Marco und kein Ende in Sicht!
-
Hallo Sternedieb...
ich glaube es wäre besser gewesen, Du hättest den Verursacher der Diskussion ermahnt seine Beiträge einmal zu überdenken...
aber sei es drum -- Brigitte hat Recht - es ist alles gesagt

-
@ Thorben-Hendrik
du hast meine Ansage gelesen!
Was das gelbe unten Links bedeutet - weißt du ja bereits.
Lass es nicht rot werden.... -
Ich habe mich heute nachmittag mit Türken über diese Thema unterhalten(Marco, nicht Gelb unten Links
), die haben das unter einem anderen Aspekt gesehen. Die verstanden überhaupt nicht, daß sofort die Polizei eingeschaltet wurde und das (für die Beteiligten) im Ausland. Nach ihrer Auffassung hätten, da es beide Minderjährige waren, das zunächst einmal die Eltern klären sollen oder es zumindest versuchen müssen. In der Türkei wäre es unvorstellbar, diesen Schritt auszulassen. Ich muß sagen, ich neige auch zu diesem Standpunkt. Soweit ich weiß, wurde das nicht versucht und auch Charlotte's Eltern haben bis heute jedes Gespräch abgelehnt. Sagt das nicht auch etwas über unsere so hohgelobte abendländische Kultur? Können wir nichts mehr klären ohne Polizei, ohne den "Amtsweg"?
Gruß, Peter -
@ Roamer
diese Frage hab ich mir schon vor Monaten gestellt,glaub aber nicht,dass alle Eltern gleich die Polizei holen würden. Meine Meinung ist,daß das Mädel dummerweise von ihren Eltern erwischt wurde und sich dann eine entsprechende Geschichte ausgedacht hat ,um als Unschuldslamm da zu stehen. Und als sie merkte,was sie mit ihrer Aussage angerichtet hat,war sie zu feige,die Wahrheit zu erzählen. So nahm die Story ihren Lauf......
gruss happy -
ich zitiere mich mal selbst

Mujer wrote:
Das ist genau der Punkt.
Wie kann man das Fehlverhalten der Eltern bzw. Mutter einer 13 (!) jährigen so außer Acht lassen? Wie ist das mit der Aufsichtspflicht? Das Ziel der Aufsichtspflicht ist doch, dass die aufsichtspflichtige Person dafür sorgt, dass die anvertrauten Minderjährigen nicht zu Schaden kommen, bzw. niemandem Schaden zufügen. Meiner Meinung nach haben und hatten die Eltern ihre Tochter nicht im Griff.
Es gibt einen Ausspruch "der Apfel fällt nicht weit vom Stamm" ...
Sicher gehts in dem Fall in erster Linie um eine angebliche Vergewaltigung, allerdings würd ich Aussagen einer Familie die anscheinend ein kleines männermordendes Monster großziehen nicht allzuviel Glauben schenken.
Ich hab selbst eine Tochter in dem Alter und ich bin der Meinung das man als Eltern schon noch beeinflussen kann inwieweit sich die lieben Kleinen des nachts amüsieren auch ohne sie an ihrer natürlichen Entfaltung zu hindern.
Außer man ist absolut nicht mehr Herr über seine "Brut" ... aber dann ist eh Hopfen und Malz verloren ...........Ich bin auch der Meinung das das die Eltern untereinander regeln hätten können/sollen/müssen und die Kleine für den Rest des Urlaubs an die Leine legen. Ganz einfach

-
olli_o2 wrote:
vielen Dank für die drei letzten postings, mit denen hier wieder Sachlichkeit in die Diskussion gekommen ist....eine Sachlichkeit, die von einem türkischen, also eigentlich objektiven, da nur mittelbar beiteilgten Standpunkt kommt.
Gruß, Peter -
Erstaunliche Debatte ...
Abgesehen von allen emotionalen Votings möchte ich daran erinnern, dass die Türkei als Grundlage für ihre Rechtsprechung die deutsche Jurisdiktion quasi adaptiert hat. Geringe Abweichungen ergeben sich hier auf der Basis eines etwas strengeren Glaubensaspektes; die Unterschiede sind jedoch marginal und im besprochenen Fall unerheblich.
Zweifellos hat eine wirklich unumsichtige Mutter zur Qualifikation des Deliktes als "Straftatbestand" beigetragen.
Umsomehr bedarf es einer einheitlichen europäischen Rechtsgültigkeit, die sowohl "Vergehen" als auch "Versäumnis" gerecht ahndet!Rein juristisch vermisse ich in Falle Marco die Verfolgung strafbarer Vernachlässigung von Aufsichtspflichten ...????
