5* Baustelle! - Kann man stornieren?
-
Danke @CapitainJarek, als lag ich ja nicht so ganz verkehrt mit meiner Kritik.
Und natürlich sind mir die Unterschiede (Händler,Produzenten) bekannt.
Aber "Händler" sind die RB's ganz, ganz bestimmt. Ein RB der kein Händler ist, wird niemals ein erfolgreiches RB sein - oder ?
Und wie soll es realistisch klappen fragst du. Wofür habt ihr einen Verband ? Noch wichtiger, welche Macht haben denn die Verbundgruppen und Kooperationen. Schwach - ?
Ja dann würde ich aber was unternehmen.
Es gibt Branchen da bestimmt der Handel "wohin der Zug fährt"
Gruß
Hans
o.k. alles OT, sorry
-
Es gibt nicht nur einen Verband, es gibt viele. Meiner Meinung nach bestehen die Jungs und Mädels da komplett aus suboptimal brauchbaren Vertretern der jeweiligen Zunft. ( ! ... und das ist nur vorsichtig ausgedrückt ).
Und wofür sollten sich die Kooperationen und Verbundgruppen denn einsetzen? Sich - wie es sich für einen Handel gehört - für eine stärkere Position des Vertriebs einsetzen?! Schön wär´s, aber dafür haben die alle nicht "die Eier in der Hose" ... nicht zuletzt auch deswegen, weil Reisebüro eben nicht Händler sind. ( Sie sind´s tatsächlich nicht! Ganz, ganz bestimmt nicht!
)
Und als Handelsvertreter hängen die meisten viel zu sehr am Rockzipfel des Handelsherren. Das Hemd ist einem da oft näher als die Hose ... selbst wenn absehbar ist, dass es ökonomischer Schwachsinn ist sich einem Produzenten so anzubiedern.Auch bei uns in der BRD gibt´s Büros die selbst bestimmen wohin der Zug fährt und wo Veranstalter glücklich sein müssen, dass sie überhaupt die Ehre haben dort vertrieben zu werden. ( Du müßtest Mal ein Gespräch zwischen mir und einem Veranstalter z.B. in Form eines Außendienstmitarbieters erleben. Da kannst Du Dir glatt Eiskonfekt und Popcorn holen soviel Spaß würde es Dir machen ... dem Außendienstler übrigens regelmäßig weniger. )
Aber diese Büros sind - höchstens - bei 5% von der Gesamtmenge anzusiedeln. Der Rest kann oder will nicht.Viele Grüße.
-
@CaptainJarek Sowas kenne ich genügend.
Aber nochmals, in vielen Handelsbereichen führen die Händler inzwischen die Regie und nicht die "Lieferanten".
Und deine Kritik an den Verbänden - sehe ich auch so, was man so mitbekommt.
Leider fehlt mir die Information was die "in der Hose haben" - oder dort auch nicht haben. Aber Aktionismus ist eher selten zu erleben. Lieber reagieren die als zu agieren.
Glaube mir, in ähnlichen Situationen waren andere Vertriebsformen auch mal, sie haben sich erfolgreich verändert.
Schönen Abend,
Hans
-
Ich hoffe auch, dass man sich schlussendlich zum Vorteil des Vertriebs und zu Gunsten der "Urlauber"/Verbraucher/Kunden verändert. ( Aber bis dahin wird noch viiiiiieeeel Wasser den Rhein herunterfließen. )
Aber nochmal: Reisebüros sind kein Handelsbereich und Reisebüros sind auch keine Händler. In unserer Branche ist die "Regieführung" deutlich komplexer und komplizierter als im klassischen Produzent/Verkäufer(Händler)-Verhältnis.
Viele Grüße.
-
Für den Konsumenten bietet ihr eine Dienstleistung an. Ihr verkauft und/oder vermittelt eine Dienstleistung. Ihr kauft eine Dienstleistung ein und/oder vermittelt eine Dienstleistung. Damit seit ihr für mich (!) Händler.
Natürlich nicht im juristischen Sinne. Ich denke "Wir haben verstanden".
Ein ganz, ganz kleines bisschen kenne ich mich auch aus. Nur ganz, ganz wenig.
Gruß
Hans
-
@ CaptainJarek:
das freut mich aber sehr, das ich mich endlich mal einer geäusserten Hoffnung von dir zu 95% anschliessen kann ( die fehlenden 5% sind der genannte Zeitfaktor ) !!
