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Mecker-Ecke / Speakers Corner

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  • ReiseladyR Offline
    ReiseladyR Offline
    Reiselady
    schrieb am zuletzt editiert von
    #181

    Ja, mein Bücherei-Ehrenamt möchte ich wirklich nicht missen. Und ich profitiere sogar hier im Rate-Spiel davon.

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    • salvamor41S Offline
      salvamor41S Offline
      salvamor41
      schrieb am zuletzt editiert von
      #182

      @ Blues

      Natürlich spielen bei der Motivation von Menschen, sich für (oder gegen) eine Sache zu engagieren, auch egoistische Beweggründe, wie das Abreagieren von Geltungsbedürfnis, eine Rolle. Aber welche Firma, welcher Verein, welche Partei, welches Gemeinschaftsunternehmen wäre existenzfähig ohne das Geltungsbedürfnis der Menschen, die gestalten und lenken wollen. Da in jedem Falle Gier nach Macht und Ansehen unterstellen zu wollen, ist irrig. Oft sind nämlich Nackenschläge eher an der Tagesordnung als Zugewinn an Macht und Ansehen. Ich würde gerne mal miterleben (Nein! in Wirklichkeit möchte ich es nicht!), wenn es absolut niemanden mehr geben würde, der sich in Gemeinschaftsunternehmen engagieren, Politiker oder Firmenchef werden wollte (man müßte sie sozusagen dienstverpflichten), weil man dem Neid und Argwohn der Mitmenschen entgehen will. Das Ergebnis wäre, daß unser gesamtes Gemeinwesen nicht mehr funktionieren würde.
      Nein, immer nur in die Ecke setzen und warten, daß andere sich engagieren, um dann über zwangsläufig auch entstehende Mißerfolge zu lästern, kann es bestimmt nicht sein!

      ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

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      • Barbara R.B Offline
        Barbara R.B Offline
        Barbara R.
        schrieb am zuletzt editiert von
        #183

        Nun wollen wir mal nicht zu gut für diese Welt werden!
        Bei mir war damals im Kindergarten auch eine schöne Portion Eigennutz dabei, als ich mich zur Elternvertreterin-Wahl gestellt habe.
        Denn erstens waren die Erzieherinnen supernett, unsere Pastorin auch (war ein evangelischer Kindergarten). Als gefragt wurde, wer sich zur Wahl stellen möchte, kam nicht eine Reaktion vonseiten der anwesenden Eltern. Da hob ich mein Händchen und das Eis war gebrochen. Die weiter benötigten meldeten sich dann auch und zusammen kam eine Clique, die es in sich hatte!!! Was hatten wir für einen Spaß zusammen. Beim Treffen wurde eine Stunde über unsere Aktivitäten debattiert und drei Stunden haben wir gequatscht, gezecht und einen schönen Abend gehabt. Trotzdem kam einiges an Festen usw. zugunsten des Kiga zusammen. Eben weil wir uns so toll verstanden und zusammengearbeitet haben.
        Einen Profilneurotiker hatten wir anfangs auch dabei, doch der hat sich dann von selbst irgendwann erledigt. Hat gar keiner gemerkt, daß er nicht mehr mitgespielt hat. Ich glaube, wir waren dem zu albern.
        Nach zwei Jahren sind wir dann geschlossen "zurückgetreten", eben weil auch mal andere drankommen sollten.
        p.s. Nur ein Beispiel noch:
        Jedes Jahr zu St. Martin kam ein Vater mit seinem Pferd und hat den Zug angeführt. Den Mantel liehen wir uns immer vom katholischen Kiga. Wurde danach gereinigt und trotzdem wurde gemeckert: der stinkt immer noch nach Pferd (die hatten nämlich keins 😉 ). Ich hatte erfahren, daß eine unserer Mütter Schneiderin ist, also ich die gefragt, ob sie uns einen Umhang nähen würde.
        Wir ihr Geld gegeben, sie hat Stoff und Zutaten besorgt, genäht und unser Kiga hatte seinen eigenen Mantel. Ein Helm wurde von der Feuerwehr abgestaubt und wir hatten den lustigsten St. Martin im ganzen Landkreis. - Wieso kam vorher keiner auf diese Idee ???

