Bedenken nach Cuba zu fliegen?!
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Belicosos Finos wrote:
Hola Amigos!
Ich schließe mich dem allgemeinen Wahnsinn an:Aber nun mal ernsthaft, Juanito hat das wesentliche gesagt, es wird wohl nicht allzuviel passieren. Und schon gar nicht gegen die Touristen. Fliege runter und genieße deinen Urlaub.
Gruß BelicososSo isses!

@ struppel - ganz gut nur weil er ein Denkmal ist. da habe ich erhebliche Bedenken.
Er war, und ist keine Seele von Mensch, aber, er war ein Glück für Kuba !
Lang ist es her - now times have to change! und solange es Cuba schafft , a bisserl Richtung Volkswirtschaft zu tendieren, wird es den Kubanern sozial immer besser gehen als denen aus aus der Dom Rep, von den Menschen in Haiti will ich garnicht erst reden . Problem sind die Bacardies und Colas aus den USA - denen bis zur Revolution das Land gehörte.
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Der Exil-Kubaner Mauricio Tamargo, Direktor der "Föderalen Kommission für Forderungen" im Justizministerium der USA, die "Foreign Claims Settlement Commission" (FCSC), ist zuständig für die Verwaltung von US-Ansprüche auf Eigentum, welche einstmals von Feindesmächten beschlagnahmt wurden – und wird sie bei gegebener Zeit einklagen. Wenn die Castro-Ära zu Ende geht, gehören zu den Auftraggebern einige der größten US-Konzerne. "ExxonMobil", "Texaco", "IBM", "General Motors" und "Coca-Cola" wollen dann ihre Ansprüche geltend machen und ihre Besitzungen, die mittlerweile Milliardensummen wert sind, einfordern.
Die Enteigneten setzen auf Castros Nachfolger. "Kubas Übergangsregierung könnte an einem Ausgleich der Forderungen interessiert sein, um die Beziehungen zu normalisieren", sagt Mauricio Tamargo in einem Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Wegen seiner Herkunft, fügt er hinzu, er habe selbst "ein besonderes Gespür für diesen Job".
Seither hat die FCSC 5913 einzelne Rückübertragungsansprüche von Firmen und Privatpersonen beglaubigt, deren Gesamtwert sich heute, inklusive 6 % Verzinsung, auf fast 8 Milliarden Dollar beläuft.
"United Fruit Sugar Company" (gehört heute zum US-Obstmulti "Chiquita") besaß vor der Enteignung auf Kuba Tausende Hektar Zuckerplantagen – heute fast 315 Millionen Dollar wert.
Der Ölriese "Chevron" erhebt über seine Tochter "Texaco" Besitzansprüche auf eine Raffinerie im Wert von heute rund 185,3 Millionen Dollar.
Der "Coca-Cola"-Konzern eröffnete seine erste kubanische Abfüllanlage 1906. Auf Kuba macht er rund 102 Millionen Dollar geltend, penibel aufgelistet in den FCSC-Akten: Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, Mobiliar, Inventar, Kühlboxen, Container, Bankkonten.
Der Kupfergigant "Freeport-McMoRan" hält die US-Rechte an mehreren Nickel- und Kobaltminen auf Kuba, darunter die größte Mine in Moa. Allein für deren Verlust an "Umsätzen, Werk und Maschinen" hat ihm die FCSC heute fast 327 Millionen Dollar in Aussicht gestellt. Von den künftigen Gewinnaussichten zu schweigen.
Der größte Einzelanspruch, knapp eine Milliarde Dollar, geht auf die "Cuban Electric Company" zurück, die Kubas Stromnetz betrieb: E-Werke, Leitungen, Guthaben. (314.866,90 Dollar für die "Umsiedlung von Angestellten" lehnte die FCSC dagegen ab.) "Cuban Electrics" Mutterhaus "Ebasco" ging 1969 in "Boise Cascade" auf, einem Papierkonzern. Der schluckte 2003 den Büromaterial-Einzelhändler "OfficeMax" und nahm dessen Namen an. Deshalb hält "OfficeMax", obwohl erst 1988 gegründet, heute in Kuba Besitzansprüche von 990.003.130 Dollar.
