Schadensersatz wegen Nichterfüllung.
-
Hallo Peter,
eigentlich wollte ich ja nichts mehr sagen. Aber wie findest du es, dass der Veranstalter bis zu dem Tag, als ich die Sachen ins Rollen gebracht habe, Reisen in das Mega Saray über holiday check im Internet angeboten hat ? Und zwar auch Abflüge bis Ende November, vom 1.12. vom 3.12. usw. Reisedauer von 7 Tagen bis 9 Tage oder 10 Tage usw. ? Ich habe bei holiday check nachgefragt, und zur Antwort bekommen, dass der Veranstalter selbst diese Reisen ins Internet stellt, ohne Einflussnahme von holiday check Reisebüro, die Preise einstellt, sie u.U. auch ändert und die Angebote wieder rausnimmt, wenn sie ausgebucht sind. Ich habe bis zum 22.11. jeden Tag Angebote geprüft, um für unsere zukünftigen Reisepläne die günstigste Zeit bis zum Weihnachtsrummel zu eruieren. Es hiess immer: es sind noch wenige Restplätze verfügbar. Sie können ganz sicher buchen ! Das heisst im Klartext, es haben wahrscheinlich noch Leute diese Reisen gebucht und wurden erst nach dem 22.11. informiert. Möglicherweise addieren sie die Zahl der Enttäuschten, die sich aber nicht dagegen wehren. Um Einwände gleich abzuwenden: man könnte, wenn man es sehr sehr sehr gut mit dem Veranstalter meint, dass er tatsächlich erst -wie von mir als "Unwahrheit" definiert, die Nachricht so spät erhalten hat. Dann müsste er aber sowas von Beweisen auf den Tisch legen oder zugeben, dass es in seinem Betrieb erhebliche organisatorische Mängel gab. Ich bin auf seine Reaktion sehr gespannt. Doch es gibt aber auch eine andere denkbare Möglichkeit !! Wie sagt das Sprichwort: ein Narr, wer Schlechtes dabei denkt !
Jetzt ist aber endgültig Schluss von meiner Seite.
Gruss Rüdiger -
Sehr sympathisch - und pragmatisch, Rüdiger, wie Du die Sache angehst - bitte nicht ausklicken.
Dass Deine Forderung und Einstellung den Veranstaltern und deren Vermittlern nicht gefallen kann, ist klar.
Wenn ich eine Sache/Dienstleistung kaufe, bestelle oder buche, möchte ich genau das haben, was ich gekauft, bestellt oder gebucht habe. Dafür sind persönliche gesundheitliche Begründungen, weshalb man genau dieses Hotel gebucht hat m.E. nicht notwendig, das geht niemanden etwas an.
Irgendwie schon merkwürdig, dass sich der Käufer von Reisen rechtfertigen muss, während der Veranstalter sich auf Grund seiner AGB von sämtlichen Verpflichtungen entlastet - der Käufer eines Kühlschranks hat mehr Rechte... oder???
-
Hallo Rüdiger,
für Deine Vermutungen bezüglich Internet gibt es eventuell eine ganz einfache Erklärung. Wenn Du im Internet eine Pauschalreise buchst, dann tätigst Du in aller Regel keine "scharfe Buchung". Will heißen, daß Deine Daten in der Regel manuell verarbeitet werden und in ein anderes System übertragen werden. Nur hier ist der aktuelle Stand angegeben.
Es kann also durchaus sein, daß die Veranstalter Zeitweise nicht mit der aktuelisierung der Internetedaten nachkommen. In Deinen Fall hätte es also nach erfolgter Buchung durchaus zu einer Benachrichtigung kommen können, daß das Angebot nicht verfügbar ist.
Sorry, wenn ich Dir das sagen muß, aber auch dies ist kein verwertbarer Nachwweis für Deine Theorie.
Gruß
Berthold
p.s. Ganz im Gegenteil, Sie spricht sogar eher für den Veranstalter, daß er tatsächlich nicht früher von der Schließung erfaren hat.