        Barbara R.

        Wir haben alle den gleichen Himmel,
        aber nicht den gleichen Horizont

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        • Erika1E Offline
          Erika1E Offline
          Erika1
          schrieb am zuletzt editiert von
          #184

          Bei ehrenamtlichen Engagements steckt sicher teilweise Eigennutz dahinter (u.a. in der Schule die Verhältnisse für die eigenen Kinder zu verbessern).
          Oder auch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die Spaß macht (man muß ja nicht immer am Computer hocken!!!).

          Politiker und Firmenchefs kann ich in diese Kategorie des Engagements nicht einordnen. Ihr Interesse gilt in erster, zweiter und dritter Linie sich selbst. Sie wollen Karriere machen und nebenbei ein bißchen mehr Macht haben und ein bißchen (viel) mehr Geld verdienen als der Durchschnitt.
          Das ist nicht ehrenrührig, das ist der Beruf, aber das ist kein Ehrenamt.

          Unter Ehrenamt verstehe ich die unentgeltliche Arbeit für z.B. Alters-/Pflegeheim, Krankenhaus.
          Solche Arbeit erfordert sehr viel Engagement - und manche Institution würde ohne die Ehrenamtlichen funktionsunfähig sein.

          Besonders liiiebe ich die Benefiz-Veranstaltungen: Bälle, für deren Eintritt € 500 bezahlt werden müssen und davon 480 für Musik, Stars und Sternchen und das Essen ausgegeben werden. Der Rest ist für den guten Zweck.

          1 Antwort Letzte Antwort
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          • ReiseladyR Offline
            ReiseladyR Offline
            Reiselady
            schrieb am zuletzt editiert von
            #185

            Aber diese Benefiz-Veranstaltungen zähle ich nicht zum normalen Alltag, und wenn jemand so viel Geld für den Eintritt , Essen, Getränke usw. locker machen kann und will, so soll er es tun. Die Leute, die solche Veranstaltungen besuchen, können sich das ohne weiteres leisten (sollte man jedenfalls glauben) und ich finde es besser, sie geben ein kleines Vermögen für einen guten Zweck aus und haben auch noch ihren Spass dabei, als das der Betrag auf irgendeinem Sparkonto liegt und niemandem nützt.

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            • Erika1E Offline
              Erika1E Offline
              Erika1
              schrieb am zuletzt editiert von
              #186

              Aber, Reisefan, das steht doch in keinem Verhältnis: bei 500 Leuten würden gerade mal 10.000 Euro für den guten Zweck übrig bleiben, während € 240.000 verfrühstückt worden sind.
              Solche Veranstaltungen sind nur eine Art der Selbstdarstellung: schaut alle her, wie gut wir doch sind.
              Das hat nichts mit einem Kindergarten- oder Grundschulbasar zu tun, bei dem der aus Spenden und dem selbst gebackenen Kuchen erzielte Erlös einem guten Zweck zugeführt wird.

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              • SokratesS Offline
                SokratesS Offline
                Sokrates
                Experte Istanbul
                schrieb am zuletzt editiert von
                #187

                @Erika

                So gesehen, hast Du recht!

                Aber in der Regel kommt es bei diesen Veranstaltungen noch zu einer Tombola mit "schattigsten" Preisen für die Lose und aus Werbegründen gesponsorten Preisen und damit wird die Kohle gemacht. Da bleibt schon noch etwas mehr übrig, als bei Deiner Rechnung.

                Egal welche Hautfarbe, Religion, Geschlecht oder Nationalität - ich habe mit fast keinem Menschen Probleme. Probleme habe ich nur mit A....löchern!

