Sicherheit durch ägyptische Polizei
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@Xantippe: Dass ich in solchen Ländern keine deutschen Verhältnisse auffinden werde, ist mir schon klar. Das war ja auch lediglich auf die Polizei bezogen. Was für Vorstellungen haben denn die ägyptischen Länder von der Polizei? Oder fühlt ein Polizist sich überhaupt dazu berufen, Opfern (egal welcher Art) zu helfen?
Warum stellt die Regierung Polizei ein? Es muss doch irgendwie auch in so einem armen Land sichergestellt werden, dass Polizei für Ordnung sorgt.Wenn die Polizei die Touristen offensichtlich anbettelt, ist doch klar, dass sie dann ihre Autorität verlieren....
Lg Tanja
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Der letzte Anschlag war am 24.04.06, nur mal so zur Info.
Hab mir jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen, falls dies schon jemand geschrieben hat, sorry.
Tanja2108 wrote:
Durch die diversen Anschläge in den vergangenen Jahren (auch wenn das alles schon länger her ist), habe ich mich irgendwie immer ein wenig unsicher gefühlt.Lg
Tanja -
Hallo Hugo,
Auszug aus der Seite des auswärtigen Amtes:Seit Mai 2006 hat es keine Anschläge oder andere ausländerfeindlichen Gewaltakte gegeben. Dennoch können weitere Anschläge nicht ausgeschlossen werden.
Und genau das ist der Punkt, der mich stört: weitere Anschläge können nicht ausgeschlossen werden...
Wie gesagt, vielleicht übertreibe ich in der Hinsicht. Aber es ist mein persönliches Empfinden. Es ist schon richtig, dass überall was passieren kann, aber ich denke, dass in bestimmten Ländern die Wahrscheinlichkeit einfach etwas höher ist.Und zwischen dem Anschlag in Luxor damals 1997 und dem nächsten Anschlag lagen doch auch einige Jahre...
Lg
Tanja -
...Anschläge in Deutschland können ebenfalls nicht ausgeschlossen werden. Wanderst Du jetzt aus?

Erinnere Dich mal an die diversen Anschlagsversuche hierzulande... :? -
Eine Terrorwarnung des Auswärtigen Amtes gilt weltweit.
Und wenn man mal die Warnungen für Grossbritannien oder für das stets als friedliches Reise-Paradies verklärte Thailand liest, klingt das auch nicht toll.Was die ägyptische Polizei angeht: Ägypten ist ein armes Land mit einem aufgeblähten, mies bezahlten und hochkorrupten Beamtenapparat. Ausserdem ist es ein Folterstaat, in dem politisch unliebsame Personen gern mal auf unbestimmte Zeit in Gefängnissen verschwinden (natürlich ohne ordentliche Gerichtsverhandlung).
Auch die USA nutzen Ägypten, um Leute verschwinden zu lassen, natürlich ist dabei auch Polizei und/oder Militär im Spiel.Soll da da ausgerechnet der kleine schlechtbezahlte Streifenpolizist ehrlich und korrekt sein?
Die Ägypter leben - wie die Mehrheit der Weltbevölkerung - täglich mit diesen Zuständen und sind dem System im Zweifelsfall hilflos ausgeliefert, während es für uns maximal um eine geklaute Handtasche geht.
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Hi,
Alexa´s kurze Schilderung der politischen Zustände in Ägypten ist leider traurige Wahrheit. Der Vorfall auf dem Plateau (wenn er sich denn so abgespielt hat) ganz bestimmt nicht der Normalfall. Auf die Nachweise, dass ägypt. Polizisten ebenso bestechlich seien, wie russische und deshalb mit der "Taschenräubermafia" gemeinsame Sache machen, warte ich noch. "Belegtes insiderwissen" ist nun wahrlich kein stichhaltiges Argument. Jeder kleine Polizist hat Angst vor Beschwerden und um seinen Arbeitsplatz, er kann es sich einfach nicht leisten, Touristen gegenüber abweisend zu sein. Oft genug habe ich beobachtet, wie Polizei Einheimische behandelt hat, die Touristen gegenüber zu aufdringlich wurden (dass dafür anschließend ein Bakschisch erwartet wurde, ist ja selbstverständlich.) Auf einer Ägyptologenseite habe ich soeben gelesen:
" ...Am 19.05.08 abends beobachtete ich an der Cornich in Luxor, dass einer der allgegenwärtigen Geheimpolizisten einen jungen Ägypter aus reiner übler Laune zusammenschlug. Nur weil dieser sich dort auf eine Bank gesetzt hatte und auf seine Gäste wartete.- Wie sich herausstellte, war ihm dies durchaus erlaubt. Auf seiner ID Karte war als Beruf Tour Guide eingetragen..."