-
Hallo Berthold,
Es kommt auf den Veranstalter an.
Bei einigen erfolgt über das internet gerade die scharfe Buchung. Ebenso sind die Reisen über das Internet dann nicht optionierbar.
z. B. NEC hat über das Internet die scharfe Buchung drin.
LG
holzwurm -
Rüdiger Küster, uiiiiii, ..."Reisemafia".....Das hören aber die Reisefachleute unterschiedlicher Couleur, und auch manche hier im Forum, gar nicht gerne! Bleib' aber bitte auch hier in Deinem Thread am Ball und laß' Dich nicht einschüchtern von Mitmenschen, denen Deine konsequente Art, Dein Recht zu fordern, überhaupt nicht gefällt!
Du hast ein Anrecht darauf, das zu bekommen, was Du bestellt und bezahlt hast, und Du bist überhaupt nicht verpflichtet, auf Einzelheiten, warum Du was haben möchtest, einzugehen. Entscheidend ist einzig und allein: Was steht im Angebot, was wurde Dir schriftlich versprochen, was wurde eingehalten und was nicht.
Ich unterstelle, daß Du dir aber auch die AGB Deines Veranstalters genau angesehen hast. Die AGBn sind extrem einseitig zu Gunsten der Reiseveranstalter formuliert, sie engen die sich aus Nichterfüllung des Vertrages normalerweise ergebenden Rechte der Urlauber mitunter ganz gewaltig ein. Und mit der Unterschrift unter den Reisevertrag hast Du diese AGBn akzeptiert. Darüber wurde in der Vergangenheit auch hier in diesem Forum schon heftigst diskutiert.
Ich rate Dir, stell' angemessene Schadensersatzforderungen, keine überzogenen. So hast Du die größten Chancen, vor Gericht zu obsiegen.
Die Rechtsprechung ist realitätsnäher als viele denken. -
holzwurm wrote:
Hallo Berthold,z. B. NEC hat über das Internet die scharfe Buchung drin.
LG
holzwurmRichtig,
aber nur wenn auch direkt bei Neckermann gebucht wird. Sonst auch nicht.
So mein Wisensstand.Gruß
Berthold
-
Jetzt werde ich schon wieder meinen Ankündigungen untreu ! Ja, ja die AGB
s. Wer hat denn ein Interesse, diese ( besonders die aus geschlossenen Kreisen, wie z.B. Banken, Versicherungen, Reisebranche u.a.m. ) zu ändern ? Die Rechtsanwälte? Verbraucherschutzverbände? Weit gefehlt, da sie ja davon leben, dass es Streit darüber gibt. Das allgemeine Vertrauen der Bevölkerung in die Gerechtigkeit, über die die Justiz schon wachen wird, na- ich weiss nicht. Es gibt einen Witz über Rechtsanwälte, die meisten werden ihn kennen, aber ich erzähle ihn troztdem: "ein Senior-Rechtsanwalt ( Praxis übergeben ) steht mit seinem Sohn am Grab eines langjährigen Klienten. Sagt der Sohn stolz zu seinem Vater: tja, sehr traurig, aber ich habe für ihn wenigstens seinen ewig andauernden Streit positiv abschliessen können, an dem du viele Jahre vergeblich gearbeitest hast. Sagt der Vater daraufhin: mein Sohn, was glaubst du denn, wovon ich deine langjährige und sehr teure Ausbildung bezahlt habe ?" Sie sähen nicht, sie ernten nicht, aber der liebe Gott ernährt sie trotzdem. Die Älteren unter uns haben in der Jugend zu viel Perry Mason gesehen, die heutige Generation u.U. zuviel Grisham gelesen. Wir glauben, dass unser Problem ab dato den Rechtsanwalt 24 Stunden beschäftigen wird, und er alle anderen Fälle auf Frist legt. Leider leider sieht die Realität ganz anders aus: einen Streit über € 500.-- oder 1.000.-- arbeitet er ( wahrscheinlich ) ohne Emotionen routinemässig ab. Geht ja gar nicht anders. Um die AGBs der Reiseveranstalter im Sinne der Verbraucher positiv zu verändern, benötigt es einen konkreten Fall aus der Praxis, der mit den AGBs kollidiert, und den einen Richter mit Mut in einer ersten Instanz "als unzumutbar, weil einseitig zu Lasten des Verbrauchers" bewertet und den Passus der AGBs für ungültig erklärt. Kein Richter ( schon wieder ein geschlossener Kreis ) hat es aber gern, wenn eine nachfolgende Instanz sein Urteil kassiert. Aber ich sehe nur diesen Weg, und würde hoffen, dass für das zitierte Urteil 1.) Berufung wegen grundsäztlicher Bedeutung zugelassen wird, und 2.) dass das Urteil so schnell wie möglich bis zur höchstens Instanz durchgewinkt wird.