                1 Antwort Letzte Antwort
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                • Erika1E Offline
                  Erika1E Offline
                  Erika1
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #188

                  Nun möchte ich meckern - völlig polemisch und ohne Berücksichtigung der volkspolitsch-wirtschaftlich-sozial-steuerlichen-habe ich was vergessen?-Aspekte:

                  Ich habe heute mein Auto vollgetankt....

                  1 Liter Diesel = 109,9 ct.

                  Wobei mich nicht so sehr der Spritpreis ärgert, der ist ja bezahlbar, er steigt und sinkt mit dem Ölpreis. Der Ölpreis steigt und sinkt mit der Förderung, dem Dollar, dem Euro, der Nachfrage..... er fällt aber nie auf das vorherige Niveau zurück.

                  Was mich fuchst, ist die sog. Ökosteuer und darauf die Mehrwertsteuer. Die Union hat die MWST-Anhebung beschlossen, das Benzin wird also noch teurer. Wird es aber so oder so. Steigt mit der Ferienzeit, steigt in der Saure-Gurken-Zeit, steigt und steigt.

                  Die Grünen haben zu Beginn ihrer Arbeit gesagt: Sprit soll 5 D-Mark kosten. Damals habe ich darüber noch lachen können....

                  Die Anhebung der Öko-Steuer sollte dazu dienen, die Rentenkassen zu retten. Die Tage las ich, daß die Reserve der Rentenkassen weiter abgeschmolzen wurde. Warum nennt man es Öko-Steuer! Warum wird der Autofahrer so abgezockt? Der geringste Teil der Kfz- und Benzinsteuer fließt in den Straßenverkehr, dafür wird in das Finanzloch der Bahn immer mehr Geld gestopft. Meine Rennstrecke ist die A3 - der reinste Acker, Schlagloch an Schlagloch trotz 100en von Baustellen.

                  Ich weiß, daß Steuern in Deutschland nicht zweckgebunden sind - aber die Verteilung derselben ist einfach nicht in Ordnung!

                  Puuuh, das tat gut!

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                  • SambalS Offline
                    SambalS Offline
                    Sambal
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #189

                    Den Witz haben wir auch schon gemacht, dass die Realität immer näher an den Vorschlag der Grünen (1 Liter = 5 DM) rankommt...
                    In Belgien ist der Sprit ja noch teurer. Wir sind zwar fein raus, weil mein Mann einen Leasingwagen über die Firma fährt, und da ist der Sprit mit drin, aber trotzdem...

                    Und was mich erst recht wundert: in Griechenland vor 2 Wochen habe ich gesehen, dass ein Liter Diesel etwas über 80 Cent kostet!! Und Normalbenzin kostete nur wenig mehr!

                    Wie kommt denn das?

                    Travel if you aim for certain values. By travelling the skies, the crescent becomes a full moon.
                    (Ibn Kalakiss, 13th century)

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                    • PüppiP Offline
                      PüppiP Offline
                      Püppi
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #190

                      @reisefan:

                      Also tut mir echt leid, ich muss noch mal auf die Wartezeiten beim Arzt zurückkommen!!!

                      Ich bin selbst Arzthelferin, und zu deiner Meinung, dass die "Unfähigkeit der Arzthelferinnen" schuld an den langen Wartezeiten ist kann ich einfach nicht akzeptieren.

                      Bei uns ist wirklich sehr viel los, wir vergeben Termine im 1/4 Std. Takt und haben aber leider mehr Patienten ohne Termin, als mit... Wenn wir dann unserem Chef sagen, dass wir die Termine mal strecken müssten oder mal ein oder zwei zwischendurch streichen, dann bekommen wir die klare Anweisung, dass wir das NICHT tun sollen. Im Gegenteil, wir sollen sogar einige Termine doppelt besetzen!!! So, was können wir also in diesem Fall dafür??? Würdest du dich in der heutigen Zeit über Anweisungen von deinem Chef hinwegsetzen???

