Rezessionsängste?
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Wenn es Dir hilft, lieber Privacy, Du warst in diesem Fall überhaupt nicht gemeint...
Ich denke nicht, dass Du zu dem kleinen Kreis gehörst, die fundiert über Themen und Abläufe und Hintergründe aus der Welt der Reisebüros Auskunft geben können.
Dazu dürfte selbst Dir jeglicher Background fehlen!Fest steht, dass hier oft Fachwissen gefordert ist- und das brauchen wir in einem Forum mit dieser Reichweite und unserem selbst gesetzten Anspruch.
Genau das liefert unsere "Reisebüro-Fraktion" den Usern als Hilfe!
Captain wie auch Berthold sind dazu Gallionsfiguren, sie machen einen tollen Job.
Und nun sollten wir besser zum Thema zurück kommen, das hat mit unserem kleinen OT-Paket nichts zu tun...
@Manfred : Danke für den Beitrag, genau das ist der Punkt... -
@bulgarienfan
Man kann das so sehen, gilt aber sicherlich für etliche Bereiche im Miteinander.Gruß privacy
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Auch wenn ich es nur ergoogelt habe, die Pressemitteilung des Bundesministerium für Wirtschaft gibt nicht unbedingt Anlass zum Frohlocken:
Ihren Vorjahresstand unterschritten die Auftragseingänge in der Industrie im Zweimonatsdurchschnitt (Oktober/November) kalendermonatlich um 22,4 %. Die Auslandsaufträge lagen um 26,4 % und die Inlandsaufträge um 17,9 % unter dem Vorjahresniveau.
Quelle und ganzer Text: Klick
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Hallo Chepri,
sicher richtig, doch was das je nach Branche für Folgen hat ist auch nicht unbedingt identisch. Wir haben hier im Ort einen Maschinenbauer, der anfang des letzten Jahres darunter gestöhnt hat, daß er erstens keine Fachkräfte bekommt, und daß er zweitens absolut nicht weiß, wann er seine Belegschaft überhaupt in den Urlaub schicken soll.
Für den werden 20 % Minus im Auftragseingang ein Segen sein! Zumal ja dadurch nicht belegt ist, wann sich dieser Auftragseingang praktisch auswirken wird. wenn er beispielsweise ein halbes Jahr Vorlauf hat, dann merkt dieser Unternehmer dies fürhestens in 2010, oder noch später. Mit dem Erfolg, daß dann wieder ein normales Arbeiten möglich ist. Bis es zu Entlassungen käme wäre dann sicher noch ein langer Weg, der sicher noch ein weiteres Jahr dauern würde.
Also alles eine Frage, wen es wie und wann trifft. Nicht zu vergessen, daß viele Arbeitsverträge in der heutigen Zeit recht flexibel sind. Denn hierbei haben beide Seiten dazugelernt und die Krise wird uns sicher weniger treffen, als dies noch vor wenigen Jahrzehnten der Fall gewesen wäre.
Gruß
Berthold
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maximax wrote:
...und da sollen vor allem die Erwerbstätigen keine Rezessionsängste bekommen!By the way: Wie will man sonst zu Informationen kommen, wenn nicht über die alte Frau Gugel?! Intelligent eingesetzt, liefert sie auch intelligente Ergebnisse.
Hallo,
ersetze bitte "intelligente" durch "interpretierbare" dann paßt das besser zu meinem Beitrag.
Übrigens kam gestern gerade ein Bericht über zwei Firmen, die händeringend neues Personal suchen. Weiß aber nicht merh wo das war. Ich meine RTL.
Gruß
Berthold
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Jeder User hier wird positive Einzelfälle kennen oder über solche berichten können. Diese Beispiele beinflussen aber nicht bundesweit und nachhaltig die Wirtschaft !
Es geht vielmehr um eine Gesamtentwicklung der Wirtschaft. Wie und welche Folgen die weltweite Finanz-und Wirtschaftskrise letztendlich haben wird, ist derzeitig noch völlig offen.
