Kleine Warnung - Side
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Hallo zusammen,
... es ist immer wieder schön und tröstlich zugleich, zu erleben, wie viele Touristen auf die gleiche Masche hereinfallen, die natürlich nicht nur in Side oder der Türkei abläuft. Auch in anderen Ländern (z.B. Tempel in Ägypten)
passieren die gleichen Geschichten - Tag für Tag!Ich arbeite jetzt seit die 5. Saison für einige Wochen pro Jahr in der Nähe von Side und höre diese Geschichten immer wieder von den Gästen. Immer die selbe Masche - da lernt man gern von den "Kollegen".
Wenn man sich allerdings vor Augen führt, dass ein guter Kellner umgerechnet etwa 200 EUR im Monat verdient, dann wird klar, wie gefährlich es ist, wenn auch nur jeder zweite angesprochene Tourist 2 oder gar 5 EUR gibt. Auf diese Weise verdienen diese Menschen deutlich mehr, als würden sie einem regulären Job nachgehen.
In derartigen Situationen, aber auch beim Einkaufsbummel in der Altstadt von Side gilt: sich auf keinerlei Gespräch einlassen; am besten funktioniert's, wenn man dem Gegenüber nicht einmal in die Augen schaut ... auch wenn es uns aufgrund unserer Erziehung schwer fällt so unfreundlich zu reagieren. Diese Vorgehensweise hilft, ungestört zu bleiben und vor allem: die Preise nicht zu versauen.
Ich finde es prima, dass so viele user euer Erlebnis zur Kenntnis nehmen und sich hoffentlch beim nächsten Türkei-Besuch auch daran erinnern .. und sich dann entsprechend verhalten!
Allen einen schönen Abend und eine gute Zeit.
Viele Grüße von der trüben Nordseeküste
Andreas
02.05. - 15.06.08 Robinson Club "Pamfilya"
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Hallo,
was ist denn so schlimm daran? Die Leute betteln ja nicht. Und unfreundlich sind die meisten ja auch nicht.
Wenn mir eine Leistung (Auskunft, Erklärung, Führung) angeboten wird, kann ich ja selbst entscheiden ob ja oder nein. Wenn ja, wird auch eine Gegenleistung erwartet.
Ist, glaube ich, in allen südlichen Ländern so ziemlich normal, nach eigenen Erfahrungen ganz besonders in Ägypten und Tunesien.
Und 1 oder 2 Euro auf den Gesamtreisepreis bzw. den Taschengeld Etat gerechnet, wieviel Promille sind das?
Vielmehr nerven mich da die schlecht kopierten Aldi Schilder an den Marktständen.
Gruß
Dieter -
@ DNAN
Hallo,
... ich glaube, dass du die Situation falsch einschätzt!
Es geht aus meiner Sicht sicherlich nicht darum, ob das eigene Reisebudget durch die 1, 2 oder auch 5 EURO belastet wird. Nein, es geht darum, dass durch derartige Einnahmequellen das gesamte Gehaltsgefüge völlig durcheinander gerät.
Mir ist aus anderen Quellen bekannt, dass diese "Touriführer" zwischen 20 und etwa 50 EUR (!) am Tag verdienen. Nun setze das bitte einmal in Relation zu einem durchschnittlichen Angestelltengehalt von 200, 300 oder auch 400 EUR im Monat. Da stimmt doch etwas nicht, oder?
Viele Feierabendgrüße von der Nordsee
Andreas
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@cat
Was soll da nicht stimmen?
20 - 50 EUR bei einer 5Tage Woche
machen 400 bis 1000 im Monat.
Was ist mit den Taxifahrern die dich vor "ihren" Geschäften abladen, den Reiseleitern, die dir einen "Extratip" für besonders preisgünstige Geschäfte geben.
Was glaubst Du was die an Provision machen?
Andersrum: wieviele Rentner , Studenten machen nebenbei touristische Führungen in DE für ein "kleines Trinkgeld" fernab von Finanzamt und Sozialversicherungspficht.