Die Urlauber haben keinen Interessenverband, der Problemfälle aufgreift und frontal und zentral dagegen angeht. Fast alle Reklamationen werden mehr oder minder stillschweigend geregelt, es geht ja in den meisten Fällen auch nur um "peanuts" = relativ kleine Beträge, die die RV aus den Portokassen ausgleichen. Ein verdorbener Urlaub relativiert sich nach der Rückkehr immer mehr, wenn einen die Alltagsproblem wieder eingeholt haben. Und genau das ist die Taktik der "Reisemafia".
Gruss Rüdiger -
Hallo Rüdiger,
Die Urlauber haben keinen Interessenverband
Eigentlich wären sie selbst stark genug, für eine Änderung zu sorgen. Aber solange die meisten zufrieden sind, mit dem was man ihnen gibt, und Sätze wie "na ja, soooo schlimm wird´s schon nicht gewesen sein" zur Standardantwort gehören, wenn wieder so ein "Nörgler" zum "meckern" anfängt, wird sich nie was ändern.
Seitdem es mir so gegangen ist wie Dir, nämlich dass ich aus ganz bestimmten Erwägungen heraus, ein ganz bestimmtes Hotel gebucht habe und dann bei der Ankunft erfahren habe, es sei überbucht, aber dafür habe man für mich in einem anderem Hotel ein "DeLuxe-Zimmer", hat kein Reisebüro oder Reiseveranstalter mehr einen müden Cent an mir verdient. Flüge, Hotels und Mietwagen werden nur noch direkt ohne jeden Zwischenhändler gebucht und ich hatte nie mehr ein Problem. Sicherlich ist das nicht für alle praktikabel, aber bei meinen Reisezielen und meiner Reiseplanung geht es dank internet kurz und schmerzlos.LG chepri
-
Hallo Rüdiger,
also ich sehe das ganze nicht so gravierend. Vielleicht liegt es einfach daran, daß ich prinzipiell nicht viel vom Lamentieren halte sondern viel mehr versuche das Beste aus der eingetretenen Situation zu machen.
Sicher bin ich als Reisebüro etwas auf der anderen Seite, doch sehe ich auch die ganzen AGB's nicht so negativ. Es besteht doch für jeden die freie Entscheidungsmöglichkeit das Hotel direkt zu buchen, den Flug direkt zu buchen und den Transfer in Eigenregie zu arrangieren. Wenn ich das nicht möchte, weil es mir zu umständlich, zu teuer oder zu unsicher ist, dann kann ich mich in die Hände eines Veranstalters begeben und muß dafür dessen AGB's akzeptieren. Zum Teil können die zu meinem Nachteil ausfallen; zum Teil auch zu meinem Vorteil.
Ich wäre hier unter Umständen einfach geflogen, sofern ich nicht bereit gewesen wäre, wie Du mehr zu bezahlen, und hätte mir vor Ort dann die entsprechende Spielmöglichkeit gesucht. Die zusätzlichen Kosten, sofern diese entstanden wären, hätte ich dann beim Veranstalter eingereicht.
Das alles ohne Stress und mit einem genossenen Urlaub.
