GTI- Preisänderung trotz Option
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Ich habe am Freitag eine Option gemacht, die ich unterschrieben haben. Am Montag wurde diese automatisch fest. Von der Preisänderung ( 60,-€ ) "erfuhren" wir Dienstag durch die RB- E-Mail von GTI.
Reisebüro ist genauso ratlos wie wir....Wie sieht es eigentlich rein rechtlich aus ?
Preisbestimmung einer OP nur durch FB und dann kostenloses Storno bei GTI ???
---> dürfte wohl auf wenig Gegenliebe bei GTI stoßen....Das Reisebüro kann nichts dafür, ist jetzt nur interessenhalber.
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Ich sehe das so:
Deine "Option" vom Freitag wurde am Montag zum Angebot an GTI, mit dir zu den in der Option genannten Bedingungen einen Vertag abzuschließen. Dieses Angebot hat GTI nicht angenommen, sondern seinerseits ein neues Angebot (60€ teurer) gemacht. Für mich liegt deshalb auch noch kein Vertrag vor, ergo gibt es auch nichts zu stornieren. Teile dem RB mit, das du nicht bereit bist, das Angebot anzunehmen, allerdings schnell, denn ewig hat man auch nicht Zeit. Wie das weitergeht, ist das Problem des RB und von GTI.Obwohl ich von solchen Sachen nicht betroffen sein werde, finde ich, dass es höchste Zeit wird, dieses "Spielchen" mit "minutenaktuellen Preisen" oder Anfechtungen wegen Irrtums etc. durch die RV etwas zu bremsen. Sicher haben die Kunden ihren Anteil mit an dieser neuen Praxis, denn alle waren (sind) auf der Jagd nach dem ultimativen Schnäppchen. Und so haben sich gewiefte Marketingmanager eben etwas einfallen lassen, um die Jagd nach dem niedrigsten Tarif noch spannender zu machen. Bald wird die Buchung einer Pauschalreise mit dem Kauf von Aktien zu vergleichen sein. Es soll ja sogar schon Menschen geben, die Aufzeichnungen darüber führen, wie sich die Preise im Lauf eines Tages verändern, um dann das System zu erkennen, wann es am besten ist, auf den button "Buchen" zu drücken.
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Ich habe immer gedacht, das eine Option eine Vorsorgliche Buchung zu diesen Konditionen ist.
NEC, TOC etc. lassen ja nichts anderes zu (obligatorisch 3 Tage auf Option) ... DER auch nicht.......
wie will man sich als Kunde denn den Preis sichern wollen????
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Hallo Travelmind,
die nachträgliche Preiserhöhung resp. wie es sich so schön nennt " das unterbreiten eines neuen Angebotes " hat jetzt nichts zu tun mit der Angelegenheit Festbuchung oder Optionsbuchung. Die Preiserhöhung wurde ja netterweise auch erst nach eintreten der Festbuchung angezeigt. Man erhofft sich nun halt, dass du dieses neue Angebot entweder automatisch durch eine Anzahlung oder durch eine entsprechend positive Rückantwort (letzteres aber nicht erforderlich) annehmen wirst.
Wie soll man sich als Kunde (Pauschalreise) den Preis sichern?
Antwort: derzeit keine blasse Ahnung. Vielleicht kann hier mal die Abteilung Reisebüro hilfreiche Tipps vom Stapel lassen.
Das für mich derzeit "gefühlte" gehäufte Auftreten von Vertragsanfechtungen wegen Irrtums und/oder nur vorlegen "neuer Angebote " lässt mich nichts Gutes ahnen.ginus
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Hallo,
also eine Option beinhaltet die Reservierung einer bestimmten Leistung. Die Möglichkeit der Option ist ja ein Entgegenkommen / Verkausfsargument der Veranstalter. Dabei ist aber der Preis nicht garantiert. Klar gibt es in der Praxis kaum Fälle, in denen sich so etwas ändert, doch es gibt halt keine absolute Garantie.
Auch ich sehe das so, wie Chepri. Die Bestätigung mit dem höheren Preis ist rechtlich nichts anderes, als ein neues Angebot, das man annehmen kann, oder auch nicht. Wenn nicht, sollte man sich aber dringend melden und dies unmißverständlich auch kundtun.
