USA lockern Verhältnis zu Kuba
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http://www.dcrs.de/kuba-usa-schlagen-neuen-kurs-ein,366128
Was wird es für Kuba bringen. Sicherlich sind die Verbesserungen für Familien zu loben. Aber fällt auch etwas ab für diejenigen, die keine (West-
) Verwandschaft haben?
Bleiben die Preise für uns europäischen Urlauber relativ konstant? -
Vamos a ver

Die Hintergedanken sind schon berechtigt !
Angebot :
Verträge mit US - Handy-Providern. möglich ....,
:? Wer soll dat bezahlen ???Man muss abwarten -

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Naja, es bleibt ja eh erst mal abzuwarten ob die kubanische Regierung dem überhaupt zustimmt. Und das sieht momentan gar nicht so aus.
Ausserdem konnten die Exil-Kubaner schon immer nach Kuba reisen. Offiziell alle drei Jahre und über den Mexico- oder Kanadaumweg wann immer sie wollten.
Und wieso sollten sie Geld schicken, wenn ihre Familien das nur mit 10% Verlust tauschen können. Denn dieser wird momentan noch eingehalten. Die meisten haben im Laufe der Jahre sowieso schon Alternativen gefunden, wie sie ihren Liebsten Geld zukommen lassen können.
Was meinst du mit West-Verwandtschaft? Derzeit dürfen sowieso nur Exilkubaner (mit oder ohne Verwandten auf der Isla) und ausgewählte US-Journalisten auf die Insel. -
Damit dürfte der kubanischen Wirtschaft in den kommenden Tagen und Wochen eine beträchtliche Finanzspritze zur Verfügung stehen,
da der US-Dollar eine Art zweite Währung in dem immer noch kommunistisch regierten Land bildet
Ach JA???

Geld überweisen durften die nördlichen
Verwandten bisher alle 3 Monate 300 USD.Sind ja auch alles Millionäre im gelobten Land

Könnte man glauben, wenn man sie mit dicken Goldketten in Kuba sieht.
Jedenfalls wollen viele es den armen cubis glauben machen.
Aber vielen fällt es schwer Geld zu senden. Bei McDoof verdient man nur 1,25 $ pro Stunde.
Offiziell mehr, aber dafür machen sie Doppelschichten.
Mindestlohn 2,75 ?? -
@Juanito: Stimme dir voll zu. Ausserdem haben viele US-Kubis schon andere Sachen ausgemacht in denen sie ihr Geld investieren können. Wie z.B. Party machen, Klamotten und imitierten Goldschmuck kaufen, damit man besser prahlen kann. Viele werden jetzt in die Bedrängnis kommen ihren Verwandten erklären zu müssen, warum sie nicht öfter zu Besuch kommen. Der wahre Grund ist einfach: Ihnen fehlt das Geld. Ist aber schwer zu erklären, wenn man jahrelang erzählt hat in welchem Schlaraffenland man doch lebt.

Und die die das Geld hatten haben eh immer einen Weg gefunden. -
Trieli wrote:
...imitierten Goldschmuck kaufen, damit man besser prahlen kann. Viele werden jetzt in die Bedrängnis kommen ... erklären zu müssen, warum sie nicht öfter zu Besuch kommen. Der wahre Grund ist einfach: Ihnen fehlt das Geld. Ist aber schwer zu erklären, wenn man jahrelang erzählt hat in welchem Schlaraffenland man doch lebt.Das kommt mir doch alles sehr bekannt vor...
...damals war’s, zu alten DDR-Zeiten.Nach der Grenzöffnung konnten wir sehen, dass der BMW-Fahrer auch nur Sozialhilfeempfänger war und der neue BMW nur gemietet war. Aber für 'ne Hand voll Damenstrumpfhosen konnte er sich der ungezügelten Liebe vieler junger DDR-Fräuleins gewiss sein...
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Hola Dylan
Ich habs hier, im Westen miterlebt!!! Telegramme aus dem Osten. Plötzlich wurde aus einem Haus eine Mietwohnung und aus einem Mercedas ein Fiesta !!! Wie sollen wir die unterbringen ............?Wir haben uns köstlich amüsiert - beim durchsprechen von Telegrammen ( 11-12. 1989 ) und den Reaktionen darauf