                      Gruß
                      Tanja

                      Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum!

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                      Antworten Zitieren
                      • salvamor41S Offline
                        salvamor41S Offline
                        salvamor41
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #191

                        @ Tanja

                        Du hast natürlich völlig recht, die wirkliche Verantwortung für die Termingestaltung trägt der jew. Arzt, und nicht die Arzt- oder Sprechstundenhelferin. Diese ist, wie jeder Arbeitnehmer, weisungsgebunden und kann sich nicht so einfach über die Anweisungen ihres Chefs oder ihrer Chefin hinwegsetzen. Der Arzt sollte ein Interesse daran haben, daß die Patienten nicht über Gebühr lange warten müssen, denn ob sie mit ihm zufrieden sind oder nicht, hängt nicht nur von der ärztlichen Behandlung ab, sondern auch davon, ob sie sich menschlich "anständig" behandelt fühlen.
                        Die Realität sieht allerdings oft anders aus. Vielen Ärzten scheint es völlig egal zu sein, wie lange der einzelne Patient zu warten hat, ihnen kommt es einzig allein darauf an, eine bestimmte Anzahl Patienten "durchzuschleusen", wie ist ihnen egal, weil man glaubt, nur so wirtschaftlich arbeiten zu können, das vor allem in Zeiten, in denen der Anteil der Büroarbeit in den Praxen immer umfangreicher wird.
                        Ursache für diese Einstellung vieler Ärzte ist die patriarchalisch-hierarchisch ausgeprägte Ausbildung, die sie genießen. Diese ist im Medizinbereich an der Tagesordnung, und viele Ärzte können sich auch dann nicht davon trennen, wenn sie selbständig sind. Da ist "Schnauze halten" die Devise, ihr Verhältnis zu den Patienten ist von hrer Erziehung geprägt.
                        Nun ist es allerdings keineswegs zwingend so, daß man sich als Patient alles gefallen lassen muß. Wenn man über Gebühr lange warten muß, zumal wenn man einen fixen Termin hat, steht es einem frei, den Arzt zu wechseln. Wenn der Herr Doktor irgendwann eine leere oder zumindest leerer gewordene Praxis vorfindet, wird er sich schon Gedanken machen über die Terminplanung.
                        Ärzte sind nämlich keine Wohltäter der Nation, als welche sich manche aufspielen. Arztpraxen sind nichts weiter wie Wirtschaftsunternehmen, kein Umsatz, keine Rendite...Insoweit unterscheiden sie sich in keiner Weise z.B. von einer chem. Reinigung, einem Restaurant oder einem Schuhgeschäft.

                        ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

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                        • SambalS Offline
                          SambalS Offline
                          Sambal
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #192

                          Da geht es uns in Belgien sehr viel besser. Ärzte sind hier nicht die Halbgötter in Weiss, auch die Praxen sehen ganz anders aus (angemietete Wohnung und mit Möbeln drin, die ein deutscher Arzt längst beim Sperrmüll entsorgt hätte). Auch ist hier der Beruf der Arzthelferin eher unbekannt, nur Gemeinschaftspraxen haben Halbtagskräfte, die die Termine koordinieren. Ansonsten macht das meistens der Ehepartner oder der Arzt selbst. Ich sass auch schon beim Zahnarzt im Stuhl, mit all den Schläuchen im Mund, und der Arzt sass am Telefon und handelte einen Termin mit einem anderen Patienten aus.
                          Letztens war ich mit meinem Mann beim Hausarzt und wir sassen eine Dreiviertelstunde da.
                          Die Ärzte nehmen sich hier nicht nur Zeit für die Patienten, sie geniessen auch einen sehr guten Ruf. Auch im Krankenhaus hat man meinen Mann im Januar 1a wieder zusammengeflickt.