Jetzt aber die Frage: Wäre dies denn wirklich so schlimm, wenn ich die Dreistigkeit besitze die Alternative des Veranstalters zu akzeptieren? Ich hätte sicher einen schönen Urlaub gehabt und ob ich nun im Hotel Tennispublikum vorgefunden hätte, das besser zu meinen Urlaubswünschen passt (das Gegenteil ist ja auch noch nicht bewiesen) sei dahingestellt und ich hake das unter Lebenserfahrung ab.
Ich finde einfach, Du machst Dir etwas vor, wenn Du glaubst, daß die ganze Reiseveranstalterwelt sich nur gegen Dich verschworen hat. Maximal ist hier ein Fehler passiert und diesem sollte man anderen Menschen auch zugestehen. Die ganzen "Verschwörungstheorien" mit "Reisemafia" und was auch sonst immer habe ich daher bis jetzt völlig unkommentiert gelassen, weil ich ein Eingehen darauf nicht sinnvoll fand.
Warum sollte ein seriöser Reiseveranstalter Dir solch wichtige Reiseinformationen vorenthalten und das Risikeo eingehen, daß er Dich als Kunde verärgert. Würde er Dich rechtzeitig informieren kann er doch wesentlich mehr gewinnen. Ich glaube Du interpretierst hier einfach zu viel hinein. Vor allem sehe ich auch nicht wirklich, wo es hier überhaupt AGB's gibt, die greifen.
Deine ursprüngliche Reise wurde storniert aus einem Grund den der Veranstalter nicht zu verantworten hat. Dieses Geld hast Du zurückbekommen und etwas anderes gebucht. Wo also liegt der Schaden, wenn das Hotel generell geschlossen ist? Und ob bei einer früheren Information noch andere Plätze freigewesen wären ist auch nur rein hypothetisch.
Sorry, aber ich glaube nicht, daß Du hier viel erreichen wirst außer einigen Leuten (siehe Dein Witz) ein sicheres Einkommen zu erhalten.
Gruß
Berthold
-
chepri wrote:
.....Eigentlich wären sie selbst stark genug, für eine Änderung zu sorgen. Aber solange die meisten zufrieden sind, mit dem was man ihnen gibt, und Sätze wie "na ja, soooo schlimm wird´s schon nicht gewesen sein" zur Standardantwort gehören, wenn wieder so ein "Nörgler" zum "meckern" anfängt, wird sich nie was ändern.
......so ist es! Aber halt nur "eigentlich"! Ändern könnte sich nur etwas durch solidarisches Vorgehen der Kunden, indem man die Diktate der Reisebranche nicht mehr mitmacht. Doch das ist Illusion, das wird es niemals geben.
Und so geht es halt immer weiter. Jedes Jahr wieder aufs neue das gleiche Gemeckere und Genörgel, Schadensersatzforderungen und lange Prozesse
wegen Nichterfüllung der Reiseverträge seitens der Veranstalter. Und im nächsten Jahr...buchen die selben Leute wieder auf die gleiche Weise. Same procedure as every year! Kannsde nix machen! -
Was in Rüdiger emotional abgegangen ist - noch abgeht, kann ich durchaus nachvollziehen: Er ist "Konsument", "Laie", "Zahler" und hat zig Urlaube ja schon gebucht und absolviert gehabt, wo alles geklappt hat.
Nun steht er plötzlich einer Situation gegenüber, die er nicht kennt und meint, so könne das nicht sein.
Nun schauen wir uns einmal an, was passiert wäre wenn...
... der Veranstalter sechs Wochen vor dem Termin die Schließung erfährt:
dann hätte er u. U. ebenfalls keine Quarzsandalternative mehr anbieten können, der Vertrag wäre rückabgewickelt geworden und Rüdiger hätte Anspruch auf die Mehrkosten seiner Alternativbuchung
... der Veranstalter zwei Wochen vor dem Termin die Schließung erfährt:
wie oben...
