Wadenschmerzen aber keine Thrombose !?
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So, wurde heute vom Hausarzt zum Neurologen geschickt und der will nächste Woche ein EMG machen. Er vermutet ein muskuläres Problem. Sehe ich nicht so denn gerade wenn ich in Bewegung bin habe ich die wenigsten Probleme.
Aber wehe ich setze mich oder winkle die Beine an.
Soll Abends eine Tetracep-ct 50mg nehmen, mal schauen ob ich damit schlafen kann. Danke noch mal für eure Tips. -
dave2001 wrote:
Sehe ich nicht so denn gerade wenn ich in Bewegung bin habe ich die wenigsten Probleme.
Aber wehe ich setze mich oder winkle die Beine an.Das ist ja das " Hinterlistige " an neurologischen Erkrankungen, nämlich das die Beschwerden in Ruhe auftreten, bzw. dass sie dann stärker bemerkt werden.
Auch wenn Du anderer Meinung als Dein Arzt bist, so solltest Du doch diese Untersuchung durchführen lassen. Unter Umständen lindern sich die Beschwerden ja schon nach der Einnahme des verschriebenen Medikaments.
Wünsche Dir eine schnelle Diagnosenstellung, damit Du Deine Beschwerden los wirst. Schreib´mal was es denn letztendlich war.
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Ich bin Radiologe und muss hier mal ein paar Dinge richtig stellen: klarerweise kann man mittels Ultraschall eine Stenose in einem Gefäß darstellen - weil es in der Stenose zu einer deutlichen Strömunsgbeschleunigung des Blutflusses kommt; außerdem ändert sich bei einer hämodynamisch relevanten Stenose das Strömungsprofil;
Du siehst sehr jung aus auf Deinem Profilfoto und wenn Du kein schwerer Raucher bist und auch nicht an Diabetes leidest, ist eine arterielle Verschlusskrankheit sehr unwahrscheinlich! - würde eine MRT der LWS machen um einen viel wahrscheinlicheren Bandscheibenschaden auszuschließen!!
Lass uns wissen, was rauskam

Mfg,
Manuel -
Hallo,
bin gestern bei besagter EMG - Untersuchung gewesen und wieder ohne Befund.
Leider hat sich an den Schmerzen nichts geändert diese sind mittels Tetrazep - CT 50 in Griff zu bekommen. Nur das kann ja keine Dauerlösung sein.
@Manuel
Also Rauchen tu ich nicht und Diabetes habe ich auch keine. Müßte ich bei einem Bandscheibenvorfall nicht auch im Rücken Probleme haben und sollte ich da nicht gerade bei Bewegung der Schmerz am größten sein ? Ist ja grad andersrum bei mir. Vorallem im sitzen habe ich die größten Probleme. Mal sehen was mein Hausarzt meint wenn ich wieder vorspreche. Die Neurologin meinte noch das ich mich bei weiter anhaltenden Beschwerden für ein paar Tage auf eine Neurologische Station einweisen lassen soll. Na mal sehen. Halte euch auf dem laufenden. -
Sitzen ist für den Rücken "Schwerstarbeit" - sehr viele meiner Patienten haben bei Bewegung weniger Beschwerden, im Liegen/Sitzen jedoch deutliche Beschwerden! - zu einem wurzelbedrängenden Bandscheibenvorfall gehört jedoch in der Regel auch, dass man einen ausstrahlenden Schmerz verspürt - dieser kann bis zur kleinen Zehe runterziehen oder auch nur auf den Oberschenkel/Hüftbereich lokalisiert bleiben - eben je nachdem in welcher Etage der Bandscheibenvorfall ist!!
Mach ein MRT der LWS, das erscheint mir die einzig sinnvolle Untersuchung!!Gute Besserung,
mfg,Manuel
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Hallo Manuel,
danke für die Antwort. Der Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall hat mich auf eine mögliche Ursache gebracht die einen solchen ausgelöst haben könnte.
Für mich als Laie war und ist der Zusammenhang allerdings nicht erkennbar gewesen. Wir sind während einem Ausflug ca. 3- 4 Stunden mit einem Speedboot unterwegs gewesen und haben da schon des öfteren einen richtigen Schlag bzw. Stauchung bekommen. Hat halt Spaß gemacht aber weil ich die nächsten Tage außer ein paar Rückenschmerzen ( Muskelkater ) keine Probleme hatte ist mir der Gedanke nicht gekommen. Wie gesagt los ging es erst auf dem Heimflug als ich merkte das die Kompr.strümpfe nichts bewirken.
