Zahlungsmittel Brasilien, was ist am besten?
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Hallo Jenny,
wie Wolfgang freue ich mich auch über jeden neuen Brasilienbegeisterten
.Ich finde es immer so schlimm, wenn sich viele durch die Vorurteile von einem wirklich interessanten Land und sehr liebenswerten Menschen abhalten lassen.
Ich hoffe, wir schaffen es im nächsten Frühjahr auch wieder
.LG
Andrea -
@maximax: Ich muss sagen, ich habe gleich in der zweiten Nacht in Salvador eine eher unangenehme Erfahrung gemacht. Wir wurden nachts abgeholt, weil wir sehr früh morgens weitergeflogen sind, und warteten daher am Hotel. Einer aus meiner Reisegruppe und ich sind zum nicht mal 1 Minute entfernten Strand gegangen, der immer noch in Sichtweite des Hotels und anderer Menschen sowie hell beleuchtet war. Trotzdem wurden wir überfallen, besser gesagt ER, der "Täter" schenkte mir null Beachtung (Gott sei Dank!). Meinem Mitreisenden wurde mit einer Waffe gedroht, es stellte sich jedoch als Bluff heraus, denn der Mann hatte gar keine. Die Uhr hat er meinem Mitreisenden trotzdem abgeluchst, denn wir wussten ja nicht, ob seine Drohung mit der Waffe wahr werden konnte oder nicht. Daher muss ich sagen, ich habe die Lage dort unterschätzt, denn ich dachte, vor anderen Menschen und direkt am Hotel passiert so etwas nicht. Nun ja, aus Fehlern lernt man (ich hatte zum Glück überhaupt keinen Schmuck oder Ähnliches mitgenommen).
In Rio z.B. fiel mir gar nichts auf, wir sind aber auch nirgendwo mehr ein Risiko eingegangen.Ich würde mich nun aber auch dadurch nicht davon abhalten lassen, wieder nach Brasilien zu fliegen. Es ist so ein tolles Land und die Mentalität dort hat mir so gut gefallen, ich fühle mich hier in Deutschland gar nicht mehr wohl. g Kann's gar nicht erwarten, Ende September zurückzufliegen!
LG, Jenny
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Jenny,
eine schlimme Geschichte, die Du da erzählst. Nach diesem Schema laufen viele Überfälle in Brasilien ab. Es wird ein Messer oder eine Waffe vorgetäuscht, in der Aufregung kann man als Opfer natürlich nicht erkennen, was dahinter steckt. War das außerhalb von Salvador oder in der Stadt, am Barra Strand? WAr es noch dunkel?
Es kann immer mal so etwas passieren, das kann man nicht ausschließen.
Und es kann jedem passieren, ob man nun aufpaßt oder nicht.Uns ist in sieben Jahren überhaupt nichts negatives widerfahren, außer einer skurrilen Situation, die wir bis heute nicht richtig einschätzen können. In einer "Bar"/Kneipe steht ein Polizist in Uniform neben mir und bittet mich in freundlichem Ton (auf Englisch! sehr ungewöhnlich!), ihm zehn Reais zu geben. Ich frage zurück, warum, wofür. Da sagt er, er hätte Hunger, wolle sich was zu essen kaufen. Gleichzeitig schnallt er seine Dienstknarre ab und legt sie neben sich auf den Tresen. Ein "überzeugendes Argument" oder reiner Zufall? (Ich neige heute zu letzterem, konnte das aber damals nicht einschätzen). Ich sage: Bestellen Sie sich, was sie wollen, ich zahle. Er machte es gnädig, bestellte sich ein kleines Sandwich und eine Cola. Und wir unterhielten uns weiter angeregt.
Dazu muß man wissen, daß normale Streifenpolizisten den Mindestlohn verdienen, der lag damals wenn ich mich recht erinnere bei R$ 200,00, also ca. € 80,00 (nach heutigem Kurs).Ich finde es toll, daß Du Brasilien trotz dieses Erlebnisses die Treue halten wirst.
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Dieser Vorfall ist genau am Barra Strand passiert, ja! Morgens um ca. 3:00 Uhr und es war demnach noch dunkel. Ich habe ja auch Mitschuld, denn im Nachhinein ist es natürlich dumm gewesen, dorthin zu gehen. Die gestohlene Uhr war uns auch egal, denn wir waren froh, dass nichts Schlimmeres passiert war.
