Raucher = Massenmörder ?
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In Deutschland werden pro Jahr ca. 10.400 Tonnen Tabak angebaut. Es fließen dafür pro Jahr Subventionen in Höhe von 35 Mio. Euro aus EU-Mitteln und 150 Mio. Euro aus Bundesmitteln in den deutschen Tabakanbau.
Aus der Besteuerung von deutschen und internationalen Tabakwaren fließen derzeit jährlich ca. 14,5 Mrd. Euro in die Kassen des Bundes.
(Quellen: Subventionsbericht der Bundesregierung; Bundesministerium der Finanzen)Das alles nennt man auch: "Legalisierte Steuerwäsche"!
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da stelle ich Dir aber eine andere Rechnung auf
Der Fiskus nimmt etwa 14 Milliarden Euro jährlich an Tabaksteuern ein. Die durch den Tabakkonsum verursachten Kosten betragen allerdings nahezu 40 Milliarden Euro. Dies geht aus einer Berechnung des GSF-Instituts für Gesundheitsökonomie und Management im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums aus dem Jahr 2005 hervor.
Die Verluste ergeben sich aus den Kosten für Arbeitsausfall wegen Krankheit und Tod (12,4 Milliarden Euro) sowie der medizinischen Versorgung (sieben Milliarden Euro), zu denen noch die Kosten der unbezahlten Arbeit (19,5 Milliarden Euro) wie Hausarbeit oder Betreuung von Angehörigen hinzukommen.
Quelle: Rheinischer Merkur
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pittpatt01 wrote:
da stelle ich Dir aber eine andere Rechnung aufDer Fiskus nimmt etwa 14 Milliarden Euro jährlich an Tabaksteuern ein. Die durch den Tabakkonsum verursachten Kosten betragen allerdings nahezu 40 Milliarden Euro...
Das stimmt!Es sind aber "zwei verschiedene Bücher", von denen wir beide hier sprechen.
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pittpatt01 wrote:
da stelle ich Dir aber eine andere Rechnung auf
Die Verluste ergeben sich aus den Kosten für Arbeitsausfall wegen Krankheit und Tod (12,4 Milliarden Euro) sowie der medizinischen Versorgung (sieben Milliarden Euro), zu denen noch die Kosten der unbezahlten Arbeit (19,5 Milliarden Euro) wie Hausarbeit oder Betreuung von Angehörigen hinzukommen.Quelle: Rheinischer Merkur
hallo pittpatt
deine rechnung verstehe ich nicht so ganz.
was haben kosten für hausarbeit und betreuung von angehörigen denn mit dem rauchen zu tun?
oder bezieht sich das auf die betreuung von pflegefällen durchs rauchen?
grüße -
carsten wismar wrote:
tja, warum seinen eigenen Vorteil verspielen wollen. Die meisten Raucher haben halt diese absolute Ego Einstellung. Schade.@carsten
meiner meinung nach hat das nichts mit "ego einstellung" zu tun.
ein beispiel: du willst in ein restaurant und der mann am empfang sagt zu dir: "oh ne, herr wismar, so kommen sie hier aber nicht rein. gehen sie mal nach hause und ziehen sich was ordentliches an."
was machst du? gehst du nach hause? oder gehst du in ein anderes restaurant und denkst dir: da brauche ich nicht mehr hin?
anderes beispiel: du hast einen kleinen hund,den man nicht alleine zu hause lassen kann. du willst essen gehen. im restaurant sagt man dir: hunde sind verboten.
suchst du dir einen hundesitter oder besuchst du ein restaurant, wo hunde erlaubt sind?
ich will damit sagen: wo ich nicht erwünscht bin, ob als raucher, oder als frabiger, oder als mann/frau, oder als was weiß ich, da bleibe ich eben fern. gut ist. -
Treffende Beispiele, Alexandra. Was das mit Ego-Einstellung zu tun hat , ist mir unklar.
@carsten: meinst Du egoistische Einstellung? Die wäre vorhanden, wenn ich das Verbot ignorieren oder unterlaufen würde, indem ich mich z.B. an die Tür stelle und absichtlich Rauch Richtung Restaurant blasen würde oder irgendso ein Unsinn. Wenn ich einfach nicht mehr hingehe, ist das weder egoistisch noch altruistisch, es ist einfach konsequent. Meine Konsequenz. Es ist auch nicht so, daß ich überhaupt nicht mehr essen gehe, sondern seltener. Damit will ich auch kein großartiges Fanal setzen. Es macht mir nur unter Rauchverbot nicht mehr soviel Spaß. Das ist so wie mit Deiner Dom Rep; sollte die Dir eines Tages (warum auch immer) keinen Spaß mehr machen, wirst Du doch sicher ncht mehr hinfahren, oder? Alles andere wäre ja auch Masochismus
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Gruß, Peter -
Lexilexi wrote:
anderes beispiel: du hast einen kleinen hund,den man nicht alleine zu hause lassen kann. du willst essen gehen. im restaurant sagt man dir: hunde sind verboten.
suchst du dir einen hundesitter oder besuchst du ein restaurant, wo hunde erlaubt sind?Gutes Beispiel! Wenn diese Thematik unseren Politikern zu Ohren kommt, dann wird ein Gesetz verabschiedet, das baulich getrennte Hundebereiche in Restaurants vorschreibt und Kellner, die im Hundebereich servieren, bekommen eine gesetzlich verankerte Gefahrenzulage.