Zur Regiefrage: ich kann nicht erkennen das sie überhaupt einer übernehmen will. Derjenige, der sich da mal aus der Deckung wagt: würde er gekreuzigt oder mit Hochrufen überschüttet ?
Gruss Gabriela
-
Weiß ich doch, dass Du dich ein kleines bißchen auskennst. Aber es geht hier nicht um das verkaufen von Koffern oder Sonnencreme ( soll ja manches Büro auch machen ), sondern im Kern um die Vermittlung einer Dienstleistung eines Dritten. Da wird von einem Reisebüro 0,nix eingekauft.
Für einen Laien mögen wir dadurch nach außen zwar immer noch wie ein Händler aussehen ... aber für jemanden der sich auskennst wie Du sollte klar sein:
Wir sind es nicht!Viele Grüße.
-
Nun ja,wenn der Reiseveranstalter sagt das es am 28.12.08 so ist wie es angeboten wird,muss man sich darauf verlassen.Kann ja gut möglich sein das es so ist.Aber ich würde mir auch sorgen machen,bis Januar ist ja nicht mehr lang,würde denn Reiseveranstallter noch mal darauf ansprechen.Vieleicht lässt sich da ja noch was umbuchen,kostenlos natürlich.
-
Ja, natürlich kauft ihr keine Ware ein (Ausnahme Kaffee+Sekt+Cognac für die Kunden, oder gibt es dafür Sponsoren - bestimmt).
Und natürlich ist im Handelsrecht das "RB kein Händler". Aber meine Meinung ist wie sie ist. RB=Händler.
So das ist alles OT. Wir fliegen gleich hier raus. Und dann werden wir noch zum Händler.
Muß jetzt noch einiges arbeiten - schönen Abend Herr Vermittler.
Gruß
Hans
-
UteEberhard wrote:
Schön die vorstehenden Beiträge zu verfolgen und den Abklatsch von Pro+Contra zu lesen.Hier geht es aber eigentlich um viel mehr. Hier geht es nicht um ein RB wie es reagiert hätte, hier geht es auch nicht um Vor-oder Nachteile bei der Buchung über das Internet und hier geht es nicht um kleine und/oder große RV.
Es geht hier um eine (Reise) Branche, um deren Methoden, Vorgehensweise, Taktik, Beschwerdemanagement, Reklamtionsbearbeitung und den Umgang mit dem Gast. Und es geht um die Zuordnung von Verantwortung. Die Prozesskette bei der Buchung beinhaltet diverse Leistungsträger:
Reisebüro/Reisevermittler-Reiseveranstalter-Fluggesellschaft-Incomingagentur-Hotel.
Wer aber fühlt sich wirklich für den Gast verantwortlich. Die bestehenden Gesetze und die gültige Rechtsprechung haben geregelt, wer verantwortlich ist. Aber wer kümmert sich wirklich in diesem Netzwerk um den Gast, wenn Probleme auftreten.
Oftmals benötigt der Reisende schon einige Semester eines Jurastudiums um Aus+Beschreibungen in Katalogen oder im Internet richtig zu bewerten.
Und welcher Reisegast versteht schon immer "die geheime Sprache" in den Reiseprospekttexten.Wird der Gast immer ehrlich und offen aufgeklärt und beraten ??
Schauen wir in eine andere Branche, der Automobilbranche. Man stelle sich vor, in der Automobilbranche würden Manager aus der Touristikbranche arbeiten.
Der Kunde kauft ein neues Auto. Nicht nur neu, sondern auch ein sehr neues Modell, dass erst wenige Tage auf dem Markt ist. Das Auto wird ausgeliefert und dem Kunden übergeben. Der muß leider feststellen, dass das Auto fahrbereit ist, aber einige Funktionen arbeiten noch nicht oder nicht fehlerfrei. Auch stellt er fest, dass bestimmte Austattungsmerkmale die er bestellt hat, sich nicht im oder am Auto befinden. Er reklamiert und erhält von den Managern folgende Antworten:
-
"Man kauft kein ganz neues Modell, da müssen Sie immer mit Kinderkrankheiten rechnen".
-
Die bestellte Austattung X und Y konnten wir noch nicht liefern, dazu ist die Fertigung und damit auch das Auto noch zu neu."