Im Übrigen erfuhr ich vor Kurzem von einer Bekannten, dass ein Freund von ihr hier in Deutschland nachts überfallen und brutal zusammen geschlagen wurde - nur mal so der Vergleich, passieren kann einem das auch hier (wie man ja leider auch immer öfter in den Nachrichten hört), nicht mehr nach Brasilien fliegen würde ich wegen so etwas nicht! Die positiven Erlebnisse überwiegen deutlich, dieses war das einzige negative Ereignis, was ich zu berichten habe.
Demnach habe ich auch überhaupt keine Bedenken, im September wieder dorthin und auch wieder nach Salvador zu fliegen! -
Ja, auch in unserer Stadt passieren wöchentlich Überfälle auf Touristen.
Die haben mitunter ein paar Biere zu viel getrunken und sind dann Zielscheibe für bestimmte "Spezialisten", die sie zusammenschlagen und ausrauben. Ich schäme mich innerlich, wenn ich mal wieder lese, daß ein Chinese oder ein Japaner Opfer geworden ist. Mit welchen Eindrücken fahren die Leute nach Hause?!Wir sind etwas weit vom Thema abgwichen, Jenny. Hoffentlich werden wir nicht zur Ordnung gerufen.

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Ein Nachbar hat mir vor kurzem erzaehlt, dass er, unterwegs als Tourist einer in einer Reisegruppe in Wien, von einem Mann als "Neger-Asylant" beschimpft wurde, als er gerade in den Dom gehen wollte. Er kann Deutsch verstehen und meinte nur am Schluss seines Berichtes: Dumme und boese Menschen gibt es ueberall auf der Welt.
Und ich sage: Diebe und ******** auch.
Zusatz zur Person des Nachbarn: Einer der wenigen erfolgreichen schwarzen Rechtsanwaelte, in einem Land in dem es auch Rassismus gibt - Brasilien! Und in Barcelona wurde ihm schliesslich der Geldbeutel aus der Tasche gestohlen ...

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Ich konnte mit der Postbank Sparcard problemlos Geld abheben, und das kostenlos, bis zu 10 mal pro Kalenderjahr und Karte.
Strände in Touristengegenden sind in der Nacht off limit, außer sie sind Teil einer Anlage und werden rund um die Uhr durch bemanntes Personal bewacht. Will man trotz aller Warnungen eine Strandspaziergang machen, so sollte man auf jeden Fall etwas Kleingeld (10 Reais) mitnehmen, damit man etwas zum hergeben hat.
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Hallo,
gerade von einer 3-Wochen-Rundreise zurück kann ich berichten, dass die Postbank-Sparcard ideal war. Es gibt sogar mehr Visa-Automaten als angekündigt. Teilweise sogar in Supermärkten. Oft waren 2 x 600 Reais die maximale Auszahlsumme. Wieder zuhause nahm unsere Hausbank übriggebliebene Scheine -außer 2 Reais- zum Umtausch an.
Gefährliche Szenen haben wir nicht erlebt, lags an "keine Armbanduhr, kein Schmuck, keine teuren Klamotten, keine sichbare Kamera!"?
Gruß Victor -
@Victor: Das ist neu, bzgl. dem Geldruecktausch in D. Bislang war mein Kenntnisstand, dass in D nur die Zentralbank Reais zuruecknimmt. Also um so besser!
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Hoy tudo mundo,
habe vor 20 Jahren für mehrere Jahre in Rio gelebt - damals habe ich Dollars tagesaktuell bei "doleiros", also Schwatzmarkt-Händlern, deren Kurse allerdings ganz offiziell in den Tageszeitungen standen, getauscht.
Gibt es den "Dolar parallelo" und die entsprechenden Ver/Ankäufer noch?
Und nehmen die gar Euro?Ciaozinho,
Botafogo11
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Hallo, ich fliege dieses Jahr auch noch nach Brasilien und wollt mal hören wie ihr das im Moment mit dem Geld seht. Dollars sind ja nicht wirklich beliebt, also am besten gleich zu Hause lassen? Von Reiseschecks halte ich nichts, sicher sind aber Kredit und EC Karte mit dabei, doch wie schauts mit dem Bargeld für die Ersten Tage/Stunden aus?
