Flugzeug der Spanair in Madrid verunglückt
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Aktuelle Meldung:
Madrid (dpa) - Ein Flug in den Urlaub auf Gran Canaria wurde zur Katastrophe: Bei einem missglückten Start sind am Mittwoch auf dem Flughafen von Madrid nach Behördenangaben mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere wurden schwer verletzt.
In inoffiziellen Berichten war sogar von mehr als 100 Toten die Rede. Ob sich Deutsche unter den Passagieren befanden, war zunächst nicht bekannt. Nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin hat die deutsche Botschaft in Madrid Kontakt zu Spanair aufgenommen, um näheren Aufschluss zu bekommen.
Zu dem Unglück war es gekommen, als ein mit 164 Menschen besetztes Flugzeug der spanischen Gesellschaft Spanair über die Landebahn hinausschoss, in Brand geriet und zerschellte. Nach Medienberichten hatte ein Triebwerk Feuer gefangen.
Laut Flugplan sollte die Spanair-Maschine mit den Flugnummern JK 5022 und LH 2554 um 13.00 Uhr vom Großflughafen Barajas der spanischen Hauptstadt abheben. Wie die Zeitung "El Pais" berichtete, wurde ein erster Start wegen technischer Probleme abgebrochen. Gegen 14.45 Uhr geschah beim zweiten Startversuch die Tragödie.
AnzeigeDer Flughafen wurde sofort für den gesamten Verkehr gesperrt. Wenig später wurden die Starts und Landungen in eingeschränktem Umfang wieder aufgenommen. Die Einsatzleitung rief die höchste Alarmstufe aus. Um den Einsatz zu koordinieren, trat ein Krisenstab zusammen. Dutzende Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge rasten zum Unglücksort. Über der Einsatzstelle stand weithin sichtbar eine riesige Rauchsäule.
Am späten Nachmittag berichteten Medien von nur etwa 30 Menschen, die aus dem brennenden Flugzeug gerettet worden seien. Alle befänden sich in kritischem Zustand. Viele von ihnen wurden in eine nahe gelegene Klinik mit Spezialabteilung für Brandverletzungen gebracht. Unter den 164 Insassen der zweistrahligen Maschine waren neun Besatzungsmitglieder. Nach der Passagierliste sollen auch zwei Babys an Bord gewesen sein.
Die Krankenhäuser in Madrid wurden sofort nach dem Unfall aufgefordert, Betten zur Verfügung zu stellen. Einige Hospitäler entließen daraufhin Patienten mit leichteren Erkrankungen, um Platz zu schaffen.
Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero unterbrach seinen Urlaub und flog nach Madrid zurück.
Die Fluggesellschaft Spanair, die in der Star Alliance unter anderem Partner der Lufthansa ist, befindet sich seit geraumer Zeit in schweren wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die skandinavische Muttergesellschaft SAS hatte vergeblich versucht, einen Käufer für das kränkelnde Unternehmen zu finden. Zur Zeit ist Spanair dabei, fast ein Drittel ihrer Beschäftigten zu entlassen und das Streckennetz zu reduzieren. Das am Mittwoch verunglückte Flugzeug war nach Medienberichten 20 Jahre alt.
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Paul-UH wrote:
Grund der Ursache wäre natürlich gut zu wissen, aber das wird dauern. Vllt. zu schwer ?Hallo,
also mit Gründen werden sich alle seriösen Experten zurückhalten müssen. Ziemlich sicher war die Maschine aber nciht zu schwer, denn da hätte auch schon der Sprit für den Rückflug mit an Bord gewesen sein müssen um eine Überladung zu erreichen, und das würde ich eher ausschließen.
Gruß
Berthold
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curiosus wrote:
Wie die Zeitung "El Pais" berichtete, wurde ein erster Start wegen technischer Probleme abgebrochen. Gegen 14.45 Uhr geschah beim zweiten Startversuch die Tragödie.DAS finde ich ganz schlimm. Bedeutet ja wohl, dass sicher Vielen eh schon mulmig war...
Ich stell mir dann immer die Angehörigen vor, die am Flughafen stehen, ihre Lieben abholen wollen, und plötzlich verschwindet der Flug von der Anzeigetafel