-
"Wir bauen dieses Auto erst seit wenigen Tagen und das Werk ist noch ganz neu, da kann noch nicht alles funktionieren.
Der Kunde staunt, versteht die Welt nicht mehr und erwartet nun umgehend die Beseitung der Mängel. Die Antwort der (Touristik)Manager in der Automobilbranche lautet:
- "Ja wir haben leider unser Servicepersonal noch nicht ausreichend schulen können und einige führen diese Arbeiten zum ersten Mal aus. Andere sind ungelernte Kräfte.
Die Geschichte endet hier. Der Automobilkunde kann seine Mängel und die Ansprüche aus der Gewährleistung bei allen Händlern dieser Marke in ganz Europa anmelden und nicht nur bei dem Händler, bei dem er das Fahrzeug gekauft hat. Und Händler (hier Reisebüro) und Hesteller (hier Reiseveranstalter) fühlen sich gemeinsam (!) für die Bearbeitung der Reklamation verantwortlich. Händler und Hersteller bilden eine Einheit !
Die Kritiker dieser Zeilen werden mir jetzt vorhalten, wer bei einer Buchung "der juristische Vertragspartner ist", sie werden mir sagen, wer der oder die Leistungsgeber sind. Und sie werden aufklären, warum das in der Touristikbranche alles anders ist, warum es nicht so gehen kann, wie z.B. in der Automobilbranche oder anderen Branchen. Und sie werden oftmals den Gast als den Schuldigen ansehen, weil der sich nicht ausreichend vorher informiert hat und bei der Buchungen so viele Fehler gemacht usw, usw.usw.
Das Abschlußargument ist dann die geringe Provisionsspanne der RB's und auch die geringe Handelsspanne der RV's und Hotels.Sorry liebe Branche, dass ist dem Gast egal. Der will nur reisen. Klärt den Gast richtig auf, aber auch was in für 299,- A.I. in der Türkei erwartet oder nicht.
Schöne (Weihnachts)Ferien,
Hans
Sorry falsche Taste gedrückt. Beitrag lieber Administrator kann an dieser Stelle wieder gelöscht werden. Der Beitrag soll bleiben wo er war. Soory, Sorry. -
-
hallo,
da ich auch die Autobranche kenne erläutere ich hier gerne mal den Unterschied.
Der Autohändler hat einen Vertrag mit dem Hersteller. Dieser bestimmt nicht nur was er verkaufen darf und was nicht, sondern auch in welchen Räumlichkeiten dies zu geschehen hat. Da werden alle möglichen Dinge geregelt.
Von der Einrichtungsfarbe, den Fliesen, den Mitarbeiteranzügen, die Öffnungszeiten und was man sich sonst noch so alles vorstellen kann, oder auch nicht. Eine europaweite Garantie ist daher möglich, da der Händler gegenüber dem Hersteller dazu verpflichtet ist diese zu erfüllen. Dafür bekommt der Händler auch entsprechende Zahlungen, die aber auch ganz exakt geregelt sind.
Besonders klasse sind solche Garantieabrechnungen bei denen Stundenlang nach Windgeräuchen gesucht wird und die eigentliche Behebung dann nur fünf Minuten in Anspruch nimmt. Fünf Stunden Arbeit von zwei Mitarbeitern und bezahlt wird dann vielleicht eine halbe Stunde davon!
Übrigens ist bei einem Automobil der Händler auch in der Lage einen Defekt zu erkennen und zu beurteilen. Das ist in der Reisebranche meist nicht möglich, da die Mitarbeiter ja nicht vor Ort sind. Der kUnde kann ja nicht das Hotel aus Ägypten vorbeibringen, damit die RB Mitarbeiter prüfen können, ob der Mangel gerechtfertigt ist. Mit einem Auto geht das und ist auch zwingend so vorgeschrieben.
Der Hersteller bestimmt aber, je nach Marke, aber auch wo der Händler verkaufen darf. Damit kann er auch bestimmen, wer sein Verkäufer ist. Kleines Beispiel aus der Praxis.