Ai endet nun mal an der Hoteltür, nur leider die AI Mentalität einiger Leute nicht.
Eine kleine (unaufdringliche) Gefälligkeit verdient m.E. auch eine kleine Aufmerksamkeit. Dabei mache ich mir keine Gedanken wieviel derjenige pro Tag verdient.
Ich glaube, das nennt man Angebot und Nachfrage bzw. Marktwirtschaft.
Gruß
Dieter -
und ich glaube hier ist eher betrügerische absicht und täuschung im spiel,marktwirtschaft ist wenn ich jemanden etwas verkaufen will und dies ihm auch sage, das problem besteht doch eigentlich darin, daß unbedarfte urlauber kalt erwischt werden und versuchen, aus einer nicht von ihnen gewollten sondern provozierten situation in einem fremden land unbeschadet davonkommen wollen, nur deswegen bekommt er überhaupt etwas! so einfach ist marktwirtschaft nicht! die colagang vom strand in sousse, die nelkenfrauen von palma ecetera pp lassen grüßen!
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Meiner Tochter und mir wurde in Antalya auch ein Angebot gemacht :
Der Herr wollte uns mit seinem Wagen zu den diversen Sehenswürdigkeiten fahren. Kosten für diese und jene Tour ..... Euro.
Wir haben natürlich dankend verzichtet. Tsssss......
Der Hammer an der ganzen Geschichte war, dass er uns seine (selbst erstellte) Visitenkarte überreichte.
Name, Handynummer und darunter POLIZEIKOMMISAR !!!
Wir konnten nur noch grinsen, aber ich kann mir vorstellen, dass ältere Leute darauf reinfallen. So was weckt ja bei manchen doch Vertrauen. -
Weißnix schrieb:
das problem besteht doch eigentlich darin, daß unbedarfte urlauber kalt erwischt werden und versuchen, aus einer nicht von ihnen gewollten sondern provozierten situation in einem fremden land unbeschadet davonkommen wollen
Ganz genau so isses!
Wir wurden auch mal in Hammamet von einem 'netten' Menschen herum- und schließlich in ein finsteres Gewirr von Gassen hereingeführt, und nur die nackte Angst brachte uns dazu, ihm ein Trinkgeld zu geben.
Von der eigenen Freundlichkeit ausgehend, wie wir bei uns einem Touri
den Weg zeigen oder mal schnell irgendwohin begleiten, sind wir dort leider
reingefallen!
Ist Jahre her, passiert uns nie wieder!
Führt aber auch dazu, dass man ungewollt misstrauisch wird.
Schade eigentlich!
Von daher: Danke für den Tip!Gruß
Moody -
DNAN wrote:
Wenn mir eine Leistung (Auskunft, Erklärung, Führung) angeboten wird, kann ich ja selbst entscheiden ob ja oder nein. Wenn ja, wird auch eine Gegenleistung erwartet.Hallo DNAN,
uns wurde diese "Leistung" leider nicht angeboten. Wir wurden in diese Situation ungewollt verwickelt. Hätte ich sofort gewusst um was es geht, hätte ich selbst entscheiden können, ob ich mich darauf einlasse und ob ich gewillt bin, für diese Führung zu bezahlen.
Letztendlich wollte ich jedoch möglichst unkompliziert aus dieser Angelegenheit raus kommen. Und hier liegt wohl der Fehler...
Es schafft leider ein gewisses Misstrauen gegenüber denen, die wirklich ernsthaft an einer kleinen Unterhaltung mit dem Touristen interessiert sind. Und das finde ich sehr, sehr schade. Denn zukünftig werde ich mich wohl nicht so unbefangen auf ein Gespräch einlassen und dankend aber bestimmt ablehnen.