                          Travel if you aim for certain values. By travelling the skies, the crescent becomes a full moon.
                          (Ibn Kalakiss, 13th century)

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                          • "Ex"-Antje& Offline
                            "Ex"-Antje& Offline
                            "Ex"-Antje
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #193

                            Ich muß jetzt Tanja doch mal beipflichten.
                            Gerade gestern wieder mal beim Arzt gewesen und ich war sehr angetan von der Organisation. Bei diesem Arzt werden Termine vergeben, die auch schon mal ungerade sind, zehn nach drei, zwanzig nach vier. Die sind so getimed, daß niemand mehr als 10 minuten warten muß. Das Wartezimmer ist auch nur mit 5-6 Stühlen ausgestattet, weil ja eigentlich nie mehr als 3 Leute da sitzen dürften.
                            Immer bei dem klappt es. Und bei anderen, das muß morgens eine Nummer gezogen werden, um nachmittags dranzukommen. Das ist wirklich vorsintflutlich.
                            Man sollte das mal dem Arzt direkt sagen, das hilft wohl eher.
                            Und die ganze Mehrarbeit, die die Arzthelferinnen durch uns ULLALA
                            entstanden ist, die muß auch noch erledigt werden.
                            Was glaubt Ihr, wie die zwei sich gestern gefreut haben, wenn man das auch mal zum Ausdruck bringt durch ein paar anerkennende Worte...
                            Sie sagten: " Das hören wir aber selten, das tut sehr gut!  Meistens wird nur geschimpft!" ( Wegen der 10 Euro, nicht wegen der Terminvergabe..)

                            Sagen was einem nicht paßt, aber wenn alles in Ordnung ist, auch mal ein paar warme Worte finden, das muß eigentlich drin sein.

                            1 Antwort Letzte Antwort
                            Antworten Zitieren
                            • Erika1E Offline
                              Erika1E Offline
                              Erika1
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #194

                              Meine Ansicht zur Terminvergabe habe ich ganz oben schon zum Ausdruck gegeben. Es ist einfach ärgerlich. Allerdings: zum Teil ist es schon nachvollziehbar. Wenn Termine auf Anweisung des Arztes im Viertelstunden-Takt vergeben werden, der Doktor aber pro Patient 25 Minuten braucht, entsteht irgendwann ein Stau. Niemand, weder Arzt noch Praxisangestellte, können im voraus wissen, wie lange eine Behandlung dauert. Da ziehe ich die Nummernvergabe vor, denn kann ich in der Zwischenzeit irgendwelche anderen Dinge erledigen. Was natürlich auch nur dann funktioniert, wenn der Patient nicht zu krank und schwach ist...
                              Es ist jedenfalls so: wenn ich wirklich stundenlang im Wartezimmer sitzen muß, steigt mein Blutdruck in schwindelnerregende Höhen, auch wenn er sonst völlig normal ist. Diese Zeitverschwendung ärgert mich sehr.

                              Es hat dazu geführt, daß ich Ärzte meide, wenn es irgend geht. Ich warte erst einmal ab. Vielleicht werde ich deshalb ein paar Jahre früher sterben
                              (sozialverträgliches Frühableben!!!), aber das wäre wiederum gut für Renten- und Krankenversicherung.
                              Vielleicht lebe ich genau deshalb aber auch einige Jährchen länger...?

                              @salvamor
                              Ich glaube, Patienten die ein relativ gutes Verhältnis zu ihrem Arzt haben (Vertrauen), wechseln nicht so einfach zu einem anderen Doktor. Der alte mit dem vollen Wartezimmer mag vielleicht einfacher zu ertragen sein als der neue Arzt, bei dem man seine gesamte Story erneut erzählen muß und längst durchgeführte Untersuchungen wiederholt werden. Selbst wenn man sich seine Unterlagen vom alten Arzt aushändigen läßt, um sie zum neuen mitzunehmen: ich glaube nicht, daß der "Neue" sich mit Mühe macht, die Sauklaue seines Kollegen zu entziffern.

                              @all
                              1 Liter Diesel heute 111,9 ct.!!!