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@lexilexi
das sind Äpfel mit Birnen verglichen. Sicherlich ist dies die konzequente Entscheidung der Raucher. Jedoch wenn ich auf Grund von Kleidung nicht in ein Restaurant rein komme, dann würde ich mir zumindest mal Gedanken machen warum (ist was dran?). Nicht immer nur die anderen haben Schuld. Auch das Hundeproblem müßte ich dann akzeptieren, das ist wohl war.@roamer
Ansichten u. Geschäcker sind ein Glück verschieden. Ja in der Tat meinte ich egoistisch. Aber nicht auf die Konzequenzhandlung des Rauchers, sonder auf Grund der betriebenen Unzufriedenheit der Raucher (Beschwerden da sie nicht mehr öffentlich so rauchen dürfen) bezogen. Für mich gehen Nichtraucher vor, da muß ich eben als Raucher zurückstecken, das meinte ich. Und da finde ich es traurig, daß Raucher trotz alle dem den Qualm auch bei den Nichtrauchern durchsetzen wollen u. sich in ihrer Freiheit zu Unrecht eingeschrenkt fühlen.
LG -
Zum Beispiel...
Jeder Gastwirt kennt seine Stammgäste. Ist die Mehrzahl Raucher, dann hätte er die Möglichkeit, aus seiner Gaststätte eine reine Rauchergaststätte zu machen. Oh...ich würde mich über das Schild an der Tür sooo seeehr freuen :Nichtraucher bitte draußen essen !

Nun gut, vielleicht etwas zu gehässig...

Aber bei uns gibt es Gaststätten, die zu festen Zeiten (in der Regel zum Mittagstisch) das Rauchen nicht gestatten. Oder (wenn räumlich möglich) abgetrennte Bereiche oder doch wenigstens Raucherecken im Warmen
.
Wenn ich nun krank werde, hat das mit dem Rauchen nichts mehr zu tun. Sondern weil ich draußen in der Kälte rauchen muß !
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aber es ist doch nicht ok, wenn ein Gastwirt eine solche Entscheidung zu Lasten seiner Gesundheit fällt, nur um keine Verluste einzufahren. Und das ist so etwas, auf was es viele rauslaufen lassen. Im übrigen habe ich jetzt in unserem Stammrestaurant erfahren u. selbst gesehen, daß wesentlich mehr Gäste verkehren als vorher. Na also.
LG -
Na wenn es gut für den Verkehr ist....dann hat ja keiner was dagegen.