Liebe Grüße
Clauwei
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Wir waren in Side bei den Ruinen des Amphietheaters. Dort waren mehrere Kinder unterwegs, die kleine Fähnchen mit der türkischen Fahne dabei hatten. Ein Junge drückte mir ungefragt ein Fähnchen in die Hand. Als ich mich auf türkisch bedankte, verlangte er einen Euro. Eigentlich hätte ich ihm die Fahne zurückgeben sollen, aber er tat mir dann doch leid und ich gab ihm das Geld. So sieht man aber, wie eine Familie zu einem guten Nebenverdienst kommt.
Schöne Grüße und immer wachsam bleiben.
Verena
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Ich fände es schön, wenn damit einer Familie helfen würde.
Es scheint aber so zu sein, dass eine Art Mafia hinter den Aktionen steckt. Selbes gilt scheinbar auch für die Frauen mit den Kindern, die an einigen Ecken betteln.
Ich habe selbst schon oft beobachtet, wie die Kinder und Frauen, so bald sie etwas Geld kassiert haben, zu einem abgedunkelten PKW (Meist kleinbusses der Transitklasse) gehen und dort das Bare abliefern.
Ich habe mich auch schon mal mit einheimischen darüber unterhalten. Die sagen auch, dass es eine "Bettelmafia" ist.Folgede "Methoden" sind mir persönlich aufgefallen:
Fähnchen mit Türkeisymbol
Wage um Körpergewicht zu ermitteln (vorwiegend in Antalya)
Kinder die unbedingt die Schuhe putzen wollen
Frauen mit Kindern im Arm (wenn man denen ein Brot oder etwas anderes essbares in die Hand drücken will, lehnen sie ab oder werfen es sofort fort!)Schönen Urlaub!!
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Wenn ihr nicht wollt das Kinder auf die Strasse betteln gehen dann gebt bitte nichts! Die Türkei hat schon ein, für seinen Standart, gutes Sozialsystem und es braucht niemand zu betteln.
Wie schon erwaehnt ist es meistens eine 'Bettelmafia'- gibt es auch in Deutschland- die insbesondere auf Touristen aus sind. -
Tröste Dich Clauwei, das kann jedem mal passieren. Gut, dass Du Deine Erfahrungen hier ins Forum gestellt hast.
Vorneweg: Ich habe in der Türkei viele schöne Erlebnisse gehabt. Die Gastfreundschaft der Türken in den 80er und 90er Jahren war aufrichtig und herzlich. Sicher trifft das auch heute noch in manchen Gegenden zu. Leider haben (zu) viele Touristen das ausgenutzt, heutzutage wird die Gastfreundschaft sicher nicht mehr ganz so freigiebig gewährt. Schade, aber verständlich.
Allerdings liegt mein „Touri-*******-Versuch“ auch schon ein paar Jährchen zurück. Damals war ich mit einer Freundin in Fethiye. Der Zufall wollte es, dass meine kleine Schwester spontan ebenfalls einen Türkeiurlaub gebucht hatte und im selben Ort war. Leider in einem anderen Hotel. Wir hatten vereinbart, dass wir sie zum Mittagessen abholen. Es irritierte uns etwas, dass hinter ihrer Liege ein Türke saß. Er hätte sie wohl angesprochen, wollte aber trotz eindrücklicher Ablehnung nicht das Weite suchen. Und eins muss ich sagen: Meine Schwester ist bei solchen Sachen sehr direkt und nicht miss zu verstehen... Als wir dann zum Essen gingen, folgte uns der Typ. Im Restaurant setze er sich mit an unseren Tisch. Wir gaben ihm zwar zu verstehen, dass seine Anwesenheit nicht erwünscht war, aber leider verstand er uns nicht – haha... Andere Tische waren nicht frei, wir konnten uns also auch nicht umsetzen. Essen geordert, gefuttert, den Typen ignoriert – uns war klar, was dann kommen musste: Sein Essen stand mit auf unserer Rechnung. Tja, wir sind zwar blond, aber nicht blöd – sein Essen haben wir nicht gezahlt. Das durfte er dann ganz allein mit dem Wirt ausmachen. Von da an hatte meine Schwester übrigens Ruhe vor ihm...