Der Händler XY wird von Hersteller Z dazu gedrängt doch endlich ein komplett neues Autohaus auf Kredit zu errichten. XY gibt nach und baut. XY ist aber auch als recht streitbar bekannt und fügt sich nicht immer so Kommentar- und Bedingungslos in alles, was der Hersteller so verlangt. Es passiert folgendes:
Ein halbes Jahr, nachdem der Händler XY das Autohaus gebaut hat, selbstverständlich mit dem geliehenen Geld des Herstellers Z, kürzt dieser Hersteller massiv dessen Verkaufsgebiet. Der Händler XY bekommt finanzielle Schwierigkeiten und muß sein neues Autohaus an einen Markenkonkurrenten verkaufen um nicht in der Pleite zu enden.
Fiktion? Nein ganz brutale Realität. Und hier liegt auch der wesentliche Unterschied. Die Reisebüros in Deutschland dürfen noch zum großen Teil verkaufen und anbieten wen Sie wollen. Sie sind oft nicht abhängig. Dafür kalkulieren Sie die Preise aber auch nicht selbst und müssen nicht in ein eigenes Risiko bei der Reiseproduktion gehen.
Alles ganz wesentliche Unterschiede in der Betrachtung.
Gruß
Berthold
-
@ BarbaraLothar:
ähmm., ich weiss nicht recht, hattet ihr jetzt ein Problem mit einem RB/RV/Hotel oder wolltet ihr die wirtschaftlichen Chancen eines Autohauses eruieren ?
Letzteres wäre hier glaube ich fehl am Platz.
Gruss Gabriela
-
Hallo Berthold,
wie und in welcher Abhängigkeit A-Händler zu A-Hersteller stehen ist mir bestens bekannt. Das die Präsentation klar durch CI+CD Regeln vorgegeben sind, ist ebenso erlebt und bekannt.
Dein Fallbeispiel der Garantieabrechnung ist pauschaliert.
Das der A-Hersteller Vertriebsgebiete abstimmt und wie der weitere Umgang mit dem Händler stattfindet ist natürlich geregelt. Der von dir dargestellte "wirtschaftliche Druck" findet statt. Etwa 10%-15% erreichen die vereinbarten Ziele in einer 3-Jahrefrist nicht und müssen den Betrieb schliessen. Aber 80% sind weiter in ihrem Regionalmarkt präsent. Leider wird dies von dir wieder pauschaliert ohne exakte Zahlen über Erfolge oder auch Misserfolge zu hinterlegen.
Aber die A-Branche ist natürlich hier nicht das Thema, sondern die Erwartungshaltung des Konsumenten und der Umgang mit dem Verbraucher in der Touristikbranche.
Der (reisende) Konsument kennt nicht wie wir die Hintergründe in den einzelnen Branchen, Handelorganisationen oder Vertriebsformen. Er muß diese auch nicht kennen. Der Verbraucher muß nur mit den Ergebnissen leben, wie und in welcher Form einzelne Branchen mit Ihm umgehen und wie sie ihn, den Konsumenten behandeln. Und da gibt es in der Touristikbranche noch erhebliche Reserven !!
Hier bei HC kann man täglich nachlesen, wie Verbraucher in dieser Branche verunsichert werden und Halbwahrheiten präsentiert bekommen usw. Auch du kritisierst zu Recht Angaben wie: Sie fliegen mit einer renomierenten Fluggesellschaft" oder "Flug mit Air Berlin oder vergleichbarer Gesellschaft".
Gerade du kritisierst auch den einen oder anderen Veranstalter oder andere Teilnehmer in dieser Prozesskette - auch zu Recht !Nur das war mein Ansinnen. Es geht nur um den Umgang mit dem realistischen Verbraucher, wie der die Touristikbranche erlebt und leider manchmal erleben muß.
Wünsch dir noch gute Umsätze in den verbleibenden Tagen des Monats und natürlich viele zufriedene Kunden. Das ist sicherlich das Ziel für dein v. Reisebüro. Das Ziel sollten aber alle in dieser Branche haben.
Gruß
Hans
-
UteEberhard wrote:
...... Es geht nur um den Umgang mit dem realistischen Verbraucher, wie der die Touristikbranche erlebt und leider manchmal erleben muß.
......und dieser Umgang ist geprägt von tiefem Mißtrauen gegenüber dem Kunden, wobei die Frage erlaubt sein muß: "Wer lebt eigentlich von wem? Der Kunde von der Touristikbranche oder die Touristikbranche vom Kunden?"