... der Veranstalter den Kunden anreisen lässt und ihm eine in den Augen des Kunden inakzeptable Alternativunterbringung anbietet: dann könnte Rüdger auf sofortige Heimreise bestehen und erhält sein volles Geld zurück und kann Ansprüche aus dem Titel vertaner Urlaub verlangen;aber alle drei Varianten könnten so nur dann "ablaufen", wenn der Grund - nämlich Quarzsandtennisplätze werden Hartplätze und (wahrscheinliches) Publikum wird zu unwahrscheinlichem Publikum und beides anerkennt ein Richter als rechtlich mit dem Veranstalter vereinbart.
Und genau diese beiden Punkte meine ich, reichen weder für oben erwähnte Forderungen noch für die Zulassung für ein Urteil vom OGH.
So, jetzt schauen wir uns einmal die Situation beim Reiseveranstalter an: es wäre absolut nicht in Ordnung, wenn ein Reiseveranstalter bereits mehrere Wochen von einer Schließung wüsste und keine geeigneten Maßnahmen setzt. Und natürlich noch weniger akzeptabel ist es, Kunden anreisen zu lassen, ihnen vor Ort Alternativen vorzusetzen nach dem Motto "Vogel friß oder stirb".
Aber... - jetzt beweis das einmal! ... der Veranstalter behauptet dann vor Gericht, er hätte ja noch mit dem Hotelier verhandelt, was der natürlich abstreitet - wenn er überhaupt vor einem deutschen Gericht erscheinen muss. ... der Veranstalter behauptet, er wäre in Verhandlung mit einem Alternativhotel gewesen, doch das habe sich sehr kurzfristig doch zerschlagen...
Zermürbend dann die Beweisführung für Vorsatz oder gar Betrug zu finden.
Es soll schon dem Veranstalter gezeigt werden: hallo, hallo, so einfach komsmt du nicht davon! Aber es erhebt sich wirklich die große Frage, ob sich Energien und Geld lohnen, ein Grundsatzurteil - wenn überhaupt möglich - zu erwirken.
Ich habe gerade eine Expertenmeinung über die Verhandlungen mit Fluglinien gelesen. Da meint dieser Experte - ein echter Rechtsanwalt, net so was wie i - dass das ungeheuer schwierig ist, Fluglinien z.B. das Gegenteil von ihren Gründen einer Flugabsage nachzuweisen und ähnliches. Fluggesellschaften haben da den längeren Arm und Atem, schreibt der Autor.
Klar, beschei... lassen muss man sich auch nicht. Aber ich denke, die Abwägung, ob man hier echt den Klageweg beschreiten soll oder nicht, sollte man sich sehr gut überlegen...
meint
Peter -
Hallo Berthold,
ich bin froh, dass du dich geoutet hast. Hm., Reisebüro !! Meine Vermutung ging eher in Richtung Cheflobbyist des Verbandes der Reiseindustrie ( gibt es sowas überhaupt ? ) oder Mitarbeiter einer Zentrale in Hannover, Köln, Frankfurt oder what else, zuständig für den Bereich "Reklamationspflege" und "sorge für Ruhe in der Kundschaft".
Reisebüros sollten doch eigentlich auf der Seite ihrer Kunden sein, weil der Zorn von Reklamanten zuerst auf ihrem Rücken ausgetragen werden. Keiner oder kaum einer deiner Beiträge lässt darauf schliessen, dass du auf deren Seite bist. Du hast verniedlicht, Probleme kleingeredet, Versäumnisse minimiert, und allen vorgegaugelt, dass die Welt im Tourismus eigentlich völlig in Ordnung ist, kleine Blessuren doch kaum der Rede wert sind, und Reiseveranstalter im Grunde soziale Institutionen sind, und immer nur an das Interesse ihrer Kunden denken.
Wenn du als Altgernative anregst, dass keiner gezwungen ist, über Reisebüros zu buchen und statt dessen das selbst im Internet zu tun bis du damit Totengräber deiner Branche und arbeitest kräftig daran, deinen Arbeitsplatz zu vernichten.