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Ist sie denn grad auf dem Weg dort runter? Ich hätte nen Herzinfarkt bekommen :?
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Erstmal möchte ich unbekannterweise allen Betroffenen mein Beleid aussprechen, schlimm, wenn jemand aus dem Familien- oder Freundeskreis bei diesem Unglück Angehörige zu beklagen hat !
Ich selbst habe keinerlei Flugangst, ganz das Gegenteil ist der Fall (zumal ich als Jugendlicher bzw. mit 18 selbst Ambitionen hatte, in Richtung Kampfpilot bei unserer Armee zu gehen, hatte sich zum Glück alles zerschlagen).
Meine Frau hingegen hat unwahrscheinlich viel Angst im Flugzeug.
Fliegen ist für sie kein Genuß, sie kann nichts dafür, sie hat beim Fliegen immer ein mulmiges, sehr unruhiges Gefühl.
Und da kann ich ihr 100 mal erklären, daß wir bei unseren Touren mit dem Auto viel öfters verunglücken könnten - trotzdem, da fühlt sie sich viel sicherer.
Problem ist eben nur, daß dann für sie Flugreisen eigentlich nix mit Entspannung zu tun haben, sondern immer nur unter Anspannung stattfinden.
Das war immer schlimm, wo wir die langen Touren nach FL gemacht hatten, dazu dann noch der jetlag - eigentlich sollte so kein Urlaub anfangen und enden.
Ich hatte manchmal das Gefühl, das sie nur meinetwegen diese Flugstrapazen auf sich nimmt.Heute fliegen wir nur noch selten und haben trotzdem schöne Urlaube.
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Was mich am meisten irritiert, die Maschine hatte eine Stunde vor dem Unglück schon einen Startversuch abbrechen müssen.
Danach waren wohl noch Techniker dran. Beim nachfolgenden 2. Startversuch hat ein Triebwerk Feuer gefangen, was eigentlich nicht weiter tragisch ist. Die Maschine soll kurz abgehoben haben und dann aus geringer Höhe abgestürzt sein. Spekulation her oder hin, das mit den zwei Startversuchen soll wohl stimmen. Die armen Paxe, wahrscheinlich durften sie nach dem ersten Startabbruch nicht mal aussteigen.
Ansonsten wären wohl einige nicht nochmal eingestiegen. -
Wirklich schlimm, hab ne dicke Gänsehaut bekommen

Ich denke bei so etwas auch immer zuerst an die Angehörigen, die vllt noch gar nicht mitbekommen haben was passiert ist (hab es ja auch erst gerade eben gesehen).
Mir ging es im letzten Jahr (September) mit dem Absturz in Thailand so. Ich wusste nur das eine Kollegin von mir genau um diese Zeit auf Phuket landen sollte. Ich kannte natürlich weder eine Flugnummer noch die Airline mit der sie flog. Mir war ganz anders und ich saß vor dem TV wie gefesselt. Kurze Zeit später kam dann der erlösende Anruf von einer anderen Kollegin. Meine Kollegin war ca. 10 Minuten vor dem Absturz sicher gelandet und hat das ganze Unglück gar nicht richtig mitbekommen.Mich bewegen solche Unglücke immer sehr, da will eine Familie endlich in den wohlverdienten Urlaub starten und kommt dort niemals an

Ich fliege nächste Woche auch in den Urlaub, angst habe ich keine. Ich fliege sehr gern und mach mir auch nie Gedanken über eventuelle Abstürze. Aber wenn sowas kurz vor dem eigenen Flug passiert, dann denkt man beim einchecken wahrscheinlich schon einmal mehr an das was passieren kann.
LG PüLo
PS: RTL berichtete gerade das wohl mind. 2 Deutsche an Board waren!?
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Der Flug wurde ja in Codeshare mit LH angeboten....von daher nicht unwahrscheinlich!
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Schlimm, unbekannterweise auch mein Beileid.
Soetwas kann, aber sollte in Europa (und natürlich im Rest der Welt auch) nicht geschehen.Der Vergleich mit dem Kühlschrank hinkt, oder bringst Du diesen alle zwei Wochen zur technischen Überprüfung. Wenn ja, sollte und darf auch dort nichts passieren. Das soll nicht heißen, dass jemand geschlammpt hat, auch wenn es verdächtig ist, dass die Maschine vorher schon Probleme hatte und nochmal zurück zum Check musste. Gerade dann darf dies NICHT passieren.
Der Vorfall könnte beispielsweise auch durch Vogelschlag entstanden sein, Vögel ins Triebwerk, Flammen, nicht mehr genug Schub, kein Start.
Doof