                              1 Antwort Letzte Antwort
                              Antworten Zitieren
                              • salvamor41S Offline
                                salvamor41S Offline
                                salvamor41
                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #195

                                @ Antje

                                Du hast es richtig geschildert, es gibt sone und solche, und ein Lob im richtigen Moment hilft manchmal Wunder. Unser Hausarzt ist ein richtiger Pfundskerl, mit dem kann man, wie einem der Schnabel gewachsen ist, über alles reden, und zwar nicht nur über medizinisches. Und wie der Herr, so's G'scherr, es gibt nie Probleme mit den Terminen, weil seine beiden Mitarbeiterinnen nicht nur tüchtig und charmant, sondern immer im Sinne der Patienten auf Zack sind. Sie finden immer den richtigen Ton, wir sind hoch zufrieden mit allem dort.

                                Und trotzdem, hier in diesem Thread geht's ja um die Ärgernisse. Wir haben voriges Jahr unseren Zahnarzt gewechselt. Folgendes war geschehen: Ich rufe dort an, bekomme einen Fix-Termin 14.00h für einen bestimmten Tag. Ich gehe hin, und sitze und sitze und sitze...nichts passiert und kein Mensch informiert mich, warum nix passiert. 14.20h gehe ich nach vorne zum Empfang und frage vorsichtig, wie es denn aussehe. Pampige Antwort: "Das kann ich Ihnen nicht sagen! Die Termine vor Ihnen haben eben länger gedauert." "Aber vielleicht könnten Sie mir mal eine Perspektive geben!?" "Nein, wenn es so weit ist, rufe ich Sie." Um 14.45, es hat sich immer noch nichts getan, gehe ich wieder zum Empfang: "Ich meine, jetzt reicht es aber langsam, wenn Sie mir für 14.00h einen Termin geben, dann kann ich doch wohl erwarten, daß der auch einigermaßen pünktlich eingehalten wird oder Sie mir zumindest sagen, warum das nicht klappt. "
                                Sie, schnippisch, ohne ein Wort des Bedauerns oder der weiteren Vertröstung: "Ich kann Ihnen nicht helfen, wenn Ihnen das nicht paßt, können Sie ja gehen und einen neuen Termin machen." Ich: " Wissen Sie was, ich werde jetzt gehen, aber einen neuen Termin werde ich mit Ihnen nicht machen, es gibt nämlich auch noch andere Zahnärzte in dieser Stadt."

                                ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                                1 Antwort Letzte Antwort
                                Antworten Zitieren
                                • PüppiP Offline
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                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #196

                                  Hi Erika,

                                  weißt du, das Schlimme ist, dass mein Chef nicht mal 25min. braucht/Patient. Es ist halt einfach so, dass bei uns viel zu viele Leute ein und aus gehen. Es ist einfach nicht zu schaffen!!!

                                  Haben ihm auch schon vorgeschlagen gar keine Termine mehr zu vergeben, aber das stieß bei ihm leider auch auf taube Ohren...

                                  Du hast aber Recht. Es bleiben bei uns auch keine Patienten weg wegen der Fülle. Sie haebn halt alle Vertrauen. Beschwerden wegen der Wartezeit kommen immer mal, aber wenn man die nicht so pöbelig rüberbringt, dann bleibe auch ich nett. Wenn man mir allerdings dumm kommt dann.....

                                  Im Großen und Ganzen kann ich die Leute aber schon verstehen wenn sie keinen Bock auf so lange Wartezeiten haben...

                                  LG
                                  Tanja

                                  Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum!

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                    #197

                                    Ähem, Salvamor. Nicht bös sein, aber nach 20 min. Wartezeit würde ICH PERSÖNLICH noch nicht an die Anmeldung gehen und nachfragen. Ich denke mal 'ne halbe bis dreiviertel Stunde muss man beim Arzt immer einplanen.

                                    Allerdings war das Schnippische der Dame auch unangebracht, von mir hättest du eine nette Antwort bekommen und ich hätte versucht es dir zu erklären.