Zun einigen Punkten deines Beitrages:
warum soll ich AGB`s eines Veranstalters als Gott gegeben akzeptieren, wenn es reale Ereingnisse gibt, die damit kollidieren ? Soll man sagen, sorry, so isses leider, gehen wir zur Tagesordnung über ? Der Mensch hat nicht zuletzt den Verstand bekommen, aus Ereignissen zu lernen. Leider passiert das nicht immer, aber warum muss sich die Reiseindustrie darin einklinken ?
Du sagst, du wärst an meiner Stelle geflogen, hättest wg. Tennis vor Ort ganz locker Ausweichmöglichkeiten gesucht, und einen Urlaub ohne Stress genossen.
Diesen Vorschlag von dir will ich gerne dokumentieren. Ich zitiere aus einer Urlauberbewertung von Dieter und Carmen die ziemlich genau zum gleichen Zeitpunkt im Mega Saray waren, wie wir gewesen wären-wenn wir deinem Vorschlag gefolgt wären:
"Erst vor Ort erfuhrene wir. dass der Club am 06.12.2007 bis zum 01.03.2008 schliesst. In den Katalogen wird ausdrücklich beschrieben, dass es ganzjährig geöffnet ist"
"Solange das Personal vollständig vorhanden war, waren wir sehr zufrieden, anschliessend war der Rest der Personals total überfordert"
"Die ersten 10 Tage der 16 Tage war alles im grünen Bereich, dann kurz vor der Schliessung wurde massiv Personal entlassen, das Essen wurde qualitativ sowie quantitativ schlecht, div. Bars wurden geschlossen, es wurden keine Flaschen mehr geöffnet, AI + fand nicht mehr statt. Indoor pools wurden nicht mehr beheizt. Animation und Unterhaltungsprogramm wurden nicht mehr geboten"
Noch mehr gefällig ?
Meine Reisegruppe im MS vom Oktober letzten Jahres war diesmal wieder vom 15.10. bis zum 29.10.2007 dort. Sie sagten uns, das in der 2. Woche mit einmal ohne Vorankündigung es keinen Sekt mehr gab ( merkst du was, müsste ungefähr der 20.-22-10. gewesen sein, der Entschluss, den Laden dicht zu machen ? ), und auf Nachfrage warum, verstand man die deutsche Sprache nicht mehr.
Ich reise seit über 40 Jahren in die ganze Welt. Sehr oft 3-7 mal pro Jahr, natürlich auch mal kurz oder länger. Ich bin erstmalig mit dem Problem von Überbuchung und bzw. oder Minderauslastung und der Problemlösung durch die RV konfrontiert worden. Ich bin kein Reklamierer, der mit Fotoapperat eine Kakerlake im Süden dokumentiert und anschliessend Ansprüche anmeldet. Ich habe bis heute niemals eine Reklamation vorgetragen, und, dass solltes du mir glauben, auch manchmal über Kleinigkeiten hinweggesehen.
Ich kann dich ehrlich gesagt nicht verstehen. Mein Vorwurf lautet nach wie vor: mein RV wusste von der Schliessung der Anlage, und hat trotz dieses Wissens nicht nur mich, sondern auch noch andere Reisende fliegen lassen, siehe Erlebnisbericht Dieter und Carmen. Und deswegen lege ich mich nicht mit der gesamten Reisemafia an, ich lege mich nur mit meinem Veranstalter an. Aber ich verhehle nicht, dass sein Verhalten für die gesamte Branche nicht untypisch ist, und würde mich freuen, wenn es zu Konsequenzen führt.
Du hast trotz aller nicht nachzuvollziehender Argumentation immer höflich und freundlich deine Berichte geschrieben. Sei mir bitte nicht böse, ich glaube aber, du bist nicht unabhängig, und verfolgst -für wen auch immer- Interessen, die nicht mit den Interessen der Mehrzahl der Reisenden in diesem Forum in Einklang zu bringen ist.