-
Bei allem RESPEKT, Andrea, auf die Übernahme der einschlägigen Paragraphen gegen/für (wer weiß?) Marco aus der deutschen Jurisdiction habe ich, vermutlich ungelesen, unverstanden oder nicht reflektiert, in diesem Thread schon mehrfach hingewiesen. Aber, tuae bono, Wiederhohlung macht anschaulich.
Dein Statement:"Rein juristisch vermisse ich in Falle Marco die Verfolgung strafbarer Vernachlässigung von Aufsichtspflichten ...????" wäre hinfällig, wäre die Türkei in der EU. Aber das finden die meisten User hier unvorstellbar und fast verwerflich. Türkei in der EU? Bloß nicht! Aber unseren juristischen, moralischen, ethischen und sonstigen Vorstellungen sollen, nein - müssen sie entsprechen. Fair Play? Nur wenn wir glauben, fair zu spielen. Alles andere ist ein Foul. Ich frage mich, wiovon User, die so denken und hier auch so argumentieren, nachts träumen. Am Tage tun sie es ja schon fleißig. Ich muß tagsüber (wenn ich nicht gerade im Urlaub bin
) arbeiten und denken. Manchen Usern empfehle ich vor allem letzteres.
Gruß, Peter -
Um nicht mißverstanden zu werden, natürlich kann man die Meinung vertreten, die Türkei gehöre nicht in die EU. Aber man kann dann nicht verlangen, daß dieser Staat die gleichen Leistungen bringt, als wäre er ein Mitglied. Und das scheint mir hier bei vielen der Tenor zu sein: die Türkei müßte dies und jenes tun, sie reagiert viel zu langsam, sie müßte zwangsvorladen etc. Wer sich gegen einen EU-Beitritt sträubt, muß auch in Kauf nehmen, daß bestimmte Dinge, die die Türkei betreffen, auch in Zukunft (fast) genauso zäh verlaufen werden, als würde Deutschland mit Burkina Faso verhandeln.
Gruß, Peter -
Es ist geradezu absurd, den Türken unsere Vorstellungen von Kultur, Ethik, Moralbegriffen, Jurisdiktion etc. überstülpen zu wollen.
Die von vielen propagierte Ausgrenzung der Türken, bis sie "alles so machen wie wir", wird genau das Gegenteil von dem bewirken, was erreicht werden soll. Durch einen EU-Beitritt der Türkei würden sich die gegenseitigen Vorstellungen dagegen zumindest weiter annähern können, was übrigens auch nicht ausschließen würde, daß wir das eine oder andere von denen lernen könnten.
vonschmeling hat es schon gesagt, der Prozess "Marco" wurde in der Vergangenheit nicht ausschlaggebend von der türkischen Justiz verschleppt, die Mutter des beteiligten englischen Kindes hat ihre Aufsichtspflicht verletzt und versucht nun krampfhaft ebendies zu verschleiern.
-
Peter, die Religion habe ich hinzugefügt. Und das ist bei den Türken eine sehr wichtige Sache. Um in der EU dazu zu gehören, gehören einige Punkte eben auf gleichem Stand (diese von maximax erwähnt wurden), was ich mir bei dieser Nationalität sehr schlecht vorstellen kann (meine Meinung).
LG -
Carsten, was verstehst Du unter "auf gleichen Stand bringen"? Wenn Du gleichzeitig erwähnst, daß Du Dir "das bei dieser Nation schlecht vorstellen" kannst, dann unterstelle ich, daß Du meinst: die Religion auf unseren Stand bringen. Oder habe ich das jetzt falsch verstanden?
Ich glaube nicht, daß die Türken bereit sind, alle zu konvertieren, und ich glaube auch gar nicht, daß es erforderlich sein wird, daß die Türken sich nun völlig uns Mitteleuropäern anpassen müssen. Jede Nation soll ihre religiösen Eigenarten behalten, die Griechisch-Orthodoxen in Griechenland sind ja auch nicht katholisch oder evangelisch geworden.
-
nein nicht die Religion auf unseren Stand bringen, das wäre unmenschlich u. unmöglich. Aber auf Grund der anderen Religion, welche auch andere Sitten bzgl. der Kultur usw. beinhaltet, halte ich eine Dazugehörigkeit in der EU für sehr schwierig.