Tausende andere liegen in Wartestellung. Die Liste reicht von Privatleuten, die Familienbesitz zurück haben wollen, bis hin zu der Crème de la Crème der US-Wirtschaft: "ExxonMobil" (265 Millionen Dollar), "Colgate-Palmolive" (53,7 Millionen Dollar) oder "IBM" (23,9 Millionen Dollar). Peanuts für die Konzerne. Doch für Kuba summiert sich das.
Der zweitgrößte Anspruch ist zugleich auch der kurioseste: 484 Millionen Dollar im Namen des Hotelkonzerns "Starwood" ("Sheraton", "Westin"). Daran ist "Starwood" ebenfalls erst per Fusion geraten. 1998 kaufte das Unternehmen den Telefonkonzern "ITT", dem wiederum die "Radio Corporaçion Cubana" (RCC) gehört hatte. RCC wurde zunächst nicht enteignet, sondern durfte bis 1992 die Telefonleitungen zwischen Kuba und Florida weiter betreiben. Dann zerstörte der Hurrikan "Andrew" die US-Seite des Dienstes. Ein Jahr später beschlagnahmte Kubas Regierung RCC - die letzte Enteignung seit der Revolution. "Starwood" meldete seinen Anspruch erst 2005 bei der FCSC an. Dazu öffnete die ihr 1972 abgeschlossenes Kuba-Programm eigens noch mal und bewilligte dem Hotelriesen unter anderem 1200 Quadratkilometer Land am Flughafen "Jose Marti" im Wert von 36 Millionen Dollar, eine Immobilie in Havanna sowie weitere Liegenschaften im Strandort Guanabo – ideal für künftige Hotelprojekte. "Das Land gehört uns", erklärte Starwood-Anwalt Ignacio Sanchez. "Sie können es uns nicht abnehmen." Ob Kuba im Fall einer Klärung der Besitzfragen aber die Immobilien freigibt oder nur deren finanziellen Gegenwert, ist natürlich völlig offen. Es sei wohl zu erwarten, dass die Ansprüche mit den kubanischen Staatsgeldern verrechnet würden. Kubanische Staatsgelder sind seit 1963 bei US-Banken eingefroren.
US-Außenministerin Condoleezza Rice versicherte erst im Juli in einem Bericht, Washington unterstütze keine "willkürlichen Bemühungen, Kubaner zur Räumung ihrer Häuser zu zwingen". Eric Watnik, ein Sprecher des State Departments, fügte jetzt auf Anfrage hinzu, man sei bei Bedarf bereit, "mit einer demokratisch gewählten Regierung Kubas ein faires und gerechtes Verfahren" auszuarbeiten.
Mauricio Tamargo macht sich auf die Farm seiner Eltern in Holguín jedoch selber keine Hoffnungen, denn niemand in seiner Familie war zur Zeit der Enteignung US-Staatsbürger. Somit verfehlt er die Bedingungen seiner eigenen Kommission – und ist disqualifiziert.
FCSC-Chef Mauricio Tamargo sagte: "Ich glaube fest an den Wert und die Bedeutung privater Besitzrechte". "Ohne deren Schutz werden wir zu Sklaven."
Er stellte allerdings auch klar:
"Das letzte Wort dazu hat Kuba selbst."(Inhalt und Textpassagen aus SPIEGEL ONLINE Wirtschaft und Privat)
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"Super Auflistung"!

Die Amis hätten am liebsten die Verhältnisse vor Castro wieder:Sie werden immer fetter und die Cubaner verhungern auf der Straße!
Diese Imperialisten dürfen nie mehr freie Hand auf Cuba bekommen. Mit die Schlimmsten sind die Burschen von der UFC. Die UFC hat sogar die Terrorschule SOA mitfinaziert.
Naja aber jetzt trifften wir gerade ab........
Viva Cuba! -
Yogi1985 wrote:
Könnt ihr die US-amerikanischen Firmen nicht ein bisschen verstehen ...
Nein!Es wir befürchtet, dass der einfache Mann auf Kuba dabei das große Nachsehen hat und durch das Monopol in den sozialen Abgrund getrieben wird. Beispiele gibt es zur Genüge auf dieser Welt – sogar im wiedervereinigten Deutschland.