Was sagst Du als Radiologe zum Vorschlag von noki " Diagnose durch Radiologen mittels Angiographie" ? Bin übrigens 37 Jahre alt.Gruß David
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Ne ne, David für eine Diagnose eines Bandscheibendefektes ist eine Angiographie nicht die geeignete Methode! Da haben wir uns wohl gründlich mißverstanden. Dafür benutzt man ganz andere Untersuchungsmethoden. Ein einfaches Röntgenbild ist auch nicht allzu aussagekräftig, weil nur die Knochen dabei richtig schön scharf und kontrastreich abgebildet werden können und nicht die Knorpel der Bandscheiben. Eine MRT und LWS ist schon das Allerbeste, so wie Manuel es zuvor empfohlen hat. MRT heißt Magnet-Resonanz-Tomographie oder auch Kernspintomographie, und ist eine strahlungslose Untersuchungsmethode, also ohne ionisierende Strahlen, bei der der Körper selbst die Informationen sendet, und nicht die Information der Röntgenstrahlung notwendig ist. Als Tomographie wird nur das bildgebende Verfahren der Informations-Aufbereitung bezeichnet (griech. tome = Schnitt, graphein = aufzeichnen, schreiben). Mit der üblichen Bezeichnung "Röhre" hat das nur insofern etwas zu tun, als ein Röntgentomograph CT (Computer-Tomograph) ebenfalls eine Röhre besitzt, darin ist aber kein supraleitender Magnet, sondern eine sehr komplexe Anordnung von Gamma (Röntgen)- Splittern und Detektoren.
Eine MRT ist auch in der Lage Weichteile gut aufgelöst darzustellen! Wenn man will auch farbig.
Beiden Verfahren ist aber gemeinsam deinen Körper in Schnittbildern darzustellen, also in Scheiben. Daraus kann man dann mit viel Mathematik ein farbiges dreidimensionales Objekt als Computer-Graphik oder -Animation herstellen.
Aber das weiß Manuel alles viel viel besser als ich; es ist sehr kompliziert, und ich hatte meistens nur mit den Prozess-Programmen und der Kryogenik für das flüssige Helium zu tun.Gruß Dieter
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Hallo Dieter,
schon klar mir ging es doch bei der Frage an Manuel nach deinem Vorschlag nicht um die Bandscheibengeschichte sondern einfach nur darum mal seine Meinung dazu zu erfahren. Bin nächste Woche wieder beim Hausarzt und mal sehen was er sich nun einfallen lässt. Schönes Wochenende.
Gruß David
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Seh darin kein Problem bzw. eine Bewertung des deutschen Gesundheitswesens.
Es geht einfach um den Austausch von Erfahrungen bzw. die Möglichkeit die ein oder andere Info zu bekommen.
Dazu kommt dass man wie das Beispiel Manuel zeigt, auch hier im Forum an Experten geraten kann.Gruß David
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Das Problem ist nur, der behandelte/untersuchende Arzt wird entscheiden, ob eine CT, MRT oder sonstwas angesagt ist.
Einwände wie Ich habe aber in einem Forum gelesen... sind da nicht so der Bringer.
Es geht hier auch nicht um Reise- oder Hoteltipps, sondern um die eigene Gesundheit.
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Patienten werden heutzuitage immer fordernder, insbesondere weil sich die meisten im Internet "bilden" - das soll auch so sein und auch wenn es vieler meiner Kollegen nicht paßt, ich seh da kein besonderes Problem darin!!
Eine Angiographie würde ich vorerst nicht machen - es gibt auch hier eine Variante im MRT, eine andere Angio-Möglichkeit wäre, dass man in der Leiste die Schlagader punktiert und Kontrastmittel appliziert! Das würde ich auf keinen Fall machen lassen - wenn beim MRT der LWS auch nichts rauskommt, würde ich mir einfach Physiotherapie verordnen lassen - in den USA z.Bsp. wird auch bei heftigsten Kreuzschmerzen in den ersten 12 Wochen keine Schnittbilddiagnostik gemacht - Studien haben gezeigt, dass dies auch nichts bringt und Patienten letztlich nur durch Physiotherapie und Rückenschule profitieren!!
Natürlich ist es beinahe unmöglich, Ferndiagnosen zu stellen - deshalb hab ich Dir einfach die wahrscheinlichste Variante aufgezeigt!!
Gute Besserung,
Manuel -
Hallo,
das EMG hat zwar nix ergeben aber ich kann sagen das ich nur noch selten Schmerzen habe. Was auch immer es war es hat sich gegeben. Bin mal gespannt wie es nach meinem nächsten Flug aussieht. Euch erstmal vielen Dank für eure Tips und Beiträge.
Gruß David
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Hallo,
ich denke, dass Deine Schmerzen im Bein (Wade) auf ein Venenproblem zurück zuführen ist.
Ich selbst bin auch damit behaftet.
Nach einem wesentlich kürzen Flug (Kanaren) ist mein eines Bein auch sehr angeschwollen. Es war nicht rot - es tat nur höllisch weh.
Mit Kalt-Kompressen, Beine hochlegen und einem entzündungshemmenden Präparat ging es nach 3-4 Tagen wieder besser.