                                    Also nichts für ungut...

                                    Liebe Grüße
                                    Tanja

                                    Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum!

                                    1 Antwort Letzte Antwort
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                                      Erika1
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                                      #198

                                      Tanja, ich rechne sogar mit einer ganzen Stunde, und nehme mir Lesestoff mit. Aber dann ist meine Schmerzgrenze langsam erreicht.

                                      Ein Paradoxon: einerseits möchten die Patienten nicht warten, andererseits nehmen sie den Arzt sehr lange in Anspruch. Die Wissenschaft hat bewiesen, daß die Zuwendung des Arztes zum Patienten zur Heilung beiträgt. Die Weißkittel haben das zwar noch nicht so ganz begriffen, aber teilweise führt das schon dazu, daß sie sich mehr Zeit nehmen. Und da hinkt die Terminvergabe hinterher. Der bestimmte Takt läßt keinerlei Zeitpuffer zu. Und da frage ich mich dann: was kann ein Arzt noch "wuppen"/erfassen, wenn er in Minutenabständen völlig unterschiedliche Menschen und Krankheiten ab- und behandeln soll?

                                      Leider habe ich auch keine Idee, wie man das besser organisieren könnte.

                                      1 Antwort Letzte Antwort
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                                      • ReiseladyR Offline
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                                        Reiselady
                                        schrieb am zuletzt editiert von
                                        #199

                                        @Tanja: Eine Arzthelferin hat mir erzählt, dass für die Terminvergabe nicht der Arzt, sondern die Sprechstundenhilfe zuständig ist und sie grossen Einfluss darauf hat, ob es Wartezeiten gibt oder nicht. Nun ja, das wird in jeder Praxis anders sein, kommt sicherlich auf den Chef an.

                                        Was ich ärgerlich finde, ist, das man kein Beratungsgespräch mehr bekommt, wenn man seinen Vorsorgetermin wahrnimmt. Es werden die Routineuntersuchen durchgeführt, wenn man ein Gespräch wünscht, sind 10 € Praxisgebühr fällig.

                                        1 Antwort Letzte Antwort
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                                          Blues
                                          schrieb am zuletzt editiert von
                                          #200

                                          Manchmal schäme ich mich fast ein bisschen - weil, arztmässig lebe ich wahrscheinlich im Paradies.

                                          Wenn mich mein Hausarzt auf 14Uhr00 bestellt, bin ich
                                          spätestens 14Uhr15 an der Reihe. Auch hier sind im Wartezimmer nie mehr
                                          als 1-2 Personen, die warten... Obwohl ich hier gerne manchmal länger
                                          warten würde, bei der Fülle von Merian, Geo und anderem Lesestoff.

                                          Und wenn mich mein Zahnarzt auf 14Uhr00 bestellt, dann bin ich spätestens 14Uhr01 auf dem Stuhl!!

                                          Ich gebe aber zu, dass ich in früheren Zeiten auch schon
                                          anderes erlebt habe. Da waren aber meistens die "Fehler" darin zu
                                          suchen, dass nicht angemeldete Patienten den Arzt halt auch aufsuchen
                                          wollten/mussten. Und dass man diese kranken/verletzten Leute dann nicht
                                          bis zum Ende der Sprechstunde warten lassen konnte, war schon auch
                                          verständlich.

                                          Nette Arzt- und Sprechstundenhelferinnen sind sicherlich angenehm. Wenn
                                          sie aber den ganzen Tag über angepflaumt werden, sind sie vielleicht
                                          genau bei der löblichen Ausnahme wie es z.B. Salvamor41 sicherlich war,
                                          dann leider unfreundlich..!!

                                          Sorry, ich habe noch nicht gemeckert.... mich nervt das heutige Sommerwetter und die miesen Aussichten aufs Wochenende. Sooo ein Sommer..!!!!

                                          1 Antwort Letzte Antwort
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