Eine Möglichkeit bei denen sich Preise trotz Option auch schon mal gravierend ändern können, sind übrigens Linienflugoptionen. Dort dann noch vor allem, wenn eine solche über einen Monatswechsel gezogen wird. Ist aber hier nicht Bestandteil der Diskussion.
Gruß
Berthold
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ginus wrote:
Das für mich derzeit "gefühlte" gehäufte Auftreten von Vertragsanfechtungen wegen Irrtums und/oder nur vorlegen "neuer Angebote " lässt mich nichts Gutes ahnen.Hallo,
da gab es doch mal einen Thread......
In dem ging es um tagesaktuelle Preise und darum, warum diese für die Kunden so toll seien und darüber, daß das für den Kunden ja nur Vorteile bringt.
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich gescholten wurde, als ich damals postete, daß der Kunde nur kurzfristig einen Vorteil hat, langfristig aber garantiert die Zeche zahlen wird. Auch wurde dementiert, daß dadurch die Fehlerquelle steigt.
Da ich aber ja ein Reisebüro bin, habe ich sowieso keine Ahnung und bin außerdem ohnehin nur parteiisch.
Im Übrigen hat das hier natürlich nicht wirklich direkt mit einem tagesaktuellen Preis zu tun, sondern damit, daß Katalogpreise nachträglich auch erhöht werden können. Also nur indirekt, weil der Auslöser solcher Forderungen wiederum die tagesaktuellen Preise sind.
Gruß
Berthold
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ADEgi wrote:
also eine Option beinhaltet die Reservierung einer bestimmten Leistung. Die Möglichkeit der Option ist ja ein Entgegenkommen / Verkausfsargument der Veranstalter. Dabei ist aber der Preis nicht garantiert. Klar gibt es in der Praxis kaum Fälle, in denen sich so etwas ändert, doch es gibt halt keine absolute Garantie.Das darf ich an dieser Stelle auch unterstreichen. Eine Option bei einer Pauschalreise legt man quasi auf die Plätze im Flieger/Transferbus/Hotel, nicht aber auf den Preis.
In der Praxis sieht das aber so aus, dass eigentlich alle relevanten Reiseveranstalter den Preis zum Optionsdatum dem Kunden aber auch für diese zumeist 2-3 Tage garantieren.GTI ist aus der TOP 10 der deutschen Reiseveranstalter die wenig ruhmreiche Ausnahme, die haben´s eigentlich noch nie anders gemacht.
Nochmal zwecks Verdeutlichung ein anderes Beispiel als das obige: Als Kunde optioniere ich bei GTI am 31.03. vor Ablauf einer Frühbucherfrist die Reise X zum Preis von 3000,- EUR. Am 02.04. möchte ich die Option festzurren lassen, dann gilt nach Auffassung von GTI aber nicht mehr der Frühbucher und die Reise kostet z.B. 3300,- EUR. ( Flug- und Hotelplätze sind aber stets reserviert gewesen, also nix mit tagesaktuellen Schwankungen oder so. )Bei Licht betrachtet haben die von GTI eigentlich auch nicht unrecht mit Ihrer Vorgehensweise, die Realitäten am Markt sind durch die andere Optionsbehandlung seitens der Mitbewerber eigentlich andere.
Auch für uns Reisebüros sind Fälle wo eine Option zur Festbuchung wird und es zu höheren Preisen kommt dem Kunden gegenüber nur schwer zu erklären.
Gerade weil er halt von TUI und Co. anderes gewohnt ist.
Deswegen liegt man eigentlich mit GTI ständig über Kreuz.Viele Grüße.
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Zitat sollte das werden...also eine Option beinhaltet die Reservierung einer bestimmten Leistung. Die Möglichkeit der Option ist ja ein Entgegenkommen / Verkausfsargument der Veranstalter. Dabei ist aber der Preis nicht garantiert. Klar gibt es in der Praxis kaum Fälle, in denen sich so etwas ändert, doch es gibt halt keine absolute Garantie. Zitat ende.....
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Eine Option gilt wie gesagt als vorgliche Buchung....Vertrag ist ja abgeschlossen.
