Aufstände in Kenia
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Jambo
,ich bin`s schon wieder. Hab grad Nachrichten auf PRO 7 geguckt. Da kam ein Bericht über den Überfall. Es wird vermutet - so hat es zumindest eine Freundin eines der Getöteten im Telefoninterview gesagt - dass die Tat von der Lebensgefährtin angezettelt wurde
. Es wurde wiederholt gesagt, dass die Tat einen privaten Hintergrund hat, u.a. wurde auch von finanziellen Schwierigkeiten gesprochen
.In anderen älteren Zeitungsmeldungen steht aber was von Ehefrauen...
.Viele Grüsse
Chrissy -
Hallo,
muss ich mir jetzt wegen des Überfalls verstärkt Sorgen machen? Mein Mann sagt, er will jetzt deswegen doch nicht fliegen... Er interpretiert es als erhöhte Gewaltbereitschaft gegenüber touris, oder isses definitiv eine Familienfehde?
danke,
Kathrin -
hallo,
ich hab die info, daß es sich um einen "reinen" raubüberfall gehandelt haben soll. wobei das "rein" von mir nur wiedergegeben ist
passiert ist es im mango-park ("ferienhausanlage" höhe neptune) -
das beruhight mich nicht wirklich.......... wir wohnen nämlich auch in so einer Anlage....

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tja kathrin, was soll man sagen? solche "sachen" passieren immer wieder, haben also mit der aktuellen situation nicht wirklich was zu tun. die frage ist nur, wie entwickelt es sich weiter? durch die gestiegene arbeitslosigkeit steigt auch die kriminalität. ich könnte jetzt sagen, wenn man sich an die spielregeln hält, kann eigentlich nichts passieren. tu ich aber nicht. in der regel sind bei ferienhäusern 1 oder 2 askaris eingesetzt, und ob die ein wirklicher schutz sind? ich will dir deinen urlaub nicht vermiesen, aber ich denke, in der jetzigen zeit wäre es besser, in einem "sicheren" hotel zu wohnen. vielleicht kannst du mit deinem "vermieter" sprechen und er gibt entweder das geld zurück oder ihr verschiebt euren ferienhaus-aufenthalt und geht stattdessen wirklich in ein hotel.
hast du schon geschrieben, wann du fährst? sorry, hab den ganzen thread nicht im kopf... -
Wir fliegen am nächsten Montag.... Hab mit meinem Vermieter telefoniert, er ist vor Ort, und sagt, wir sollen uns keine Sorgen machen, und kommen. Alles ok.......
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Hallo alle Miteinander,
ich weiss nicht, ob es Euch beruhigt, aber die Getoeteten haben einen rein privaten Hintergrund, sollen auch keine Touristen sein. Einer ist mit einer Kenianerin verheiratet und wohnt schon ganz lange in Kenia. Die Zeitungen haben es mit keiner Zeile erwaehnt.
Wir waren heute, da alle gefuehrten Touren gestrichen sind, alleine mit einem Taxi und einem selbst organisiertem Fuehrer in Mombasa. Die Lage ist wie in jeder anderen Grossstadt, viel Verkehr, aber ansonsten ruhig. Wir waren ueberall Altstadt, Fort Jesus, Hafen usw., ausser in den Slums, wirklich alles normal. Das Bahari-Beach fuellt sich auch ganz langsam, aber fast alles nur Stammgaeste oder Leute, die superbillig eine Lastminute-Reise gebucht haben. Am Samstag war ich mal kurz im Voyager, gaehnende Leere. Heute waren ein paar Leute nordwaerts spaziert. Die Hotels fuellen sich auch dort langsam wieder. Ansonsten werden wir hier wie immer gut bewacht, haben schon einige Bekannte, Deutsche und Einheimische, wiedergetroffen. Die Kenianer verstehen nicht, warum kein Tourist an die Straende kommen will. Falls es irgendwas neues geben sollte, melde ich mich wieder. Wir sind ja bis 16.02. noch hier.
Lg Simone -
@kathrin,
fliegt hin, schaut euch die lage vor ort an und entscheidet dann. ich könnte mir vorstellen, daß es unter den jetzigen umständen im hotel sicher noch günstige zimmer geben wird, die ihr vor ort buchen könnt, falls es nötig ist. und wenn euer vermieter seriös genug ist, läßt er euch "gehn" und zahlt euer geld zurück. so würd ichs machen... aber entscheiden müßt ihr selber. wünsch euch schon mal einen guten flug und trotz allem einen schönen aufenthalt.@simone:
dank dir für die info. schönen urlaub noch und grüßt mir das bahari! -
ich möchte hier keinem den Urlaub madig machen ,aber ihr Safari/Kenya Fans müsst aus einem seltenen Holz geschnitzt sein.