Ehemalige US-Firmen waren früher schon auf Kuba Imperialisten, da Kuba seit 1886 ein eigenständiger Staat in Form einer Republik ist. Nach dem Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges im Jahr 1898 besetzten die USA die Insel, bis sie schließlich 1902 endgültig die formale Unabhängigkeit erlangte. Die Souveränität war bis 1934 jedoch durch das "Platt Amendment" eingeschränkt, das den USA bei Beeinträchtigung US-amerikanischer Interessen ein jederzeitiges Interventionsrecht in Kuba gab. Ein Überrest dieser US-amerikanischen Sonderrechte ist der gegen den erklärten kubanischen Willen noch heute von den USA aufrechterhaltene Marinestützpunkt "Bahía de Guantánamo" (Guantánamo Bay). Mit der Besetzung Kubas durch die USA im Jahre 1898, gehören die USA zu den imperialistischen Weltmächten.
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das sprengt die grenzen des guten geschmacks.
fast 50 jahre ruinieren die kommunistischen ********** land und leute und jetzt machen sich auch noch deutsche touristen, die in abgeschirmten hotels an der bar sitzen, "sorgen" um den "einfachen mann" auf cuba. LOL -
Hallo jinetero,
Dich als eventuellen Kubaner frage ich hiermit: Interessierst Du Dich für den "kleinen Mann" auf Kuba?
Wenn ja, dann hoffe ich, dass Du direkt auf Kuba lebst und Du dort aktiv für die freiheitlichen Rechte der kubanischen Menschen kämpfst – und nicht eventuell auf einer sicheren und warmen Ofenbank im kapitalistischen Ausland sitzt.
Solche "sicheren" Freiheitskämpfer habe ich leider schon öfters kennen lernen müssen.
Gruß
Dylan
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Sehr gut Dylan!!!
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Schließe mich Belicosos an !

Cuba ist wahrlich nicht das Land in dem für die Einheimischen Milch und Honig fließen. ( Ausnahmen bestätigen immer die Regel). ... einiges dazu hat das Regime beigetragen , jedoch in meinen AUgen auch viel negatives verhindert und verbessert.
Wer Jahrzehnte lang ausbeutet, wie von Dylan beschrieben - wird irgendwann von der Geschichte eingeholt. Die Unternehmensgewinne , die in diesen Jahren gemacht wurden - übersteigen den Wert der Grundstücke um ein Vielfaches.
Schon mal in der der Dom Rep gewesen?
AUsreise kein Problem aber eine reine Geldfrage! Wer bezahlt ???
Gesundheitsystem weitaus schlechter , Bildung weitaus schlechter!
Das Leben auf dem Land ???? beängstigende Armut!
Kriminalität ??????????- Ok, bin nun bis 23. in Berlin - Prügel können mich daher erst nach der 38. KW. treffen

- Ok, bin nun bis 23. in Berlin - Prügel können mich daher erst nach der 38. KW. treffen
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Hola Amigos!
Genau so ist es. Leute wie unser Jinetero leben in dem Irrglauben, daß wenn der Bärtige weg ist, das System weg ist, dann fliegen den ach so freien Cubanern die gebratenen Tauben von links und rechts zu. Dann können sie hinreisen wo sie wollen (mit welchem Geld?), können alles kaufen, die ehemals bösen Amis helfen dann ganz uneigennützlich. Dann kommen die Brüder und Schwestern aus Miami zurück und alles wird gut.
Pustekuchen!Die superreichen Exilkubaner welche in Miami mit Autocorso Fidels Erkrankung feierten, werden einen ****** tun. Wer tauscht den schon Wohlstand in Miami mit den Zuständen auf Cuba ein? Auch wenn man dann alles importieren kann, die leben ja schon in der 3. Generation in Miami und haben fast oder gar keinen Bezug mehr zu Cuba. Zurückkommen werden evtl. die, welche geflüchtet waren und in Miami am Rande des Existenzminimums in den Slums lebten.
Und natürlich die Herren Spekulanten, die UFC, die Barcardis (würg!) und so weiter.
Und die Amis werden dann gierig nach meinen geliebten Havannas greifen und dadurch den Preis hochschnellen lassen

Also geht nach Cuba und hofft daß es noch lange möglich ist.
Gruß Belicosos -
Absolut richtig Beliscos Finos!
Aber trotzdem muß man hoffen, daß es irgendwann einmal besser wird in diesem Land (s. Ungarn, Russland, Rumänien,...). Die Leute leiden genug, auch wenn natürlich nicht alles schlecht ist was Fidel macht. Aber glücklich?