Wie bei o.a, Veranstaltern auch nicht anders möglich.....Es kann doch nicht sein, das die Bestätigung des VA einen höreren Preis aufweist.....Es ging auch nicht um Tagesaktuelle Preise - da dort keine Option möglich ist....verständlicherweise....
Ihr schreit - bucht im Reisebüro, ja da hätte man Dir eine OP geben können....
...und nu??????????
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travelmind wrote:
Ich habe immer gedacht, das eine Option eine Vorsorgliche Buchung zu diesen Konditionen ist.travelmind wrote:
Eine Option gilt wie gesagt als vorgliche Buchung....Vertrag ist ja abgeschlossen. Wie bei o.a, Veranstaltern auch nicht anders möglich.....Genau hier liegt wohl Dein Verständnisproblem. Eine "Option" ist nicht zwangsläufig eine "vorsorgliche Buchung". Auch kommt nicht immer direkt ein Vertrag zu Stande. Das ist je nach Veranstalter unterschiedlich.
Bei der TUI bspw. ist es eine "vorsorgliche Buchung", bei GTI hingegen ist das mitnichten so!
Viele Grüße.
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"berthold" wrote:
Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich gescholten wurde, als ich damals postete, daß der Kunde nur kurzfristig einen Vorteil hat, langfristig aber garantiert die Zeche zahlen wird. Auch wurde dementiert, daß dadurch die Fehlerquelle steigt.
Sicher nicht von mir, obwohl ich ja sonst nicht unbedingt die RB-Meinungen teile. Ich glaube aber, dass es eine ganze Weile dauern wird, bis der Verbraucher merkt, was er da angezettelt hat.
Und dann heißt es wie im "Zauberlehrling":"Und sie laufen! Nass und nässer
wirds im Saal und auf den Stufen:
welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister, hör mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
werd ich nun nicht los."Nur zur Klarstellung: Option bedeutet doch, man kann vor Ablauf der Frist erklären, dass man doch kein Angebot abgeben will, ohne dass das dadurch irgendwelche Kosequenzen hat. Oder lieg ich da falsch. Ist doch eine prima Sache und auch mal was, wo der Kunde einen Vorteil hat.
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Hallo chepri wenn ich das Verständnis von ADEgi und CaptainJarek zugrunde lege was eine Optionsbuchung nun sei, hätte ich eben keine Zusage, dass auch der Preis noch der rechtlich relevante sei?
Und nun zu den beiden: interessant eure Sichtweise bezüglich Auswirkung/en einer Optionsbuchung. Allerdings hat Peter/mosaik sich auch schon anders drüber geäußert.
ginus
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Hallo ginus,
mir ging es eigentlich nur darum, abzuklären, dass man innerhalb der Optionsfrist problemlos die ganze Sache wieder canceln kann.
Wenn dem Kunden von vornherein klar ist, dass der Preis nicht garantiert werden kann (Stichwort "sekundenaktuelle Preise") ist es eben Risiko. Oder man trifft klare Absprachen, worauf man ein Option hat: Preis und/oder Leistung. Das wird wohl hier nicht der Fall gewesen sein, sondern der Kunde "hat gedacht, dass...". Und früher, als es nur Frühbucher, normalen Katalogpreis und last minute gab, wäre das sicher auch kein Problem gewesen. Aber heutzutage, wo es so aussieht, als ob bei Pauschalreiseveranstaltern freie Plätze an einer virtuellen Börse gehandelt werden, ändern sich die Preise ja alle Augenblicke.Interessant wäre auch die Konstellation, dass der gerade aktuelle Preis bei Ablauf der Optionsfrist niedriger ist, als zum Zeitpunkt der Optionsbuchung. Bestimmt wäre niemand bereit, dann den höheren Preis zu akzeptieren, sondern der Kunde würde sicher argumentieren, er hätte sich nur die Plätze reservieren wollen.
Wie gesagt, ein lustiges Spiel und ich bin neugierig, wie das weitergeht.chepri
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ginus wrote:
Allerdings hat Peter/mosaik sich auch schon anders drüber geäußert.
ginusdas suche ich hier verzweifelt.....

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Hallo,
schätze Du wirst auch weiter suchen müssen, denn so einen Beitrag wird es hier, nach meiner Meinung, nicht geben.