Auch in Gizeh tummelt sich jede Art von Polizei, wie berittene "Kamelreiter" in weissen Uniformen, dunkelblaue Geländewagen und die unverdächtigen, meist schwarz gekleideten gutaussehenden jungen Männer des Geheimdienstes mit ihrern Schulterhalftern.
Angst braucht man also an touristischen Orten in Ägypten wahrlich nicht zu haben.
LG chepri
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chepri wrote:
........Angst braucht man also an touristischen Orten in Ägypten wahrlich nicht zu haben.LG chepri
Über diese Brücke gehe ich nicht Chepri, die ist stark vom Einsturz gefährdet.
Gibt einfach zu viele radikale Gruppen die es ganz gezielt auf Touristen abgesehen haben.Und nix gegen die Burschen auf Ihren Kamelen, aber wenn ich eine Schweinerei planen würde könnten die mich nicht abschrecken .
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Hallöchen,
ich wiederhole mich bereits, aber es sind in den letzten 10 Jahren z.B. in SPANIEN mehr Anschläge verübt worden, als in Ägypten. Zudem gab es dort mehr Tote.
Gilt nun SPANIEN auch als gefährdetes Land?? Natürlich NICHT. Es liegt ja um die Ecke und ist nicht arabisch.
Wenn man Deutschland als ausländischer Tourist betrachtet, könnte man wegen den Rechtsradikalen (natürlich keine Anschläge, aber Zusammenschlagen ist auch nicht ohne) auch Sorgen um seine Gesundheit haben.
Welches Land ist auf der Welt wirklich hundertprozentig sicher? Ich kenne kein Land, welches mir dies GARANTIEREN würde.
Nur meine Meinung.
Gruß
Hubert -
Hallo zusammen
In jedem (guten) Reiseführer steht geschrieben,dass in Ägypten für die kleinste Kleinigkeit ein Tip erwartet wird.
Das fängt doch schon am Flaughafen bei den Kofferträgern an und zieht sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Berufskategorien.
Das einige sich aufregen, dass sich vereinzelte Polizisten erlauben,auch ein kleines Stück vom Touristenkuchen haben zu wollen,sagt mir zum einen,dass der Reiseführer nicht oder nicht richtig gelesen wurde.
Zum anderen,das es durch die deutsche Mentalität anscheinend unmöglich und unvorstellbar ist,das Polizisten sich so verhalten. Ich möchte nicht wissen wieviel korrupte Polizisten in unserem Land Ihren gefährlichen Dienst zum Schutze der Allgemeinheit tun,die eventuell von irgendeiner Seite gedeckt werden.
Nur mit dem Unterschied,SIE können mit ihrem Gehalt gut leben.Wer in ein islamisches/arabisches Land fährt um dort Urlaub zu machen,sollte sein deutsches Biedermann Verhalten für diese Zeit auch zu Hause lassen,und versuchen sich einfach den Gegebenheiten ein wenig anzupassen. Man soll es nicht glauben,aber dann klapt es auch mit den dort lebenden Menschen.
Ich möchte hiermit(deutsches Biedermann Verhalten) keinen persönlich angreifen,sondern meinte es allgemein.
Wer im Vorfeld schon verspannt und voller Ängste dorthin fährt,bekommt ein völlig falsches Bild und wird es auch anderen so mitgeben.
Denkt daran,Urlaub ist zum relaxen, nicht zum verspannen.LG
Werner -
Hallo Werner,
ich gebe dir Recht: Ich bin auch schon vor meinem Urlaub leicht angespannt nach Ägypten geflogen. Ob das so richtig war ist fraglich. Aber ich hatte im Vorfeld nur positives gehört und war ja auch gespannt, wie mir das Land gefällt. Und ich finde die Geschichte dieses Landes absolut interessant. Die Pyramiden zu sehen war ein Traum von mir.
Mit dem TIP bin ich gut klargekommen. Mich hat es auch nicht gestört, dem Personal ab und zu ein wenig Geld zu geben. Für uns sind das ja Peanuts.
Dennoch muss ich (leider) sagen, dass ich mich halt unwohl gefühlt habe.
Ich möchte hier keine schlechte Werbung für Ägypten machen. Es ist wie gesagt ein sehr schönes Land mit einer tollen Geschichte und sehr freundlichen Menschen.
Ich denke, es kommt daher dass es halt "anders" ist als hier in den europäischen Ländern. Der Mensch ist hatl ein Gewohnheitstier...Lg Tanja
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Und somit bestätigt sich eigentlich wieder, dass es tatsächlich so ist: entweder man liebt dieses Land mit all seinen Facetten.....oder man fährt eben nie mehr dort hin.
Und das muss eben jeder für sich so entscheiden und ist absolut akzeptabel, oder?lg Xanti