Ein Freund hat mich in seine Lodge im Herbst eingeladen er war kurz zu Besuch hier vor Weihnachten komischer weise ist er aber auch erst nach einem Monat also letzte Woche wieder zurück geflogen ,mit den gleichen worten das ist ja so weit von uns?
Nun ich werde der Einladung nicht folgen.
LG
F -
Jambo
in den Nachrichten wurden gerade bedenkliche Bilder gezeigt, über den Zustand in Kenia.
Man kann eigentlich zur Zeit niemanden einen Rat geben, ob er reisen soll oder nicht.
Das muß jeder für sich entscheiden.Kofi Anan, der als Vermitler auftritt, sagte:
"Es ist bald kein Land mehr da, was zu retten ist"!!!
Und das es mindestens 1 Jahr dauern wird, bis sich dort die Lage wieder beruhigt.Ich glaube, damit ist doch alles gesagt.
P.S.
Mal ehrlich, fühlt ihr euch wirklich gut am Strand oder auf Safari, mit dem wissen das die Lage jederzeit ausser Kontrolle geraten kann....Eine traurige Nicole
P.S. Ich liebe dieses schöne Land und die Leute dort, wir waren schon 5x in Kenia und ich bin wirklich traurig über die Situation dort. -
jambo nicichris und jordan
wenn ich jetzt fahren würde, hätte ich sicher auch ein mulmiges gefühl. aber ganz ehrlich: wirklich sicher war es in kenia noch nie. wieso sonst geben wir hier alle tips, nicht bei dunkelheit raus zu gehen etc. wobei die situation jetzt doch anders ist. aber wieso ist sie anders? weil die medien gerade present sind? als im samburuland 2006 (oder war es 2005?) brutal gekämpft wurde, hat es hier niemanden interessiert und der tourismus fing an zu boomen. das, was gerade in kenia passiert, hat nichts mehr mit dem ausgang der wahlen zu tun sondern "beschränkt" sich größtenteils auf eine stammesfehde zwischen kikuyus und luos in einem teil des landes, der vom tourismus nur wenig berührt wird und auf nairobi. entscheiden muß wirklich jeder selber, ob er nach kenia fährt. und obwohl ich dieses land liebe und auch eine enge emotionale bindung dorthin habe, habe ich mich noch nie 100% wohl gefühlt dort, am strand, auf safari oder in den hotels oder ferienhäusern. das hat aber nichts mit der momentanen situation zu tun, sondern eher mit dem wissen, daß kenia ein dritte-welt -land ist, in dem die menschen nur das nötigste haben und ich ein paar meter weiter im luxus schwelge. eigentlich wollte ich meinen verschobenen november-urlaub erst im april nachholen. jetzt überlege ich ernsthaft, im februar zu fliegen. das allerdings auch nur deshalb, weil ich meinen urlaub an der küste verbringe und nicht ins landesinnere will. ein mulmiges gefühl wird auf jeden fall dabei sein.noch eine anmerkung zu meinem post wegen der beiden ermordeten deutschen in diani: als ich am montag die info bekam, hieß es noch, sie wären im mango-park ermordet worden. das war falsch. passiert ist es in der palm-park-villas anlage. einen der täter hat die polizeit wohl erschossen, einer sitzt im *********.
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Der Beitrag über mir sagt eigentlich alles aus.
Nach wie vor, gehe ich davon aus das die Küstenregion für Touris sicher ist und das es sich um ethnische Konflikte im Westen des Landes handelt.
Sicher war das Land nach Einbruch der Dunkelheit nie, es wurde immer gesagt nicht zu Fuß abends bzw. nachts unterwegs zu sein und das schon vor 16 Jahren als kaum ein dt. Touri dort unten war. An dieser Feststellung hat sich bis heute nichts geändert.
Krisensituationen gabts und wird es dort immer geben und die Kriminalitätsrate ist auch hoch, aber trotz alledem bleibt es ein wunderschönes Land mit netten Leuten welches sich lohnt zu besuchen.In diesem Sinne bis bald in Kenia
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Jambo an alle Keniafreunde und die die es gerne werden wollen. Ich lese und höre immer wieder von den Aufständen und blutigen Unruhen in Kenia. Ich komme gerade nach einem mehrwöchigen Aufenthalt mit Badeurlaub, Safari, Mombasabesuch und Buschtouren aus Kenia und kann nur berichten, dass es in den Touristenzentren und auf den Safaris absolut ungefährlich ist. Daher halte ich es auch für meine Pflicht hier mal einiges richtigzustellenViele scheinen nicht zu wissen, wie weit die Unruheherde von Mombasa und der Süd-Nordküste entfernt sind. Nairobi liegt auf dem Landweg ca. 680 km entfernt und nach Eldoret sind es ca. 800 km. Alle diese schrecklichen Bilder, die täglich in den Medien kursieren stammen aus den Westprovinzen. In Eldoret, Naivasha, Kisumu, Nakuru und auch in bestimmten Ortsteilen Nairobis gibt es diese bedauernswerten Ausschreitungen mit vielen hundert Toten und zahllosen Verletzten.