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LH bestätigt 4 Deutsche

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Laut n-tv hatten 7 Passagiere ein LH Ticket, 4 davon kommen aus Deutschland. Näheres ist noch nicht bekannt
Mein Mitgefühl gehört allen Betroffenen und deren Angehörigen.Sabine
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Man kann sich über die sehr gemäßigten Reaktionen seitens der HC-Userschaft nur wundern und gleichzeitig freuen.
Ich möchte nicht wissen, was hier wieder für ein Auflauf stattfinden würde, wenn es sich um eine türkische Gesellschaft handeln würde.
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Hallo,
Betroffenheit und Beileid auch von mir.
An der ganzen Geschichte stört mich aber vor allem auch noch das journalistische Armutszeugnis, das wieder einmal von N-TV abgegeben wird. Der werden Experten aus der Schublade gezogen wie sonst nur Kaninchen aus dem Zylinder. Der werden versucht den Reportern vor Ort Dinge in den Mund zu legen und jegliche noch so kleine dramatische Möglichkeit wird nicht ausgespart.
Aktuell wird in der Art darüber berichtet, daß ein Flugzeug der Spanair vor eine spanische Flagge kopiert wurde und aus dessen Tribwerken schießen ebenso absurde Flammen heraus. Tiefer kann man eigentlich kaum noch in der Berichterstattung sinken. Fürchte aber, daß es dennoch geht.

Nicht zu ertragen ist, wenn man über Stunden die immer wieder gleichen und völlig nichts aussagenden Bilder kommentieren muß und dabei einen völligen Unsinn redet. Da wird von Reportern die Spantax, mal kurz mit der Spanair verwechselt und viel anderer Schrott verbreitet.
Bilder von dem damaligen Unglück des Air France A340 in Toronto werden mit dem Kommentar versehen, daß bei einer Explosion praktisch keine Rettungsmöglichkeiten für die Passagiere besteht. Komisch nur, daß es damals nur ein paar wenige Leichtverletzte gab. Ich kann mich damals auch an ein Live Textband des Senders erinnern, auf dem Stand doch tatsächlich: Alle geretteten Passagiere befinden sich in Sicherheit.
Ja, das ist der Journalismus in der heutigen Zeit. Bilder und Kommentare, die jeden, der auch nur etwas Flugangst hat, in die Krise treben. Reporter die zu jubilieren scheinen, wenn es ihnen gelingt aus einer möglichst sicheren Quelle noch mehr Tote zu vermelden.
Trotz allem wird man einmal abwarten müssen worin die Ursache letzten Endes lag. Bis dahin brauchen wir uns auch mit irgendwelchen Vermutungen nicht beschäftigen. Denn zum jetzigen Zeitpunkt, und da wiederhole ich mich, kann kein seriös arbeitender "Experte" etwas konkretes sagen. Allerhöchstens können die ein oder anderen Möglichkeiten ausgeschlossen werden.
Warten wir es einmal ab und lassen nach einiger Zeit die guten Journalisten und Fachleute sprechen.
Gruß
Berthold
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Dazu muss ich sagen, das ich eine Weile ntv verfolgt habe und dass die befrageten Experten nicht schlecht waren. Beide Befragten haben immer wieder die Frage zu hören bekommen. Warum/woran/wieso.....
Beide sagten immer das es noch viel zu früh für eine Aussage ist und dass zum jetzigen Zeitpunkt absolut keine Angaben darüber gemacht werden können aus welchen Grund auch immer es zu diesem Unglück kam.
Jetzt alles irgedwie wiederzugeben wäre etwas viel, aber die Beiden waren jedenfalls sachlich und haben keinen Blödsinn erzählt.
Gruss