Wadenschmerzen aber keine Thrombose !?
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Habe seit der Rückkehr vor 14 Tagen von Koh Samui Schmerzen in den Waden, vorallem wenn ich sitze. Hab mich auch untersuchen lassen und eine Thrombose wurde nicht festgestellt. Mein Arzt ist ziehmlich ratlos was die Diagnose angeht.
Ich habe seit Jahren Schwierigkeiten nach Flügen und trage daher immer Kompresionstrümpfe. Diesmal allerdings bekam ich dennoch schon während des Fluges Schmerzen. hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen und vielleicht einen Tipp was es sein könnte ? Danke !Gruß aus Sachsen !
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Vielleicht hattest du eine leichte Thrombose und das ist jetzt eine Thrombophlebitis.
Das ist eine oberflächliche Venenentzündung.Das bein schmerzt ist rot und angeschwollen.So eine Venenentzündung geht oft mit einer Thrombose einher.
Ich würde die AT-Strümpfe auf jeden Fall untertags angezogen lassen und viel Bewegung machen.Auf jeden Fall aber nochmal deinen Arzt oder einen Spezialisten aufsuchen. -
Anm. d. Admins: Überflüssiges Zitat lt. Forenregeln entfernt !
Danke für die Antwort aber auch das wurd ausgeschlossen, die haben irgendeine Duplex... untersuchung gemacht und alles ohne Befund. Auch waren meine Beine weder rot noch geschwolen was ja einer Thrombose entsprechen würde.
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Anm. d. Admins: Überflüssiges Zitat entfernt. Beiträge auf die man direkt antwortet, müssen nicht zitiert werden, da die Übersicht stark darunter leidet. Danke
Guter Hinweis danke, auf jeden Fall nervt es und muss behoben werden.
Soll ja irgendwann mal wieder mit dem Flieger in den Urlaub gehen. Denn für Erzgebirge oder Schwarzwald ( obwohl es dort sicher auch schön ist ) bin ich noch zu jung. -
Das kommt mir alles so bekannt vor!
Vor Jahren plagte mich ein gleiches oder ähnliches Problem: Schmerzen im Bein vom Becken bis zur Wade runter, oft kalte Füße und Beine, und, und ... und.
Der Grund wurde recht schnell durch Spezialisten gefunden: Stenose (Verengung durch Ablagerungen in Arterien, Thrombose ist das gleiche nur in den Venen!) der Beckenarterie, bestätigte Diagnose durch Radiologen mittels Angiographie bis hoch in die Aorta (Darstellung der Gefäße mittels Katheter und Kontrastmittel).
Therapie: Angioplastie mit Ballondilatation, Aufweitung der Engstelle und Setzen eines Stent, einer netzartigen Hülse, die den Querschnitt der Ader offenhält und stützt.
Alles völlig schmerzlos, bis auf die Aufweitung, da tats ein bisschen weh, aber das sollte auch zu spüren sein, damit die operierenden Radiologen, die andauernd nachfragten, dann rechtzeitig aufhörten den Ballon und damit das Gefäß weiter zu dehnen.
War alles sehr interessant im Monitor zu sehen bei örtlicher Betäubung der Zugangsstelle in der Leiste.
Laß da mal die Spezis ran, die finden das meistens schon alleine durch Messen der Pulsamplitude am Außenrist der Füße!
Folgen? Keine, nur muß ich nun täglich eine Aspirin nehmen, ansonsten war gleich nach dem ambulanten Eingriff alles wieder wie früher und bestens.
Wart nicht zu lange mit der Abklärung!Gruß Dieter
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Auch ich hatte, wie noki, auf Spinalkanalstenose getippt, mit der ich eingehende Erfahrungen machen mußte. Eine ganz unangenehme Geschichte. Laut Phlebologe, Neurologe und Orthopäde wird das konservativ behandelt. Erst wenn Lähmungserscheinungen auftreten, wird angeblich operiert.
dave2001, noki hat Recht! Du solltest das wirklich ganz schnell untersuchen lassen. Der Zustand verbessert sich ohne Behandlung nicht.
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maximax wrote:
Auch ich hatte, wie noki, auf Spinalkanalstenose getippt, mit der ich eingehende Erfahrungen machen mußte.
Das was noki da geschildert hat, hat nicht im Entferntesten mit dem zu tun was Du wiederum beschreibst oder eben umgekehrt.
Denn eine Spinalkanalstenose ist eine Verengung im Rückenmarkkanal. Wenn ich es aber richtig interpretiert habe, dann beschreibt Noki eine arterielle Stenose in den unteren Extremitäten.
Zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen.
Dennoch sollte dave2001 der Sache auf den Grund gehen. Es könnte sich unter Umständen ja auch um eine verschleppte Virusinfektion handeln. Möglich ist alles. :?
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@maximax, Louboutin
Genau so hatte ich das doch beschrieben und auch gemeint! Oder war das nicht eindeutig genug?
Von Spinalkanalstenose, Aorten- oder Koronarstenosen war doch nie die Rede! Wenn du das durcheinanderbringst "maximax" , dann würdest du dich aber verdammt schwer wundern! -
Hallo Dave2001,
was sie bei der Untersuchung gemacht haben, war wohl sehr wahrscheinlich eine Doppler/Duplex-Sonographie, eine Ultraschallmessung zur Ermittlung der Fliessgeschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen (Venen und Arterien). Das ist schon mal gar nicht schlecht, nur sagt diese Messung nichts über den Volumenstrom des Blutes, also wieviel in einer bestimmten Zeit hindurchgeflossen ist. Und genau das ist ja so wichtig! Nach den Gesetzen der Strömung, erhöht sich nämlich die Geschwindigkeit mit geringer werdendem Querschnitt bei konstantem Volumen! Und eben der ist unbekannt. Man kann es mit guter Näherung errechnen, wenn der Querschnitt bekannt ist, oder umgekehrt auf den Querschnitt schließen, wenn das Volumen bekannt ist. Das ist aber sehr gewagt und nur ein grober Hinweis darauf, dass da was faul ist.