Klar werden die Amis nicht aus Höflichkeit helfen, sondern mit Hintergedanken. Und ob dann Kuba noch noch immer dieses schöne Land, trotz aller Armut und Sorgen, ist bleibt zu bezweifeln.Was nach Fidels Tod einmal sein wird, weiß niemand! Die Kubaner haben sogar Angst davor.
Und bezgl. der Leute in Miami, die sind ein eigens Kapitel! Eine Krankheit feiern so wie damals bei Fidel, ist schon eher traurig. Würd ich nicht mal bei meinem ärgsten Feind! -
Hallo ihr,
also, erst mal bin ich baff, dass ich so viele (interessante) Antworten von euch bekommen habe. Ja, ich denke, Kuba würde mir gefallen. Ich denke auch, dass es so garnicht mit den anderen Karibikstaaten zu vergleichen ist.
Es könnte passieren, dass ich wirklich im nächsten Jahr nach Cuba fahren werde.
Die CD von Buena Vista Social Club läuft jedenfalls schon mal in meinem CD-Spieler. Sehr schön! Ist eine der besten CDs die ich mir die letzte Zeit gekauft hab. Ist das jetzt Werbung? Wenn ja, wars nicht meine Absicht!Vielen Dank und viele liebe Grüße
Karinchen -
Hi karinchen!
natürlich kann man die karibikstaaten nicht untereinsander vergleichen. jedes land hat sein eigenes flair. ist ja z.B. mit Österreich, Deutschland, Schweiz,... auch nicht anders.
Mir hats in Kuba bisher immer gefallen, ist nicht umsonst schon meine 2. Heimat
Buena Vista Social Club ist ne gute Wahl, aber da gibts noch viel viel mehr gute Musik die das Land zu bieten hat! Am besten: Hinfliegen und "Live" erleben!

Lg Christian
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Yogi1985 wrote:
Könnt ihr die US-amerikanischen Firmen nicht ein bisschen verstehen , das die ihr Eigentum wieder haben wollen ? Irgendwann haben sie ja auch dafür bezahlt oder nicht ?die wollen alles auf der Welt und möglichst für sich allein.
auch wenn sie nicht dafür bezahlt haben (oder nur mit dem Leben ihrer Soldaten) -
puschellotte wrote:
Yogi1985 wrote:
Könnt ihr die US-amerikanischen Firmen nicht ein bisschen verstehen , das die ihr Eigentum wieder haben wollen ? Irgendwann haben sie ja auch dafür bezahlt oder nicht ?die wollen alles auf der Welt und möglichst für sich allein.
auch wenn sie nicht dafür bezahlt haben (oder nur mit dem Leben ihrer Soldaten):?
Die Welt- Polizisten USA verbreiten auf der Welt nur Chaos und hinterlassen verbrannte Erde.
Warum wird das Embargo gegen Cuba nicht aufgehoben. Ist Kuba so gefährlich? Es leidet doch nur die Zivilbevölkerung. Ohne Embargo würde es den Kubanern viel besser gehen. Es ist also nicht Fidel sondern eher die USA, die zu der schlechten Lage beitragen!!!
Gruß
vpo -
Hola Amigos!
Wenn ihr mich fragt - der Ami will nur daß die Cubaner gegen Fidel rebellieren und den vom Ami gewünschten Umsturz mit cubanischen Blut herbeiführen. Aber die meisten Cubaner sind zum Glück(?) - ser perezoso! Und wahrscheinlich an einer Änderung im Sinne des Imperialisten nicht sonderlich interessiert.
Gruß Belicosos -
Hatte heuer Anfang des Jahres ebenfalls diese Bedenken, da Ja Fidel im
Krankenhaus war bzw. jetzt nocht ist. Aber ich dachte ich buch lieber,
es wird sich schon ausgehen. Also war ich in Kuba, ich habe es nicht
bereut und es hat mir gut gefallen. Kann ja keiner wissen, wie es sein wird
wenn Fidel nicht mehr ist, ob man dann noch so einfach nach Kuba fahren wird können.
Also würde ich empfhelen so bald als möglich nach Kuba zu reisen!
Übrigens die CD von Buena Vista Social Club (Box mit 5 CD´s und Buch)
gibts in Kuba zu einem Spottpreis, habe ich 10 CUC dafür bezahlt!