Berichtet RTL parteiisch über die Türkei!?
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NexaLotte wrote:
Peter Kloeppel ist vor ein oder zwei Jahren als Nachrichtenjournalist des Jahres ausgezeichnet worden (Chef RTL aktuell) . Ich würde die Kompetenz was er in seine Sendungen nimmt oder auch nicht mal weniger in Frage stellen.Dazu sage ich nur folgendes:
Die Onur Air ist zweimal in Folge, ich meine es war 1992 und 1993, als bester und zuverlässigster Airbus Betreiber weltweit, ausgezeichnet worden. Zu diesem Zeitpunkt war die Gesellschaft auch Airbus Ausbildungsbetrieb!
Soviel zu den gerne einmal zitierten Ehrungen und deren partischem Wert.
Gruß
Berthold
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@NexaLotte
Ein Armutszeugnis FÜR den Türkischen Staat. Die Verhaftung ist in meinen Augen vollkommen danebengegriffen. Auch bin ich in KEINSTER Weise ein Türkei- Jünger , noch nie gewesen. Berichterstattung egal von wem ist legitim und erwünscht.
Die Türkei ist kein Land in dem ich meinen Urlaub verbringen möchte und das seit sehr vielen Jahren schon. -
Eben eslipart, deshalb verstehe ich hier die Aufregung nicht so ganz. Es wird in jedem Land angekreidet. Aber es geht hier ja explizit um die Türkei wenn ich das richtig verstanden hab.
Nur ..... wenn irgendwo Missstände sind, ist das doch richtig wenn darüber geredet wird, Egal von wo. -
Das mit der Touriabzocke ist bestimmt in jedem Urlaubsland so. Aber es ist doch schon auffällig, dass im TV (bei welchem Sender auch immer) meistens nur über die Türkei oder evtl. noch über Ägypten berichtet wird.
Gegen die Geschäftspraxis des Touristennepp wollen sie nun ja angeblich vorgehen. Der Bericht wurde aus der Türkei auch nicht kritisiert, soweit ich das verstanden habe.

Lg
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Tja, aber dann wurden Journalisten verhaftet.
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Hallo!
Also ich finde es auch nicht gerecht, dass man ein Land (hier: Türkei) schlecht macht, weil es unterschiedliche Preise für Touris, aus diesem Land kommende und Einheimische gibt!
Das ist nun mal so und wir würden, wenn wir könnten, es auch nicht anders machen! In geringem Maße gibts das bei uns mitten in Deutschland nämlich auch, nennt sich: räumliche Preisdifferenzierung!Auch finde ich es nicht in Ordnung sich anzumaßen über die ANGEBLICH verhafteten Journalisten in Verbindung mit Pressefreiheit in der Türkei zu sprechen! Außer man weiß es genau! Bis jetzt hat hier jeder nur von "vermutlich war das so" gesprochen...
vlg caro
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Unterschiedliche Preise für Einheimische und Touristen gibt es wohl überall. In einem gewissen Rahmen mag es ja auch ok sein. Die Türkei ist allerdings ein Extrembeispiel und übertreibt masslos - in einem Land, wo der durchschnittliche Verdienst eines einfachen Hotelangestellten € 200 - € 500 (im günstigsten Fall) beträgt, umgerechnet € 4,35 für eine Cola am Kofferband am Flughafen zu verlangen, ist einfach nicht ok. Genausowenig ist es ok, in Antalya als Einstiegspreis für eine nachgemachte Edeljeans mit ein bißchen Strass € 180,- zu verlangen und sie letztendlich für € 30,- zu verkaufen. Oder für eine gefälschte D&G - Handtasche erst € 1000,- zu verlangen und sie schlussendlich für € 20,- zu verkaufen und dem Kunden dabei noch ein schlechtes Gewissen einzureden, daß die Familie des Verkäufers jetzt hungern muss... Sein Geschäft hat der Händler sicherlich gemacht - sonst würde er die Ware nicht zu dem Preis herausrücken. Insofern fand ich den RTL - Bericht über die unterschiedlichen Preise für Touristen und Einheimische schon gerechtfertigt und realistisch. Die Bentour - Geschichte ist eine andere Baustelle - da mutmaße ich auch, daß dort ganz bewusst ein wenig mehr Dramatik hineingebaut wurde als es letztendlich wirklich gab.
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Hallole,
@sina : genau meine Meinung!!
Ich war jetzt in Europa schon in den unterschiedlichsten Zipfeln und auf den entlegensten Flughäfen unterwegs - aber so etwas ist einfach zuviel des guten!!
Komme gerade aus Kroatien - auch ein Land an der Schwelle zur EU.
Da meine Lebensgefährtin Kroatin ist haben wir das unabhängig von dem jetzigen RTL Bericht gerade letzte Woche in Split mal ausprobiert: ich geh in den Laden und will eine gute Dose Aijvar kaufen und ein Brot für abends.
Hab dafür 30 Kuna gezahlt – umgerechnet ca. 4 €.
Sie dann in den Laden -auf kroatisch bestellt und auch 30 Kuna bezahlen müssen.