Darum hilft man sich, indem an beiden Körperhälften zeitgleich symmetrisch gemessen wird, und die Messwerte ins Verhältnis gebracht werden. Eine alt bewährte Methode in der Physik! Denn dann elemenieren sich alle Korrekturgrößen und Proportional-Faktoren. Wer das gut interpretiren kann, für den ist diese Methode allerdings viel mehr als nur ein Hinweis/Anhaltspunkt. Sie wird sehr oft auch u. a. bei der Dialyse angewand, um die Pump- und Strömungs-Verhältnisse anzugleichen.Eine endgültige Klarheit kann aber nur eine minimalinvasive Angiographie, wie beschrieben, von den Radiologen bringen! Da sieht man auf den Monitoren sofort, und mit Sicherheit, wo was und wie "faul" ist. Es gibt dabei keine unsicheren Umrechnungsfaktoren! Alles ist direkt und mit großer Auflösung visuell sichtbar.
@Louboutin,
nun sind wir genau wieder auf dem selben Geleis!?
Gruß Dieter
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ich hatte den Hinweis auch nicht bös' gemeint!
Aber das sind wirklich ganz unterschiedliche Defekte mit den Stenosen; teilweise sogar lebensbedrohend! Ein Aortainfarkt, Gehirn- oder Herzstenose ist es jedenfalls. Am Herzen heißt es dann Infarkt, und am Gehirn nennt man es Schlaganfall. Weil Stenose der allgemeine Begriff für Ablagerungen/Verengungen in Arterien ist, wird er leicht in seiner Vielfalt, Wirkung und Tragweite missverstanden und unterschätzt. Leider wird eine Stenose immer wieder mit einer Thrombose verwechselt! Ersteres betrifft nur die Arterien, während Zweites ausschließlich die Venen meint.Gruß Dieter
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Danke euch allen für die Tipps. Werde am Mo noch mal zum Arzt gehen da es nicht besser sondern eher immer schlimmer wird. Zu welcher Art Spezialist sollte ich mich eurer Meinung nach überweisen lassen ?
Wie noki schon sagte eine Duplexsonographie wurde schon gemacht, ohne Befund. -
noki wrote:
Leider wird eine Stenose immer wieder mit einer Thrombose verwechselt! Ersteres betrifft nur die Arterien, während Zweites ausschließlich die Venen meint.Gruß Dieter
Hallo noki,
da muß ich Dir leider widersprechen, denn es gibt arterielle ebenso wie venöseThrombosen. Guckst Du.
Stenosen der Blutgefäße wiederum werden zumeist durch Arteriosklerose verursacht. Hier liegt die Erkrankung ausschließlich in den Arterien.
@ mabysc,
gegen eine Baker - Zyste wiederum spricht, dass dave2001 über Schmerzen in beiden Waden klagt. Es wäre nämlich ungewöhnlich, eine doppelte Baker - Zyste zu haben. Aber, nichts ist unmöglich.

@ dave2001,
Du schriebst ja bisher nicht, welchen Facharzt Du aufgesucht hast. Meine Vermutung bezgl. der Duplexsonografie ist entweder ein Phlebologe oder aber ein Chirurg. Wen Du allerdings zur weiteren Abklärung bzw. Diagnostik am besten kontaktierst ist schwer zu sagen. Diese Entscheidung triffst Du am besten selbst. Es gibt noch so viele ungeklärte Fragen, dass man hier nur Vermutungen verlauten lassen könnte. Doch damit ist Dir nicht geholfen.

LG und gute Besserung, Ute
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Anm. d. Admins: Überflüssiges Zitat entfernt. Beiträge auf die man direkt antwortet, müssen nicht zitiert werden, da die Übersicht stark darunter leidet. Danke
Danke für die Besserungswünsche. Die Sonographie hat ein Internist durchgeführt. Werde mich durch meinen Hausarzt beraten lassen obwohl der nach der Untersuchung ohne Befund ziehmlich ratlos war.
Gruß David
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so recht kann ich ,außer dem Engangssatz, keine weiterführenden Erklärungen finden; auch in den Links nicht! Von allem Möglichen ist da die Rede, aber nicht eindeutig von diesem Unterschied.
Der wichtiste Satz scheint mir zu sein:
"Stenosen der Blutgefäße wiederum werden zumeist durch Arteriosklerose verursacht. Hier liegt die Erkrankung ausschließlich in den Arterien."
Bei mir war der Ablauf zu Findung einer Diagnose ganz merkwürdig!
Hausarzt -> Internist -> Orthopäde, weil ich ja immer noch glaubte ein neues Hüftgelenk bekommen zu müssen! -> Neurologe! Der gab den richtigen Hinweis. -> Orthopäde -> Radiologe.
Die Rennerei war insofern erträglich, als sie sich, bis auf den Radiologen, alle im gleichen Haus befanden.So, nun soll aber David unbedingt mal in die Puschen kommen!
Gruß Dieter
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und das es sich hier um zwei grundverschiedene Krankheitsbilder handelt.