Bahnstreik - wir sind dabei !!!
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Lapislazuli wrote:
...Übrigens: ich bin auch Dienstleister (nein, nicht bei der Bahn!
) und als Selbstständige mit dem Thema "Kundenfreundlichkeit" täglich konfrontiert. Vielleicht kann ich gerade deshalb die Leistung der Zugbegleiter realistisch würdigen. Solche Mitarbeiter kann man sich nur wünschen!Grüssle
LapisHallo Lapis, ich weiß ja, was Du meinst, wirklich.
Nehme es mir bitte nicht übel, wenn ich jetzt nicht mehr dazu sage, ich habe hier schon so viel geschrieben, dass ich mich jetzt mal ein wenig zurückhalten möchte. Ich diskutiere gern, aber andere sollen auch mal zu Wort kommen.
Liebe Grüssle, Hardy
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Erika1 wrote:
Streik bei der Bahn - in Ordnung.Warum wird der Güterverkehr nicht bestreikt?
Weil man damit die Wirtschaft schädigen würde? Oder weil das - zumindest in den ersten Tagen - weniger spektakulär ist wie die Bilder von tausenden wartenden Fahrgästen in den Bahnhöfen und Staus auf der Autobahn?Der Streik wird also doch auf dem Rücken des kleinen Mannes ausgetragen, der auf einen pünktlichen Zug angewiesen ist.
nein, das ist quatsch. Der GÜterverkehr darf derzeit nicht bestreikt werden. Es läuft aber ein Eilantrag der GDL.
30% mehr die spinnen doch
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Erika1 wrote:
Streik bei der Bahn - in Ordnung.Warum wird der Güterverkehr nicht bestreikt?
Weil man damit die Wirtschaft schädigen würde?nein nein, erika.
die gdl wollte auf allen strecken streiken. aber der streik beim güterverkehr ist ihnen bis jetzt gerichtlich untersagt worden. -
Ja, Lexilexi, ich weiß, vom Arbeitsgericht Chemnitz.
Hier ein Zitat aus der Pressemitteilung des AG Sachsen vom 05.10.2007
"Da zugleich aber dem auch im Arbeitskampfrecht geltenden Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Rechnung getragen werden müsse, würden Streiks der GDL in den Betrieben untersagt, in welchen sie einen unverhältnismäßigen Schaden zur Folge hätten.
Der Pressesprecher"Schaden für Industrie und Wirtschaft, deshalb kein Streik im Güter- und Fernverkehr.
Schäden des Pendlers oder anderer Fahrgäste sind hinzunehmen?
Hier findet man die Presse-Mitteilungen und auch das Urteil selbst:
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@erika
ich hatte deinen beitrag als frage verstanden.
wenn es nach der gdl gegangen wäre, dann hätte die wirtschaft auch drunter leiden müssen. die gerichte haben ja entschieden, dass erstmal "nur" die reisenden drunter leiden müssen.
aber da erkennt man ganz gut das machtgehabe der "führungsebene".
die scheuen sich nicht davor, ganz deuschland lahm zu legen, auch auf dem wirtschaftssektor.
meiner meinung nach ist das nicht im sinne der lokführer. die würden sich auch mit 10-12% zufrieden geben.
aber die profilierungssucht der gdl vorstände spricht da eine andere sprache. -
Hardy01 wrote:
Ein eventuell zu hohes Gehalt eines Bahnvorstandes dürfte wohl nicht der Grund für den Streik sein, jedenfalls habe ich noch nicht von der Forderung gehört, dass der Bahnvorstand sein Gehalt senken soll.Das wäre mal eine Aktion. Gewerkschaften und Politik haben diverse Male auf den Umstand der extrem steigenden Vorstandsgehälter hingewiesen!
Hardy01 wrote:
Man muss überlegen, ob die Einführung der 35 oder 38,5 Stunden Woche generell sinnvoll war. Es hat sich herausgestellt, dass die durch geringere Arbeitszeit oder auch Altersteilzeit angestrebten Ziele, neue Abeitsplätze zu schaffen, von den Firmen so umgangen wird, dass keine neuen Arbeitsplätze entstehen.Hier gibt es tatsächlich unterschiedliche Ansichten, die wahrscheinlich alle richtig oder falsch sind. Zählt man noch den Vorwurf des vielen Urlaubes dazu, muss man auch die Seite der Freizeit- Reisewirtschaft sehen. Beim 15 Tagen bezahlten Urlaub und eine 50-60 Stunde -Woche wüsste ich nicht, wie sich beide Zweige in Deutschland entwickelt hätte.