Ich bitte dich daher um Verständnis, dass ich auf einen weiteren Kommentar von dir keinen Wert mehr lege ( er steht dir natürlich frei ), und werde darauf nicht mehr Bezug nehmen.
Gruss Rüdiger -
Ich verfolge die Debatte hier seit einigen Tagen höchst interessiert, jetzt muss ich aber ( aufgrund von akutem Zeitmangel ) gerade auch mal zwei, drei kurze Zeilen schreiben.
Rüdiger Küster wrote:
Reisebüros sollten doch eigentlich auf der Seite ihrer Kunden sein (... ) Keiner oder kaum einer deiner Beiträge lässt darauf schliessen, dass du auf deren Seite bist.Ist das so? Warum sollten die "auf der Seite" des Kunden sein ( auch wenn das in der Regel wohl so sein dürfte ). RB´s nehmen als Wirtschaftsubjekte genauso an der Volkswirtschaft teil wie der Kunde oder der Reiseveranstalter. So klar werden sich die Lager wohl nicht trennen lassen.
Rüdiger Küster wrote:
Ich kann dich ehrlich gesagt nicht verstehen. Mein Vorwurf lautet nach wie vor: mein RV wusste von der Schliessung der Anlage, und hat trotz dieses Wissens nicht nur mich, sondern auch noch andere Reisende fliegen lassen, siehe Erlebnisbericht Dieter und Carmen. Und deswegen lege ich mich nicht mit der gesamten Reisemafia an, ich lege mich nur mit meinem Veranstalter an. Aber ich verhehle nicht, dass sein Verhalten für die gesamte Branche nicht untypisch ist, und würde mich freuen, wenn es zu Konsequenzen führt.Ehrlich gesagt verstehe ich Dich auch nicht so ganz. Du behauptest, dass der RV von der Schließung der Anlage wußte. Sonst nichts.
Und wenn ich hier immer wieder das Wort "Reisemafia" höre kriege ich zuviel. Diese andauernde Diffamierung einer ganzen Branche, die einen Großteil des volkswirtschaftlichen Wohlstandes erwirtschaftet, sollte vielleicht mal durch einen Admin unterbunden werden.
Wenn das von Dir propagierte Verhalten eines RV typisch für eine ganze Branche ist, dann sei ein Mann und bediene Dich bei Deiner Freizeitgestaltung nicht eben jener Reisemafia. Ganz einfach.Rüdiger Küster wrote:
Du hast trotz aller nicht nachzuvollziehender Argumentation immer höflich und freundlich deine Berichte geschrieben. Sei mir bitte nicht böse, ich glaube aber, du bist nicht unabhängig, und verfolgst -für wen auch immer- Interessen, die nicht mit den Interessen der Mehrzahl der Reisenden in diesem Forum in Einklang zu bringen ist.
Ich bitte dich daher um Verständnis, dass ich auf einen weiteren Kommentar von dir keinen Wert mehr lege ( er steht dir natürlich frei ), und werde darauf nicht mehr Bezug nehmen.Dieser Abschnitt lässt mich übrigens völlig kopfschüttelnd zurück. Einen bemühten und informierten Gesprächspartner derart "abzubügeln" ist einfach nur dreist. Ich pack´s nich ...
-
CaptainJarek wrote:
Diese andauernde Diffamierung einer ganzen Branche, die einen Großteil des volkswirtschaftlichen Wohlstandes erwirtschaftet, sollte vielleicht mal durch einen Admin unterbunden werden....und genau das tut die böse Administratorin jetzt auch und schließt diesen Thread - auch zum Schutz des Threaderöffners, des Aussagen rechtlich nicht immer ganz unbedenklich waren. Das Thema ist ohnehin nicht zum ersten Mal in diesem Forum diskutiert worden.
Den Usern, die sich hier konstruktiv und fachlich korrekt beteiligt haben (insbesondere ADEgi, Captain Jarek und natürlich auch Mosaik), danke ich herzlich.