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von der Bettelmafia hab ich im Fernsehen auch schon genug gesehen. die "armen" Mamas sitzen in den Ecken mit dem Baby eingewickelt im Arm (bei uns war es auch schon mal eine Puppe, bis oben hin eingewickelt) und einen traurigen Blick aufgesetzt und die Hand auf...
als wir dann allerdings nichts gaben und schon weiter weg waren, wurde das Bündel zur Seite gepackt und Mama streckte sich erstmal...
da es dann auch schon spät war und wir auf unserem Heimweg waren, konnten wir wieder beobachten, wie das abgedunkelte Auto vorgefahren kam und Mama einstieg...
das alles war übrigens auch in Side -
Haben im letzten Urlaub auch Bekanntschaft mit einem der Herren gemacht, als wir vom Voyage Sorgun Select am Strand auf dem Weg nach Side waren.
Immer freundlich abwimmeln diese Herren!!!
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Hallo Clauwei,
danke für deinen Beitrag. Wir besuchen jedes Jahr mal die Ruinen in Side, wenn wir dort Urlaub machen. Solche Typen haben wir bisher noch nicht kennen gelernt. Allerdings was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden. Aber ich habe die Sache leider noch nicht so ganz verstanden. Ihr habt eine "Führung" bekommen, von der ihr nichts wusstet bzw. die ihr nicht gewünscht habt und ihr habt anschließend Geld dafür bezahlt. Warum das? Wurdet ihr denn von dem Typen irgendwie "bedroht" und zur Zahlung gezwungen, ansonsten hättet ihr doch dann eigentlich ganz einfach davon gehen können und ihm einfach nichts geben.
Grüßle pikascho -
.....
ich habe ja schon so einiges gehört.....aber das ist ja auch nicht schlecht.
ich reise seit 17 jahren in die türkei und war im letzten jahr mit meinem sohn in antalya essen.....in einer dönerbude
habe mir auch nix bei gedacht,das da keine karten mit preisen liegen.
wir haben jeder ein dönerteller und jeder 2 cola gehabt.
wir haben umgerechnet 34 euro bezahlt
also man muss immer wieder aufpassen.
war etwas enttäuscht
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:?
uns ist letztes Jahr das gleiche passiert, genauso wie es am anfang dieses themas beschrieben wurde. Wir glaubten auch dass er uns nur freundlich was erklären will...naja sie leben nunmal vom Tourismus.
Von uns hat er inklusive Karte 4 € verlangt. war jetzt nicht so viel aber es hat uns trotzdem sehr geärgert vor allem, weil er dann auch sehr böse und agressiv geworden ist und uns gedroht hat.
Wir wollten nur noch unsere Ruhe haben und deshalb haben wir ihm dann die 4 € gegeben... -
Auch in Antalya kann man auf diese Masche reinfallen.Wir wurden letztes Jahr auch von einem freundlichen jungen Mann angesprochen,ob er uns einwenig über die Altstadt erzählen und was zeigen soll.Es soll auch nicht lange dauern.Ich muß zuerst einmal sagen es war schon sehr interessant was wir in der kurzen Zeit zu sehen und zu hören bekammen ,vielleicht auch einiges was wir sonst gar nicht gesehen hätten.
Aber der Hammer kam natürlich -er wollte für seine Dienste bezahlt werden.
In bester Urlaubslaune gab ich ihm 10 € und der "Bandit" sagte mir noch es ist eigentlich zu wenig.Ich Dussel gab ihm dann noch 5€ -und da habe ich mich erst richtig geärgert das ich ihm auch noch was gegeben habe.Dies hat mir den Ausflug nach Antalya dann so richtig vermiest.Aber ich war ja selbst Schuld aber in diesem Jahr werde ich in Side bestimmt nicht auf diese Wegelagerer reinfallen.
Für mich wäre es ja nicht ganz so schlimm was zu bezahlen, aber diese Touristenabzocke ärgert mich sehr.