Hardy01 wrote:
HHBenfica wrote:
Die angeblich hohen Lohnkosten, werden durch die geringe Stückkosten in Deutschland wieder aufgefangen, so dass Deutschland in der Produktivität im weltweiten Vergleich ganz oben steht. Es ist schon so, dass skandinavische Firmen nicht mehr nach Polen etc. gehen, sondern ins Billiglohnland Deutschland.Das sehe ich positiv für den Standort Deutschland.
Soziale Unausgewogenheit bis zu Unruhen, Ansteigen der Ergebnisse von extremistische Parteien in Folge von Lohndumping und das Auseinandergehen von Arm und Reich kann ich nicht als positiv für den Standort erkennen. Insbesondere wenn geringe Löhne bzw.Lohndumping für eine Region/Land positiv wären, hätten wir in Ostdeutschland eine floriende Wirtschaft. Es ist aber genau umgekehrt. Da wo das Lohnniveau am höchsten ist, geht es auch der Wirtschaft am Besten. Des Weiteren verliert ein Industrieland, was Lohndumping betreibt sehr viel Know-How. Die fähigen Leuten kommen auch in anderen Ländern unter, wo angemessen bezahlt wird. Und ich meine nicht nur den sogenannten Elitebereich. Auch in handwerklichen oder Dienstleistungsbereich. Krankenpflegepersonal geht derzeit nach Skandinavien. Handwerkliche Berufe nach Kanada oder Dänemark.
Hardy01 wrote:
Na ja, dass lasse ich nicht gelten ... Ist doch schon längst eingetreten. Was ist - sich vernünftig wehren ? Etwa das, was die Bahnleute derzeit machen ? Sogar andere Gewerkschaften distanzieren sich mittlerweile von der GDLDie anderen Gewerkschaften? Die sehen ihre Felle davonschwimmen, weil endlich mal eine Gewerkschaft aufsteht. Welcher Lokführer geht dann noch zu Transnet etc. Die werden alle bei der GDL eintreten. Deutsche Gewerkschaften sind eher Maulhelden. Das liegt auch an den Mitglieder, wer halt zu feige für seine Forderungen auch mal etwas zu riskieren, muss sich nicht über die Schwäche der Gewerkschaften beschweren.
Hardy01 wrote:
Deutschland hat in der Welt wieder eine führende Rolle. Darüber sollten wir froh sein.Dennoch - die "goldenen Zeiten" wo Arbeitnehmer den Arbeitgebern ebenbürtig waren, sind zunächst einmal vorbei. Dem muss ich als Arbeitnehmer Rechnung tragen. Der einzelne Arbeitnehmer weiß heute ganz genau, dass hinter ihm möglicherweise dutzende von Arbeitssuchenden stehen, die gern seinen Arbeitsplatz einnehmen möchten. .Wobei hat Deutschland eine führende Rolle übernommen? Länder wie Spanien die weit weg waren, was den Lebensstandart anbelangt, kommen mit großen Schritten heran. Länder wie Irland sind Deutschland inzwischen voraus. Während Deutschland seine Vorteile, wie eine funktionierendes Sozial- und Gesundheitssystem abbaut, bauen diese Länder so ein System sytematisch auf. Wir haben in Deutschland Fachkräftemangel, das liegt wie bereits gesagt, tw. an dem niedrigen Gehaltniveau. Das ist auch einer der Gründe, weshalb viele ausländische Kräfte lieber woanders hingehen. Wenn Deutschland ein Arbeitnehmerparadies wäre, würde die doch Schlange stehen. Vielmehr kommen zu uns auch eher Kräfte, die nirgendswo nachgefragt werden, aufgrund schlechter oder keiner Ausbildung.
Hardy, der Bahnstreik ist ein Teil aus dem derzeitigen System. Eine etwas gesamtwirtschaftliche Betrachtung sehe ich nicht als Abkommen vom Threadthema.
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betrachtest Du mich mittlerweile als Deinen einzigen Diskussionspartner ?

Sind Dir die anderen Beiträge keine Stellungnahme wert ?
Warum machst Du einen Teil meines Beitrages zu Deinem Beitrag ?
Warum unterschreibst Du mit meinen Namen ?
Gruß, Hardy
(big smile)Edit: alles eben schnell noch in Ordnung gebracht, was ?

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Hardy01 wrote:
@HHBenfica,
betrachtest Du mich mittlerweile als Deinen einzigen Diskussionspartner ?