Denke darüber bitte genauer nach, warum Gastwirte Entscheidungen entgegen ihrer Gesundheit treffen müssen !
Und jedem Unternehmer sollte die Freiheit gestattet sein, sein Geschäft nach seinen Idealen zu führen !
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carsten wismar wrote:
aber es ist doch nicht ok, wenn ein Gastwirt eine solche Entscheidung zu Lasten seiner Gesundheit fällt, nur um keine Verluste einzufahren.Mit Verlaub, Carsten, und wenn der Wirt (und seine Kellner möglicherweise auch) selbst Raucher sind? Selbst dann darf er keine Raucherkneipe aufmachen. Ist da dem hochlöblichen Gesetzgeber nicht etwas durch die Lappen gegengen? Das ist doch wie bei der Inkarnation. Alles, was nicht "mäh" macht, wird untergebuttert.
Mit qualmendem Gruß, Peter -
nach seinen Idealen welche später mal zum Verhängnis führen können. Gerade letzte Woche hatten wir einen Gastwirten versucht zu operieren, Kehlkopf Krebs. Leider wird er es nicht schaffen. Von was es kommt braucht man da wohl nicht mehr erwähnen. Und er hat nicht selbst geraucht. Natürlich werden es die Gastwirte zum Vorteil ihres Geldbeutels dann so entscheiden, daß geraucht werden dürfte. Aber ist dies im Sinne deren Gesundheit (nicht finanziell, sondern gesundheitlich)? Ich denke eher "nein".
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zahnmaus wrote:
Na wenn es gut für den Verkehr ist....dann hat ja keiner was dagegen.

Gut beobachtet, Zahnmaus, Verkehr und Rauchen waren schon immer eng miteinader verbunden, vor allem nach dem erstgenannten.

The ziggi afterwards

Irgenwann müßen wir uns mal auf einer der vielen Raststätten Thüringens treffen. Eene roochen

Mit verrauchtem Gruß, Peter -
Was ist mit Malern/Lackierern, Tischlern, Bauarbeitern usw. die alltäglich Giftstoffe und Feinstaub einatmen? :? Mit Lehrern, genervten Admins von HC (
) die alltäglich ihre Nerven lassen müssen ? Im Sinne der Gesundheit ? 
Nein, Carsten das Argument zählt nicht. Zumindest nicht für mich...
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mabysc wrote:
... könnte ich dann nicht auch verlangen besoffen Auto zu fahren ?
Ist doch auch meine Sache, oder ?
Nicht ganz. Unter Alkohol verlierst Du die Kontrolle über Körper und Verstand. Beim Rauchen nicht.
Ich darf Freund Chriwi zitieren: nicht Alles, was hinkt, ist ein Vergleich
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Roamer wrote:
mabysc wrote:
... könnte ich dann nicht auch verlangen besoffen Auto zu fahren ?
Ist doch auch meine Sache, oder ?
Nicht ganz. Unter Alkohol verlierst Du die Kontrolle über Körper und Verstand. Beim Rauchen nicht.
Ich darf Freund Chriwi zitieren: nicht Alles, was hinkt, ist ein Vergleich
auf langer Sicht erntet man irgendwann das Gleiche, Beeinträchtigungen der Gesundheit. Um Kontrolle bzgl. Körper u. Verstand geht es dabei nicht. Zumal es Leute geben soll, die mit Stoff besser arbeiten u. Auto fahren sollen als ohne. Leider.
@zahnmaus
auch für diese Berufe gibt es Sicherheitsbedingungen (Atemschutz, Masken) usw. Auch nur eine Sache der Durchsetzung u. Konzequenz. Auch kommt es darauf an, was sich vermeiden läßt u. was nicht. Feinstaub entsteht nun mal bei Produktionen, da es ein normaler Arbeitsgang ist. Rauchen gehört nicht unbedingt dazu zum Existieren. Aber wie schon gesagt, Meinungen sind ein Glück verschieden.
LG