Ich reise seit mehr als 25 Jahren nach Afrika, davon in den letzten 10 Jahren mindestens 1-2 Mal im Jahr nach Kenia. Ich konnte weder bei meiner Ankunft, bei meinem Aufenthalt, noch bei meiner Abreise verstärkte Polizei- oder Militärkräfte ausmachen. Auch die Berichte, Touristen wären in gepanzerten Fahrzeugen im Konvoi zu ihren Hotels gebracht worden entbehren jeglicher Grundlage und sind frei erfunden. Es scheint geradezu ein System hinter allen diesen Negativberichten zu stecken. Wer sich einmal richtig beim Auswärtigen Amt informiert, der wird feststellen, dass es keine Reisewarnung gibt, sondern lediglich eine Reiseempfehlung. Also, wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Ich selbst habe mich wie immer ohne Einschränkungen überall frei bewegt. Auch während der Demonstration in Mombasa war ich in der Stadt. Es war ein ganz normaler Tag, wie ich ihn schon viele Male erlebt habe, die Läden und Märkte waren geöffnet und es herrschte der übliche Verkehr. Einzig die Moi-Avenue mit dem Wahrzeichen der gekreuzten Elefantenstoßzähne war abgeriegelt, weil dort etwa 100 Demonstranten demonstrierten. Bei den beiden toten Kenianern handelte es sich um Demonstranten, die erschossen wurden nachdem sie Polizisten mit Schleudern durch Stahlkugeln schwer verletzt hatten. Ich habe weder ein großes Polizei- noch ein großes Militäraufgebot gesehen. Bei den beiden getöteten Deutschen handelte es sich um einen Makler, der schon lange in Kenia lebt und einen Touristen. Sie wurden allerdings Opfer von Banditen. Der Mord war nicht politisch motiviert.
Das einzigen Probleme, die die Touristenhochburgen haben, sind die ausbleibenden Gäste. Hotels müssen schließen, Menschen verlieren ihre Lebensgrundlage. Am Strand können die Händler und Safariverkäufer keine Geschäfte mehr machen. Das heißt: kein Geld, kein Essen, weiter ansteigende Krankheitsraten, in Folge droht der Tod.
Ich glaube die Situation richtig einschätzen zu können, da ich seit vielen Jahren die medizinische Versorgung der Kenianer für ein paar Wochen am Strand und in den Dörfern sicherstelle. Hierdurch komme ich mit vielen verschiedenen Menschen zusammen und höre neben ihren Wehwehchen auch ihre Alltagssorgen und Nöte. Sie können überhauptnicht verstehen, warum nur noch so wenige Touristen Kenia besuchen.
Ich appelliere daher auch an die Medien, sich in der oft sensationsgeilen Berichterstattung zurückzuhalten und die Wahrheit zu berichten, um den bereits entstandenen Schaden für Kenia und das kenianische Volk nicht noch zu vergrößern.
Wer also plant nach Kenia zu reisen und /oder bereits gebucht hat, sollte reisen. Es besteht derzeit wirklich keinerlei Gefahr in den Touristenzentren und auf Safaris, auch wenn dem oft wider besseres Wissen widersprochen wird.
Euer Mganga -
Jambo Jordan26!
Ich freue mich, wenn ich dazu beitragen konnte Deine Bedenken und Sorgen bezüglich einer Keniareise abzumildern oder gar zu zerstreuen. Ich hoffe es lesen noch viele meinen Bericht und reagieren genauso positiv wie Du. Nimm die Einladung Deines Freundes an und genieße eine schöne Zeit in Kenia. Ich selbst fliege auch wieder Ende August / Anfang September für mehrere Wochen hin.
Kusikia si kuona na kihooko kiunaga uta mugeete .
(Hören ist nicht sehen und die Wahrheit ist stärker als Waffen.)Hakuna matata na kwa kuonana
Mganga
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Jambo Mganga,
auf so einen Bericht wie Deinen haben wir gewartet! Viel zu lange! Meine Familie und ich wir halten auch an unseren Reiseplänen fest. Wir haben letztes Jahr dieses schöne Land besucht und werden es bald wieder tun.
Solche Berichte sind mir glaubwürdiger, da Du sie auf der Basis Deiner eigenen Erlebnisse und Erfahrungen geschrieben hast. Nix ist schlimmer, als schlecht recherchierte Stories aus der Ferne, wie sie täglich durch die Medien gehen.
Asante sana!
Gruß Spidernet