Sind Dir die anderen Beiträge keine Stellungnahme wert ?
finde ich eigentlich auch schade. obwohl ich diese diskussion höchst ineteressant finde, ist das für mich ein grund, hier seltener vorbei zu schauen.
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Lapislazuli wrote:
was können denn die Zugbegleiter dafür, dass ihre "Kollegen" streiken? Die haben doch nun wirklich -außer jede Menge Ärger- überhaupt nix davon. Und das wissen einige Bahnreisenden nicht einmal!
Lapis@lapis
da gebe ich dir vollkommen recht. die zugbegleiter sind doch im moent der sündenbock.
obwohl ich - wie schon mal gesagt - glaube, dass die lokführer diese hartnäckigkeit auch nicht wollen. die würden sich sicherlich mit ein paar prozentpunkten lohnerhöhung zufriden geben.
für mich sieht das alles ganz nach einem machtgeplämkel der gdl bosse aus. die wollen schauen: mal sehen, wer zuerst anchgibt. wir nicht. denn wir sind die wichtigsten.
ich finde, dass alle berufszweige in deutschland, egal ob reinemachefrau oder politiker, eine wichtige rolle in unserem wirtschaftssystem spielen.
und da gibt es viele viele berufsgruppen, die relativ unterbezahlt sind.
ein unafhaltbarer trend. die vorstände scheffeln millionen, und die "kleinen" sollen sich zufrieden damit geben, dass ihnen nicht gekündigt wird. -
Hardy01 wrote:
@HHBenfica,betrachtest Du mich mittlerweile als Deinen einzigen Diskussionspartner ?

Sind Dir die anderen Beiträge keine Stellungnahme wert ?
Du hast recht. Aber sehe es positiv, Deine Meinung ist so konträr zu meiner, dass es richtig Spaß macht darauf zu antworten
. Aber für alle anderen wird es wohl langweilig. Wir haben verstanden!Hardy01 wrote:
@Warum machst Du einen Teil meines Beitrages zu Deinem Beitrag ?
Warum unterschreibst Du mit meinen Namen ?
Gruß, Hardy
(big smile)@Edit: alles eben schnell noch in Ordnung gebracht, was ?

Yepp, bei mir mir funktioniert die Vorschaufunktion nicht. Ich weiß nicht, weshalb
, deshalb speichere ich ab und editiere dann, wenn größere Fehler sind. -
carsten wismar wrote:
10 % mehr Gehalt sind bei 2000 Euro (und Lokführer verdienen mehr) 200 Euro brutto monatlich mehr, im Jahr hochgerechnet 2400 Euro brutte mehr, quasi mehr als ein Monatsgehalt. Und die Forderungen lauten mehr als das 3 fache. Hallo!!! Von einer solchen Lohnerhöhung in der Zahl gesehen müssen manche Familien, denen es finanziell nicht so gut geht, ein Jahr leben können. Anscheinend wird auch hier der Euro mit der früheren DM gleichgerechnet. Man sollte einfach mal realistisch bleiben.apropos ralistisch bleiben, carsten.
die vorstände haben sich im letzten jahr die gehälter um 77% erhöht.
das halte ich für total überzogen. und kann das nicht nachvollziehen.
die gehälter der lokführer sind nicht gerade dolle, jedoch immer noch höher als der durchschnittsverdienst der bundesbürger. -
eine frechheit finde ich übrigends auch den kuraufenthalt vom gdl vorsitzenden manfred schell.
wie kann man als "interessenvertreter" mit so einem schlechten beispiel voran gehen. für mich wirkt das so, als würde ihn das alles gar nicht interessieren. die kur ist aus medizinischer sicht nicht akut. die hätte sich also nich ein weiteres mal verschieben lassen.
aber wenn man gerade frisch sein gehalt um 77% erhöht hat, dann lässt sich das chaos sicher prima aus der kur bei einer massage beobachten
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Hallo,
wie sagte gestern Müntefering auf dem SPD-Parteitag (nicht wörtlich):"Das 10- oder 20-fache als Vorstandsgehalt dessen, was ein Angestellter verdient, ist noch irgendwo zu verstehen, aber das 1.000-fache eines Angestelltengehalts als Vorstandsgehalt ist nicht mehr zu erklären."