Für mich bleibt dann das Fazit: Schöne Strände gibt es am Mittelmeer sehr viele - dann meide ich eben solch interessante Ziele wie die Türkei da ich dann leider die Tour - ******* im Hinterkopf habe.
Übrigens - am Flughafen Split kostet eine Cola 13 Kuna (ca. 2 €) und ein Bier 0,5 ltr 18 Kuna (ca. 2,50 €)
Grüßle Ralf
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Sina, so ganz in Ordnung ist das nicht; zumindest nicht in der EU. Bulgarien musste vor dem Beitritt ein Gesetz verabschieden, das unterschiedliche Preise für Bulgaren und EU-Bürger verbietet. Das wäre sonst nämlich eine Diskriminierung von EU-Bürgern. Natürlich wird das Gesetz in der Praxis nicht unbedingt streng befolgt, aber theoretisch müsste es so sein.
Gruß
Manfred
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Klar, theoretisch müßte es so sein. Ich habe Verständnis dafür, wenn z. B. Restaurants und Geschäfte in exponierter Lage (z. B. an ausgesprochenen Touristenattraktionen und am Flughafen) etwas teurer sind. Schließlich zahlen die Betreiber dort auch eine höhere Miete für ihre Betriebe. Wenn ein Einheimischer dort dann etwas weniger als ein Tourist für eine identische Ware bezahlt, ist das zwar ärgerlich, angesichts der sehr unterschiedlichen Verdienstverhältnisse m. E. noch zu akzeptieren. So etwas passiert in sehr viele Ländern - ob es nun in Venedig am Markusplatz, rund um die Kathedrale von Palma de Mallorca oder sonstwo ist. In Parkhäusern auf Teneriffa sind die unterschiedlichen Preise sogar ausgewiesen: Am günstigsten ist es für die Einheimischen, danach kommen die Residenten und am meisten zahlen die Touristen, die keinen festen Wohnsitz auf Teneriffa nachweisen können. Allzugroß sind die Preisdifferenzen da aber nicht.
Problematisch wird es erst, wenn masslos übertrieben wird und man z. B. für 2 Sishas und 2 Cay mal eben € 20,- bezahlen soll (so geschehen vor einem Jahr bei den Wasserfällen in der Nähe von Antalya) und zunehmend Mondpreise fernab von jeder Realität von den Urlaubern verlangt werden.
Natürlich hängt in den Geschäften und vor allem auf den Basaren der Preis auch sehr viel vom eigenen Verhandlungsgeschick ab. Einheimische sind das Verhandeln nun einmal eher gewohnt als Urlauber. Verständigungsprobleme entfallen, sie haben auch bessere Vergleichsmöglichkeiten und wissen eher, welcher Preis für eine Ware realistisch ist und welcher nicht. Das ist gegenüber Urlaubern natürlich auch ein entscheidener Vorteil

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Die von Sina aufgeführten Beispiele Markusplatz Venedig etc. ließen sich beliebig fortsetzen. Wer zum Besispiel mal in CDG zwischengelandet ist, kennt diese horrenden, auch durch höhere Vorkosten nicht zu rechtfertigenden Preise für Essen und Getränke. Diese ******* gibt es also überall auf der Welt. Daß für solche Negativbeispiele immer die Türkei herhalten muß, ist meines Erachtens Ausdruck einer in der deutschen Bevölkerung tief verwurzelten Antistimmung gegen alles türkische (und islamische). Da fallen solche Berichte wie von RTL auf fruchtbaren Boden.
Es gehört zwar jetzt nicht direkt zum Thema, aber ich möchte nicht wissen, welche Haßtiraden hier mal wieder aufgetischt würden, wenn das Flugzeugunglück von Madrid einer türkischen Gesellschaft passiert wäre.
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Tja, maximax, mit unbewiesenen Behauptungen und wilden Vermutungen kann man natürlich auch Stimmung machen.
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Bulgarienfan, Bulgarienfan, in welcher Welt lebst Du?
Daß es in der deutschen Bevölkerung ein telweise offenes, teilweise unterschwelliges Riesenpotential an Aversion bzw. teilweise schon Haß gegen alles türkische gibt, kann ja wohl niemand bestreiten. Den von Dir geforderten Beweis könntest Du Dir selber besorgen, wenn Du Dich mit Deinen Mitmenschen aus den verschiedensten Gesellschaftskreisen, also nicht nur ein paar toleranten Zeitgenossen, über dieses Thema unterhalten würdest. Offenbar tust Du das nicht, denn sonst könntest Du nicht ein derart naives Statement abgeben.