Genug Euro mitnehmen und die bei der Reiseleitung vor Ort tauschen (machn die so etwas da auch?) oder hier in D schon die Landeswährung besorgen? Mein Hotel ist das Iberostar Bahia, will dann aber auch noch viel. nach Rio, gibts im Bahia einen Geldautomaten, oder wo ist da der nächste bzw. muss ich die Frage im passenden Hotel- Beitrag Posten?Gruß
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Geldautomaten und Wechselstuben gibt es in Salvador am Flughafen und in Praia do Forte; Geldumtausch im Hotel mit Sicherheit sehr ungünstig - und Dollars sind nicht nötig - wozu auch - dann musst du zweimal tauschen.
LG
Andrea -
Jep,
so haben wir es auch gemacht. Direkt nach der Ankunft am Flughafen den ersten Geldautomaten angesteuert und mit der EC-Karte Geld gezogen.
Praia do Forte verfügt über genügend Geldautomaten,- manchmal auch etwas versteckt- so befindet sich einer z. Bsp im Eingangsbereich der örtlichen Jugendherberge. Und wenn der erste nicht geht, nicht verzweifeln, der nächste tut´s dann
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Danke, damit habt ihr mir sehr weitergeholfen, werd das dann auch so tun, paar Euros mitnehmen und dann vor Ort ziehen.
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Was mir so spontan einfällt, wie is denn da drüben eigentlich die Stückelung der Geldscheine. geht um folgendes: Wenn ich am Automaten z.B. am Flughafen Geld ziehe und dann ja ins Hotel fahre ist das erste Trinkgeld im Hotel ja eigentlich für den Kofferträger, soweit auch kein problem und im Urlaub schon mit eingerechnet, aber wenn ich nun nur große Scheine am Automaten bekommen, hab ehrlich gesagt keine Lust ihm gleich z.B. 10 US Dollar zu geben, also vom Wert her.
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Glaub ich, daß die keine Euro in Real tauschen. Allerdings, was das bringen soll, vorher in Dollar zu tauschen, das erschließt sich mir nicht. Da hast dann ja zweimal den Kursverlurst. Klar kannst Dollar mitnehmen, wenn noch welche zu Hause liegen. Aber extra zu tauschen, das ist völliger Unfug. Da gibts nur mehr ganz, ganz wenige Länder (Jemen, ev. Äthiopien wenn kein Flug über Addis, Zimbabwe fallen mir spontan ein) wo das anzuraten und erforderlich ist, aber sicher nicht in Brasilien.
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Nee nee, das mit den Dollar hat sich ja schon erledigt, Euros hab ich so immer dabei, egal wo ich hin fliege.
Dollar war eben nur als Bsp für ne Währung genannt, weils da ja auch ein Dollar Noten gibt und das für trinkgeld ja optimal ist, da kannste immer kleine Scheine rausgeben. -
Also, wie ein paar Vorredner schon geschrieben haben, ist es am einfachsten, wenn man mit der Maestro Card (SparkassebCard) einfach an den Geldautomaten abhebt. Das ist am günstigsten und am sichersten. Wobei man erstmal sich daran gewöhnen muss, dass man die Karte zwei Mal in den Geldautomaten schieben muss
Man bekommt dann auch eine Quittung mit.
Ansonsten kann man mit Kreditkarten auch zahlen. Hier ist beliebter die VISA-Card, wobei man den Unterschied zu Master nicht deutlich erkennen kann. -
Überflüssiges Zitat entfernt!
@Jesla:
Hallo,
in Brasilien ist der real die Landeswährung und mit Euro kann man gar nichts anfangen, aber auch mit US Dollar kommt man nicht weit. Vorsicht, abends kann man an Geldautomaten nur sehr geringe Beträge (ca. umgerechnet 30 Eur) abheben, denn es gab zu viele Entführungsfälle, bei denen die Entführten zu Bargeldabhebungen gezwungen worden sind. Kreditkarten wie Visa und Mastercard werden überall akzeptiert - auch bei kleineren Beträgen. Brasilien ist recht teuer geworden und ich habe immer 200-300 Reais in bar bei mir gehabt. Also, mein Tipp: Vor Ort etwas Bargeld tauschen und den Rest mit Kreditkarte bezahlen.