Beispiel: Gerade erst in den letzten Tagen und Wochen haben in ganz Deutschland zahlreiche Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. Die direkten Folgen, wie beispielsweise ein Rückgang der Kaufkraft, ist erst in einigen Monaten (Frühjahr) zu spüren.
Insgesamt ist die Finanz-und Wirtschaftskrise bei den Konsumten noch nicht angekommen - wie auch. Aber leider wird sie viele Verbraucher treffen.
Wo letztendlich der Verbraucher seine Ausgaben reduziert, ist auch noch nicht abzusehen. Scheinbar bisher nicht in der Touristbranche, aber bereits nachhaltig in der Automobilbranche.
Ein Blick in die Entwicklung verschiedener Branchen ( 3-Monats-Betrachtung) zeigt sehr unterschiedliche Ergebnisse.
Erst im Frühjahr/Sommer 2009 werden wir die Dimension der Krise erfahren. Die Prozesskette ist lang und somit zeigen sich die Auswirkungen immer zeitversetzt.
Gruß
Hans
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Also, ich kann mich auch mit den von ADEgi gemachten Aussagen nicht anfreunden und finde auch die Zahlen von Chepri eher realstisch. Evtl. ist es bei dem von ADEgi genannten Maschinenbauer so – evtl. bezahlt er aber auch so, dass man durch den Staat aufstocken muss und er findet deshalb keine Mitarbeiter. Uns zu Beiträgen in RTL sage ich jetzt mal lieber nichts.
Hier bei uns merkt man die Auswirkungen schon sehr. Kurzarbeit bei Daimler. Viele Firmen haben über die Feiertage 3 Wochen zu gemacht, was sonst nicht der Fall war. Sehr viele Leiharbeiter wurden entlassen etc. Bei vielen Firmen ist nicht sicher, wie es weitergeht. Viele verdienen nicht mal genug um zu Leben, obwohl sie 40 Stunden die Woche arbeiten gehen und müssen vom Staat bezuschusst werden.
Auch bei uns wurden letztes Jahr einige 1 Euro-Hilfskräfte eingestellt. Die haben sich alle mächtig ins Zeug gelegt, keiner wurde übernommen. Die wurden nur ausgebeutet.
ADEgi, freu Dich, dass Du nicht in so einer Lage bist und Du weiterhin viele Reisen verkaufen kannst, aber es gibt auch andere, die davon betroffen sind und denen vorzuwerfen sie würden „pessimistische Jammen“ ist leicht, wenn man selbst nicht betroffen ist.
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Ein kleiner ergoogelter Nachtrag:
Nicht nur die Auftragseingänge sind dramatisch zurückgegangen, sondern auch mit den Ausfuhren geht es steil bergab:Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, wurden im November 2008 von Deutschland Waren im Wert von 77,1 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 67,4 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren waren damit im November 2008 um 11,8% und die Einfuhren um 0,9% niedriger als im November 2007.
Quelle und mehr dazu: Klick
Vorbeugend möchte ich anmerken, dass es meiner Meinung nach auch nichts hilft, dass im Zeitraum Januar - November 2008 insgesamt gesehen die Ausfuhr gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch im Plus ist, vermutlich wird es im Gesamtjahresbericht anders aussehen.Und dass viele Leute verunsichert sind, was ihre persönliche Zukunft angeht, kann ich gut nachvollziehen.
chepri
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fvw wrote:
Trotz Finanzkrise wollen die Abonnenten des Internet-Reise-Newsletters ( XXX = Name aufgrund der Forenregeln gexxt, sorry. ) im ersten Halbjahr 2009 ähnlich viel für Reisen ausgeben wie 2008. Das fand das Unternehmen durch eine Umfrage heraus, an der sich 6146 der etwa 2,2 Mill. europäischen Abonnenten aus Großbritannien, Deutschland, Spanien und Frankreich beteiligten. 95 Prozent der Befragten planen mindestens eine Reise und wollen dafür insgesamt knapp 5,3 Mrd. Euro ausgeben.Am wenigsten lassen sich die Deutschen von der aktuellen Wirtschaftlage beeindrucken. Sie planen die höchsten Ausgaben pro Person und Reise: durchschnittlich 656 Euro. Dahinter folgen die Spanier (559 Euro) und die Franzosen (537 Euro).