-
@Carsten: Ich weiß nicht, wie oft Du schon in der Türkei warst, mit wie vielen (Türkei-) Türken Du gesprochen hast und wieviel Du über den Islam (besonders der türkischen) Prägung weißt. Mit Verlaub, Deine Meinung scheint mir auf zusammengelesenen, zusammengehörten Halbinformationen zu basieren. Genausowenig wie wir mit Weihwasser um uns spritzend durch die Gegend laufen, rennen die Türken mit dem Gebetsteppich durch die Wüste (die es in der Türkei gar nicht gibt, aber viele Deutsche glauben das). Sehr viele Türken haben sogar Angst, daß durch die Regierungspartei der Staat wieder mehr islamisiert wird. Andere Kultur, klar. Aber die, sagen wir, spanische Kultur ist der deutschen nicht um so Vieles näher als die türkische, zumal Spanien über jahrhunderte vom Islam geprägt war, was sich noch heute nicht zuletzt in der Sprache ausdrückt. Ich denke, die Kultur des christlichen Abendlandes
ist durch ganz andere Gefahren bedroht als durch den Beitritt der Türkei in die EU. Schau Dir doch die Vereinsamung und Verwahrlosung in Deutschland an, die Kindestötungen, die oft erst nach Jahren aufgedeckt werden, weil angeblich kener gemerkt hat, daß eine Frau mehrmals hintereinander schwanger war. Da können wir von den Türken mit ihrem Familien- und Nachbarschaftssinn noch eine ganze Menge lernen. Ich denke mal, bei den meisten Beitrittsgegnern schwingt eine ganze Menge Unkenntnis und Angst vor dem Unbekannten, u.a. auch dem Islam mit. Wer sich mit dem Isalm beschäftig, wird merken, daß der Koran die wesntlichen Grundaussagen der Bibel wiederholt. Ich empfehle allen , die es so genau wissen, daß die türkische Kultur nicht mit der der EU kompatibel ist, ein paar Mal in die Türkei zu fahren, dabei aber mal den Hintern aus der AI-Anlage zu schwingen und sich mit Land und Leuten auseinanderzusetzen.
Gruß, Peter -
Peter, bzgl. meiner Kenntnisse über einen Türkeiurlaub muß ich Dir sagen, daß ich noch nie in der Türkei war, in der Tat.
Mein Wissen bassiert auch in der Tat nur auf das, was sich hier in Deutschland größtenteils abspielt u. auf 2 Arbeitskollegen, welche Türken sind u. ich mich täglich mit diesen unterhalte. Und die Sache mit dem Gebetsteppich ist nicht so abwägig, wie Du es hier schilderst, denn dieser liegt sogar bei uns an der Arbeit um täglich hier seinem Glauben nachzukommen (von den 2 Kollegen), was ich auch nicht weiter schlimm finde. Bzgl. der von Dir angesprochenen Kindstötungen möchte ich auch gar nichts gegenteiliges behaubten, jedoch habe ich beruflich schon einiges mitbekommen, wo Geburten von türkischen Mädchen anstanden u. dies von den türkischen Vätern versucht wurde zu verhindern (da die Jungen anscheinend da wohl lieber gesehen sind). Da kann ich Dir die unmöglichsten Erfahrungen aufzählen.
Beispiel Kopftuchangelegenheiten bei türkischen Lehrerinen hier in Deutschland, glaube da brauche ich mich nicht näher zu äußern. Aber diese Unterhaltung führt in diesem Bereich eh zu nichts, da Deine Meinung bzgl. des Beitrittes eh anders ist u. hier total OT ist.
Gruß, Carsten -
@Carsten: Weißt Du, wo Du Dich befindest? Orientierungshilfe: Im Fun-Forum, nicht bei den Verinigten Nationen. Seit wann gibt es im Fun-Forum OT??? Die Admins verweisen uns doch ins FF, wenn es woanders mal OT wird.
Und genau da liegt der Hund begraben: Du beziehst Deine Kenntnisse über die Türkei aus Deutschland, von Exil-Türken. Carsten, die sind in ihrer Heimat z.T. recht unbeliebt , sogar unerwünscht, da man ihnen vorwirft, sie seien stehengeblieben, rückständig. Die Türkei - die in Kleinasien, nicht die in Kreuzberg etc.,- ist ein junger, sehr dynamischer Staat. Was hat die Kopftuchangelegenheit bei türkschenLehrerinnen mit der Türkei zu tun? Gar nichts. In der Türkei dürfen Frauen nämlich in öffentlichen Institutionen wie Schulen, Ämtern etc. kein Kopftuch tragen, weil Relgion und Staat streng getrennt sind. Aber das habe ich in verschiedenen Foren schon mindestens 20 x geschrieben.
Das finde ich eben so schimm: nicht nur Du, Carsten, viele Deutsche kennen den Dönermann von nebenan, ein paar türkische Kollegen und schon kennen sie die Türkei in- und auswändig. Das ist genauso scheuklappenbehaftet wie Leute, die nach zwei Wochen Ballemann behaupten, sie kennen Spanien.
In Deutschland hat sich eine türkische Subkultur entwickelt, die nicht mit der modernen türkischen Kultur vergleichbar ist. Ich hoffe, daß das mal wenigstens ein paar Leute hier kapieren. Inch Allah!
Frohes Opferfest, ähhh, Weihnachen
Peter