Zufällig habe ich eine Option von GTI auf meinem Schreibtisch liegen. Dort finden sich folgende zwei Dinge:
Die Option gilt bis.... Dann wird sie zur Festbuchung.
.... Für offensichtliche Preisfehler übernimmt GTI keine Haftung (vergleichen Sie daher den bestätigten Reisepreis immer mit den massgeblichen Prospektpreisen).....
Das ist zwar schon etwas gemein formuliert, denn dadurch ist der Veranstalter garantiert rechtlich außen vor. Nicht so sehr wegen dem offensichtlichen Preisfehler, da ein solcher bei einer so geringen Differenz sicher nicht gegeben ist, sondern mit dem Hinweis auf die Prospektpreise, denn diese sind - richtig - nämlich ebenfalls unverbindlich und dürfen sich nach neuestem Stand sogar unterjährig erhöhen.
Sorry, aber diese Bestätigung ist rechtlich Wasserdicht! Umgekehrt bleibt halt immer noch die Möglichkeit kostenlos zu stornieren, da ja keinerlei Vertrag zustande gekommen ist, weil ein solcher nur durch zwei übereinstimmende Willenserklärungen entsteht, was hier ja nicht gegeben ist.
Gruß
Berthold
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Danke Dir Berthold und die anderen,
für diese ausführliche Antwort.
Es geht mir nicht um die 60.- - es ging mir prinzipielll um Optionsbuchungen.
Und da habt Ihr mir ja nun die Augen geöffnet.Danke Euch
Meccy
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Im Januar '09 habe ich genau diese Optionsproblematik bei GTI auch erlebt. Familienreise sonntags reserviert, dienstags sollte die Option zur Festbuchung werden. 3 Telefonate hat's gebraucht. Eingangs hiess es die Übernahme der vollständigen Namen und Adresse sei nur bei einer Neubuchung möglich. Als diesen dann nur zum höheren Preis möglich war, wurde doch die Option umgeschrieben. Dabei wollte sich wieder eine Preisänderung einschleichen - systembedingt. Erkannt, gebannt, glücklich.
Mein persönliches Fazit:
Eine verbindliche Regelung zu Optionen ist mir nicht bekannt, zumindest habe ich bisher in den AGB keine entsprechenden Hinweise entdecken können. Dennoch sehe ich die Fixierung der Reiseleistungen und des Reisepreises als "Branchenkonsens" an (Gegenbeispiel: Reservierung von Linienflügen mit Musternamen). So sollten 1,2,3 kurze freundliche Telefonate doch immer zum gewünschten Ergebnis führen. -
Ich weiß grad nicht, ob das hier hingehört, aber ich will mich auch mal eben über GTI aufregen. Ständig find ich für ein bestimmtes Hotel von GTI nen tollen Preis und IMMER wenn ma prüft is des 200 bis 300 € teurer. Was is das denn für eine *********** von GTI und wie kommen diese fake Preise überhaupt erst bei HC rein?! Ich versteh das nicht

Liebe Grüße
Nadine
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@Nadine1903
Das Zusammenspiel von GTI und HC funktioniert nicht sekundengenau. Die Preise werden in der Regel nur einmal täglich (nachts) aktualisiert. Du siehst also zuerst jene Preise, die andere schon "weggebucht" haben - die Preiserhöhung entspricht dann dem tatsächlichen Preis. Ein generelles Problem ... -
Das habe ich mir zunächst auch gedacht, aber ich hab von GTI für 5 Flughäfen etwa 30 Angebote und bei KEINEM davon stimmt der Preis und das täglich. Da kann ich mir nicht vorstellen, dass es weggebucht is. Heut morgen hatte ich ein Angebot, ich klick also auf buchen und selbst dann bekam ich noch später von HC ne saftige Erhöhung gemeldet. Bei den anderen Reiseveranstaltern ist es ja auch nicht so. Ich glaube, dass GTI nie vorhat die Reise zu dem Preis zu verkaufen kopfschüttel Nachts sind die Preise bei HC also am aktuellsten meinst du? Sollt ich dann auch eher nachts buchen sozusagen, oder? Weißt du ne genaue Zeit?
Danke auf jeden Fall schonmal für die Antwort

Nadine