Nach dem Urlaub habe ich ebenfalls einen Arzt aufgesucht. Ich dachte nicht, dass es Krampfadern sind, da man von außen keine Venen sieht.
Der zuständige Phlebologe (Facharzt bei Venenerkrankung) untersuchte mich gründlich und stellte tiefliegende Krampfadern fest.
Ich bekam ebenfalls Kompressionsstrümpfe, die ich bei längerem Sitzen ab 2-3 Std. tragen muss.
Ansonsten, wenn möglich: Laufen, laufen, laufen.Dies ist nun nicht immer im Flugzeug möglich, deshalb hat mir dieser Arzt eine Injektionslösung verschrieben.
Diese sogenannte Heperarinspritze muss vor dem Flug verabreicht werden - am Besten in den Bauch. Es ist eine sogenannte Thromboseprophylaxe.Viele Stars oder "berufl. Vielflieger" machen dies auch.
Ich habe dies - nicht gerade begeistert- vor unserer letzten Flugreise ausprobiert. Siehe da, ich hatte überhaupt keine Probleme.
Weder geschwollenen Beine noch Schmerzen.An Deiner Stelle würde ich mir einen guten Phlebologen suchen und mich nochmal durchchecken lassen.
Alles Gute wünscht
KERSTIN -
Ich arbeite in einem Gefäßzentrum u. was EngelKerstin beschreibt u. vorsorglich bei einer Flugreise unternimmt, ist genau richtig. U. das darf man auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Es gibt Krampfadern, die man wirklich nicht sieht. Zudem können manche Sachen auch etwas anderes sein wie z. B. eine Polyneuropathie, wenn also der Angiologe nichts findet, dann sollte man auch den Neurologen aufsuchen. Eine Angiographie wird auch nicht so ohne weiteres gemacht. Erst einmal bekommt man eine Voruntersuchung mit Knöcheldruckwertmessungen, dann Ultraschall der Beinvenen oder -arterien etc. u. dann wird entschieden lt. Facharzt, was man machen kann oder ob es überhaupt ein angiologisches Problem ist. Meist ist es sehr schwierig, schnell einen Termin zu bekommen, es sei denn man ist ein Notfall u. bei einer Thrombose muss man SOFORT in die 1. Hilfe,egal, wo man ist, also nicht warten ,denn daraus kann noch zusätzlich eine Lungenarterienembolie entstehen.
LG Ines -
Vollkommen überflüssiges Zitat entfernt.
Jetzt möchte ich gern diesen alten Faden wieder aufnehmen und Dave fragen wie sich sein daran anschließender Flug gestaltete bzw. was danach evt weitergesucht und gefunden wurde. Ich habe nämlich auch zunehmend stärkere Beschwerden beim Fliegen und jedes Mal Angst ich hätte eine Thrombose erlitten, was der Phlebologe aber im Anschluss an die Reise verneint. Die Schmerzen stellen sich mittlerweile schon nach kurzer Zeit ein und sind am Schlimmsten bei der Landung. Da wird meine linke Wade so hart, dass ich meine sie platzt gleich. Bewegung während des Fliegens (Zappeln und Wippen mit den Füßen) hilft, aber ich muss es praktisch ständig tun. Hinterher klingt der Schmerz beim Laufen schnell ab - es bleibt aber noch eine Weile wie eine Art Muskelkater, vor allem vorne am Schienbein.
Kann mir jemand einen Tipp geben, dass ich nicht auch mehrere Ärzte abklappern muss? -
lagrua:
Vollkommen überflüssiges Zitat entfernt.
Jetzt möchte ich gern diesen alten Faden wieder aufnehmen und Dave fragen wie sich sein daran anschließender Flug gestaltete bzw. was danach evt weitergesucht und gefunden wurde. Ich habe nämlich auch zunehmend stärkere Beschwerden beim Fliegen und jedes Mal Angst ich hätte eine Thrombose erlitten, was der Phlebologe aber im Anschluss an die Reise verneint. Die Schmerzen stellen sich mittlerweile schon nach kurzer Zeit ein und sind am Schlimmsten bei der Landung. Da wird meine linke Wade so hart, dass ich meine sie platzt gleich. Bewegung während des Fliegens (Zappeln und Wippen mit den Füßen) hilft, aber ich muss es praktisch ständig tun. Hinterher klingt der Schmerz beim Laufen schnell ab - es bleibt aber noch eine Weile wie eine Art Muskelkater, vor allem vorne am Schienbein.
Kann mir jemand einen Tipp geben, dass ich nicht auch mehrere Ärzte abklappern muss?Wer bitte ist curiosus und warum hat er/sie angeblich meine nachricht geändert? Ich hatte auch kein Zitat angegeben, das man für überflüssig halten kann. Ist so was anderen auch schon passiert? Das macht die Seite für mich etwas zweifelhaft.