Die Studie beleuchtet auch das unterschiedliche Buchungsverhalten der einzelnen Länder. Deutsche und britische XXX-Abonnenten planen am weitesten voraus und wollen ihre Reise bereits drei Monate vor Beginn buchen. Die spanischen Leser hingegen geben an, dass sie lediglich vier Wochen im Voraus buchen.
Quelle: FVW-News vom 09.01.09
Viele Grüße.
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CaptainJarek,
auch Du willst es offenbar nicht begreifen. Es geht hier nicht um "Einzelschicksale", sondern um die Gesamtentwicklung der deutschen Wirtschaft in den nächsten Monaten und Jahren und, davon abhängig, um die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.
Du wirst es nicht glauben, aber es gibt außer der zur Zeit noch recht gut dastehenden Reisebranche auch noch andere, viel wichtigere Branchen in der Wirtschaft. Und wenn die nicht florieren und zehntausende arbeitslos werden oder in Kurzarbeit gehen, dann hat das Einfluß auf das Geschäft der Reiseunternehmen.
Das ist das logischste auf der Welt! -
Ich habe doch nur völlig wertungsfrei eine Nachricht eingestellt.

Glaubt mir, ich verstehe die Zusammenhänge.

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Hallo,
also wenn ich richtig gelesen habe, dann geht es hier doch um die Rezession und ob darum weniger gebucht wird. So war die Eingangsfrage und genau dazu passt doch Captains Info. Zumal diese Umfrage ja wohl kein Einzelschicksal abbildet.
Und nein: Es geht sogar nur um die Reisebranche!
Schon vergessen? Reiseforum? Frage ob Urlaub wegen der Rezession storniert wurde, oder gar nicht gebucht wurde?
Gruß
Berthold
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Ich verstehe nur eines nicht so recht: Irgendwo hat es doch geheißen, dass zumindest die Sommersaison 2009 schon so gut wie gelaufen sei (positiv). Zwar glaube ich auch, dass durch die verlockenden Frühbucherangebote und bisher kaum spürbare Auswirkungen der Finanzkrise auf die Allgemeinheit sehr viele Buchungen stattgefunden haben, aber im Zitat von CJ heißt es:
95 Prozent der Befragten planen mindestens eine Reise
Wieso planen die erst und antworten nicht "Wir haben schon gebucht"
chepri
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Hallo chepri,
- Europaweite Umfrage
- Fragestellung
Wenn nach der Planung gefragt wird spielt es keine Rolle, ob die Reise schon gebucht ist, oder noch nicht. Auch eine gebuchte Reise ist natürlich eine geplante Reise.
Gruß
Berthold
Außerdem:
CaptainJarek wrote:
Die Studie beleuchtet auch das unterschiedliche Buchungsverhalten der einzelnen Länder. Deutsche und britische XXX-Abonnenten planen am weitesten voraus und wollen ihre Reise bereits drei Monate vor Beginn buchen. Die spanischen Leser hingegen geben an, dass sie lediglich vier Wochen im Voraus buchen. -
Nimm doch mal Dich persönlich. Wenn Du eine Reise im Juli 2009 unternehmen möchtest, dann sagst Du doch auch: "Ich plane eine Reise für Juli 2009."
Wenn Du diese Reise schon im Dezember 2008 gebucht hättest, dann sagst Du doch auch: "Ich plane eine Reise für Juli 2009 ( und ich habe diese Reise sogar schon gebucht. )"Viele Grüße.
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wie chepri schon sagte, sind auch meines Wissens nach aber für Sommer 2009 auch schon sehr viele Angebote ausgebucht.
Das hat mir zumindest eine Freundin erzählt die ein Reisebüro besitzt. (Sie wollte mich dadurch nicht zu einer Buchung drängen,unser Urlaub war zu diesem Zeitpunkt schon gebucht
)Also kann es ja so schlimm nicht sein,oder?