Diskussionsthema: ALLGEMEINBILDUNG
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@püppi
eben, wie Du oben schon sagtest. Und das ist ja leider auch oftmals heut zu Tage in der Erziehung ein Problem. Viele Jugendliche sitzen doch heute eher vor dem PC als das sie mit Freunden spielen gehen im Vergleich zu meiner Generation. -
maximax wrote:
Landkarte,"Schwachsinn" ist zu wenig! Bitte begründe, warum das Statement von Harzer Deiner Meinung nach Schwachsinn ist.
"Allgemeinbildung ist doch bei der heutigen Jugend nicht mehr vorhanden"
das nennst Du ein Statement. Ich nenne das eine Stammtischparole. Und notabene eine Aussage, die in der Form schon in den sechziger, den siebziger, den achtziger Jahren usw. gemacht worden ist.
Und doch hat jede Jugend ihren Weg gemacht.
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Allgemeinbildung?
Für mich noch immer der Inbegriff des schulischen Wissens, das man haben muss, um sich für den Besuch weiter führender Schulen zu qualifizieren.
Allgemeinbildende Schulen.
Ich habe kürzlich einen Bericht über Schulbücher gelesen. Da werden Werte vermittelt, die vor XXX Jahren Gültigkeit hatten. Eltern derzeit schulpflichtiger Kinder können bestimmt davon erzählen, dass ihre Kinder im Jahr 2008 über einen Schulatlas verfügen (leihweise), in dem exakt die Grenzen der DDR von 1989 eingetragen sind.
Okay, Schulbücher hingen schon immer der Zeit hinterher - es soll sogar noch immer welche geben, wonach die Frau nach Hause an den Herd gehört; putzen gehört natürlich auch zu ihren Aufgaben. Super das alles, denn der Mann verdient den Lebensunterhalt und will abends sein Essen auf dem Tisch stehen haben.
Zur allgemeinen Bildung, die sich m. E. nicht nur auf schulische Fächer/ Theorie, sondern auch auf das allgemeine Wissen zur Bewältigung des Alltags erstrecken sollte, gehört Wissen zur IT, zur Wirtschaft, Informationen zum Geld, Altersversorgung - allgemein: zur Lebenstüchtigkeit. Nicht alle Eltern können dieses Wissen vermitteln.
Schule kann nicht alles leisten, manche Eltern können es nicht.
Wer also ist für die umfassende Förderung der Kinder zuständig? -
Ich hätte auf so ein Statement gar nicht nachgefragt, weil ich meinen IQ gar nicht zu weit senken kann, um mich auf so ein tiefes Niveau mich überhaupt artikulieren zu wollen. Aber das kommt davon, wenn sich welche versuchen, abseits von den ganzen Laberthreads sich mal bei normalen Diskussionen sich einbringen zu wollen.
jeder Mensch hat sicherlich Fachwissen über Dinge, die ihn besonders interessieren. Und wenn Philatelisten fachlich diskutieren, dann geht das in die Tiefe, die nicht mehr zur Allgemeinbildung gehört, aber ein gewisses Grundwissen sollte doch jeder gebildete Mensch haben. Das z.B. die blaue und rite Mauritius die bekannteses Briefmarken welt weit sind und als Motiv Königin Victoria abbilden.
Auch über Polititk (sowohl Personen, als auch System) sollte man sich auskennen. Es verlangt ja keiner, das man von jedem Dorf den Bürgermeister kennt, aber z.B. die Bundeskanzler und -präsidenten der Bundesrepublik oder aber auch, wofür die Abkürzungen der Parteien stehen bzw. welche Partei überhaupt in der Regierung sitzt und was eine Opposition ist. Wie viele Bundesländer es überhaupt gibt, wie die heißen und vor allem wo die liegen. Und wenn ich in den Test z.B. lese, das Polen ein Nachbarbundesland von Hessen ist oder das zig Menschen zwar schon mehrfach auf Mallorca waren, aber nicht wissen, wo es liegt und zu welchem Land es gehört. Auch das Wissen über die ehemalige DDR läßt zu wünschen übrig, ein beispiel war z:b. das die Allierten die Mauer gebaut hatten.
Ach übrigens, die Antworten stammen von Abiturenten, die einen Eignungstest für einen Ausbildungsplatz im Büro ausfüllten.
Von dem Gebiet der deutschen Rechtschreibung und vom Grundrechnen wollen wir erst gar nicht anfangen.Sicherlich gehört auch der Umgang mit den PC heutzutage dazu, aber man sollte doch wenigstens Prozentrechnung können, oder?
Oder wenigsten mal Tiere in der freien Wildbahn gesehen haben oder eine Birke von einer Tanne unterscheiden zu können.
Auch der Umgang mit Geld, Wirtschaftsthemen, Brennpunkte auf der Welt sollte sich doch mal jeder mit beschäftigen.
Kann den wer heute noch ein Gedicht aufsagen? Und wer aus einem Land der Dichter und Denker stammt, der sollte auch eine gewisse Anzahl von früheren Persönlichkeiten kennen, ob das nun ein Bismarck, Mozart, Schiller, Brecht, Heine oder andere sind.
Auch Kultur und vielleicht den Text der Nationalhymne könnte man ja kennen, oder?
Von der Bw-Zeit könnte ich auch noch etliche Geschichten erzählen, wie z.B. als der Fahrer vom Transporter im Heimatbataillon in Niedersachsen angerufen hat und seinem Chef stolz erzählt hat, das er M"ü"nchen gefunden hat und jetzt nur noch -gladbach suchen braucht.
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Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte.
Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.Sokrates um 399 v. chr., Athen
Noch Fragen?

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aber man kann doch mangelndes Benehmen oder Allgeminbildung nicht dadurch entschuldigen, weil es früher schon genau so war.
Sicherlich kam man nicht alles verallgemeinern, es gibt sicherlich auch etliche viele jüngere Menschen, die Allgemeinbildung, Wissen und Manieren haben. Da stellt sich doch aber die Frage, wer hat denen das beigebracht, weil zugeflogen kann denen das ja auch nicht.
Mangelnde Allgemeinbildung ist ja auch nicht das alleinige Recht von nur Jugendlichen, das gibts in allen Alterskreisen und Hierachieebenen.
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So war das auch nicht gemeint. Sicher ist Allgemeinbildung gefragt, man kommt damit im Leben einfach weiter.
Wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass der Untergang der Kultur immer wieder vorausgesagt wurde. Sicher ist bei vielen Jugendlichen nicht viel los mit Bildung. Liegt manchmal auch am Elternhaus, aber dennoch gibt es viele die durchaus bildungswillig und -fähig sind. Das Problem in den Schulen liegt auch daran, dass es viele Kinder mit Migrationshintergrund gibt die nicht einmal die deutsche Sprache verstehen, geschweige denn beherrschen. Daran müsste in den Kindergärten und Vorschulen viel mehr gearbeitet werden. -
Ich denke, pauschal zu sagen die deutschen Jugendlichen wären dumm und hätten keine Allgemeinbildung ist falsch, ungerecht und letztlich auch "gefährlich".
"Gefühlt" würde ich allerdings auch sagen, das immer mehr junge Menschen (oftmals aber auch deren Eltern!) mit einem "gezeigten(!)" IQ von ungefähr dem einer "Scheibe Toastbrot" mehr schlecht als recht durch's Leben gehen. Ich meine auch eine gewisse "Gleichgültigkeit" was Bildung betrifft feststellen zu können. In meinen Augen ist die z.Z. wohl nicht vorhandene Allgemeinbildung bei vielen(?) Jugendlichen deswegen auch mit einer m.E. in unserem Land längst überfälligen "Wertediskussion" verknüpft.
Es kann und darf einfach nicht sein, "den Jugendlichen" vor dem PC hocken, Flatrate-Partys abzugrasen und "draussen rumzupöbeln" "alles" bedeutet.
Überprüft werden muß aber auch das Schulsystem: Es kann doch einfach nicht wahr sein, das Schüler ohne die Fähigkeit des berechnens eines Dreisatzes ins Berufsleben entlassen werden. Höflich gesagt ist es "abenteuerlich", was sich da an Jugendlichen teilweise bei potentiellen zukünftigen Arbeitgebern vorstellt. -
@Harzer, gutes Posting Gestern um 23:57.
Was mir auch noch ein bißchen "fehlt", ist der fehlende Respekt.
"Meiner Generation", dass ich das mal sagen würde
wurde eingetrichtert, "Erwachsene muss man grüßen und bei einem Lehrer heißt das, "Guten Tag Herr Lehrer".Heute ist es leider so, dass sehr viele Kinder nicht mehr grüßen brauchen. Ein klares Defizit des Elternhauses. Dass diese "Unhöflichkeit" irgendwann, wie ein Bummerang zu ihnen zurückkommt, weil die Kinder früher oder später auch den Respekt vor den Eltern verlieren, ist vielen oftmals nicht bewußt.
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Danke Brigitte,
genau in diese Richtung wollte ich. Höflichkeit, Respekt...in einem der nächsten Schritte dann auch Interesse an (Allgemein-)Bildung - genau das fehlt doch vielen.
Ich bleibe dabei, wir brauchen dringend eine Wertediskussion - aber bitte ohne dabei gleich in eine "rechte Ecke" (was in diesem Zusammenhang leider (bewußt?) häufig geschieht) gedrängt zu werden.
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Ich sehe das genauso!, Höflichkeit und Respekt, diese Worte existieren bei vielen Jugendlichen nicht mehr. Das liegt, meiner Meinung nach, am Elternhaus. Ist doch eine Sache der Erziehung.
Aber Familienleben findet ja auch gar nicht mehr so häufig statt. Die Kinder treiben sich schon in sehr jungen Jahren auf der Strasse rum. Eltern weigern sich mit den Kindern was zu unternehmen. Oft spielt auch Perspektivlosigkeit eine Rolle. Wenn Eltern jahrelang arbeitslos sind und jegliche Hoffnung aufgegeben haben, verlieren sie das Interesse an Allem, auch an ihren Kindern. Also wird auch nichts mehr vermittelt. Die Kinder übernehmen das von ihren Eltern und kümmern sich nur noch um ihr Ding.
So entsteht ein Teufelskreis.
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Ich denke, es liegt gar nicht immer daran, das sich Eltern nicht um ihre Kindern kümmern wollen...sondern einfach nicht können.
Heutzutage "müssen" beide Elternteile (in vielen Fällen) arbeiten - sei es aus wirtschaftlichen Gründen, oder weil die Frau sich, und der Anteil derer ist gar nicht sooo gering, (in einem eigenen Berufsleben) "selbst verwirklichen will", der Mann aber ebenfalls nicht auf seinen Job verzichten will/kann.So entsteht ein akutes Zeitvakuum, das dann wieder gepaart mit gewissen Verohungstendenzen, schlechten Schulsystemen, einer Medienlandschaft die zu offen für Jugendliche verfügbar ist, dem berühmten PC-Thema u.v.m. zum allseits bekannten Problem führt.



das ist auch meine Meinung.