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Dylan wrote:
Das kommt mir doch alles sehr bekannt vor...
...damals war’s, zu alten DDR-Zeiten.@trieli : Das meinte ich mit ´West´-verwandschaft und dem
dahinter. Für die Kubaner leben ihre Verwandten auch im ´Westen, auch wenn es nördlich ist. Für die DDR war z.B. Ungarn das ´westlichsteLand.Wir haben uns jedenfalls immer riesig gefreut, wenn was kam...
Wer keine spendablen Bekannten/Verwandten hatte, war oft auf die horrenden Umtauschkurse angewiesen, um mal z.B. eine gute Schallplatte zu bekommen.
Diese Schere wird sich wahrscheinlich auf Kuba noch weiter auftun, so wie es auch in höher entwickelten Ländern geschieht, wo die Reichtumsunterschiede immer größer werden.
Und das will eigentlich ein kommunistischer Staat nicht... -
... und , viele im Westen haben so getan, als ob sie Geld wie Heu hätten
... und dann platzen einige Blasen 
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Na, diese Schere gibt es auf der Isla aber schon sehr lange. Bis zum letzten Zerwürfnis zwischen Bush und Castro durften die US-Kubaner ja auch soviel Geld überweisen wie sie wollten. Und die, die in Europa leben sowieso. Sie machen es nur nicht, weil sie es meist selbst nicht so dicke haben.
Ausserdem leben die Kubaner, die im Tourismus arbeiten, schon seit langen eher wie Millionäre im Gegensatz zu denen aus dem Inland, wo sich nie ein Touri hinverirrt.
Der Vorteil ist nur, dass die Kubaner aus dem Inland oft gar nicht wissen, was in den Touriorten so los ist und was dort verdient wird. Also alles auch wieder sehr relativ. Ich denke, so lange die Brüder Castro einer Änderung nicht zustimmen wird sich rein gar nichts ändern. Aber Ende nächster Woche werde ich ja erfahren, was wirklich auf der Insel so ab geht. -
Auf unserer Rundreise im vergangenen Jahr wurde uns das Lebensniveau auf Kuba bildlich wie folgt dargestellt:
5% steht das Wasser bis zu den Knieen. 10% steht das Wasser bis zum Hals und der Rest von 85% atmet durch einen Schnorchel.
Ich fand es ein bißchen drastisch formuliert, aber sinngemäß wird es wohl stimmen. Die Aussage stammte übrigens von unserem kubanischen Reiseleiter...
Und so schnell wird sich daran nix ändern, auch wenn sich das Verhältnis USA zu Kuba leicht entspannt.
Es geht aber noch viel schlechter, wenn man Kuba mit Nordkorea vergleicht......ein kleiner Trost.
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Nur war Kuba bis 1959 ein blühendes Land!
Siehe die Häuser in den Städten, meist in den 1910ern bis 20ern gebaut.
(Zuckerboom)Und die Strassenkreuzer aus den 50ern.
Wer kaufte und fuhr sie denn damals?
Natürlich kein Zuckerrohrschneider. Aber in den 50ern hier in Deutschland konnte sich auch kein Arbeiter einen VW kaufen. Erst in den 60ern.
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Dabei gehört er zu den 5% die nicht genannt wurden.
Die mit CUC Einkünften.
Die stehen in Adidas im Trockenen.

Wenn ich an meinen Vermieter in Trd. denke.
Jammert auf hohem Niveau.

Baut schon die 3. casa als CP aus. Diesmal nagelneu am Strand von La Boca
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Er hat auch einiges über sich erzählt (Wahrheitsgehalt sei mal dahingestellt).
In Kuba und Ostdeutschland studiert, u.a. wohl Psychologie (erkannte man auch daran, dass er sich und sein Wissen über Kuba hochinteressant "verkaufen" konnte).
Als er gemerkt hat, dass er sich nach dem Studium nicht über Wasser halten konnte, sei er gleich zu Beginn der 90er Jahre in die Tourismusbranche gewechselt.
Ach ja, und einen Bruder in den USA hätte er auch noch......Genau Eure Einschätzung.
Wir, als kubanische Erstreisende, fanden das alles natürlich sehr interessant. Nachprüfen konnten wir das alles nicht. Wie sollten wir auch....
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Ich befürchte leider auch, dass die Schere noch weiter auseinander gehen wird. Wer Zugang zum Tourismus hatte, wird ihn ausbauen können, wer bis jetzt schon nichts hatte, wird weiter versacken. Wer Platz für ein CP hatte, wird auch weiterhin besser zur entsprechenden Währung kommen, wer nie, bleibt ohne die richtige Währung. Ich würde allen Cubanern sehr eine Verbesserung vor allem der Versorgungsqualität mit Lebensmitteln wünschen.
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Die Lebensmittelqualität ist nicht so schlimm, wie es immer dargestellt wird. Richtig ist, dass man nicht immer das bekommt, was man an dem Tag unbedingt möchte. Dafür gibt es aber was anderes. Und das Gewünschte dann vielleicht am nächsten Tag. Ausserdem ist die Beschaffung der Lebensmittel mit einem großen Zeitaufwand verbunden. Aber wenn die Kubaner eins haben, dann Zeit.
Die meisten Kubaner wissen nur leider auch nicht mit Lebensmitteln umzugehen, so dass es meist nur Reis mit Bohnen gibt, weil sie gar nicht wissen, wie sie andere Sachen zubereiten können. Also wäre erst mal ein kollektiver Kochkurs angesagt.

Die Schere kann übrigens fast schon nicht mehr größer werden. Mein Cousin der im PRO arbeitet hat mehr hochwertigen Technikschnickschnack zu Hause, als ich es jemals haben werde.
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Was das Gemüse anbelangt, habe ich durchaus große Qualitätsunterschiede wahrgenommen. So richtig Knackig und frisch habe ich es eigentlich nur auf einem Markt in Camagüey erlebt. Andernorts - besonders in La Habana - machte es durchaus einen erbärmlichen Zustand.
Die Casa-Wirte - bis auf einen - konnten erstaunlich gut kochen. Aber Du kannst recht haben Trieli, der Kochbücher-Markt auf Kuba boomt.
Doro
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Die Einzelfälle von denen ihr berichtet sind ja ganz toll! Aber wenn ich richtig informiert bin handelt es sich doch für den durchschnittsbürger auf kuba nicht darum, wie er seinen computer noch weiter aufmotzen kann, sondern darum wie seine krankenvorsorge morgen ist , oder z.b. was dann die studiengebühren kosten oder was für preise die grundnahrungsmittel haben. Wie hoch wäre der preis für die normale bevölkerung , wenn der von uns so gepriesene kapitalismus wieder dominierend wäre???

tschüss Mandu