina1, ich seh seine Augen leuchten!

Man muss unbedingt unter bettelnden und arbeitenden Kindern unterscheiden. Bettelde Kids bekommen von mir nie mehr, als ggf. einen Zahnpflegekaugummi, auch Muttis bekommen kein Geld. Das hat überwiegend System, gerade in den Touristischen Städten. Wirklich in Not geratene Ägypter betteln eigentlich nicht. Und trotzdem gibt es die Altersarmut. Es ist ab und an verdammt schwer die richtige Entscheidung zu treffen.

Manch bettelnder Knirbs verdient an einem Tag mehr als sein Herr Papa mit ehrlicher Arbeit in einem Monat. Da sagt sich auch macher: ist es doch viel besser die Kinder los zuschicken.

Kinder die arbeiten, tun das überwiegend für den Familienunterhalt. So wie die PlastikflaschensammlerInnen z.B.. Es gibt erschreckend viel alleinerziehende Frauen.
Wer ggf. mehr wissen möchte kann sich gern melden. Schon das Interesse ist viel wert.
LG
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Ja, natürlich - auch das gibt es in Hurghada. Ich kann jeden nur eindringlich bitten, mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen und mit kleinen Dingen zu helfen, wo Hilfe nötig ist.
Den reinen "Bettelkindern" gegenüber bin bez. Spenden ich sehr verhalten, kaufe ihnen aber gerne etwas zu essen oder zu trinken - weil ich weiß, daß im Endeffekt nicht die Kinder, sondern die Eltern/Schutzbefohlenen von meinen finanziellen Gaben profitieren :? . Aber die Kinder sollen zumindest etwas Vernünftiges in den Bauch bekommen.
Bargeld gebe ich selten bis nie - mir erscheint es effektiver, den Kindern zu einer vernünftigen Mahlzeit zu verhelfen. Wenn ich Bares gebe, dann diskret und bei offensichtlicher Not (z. B. der minderjährige barfüßige, gedemütigte und geschlagene Kofferträger am Hafen von Hurghada). Mich ergreift immer noch die blanke Wut, wenn die Bilder des prügelnden Mullahs an meinem inneren Auge vorbeiziehen... -
godspeed wrote:
Stofftiere haben die kinder auch gern. meine mama hatte im urlaub welche auf der handtasche hängen und zurück gekommen ist sie mit keine mehr
das ist mir auch schon passiert.
ich hatte auch immer ein kleines stofftier (schlüsselanhänger) an meinem rucksack. ja und als ich so die straße lang gelaufen bin kam ein kleines mädchen zu mir und gab mir zu verstehen das sie das tierchen ganz süß findet. ich habs ihr gegeben und sie hat sich riesig gefreut. mutter und tochter haben sich überschwenglich bei mir bedankt und dann kam sogar noch der sohn und hat mir den rucksack zugemacht weil der reisverschluss wohl noch offen war.lg vanni
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Das mit den T-Shirts und den kleinen Plüschtieren finde ich eine super Idee
. Werde ich auf jeden Fall mitnehmen.
Ich glaube nähmlich das jeder zweite Feuerzeuge und Kulis verschenkt
.
Deshalb wollte ich ein paar andere Ideen sammeln, zumal wir das erste mal nach Ägypten fliegen.Wilchi
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habe mal meinem lieblingskellner, der gerade stolzer vater einer tochter wurde, einen süssen kuschelhasen, der ein t-shirt anhatte, auf das ich ein schönens bild von ihm draufmachen liess...wie DER sich gefreut hatte..werd ich auch nie vergessen....
lg xantiim übrigen bin ich auch der meinung..man kann mit ein paar euro monatlich in versch. hilfsinstitutionen viel zu linderung beitragen....so wie das auch arkadas schon geschrieben hat