@Lexilexi
selbst wenn man berücksichtigt, dass Kuren lange vor Antritt beantragt werden müssen und man vielleicht die "Terminüberlappung" nicht vorhersehen konnte - ich gebe Dir in dem Punkt Recht, dass es zumindest beim Volk nicht gut rüberkommt, wenn man sich so verhält und nicht an der "Front" bleibt. Andererseits wissen wir natürlich, dass man jederzeit seine Kur mal eben schnell unterbrechen kann, was Herr Schell sicherlich auch tun würde.
Trotzdem - Du hast Recht, es ist in einer solchen Situation, in der man man vom ganzen Volk beobachtet wird, nicht opportun, sich so zu verhalten.Gruß, Hardy
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Lexilexi wrote:
carsten wismar wrote:
10 % mehr Gehalt sind bei 2000 Euro (und Lokführer verdienen mehr) 200 Euro brutto monatlich mehr, im Jahr hochgerechnet 2400 Euro brutte mehr, quasi mehr als ein Monatsgehalt. Und die Forderungen lauten mehr als das 3 fache. Hallo!!! Von einer solchen Lohnerhöhung in der Zahl gesehen müssen manche Familien, denen es finanziell nicht so gut geht, ein Jahr leben können. Anscheinend wird auch hier der Euro mit der früheren DM gleichgerechnet. Man sollte einfach mal realistisch bleiben.apropos ralistisch bleiben, carsten.
die vorstände haben sich im letzten jahr die gehälter um 77% erhöht.
das halte ich für total überzogen. und kann das nicht nachvollziehen.
die gehälter der lokführer sind nicht gerade dolle, jedoch immer noch höher als der durchschnittsverdienst der bundesbürger.da gebe ich Dir recht. Aber das ist die Minderheit zu den mittelständisch verdienenden. Und da sollte sich eine kleine Gruppe nicht zu extrem aus dem Fenster hängen.
LG -
Die Deutschen und die Neiddebatte.
Lasst doch die GdL streiken. Ist doch nur alles recht u. billig.
Wenn es andere Berufsgruppen nicht schaffen, ihre Interessen durchzusetzen, machen diese doch irgendetwas falsch.
Dafür gibt es doch die Tarifautonomie u. das Streikrecht.
Bisher ist doch alles im Rahmen geblieben, war doch alles wohl immer angekündigt gewesen. -
@carsten wismar, lies mal mein Posting vom 25.10.07 um 08:19 Uhr auf Seite 6, dann siehst Du wie sich die Einmalzahlung von EUR 2000,- und die 10% Lohnerhöhung zusammen setzt. Ich dachte bevor man postet liest man erstmal einige Postings durch, damit man weiß um was es eigentlich geht.
Gruß Werner -
sge-Werner wrote:
@carsten wismar, lies mal mein Posting vom 25.10.07 um 08:19 Uhr auf Seite 6, dann siehst Du wie sich die Einmalzahlung von EUR 2000,- und die 10% Lohnerhöhung zusammen setzt. Ich dachte bevor man postet liest man erstmal einige Postings durch, damit man weiß um was es eigentlich geht.
Gruß WernerDas wundert mich auch. Keiner widerspricht Dein Posting inhaltlich , aber trotzdem wird immer von 10% Lohnerhöhung gesprochen. :?
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@sge werner
Mal ein Beispiel aus dem Beruf im Gesundheitswesen. Bis dato war es so, daß wir eine 38,5 Stunden Woche vertraglich hatten. Hinzu kamen Bereitschaftsdienste sowie Rufdienste. Heißt: Bereitschaftsdienst ich fange morgens um 7:30 Uhr an zu arbeiten u. höre am nächsten Tag um 15:45 Uhr auf. Für die Zeit nach 15:45 Uhr am Bereitschaftsdiensttag wurde eine Vergütung von 50 % gezahlt bis zum nächsten Morgen um 07:30 Uhr. Da die Gesetzeslage geändert wurde, darf man eigentlich nicht mehr als 24 Stunden Dienst machen. Da wir aber in unserer Klinik keine Maximalversorgung machen u. wir überwiegend wenig zu tun haben, war diese Regelung für uns nicht nachvollziehbar, denn nach 24 Std. nach Hause gehen u. die Bereitschaftsdienstzeit dann abgezogen zu bekommen, zieht finanziell einen Rattenschwanz hinter sich her. Somit haben wir eine Sondervereinbarung getroffen, daß wir auf Schichtdienst verzichten, aber dennoch die Dienste zeitlich so weiter machen. Nur zu dem Unterschied, jetzt sogar noch 14 % weniger zu bekommen. So viel mal zu anderen Berufen.
LG