Arbeitslos geworden - deshalb auf Urlaub verzichten ??
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carstenW. wrote:
@brenni2000
ok, wenn dem so ist, kann ich die Meinung bzw. Handhabung dieser Leute sehr gut verstehen u. würde es nicht anders tun. Auch wenn Du das wahrscheinlich nicht nachvollziehen kannst.Kopf schüttel
Erika1 wrote:
Brenni,
Was von der Fachfrau vorher behauptet wurde: 14 Tage Mexiko mit ALG2. Naja. Kann ich mir nur vorstellen, wenn da keine für sie unterhaltspflichtigen Personen sind und man Geld mit Schwarzarbeit verdient. Eltern/Großeltern würden sich wohl eher ablehnen, als dem ALG2-Bezieher einen Luxus-Urlaub zu ermöglichen, oder?Wo das Geld herkommt? Sicher ein großer Teil aus Schwarzarbeit, aber wenn man nachfragt waren es doch immer wieder die lieben Verwandten die diese Reise verschenkt haben. Und es ist keine Behauptung sondern eine Tatsache. Deine Reaktion zeigt mir das ihr das Sozailschmarotzertum ganz schön unterschätzt! Achtung: Auch hier spreche ich niemanden persönlich an!
LG PüLo
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@Brenni + Pueo
nein, nicht Kopf schüttel. Vieleicht haben diese Leute ja noch was anderes im Hintergrund, wo der finanzielle Verdienst höher ist bzw. sie warten noch darauf. Jetzt machen wir uns noch mal nichts vor. Wenn ich paar und sechzig Prozent ALG bekomme bemessen an meinem letzten Beruf u. ich soll dann eine Stelle antreten, wo ich noch weniger verdiene als das jetzige ALG
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Ne oder. Sicherlich ist ALG irgendwann mal vorbei, aber ich denke das muß man dann abwägen ob man noch anderweitig Aussichten hat bzw. wie lange einem noch Zeit bleibt. Genauso gut kann man auch anders argumentieren. Ich nehme den neuen Job an, wo ich weniger verdiene als das ALG u. bin dann irgendwann wieder arbeitslos weil der Vertrag befristet war. Was dann. Dann bekomme ich von dem Gehalt (was schon weniger war als das ALG) dann nochmal nur noch das prozentual bemessene ALG???? -
carstenW. wrote:
@Brenni + Pueo
Was dann. Dann bekomme ich von dem Gehalt (was schon weniger war als das ALG) dann nochmal nur noch das prozentual bemessene ALG????Das ist so nicht richtig. Es gibt einen so genannten Bestandsschutz. D.h. wenn man innerhalb der letzten 2 Jahre vor Entsstehung des Alg-Anspruchs bereits Alg bezogen hat, dann ist das Bemessungsentgelt mindestens das Entgelt nach dem das Alg zuletzt bemessen wurde. Also steht man dann definitiv nicht schlechter da.
Und trotzdem ist es immer einfacher aus einer Arbeit heraus einen neuen und vllt besser bezahlten Job zu finden, als aus der Alo-keit. Daher würde ich eher einen minderbezahlten Job annehmen und mich weiter beweben, als zu warten bis der Traumjob mit der Traumbezahlung an der Tür klopft!
Zudem arbeite ich im AlgII-Bezug und da haben die Kunden kaum ein besseres Eisen im Feuer. Da sollte man durchaus auch das nehmen was event. etwas niedriger bezahlt wird!
LG Pülo
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:? :? :?
Otto Normalverbraucher denkt mal ganz krass: Ich gehe jeden Tag brav zur Arbeit. Kann mir aus dem Grund X dieses Jahr keinen Urlaub leisten. Im nächsten Jahr auch nicht weil Kind X anfängt zu studieren.
Mein Nachbar X ist lange arbeitslos und fährt jedes Jahr in Urlaub von meinen Steuergeldern.
Das ist nicht fair. Ich bin neidisch. Habe jeden Tag Stress, habe ständig Angst um meinen Arbeitsplatz.
Was läuft da verkehrt?Ist nur fiktiv
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@puelo
In sofern hast Du nicht Unrecht, aber trotzdem muß man sich das mal in Zahlen überlegen. Wenn man beruflich als Durchschnittsverdiener (Bsp. 1200 Euro netto) ALG bekommt, lebt man ohnehin schon sehr eng bemessen. Und nun soll dies dann noch schlechter bezahlt werden als ALG, da bleibt ja so gut wie gar nichts zum Leben. Das ist quasi ein Leben am Existenzminiumum. Das dies nicht an allen berufen so dingfest gemacht werden kann, versteht sich. Ich gehe in diesem Falle jetzt einfach mal von einem Durchschnittsgehalt. Und dies muß man sich einfach mal vor Augen führen. -
@Glückskind45
es ist keine Aussendiensttätigkeit,sondern Verkäuferin im Einzelhandel.
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Brenni2000 wrote:
@carstenWnein ich kann es nicht verstehen.
Das Arbeitslosengeld bleibt ihnen doch nicht für immer.
Es kommt doch Hartz 4 und da bekommen sie doch viel weniger,ich muss doch auch mal weiter denken... und hier wird nicht einmal aufgeführt, daß Hartz4 (früher Arbeitslosenhilfe) nur der bekommt, bei dem das Einkommen/Vermögen der Partner/in, Eltern oder Kinder einen bestimmten Betrag nicht übersteigt.
Ich habe mir in einigen Urlauben manchmal den Spass erlaubt Dummschwätzern zu erzählen, dass ich mir trotz Arbeitslosigkeit einen 3wöchigen Urlaub gönne, stimmte zwar nicht, aber danach hatte ich meine Ruhe.
Aber im Grunde genommen haben viele Beiträge hier nichts mehr mit der Eingangs-Frage von Holzmichel zu tun, da der Bekannte gerade erst arbeitslos geworden ist und mit einem Wohnwagen Urlaub in Italien machen möchte.
Ich persönlich würde ihm auch raten zu fahren, denn das dürfte für lange Zeit der letzte Urlaub sein.
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Da gehe nicht ich von aus, das sind offizielle Statistikzahlen. Nachzulesen unter www.destatis.de ...
40 % sind die Abzüge, Lohnnebenkosten und Steuern. Familieneinkommen ist das verfügbare Netto-Einkommen in Familien.
LG Adriana