Air France Maschine vermisst
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Da kein Notruf abgesetzt wurde muß es ja zu mindest sehr schnell gegangen sein.
Sowas spricht für ne plötzliche Explosion.
Bei einer Entführung oder einem Anschlag wären doch sicher Forderungen bzw. Bekennernachrichten öffentlich gemacht worden. Schlimm ist es allemal. -
packard ist richtig informiert: Jedes Flugzeug wird zig mal vom Blitz getroffen ohne Schaden davon zu tragen. Kein modernes Verkehrsflugzeug wurde in den letzten 20 Jahren vom Blitz zum Absturz gebracht da ein Flugzeug ein faradayscher Käfig ist.
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dannytr wrote:
packard ist richtig informiert: Jedes Flugzeug wird zig mal vom Blitz getroffen ohne Schaden davon zu tragen. Kein modernes Verkehrsflugzeug wurde in den letzten 20 Jahren vom Blitz zum Absturz gebracht da ein Flugzeug ein faradayscher Käfig ist.Nein. Totalausfall der Elektronik und ein daraus moeglicherweise resultierender Absturz ist zu jeder Zeit moeglich.
Um 4:15 MEZ setzte die Elektronik selber (geht automatisch) eine Meldung ab, dass massive Stoerungen in der Boardelektronik vorliegen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Teil mitten in einem Gewitter. Kurz nach der Meldung brach der Kontakt komplett ab.
Noch zu einer Info.
1992 flog ich mit Delta Airlines von Miami nach Frankfurt. Eher gesagt, ich wollte. Ca 2-3 Minuten nach dem Start (Gewitter) schlug ein Blitz ein. Das licht viel aus (nur noch Notbeleuchtung), der Pilot drehte um. Info danach, durch den Blitz viel Navigation und Autopilotsteuerung komplett aus. Jetzt sind wir nicht abgestuerzt
aber die Elektronik war wohl total im Eimer. -
Danke dannytr.
@schlanga: So wie danny es schon richtig sagt funktioniert ein Flieger wie ein Auto nach dem Prinzip eines Faradayschen Käfigs.
Zweitens fliegt KEIN Pilot jemals direkt durch ein Gewitter, sondern nur durch die Ausläufer, heisst also wenn, dann rumpeln ein paar seitliche Ausläufer. Das schlimmste was durch Blitzschlag passieren kann ist, das ein paar abstehende Aussenteile getroffen/beschädigt werden. Sprich also Radioantennen etc. . Aber allein eine mickrige 737 besitzt 8 von diesen Antennen und 3 Radios (worüber auch die Transponder laufen) . Heisst also, selbst wenn was abreisst, werden wohl kaum alle Antennen gleichzeitig abgerissen werden, geschweige denn 3 Funks gleichzeitig. ( Hört sich jetzt ungemein klugshitterisch und informiert an, liegt aber daran das ich vor ein paar Wochen ein Fluganstseminar mitgemacht hab und mir von einem Lufthansakapitän vor Ort an einer Maschine alles hab zeigen und erklären lassen).
Also nochmals, ein oder auch mehrere Blitze, können einen Jet nicht vom Himmel holen.
Hoff nur das wird bald aufgeklärt, im Sinne der Angehörigen. Ich möchte da jetzt nicht am Flughafen rumstehen und auf einen meiner Lieben warten und nicht wissen was los ist
, stelle ich mir ganz schrecklich vor. -
Da ich selber bald mit einem 330-200 fliegen werde, meint ihr das dieses Flugzeug ein schlechtes ist? Oder hatte AirFrance Flug 447 nur pech?
Lg
BlackSeVen -
Okay ich entschuldige mich in aller Form!!
Blackseven -
packard wrote:

Hoff nur das wird bald aufgeklärt, im Sinne der Angehörigen. Ich möchte da jetzt nicht am Flughafen rumstehen und auf einen meiner Lieben warten und nicht wissen was los ist
, stelle ich mir ganz schrecklich vor.Ich glaube, hier wird Erbsenzaehlerei begangen. Die Uhrsachen,d ie ein Blitz hervorrufen kann, koennen zum Absturz fuehren. Und das hat selbst das dt. Luftfahrbundesamt festgestellt in Tests, in denen zB ein Blitz (wie auch immer) durch die Dichtung einer Fensterscheibe ins Innere kam und die Elektonik zerhauen hat.
1994 ist bei einem Flug von Algier-Toulouse durch einen Blitz die Cockpitscheibe geplatzt. Erst nur ein Riss, kurz danach war es im Eimer. Da duerfte es im Cockpit etwas luftig geworden sein. 1998 viel bei einer Fairchild Metro III die komplette Elektronik aus, Flugzeug befand sich zu der Zeit ueber Deutschland. Kurz danahc waren 19 Menschen tot.
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BlackSeVen wrote:
Da ich selber bald mit einem 330-200 fliegen werde, meint ihr das dieses Flugzeug ein schlechtes ist? Oder hatte AirFrance Flug 447 nur pech?
Lg
BlackSeVenDas hätte mit jedem anderen Flugzeug auch passieren können.
Die A 330 - 200 ist mit Sicherheit kein schlechtes Flugzeug.
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Eben noeler, wollen wir mal keine Erbsen zählen, was möglich ist und was nicht. Rein vom physikalisch/technischen und würde ich sagen "nein, geht nicht" aber wie du schon erwähntest stand die Maschine ja schonmal ein paar Tage am Boden wegen Technikproblemen. Vielleicht kam da irgendwo ein Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte....
Aber eh alles Unsinn, wir Laien wissen sowieso nichts. Liegt die Maschine im Atlantik? Oder irgendwo im Dschungel auf einer Insel notgelandet? Oder am Ende entführt und steht auf einem geheimen Rollfeld in Kolumbien? Oder.......
Wie gesagt, klar macht man sich Gedanken und mir tun wirklich und aus vollem Herzen derzeit die Angehörigen einfach unendlich leid.
Wenn ich mir das überleg, da steht der Flug stundenlang in Paris als "delayed" angeschlagen, die warten und warten..... und wer weiss wann sie wissen was z.B. mit ihrem Mann, Kindern etc. los ist. Schlimm!! -
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Hier ein Artikel zu diesem schrecklichen Ereignis mit den neusten Informationen :
Air-France-Absturz: Mehr als 20 Deutsche an Bord
Eine Air-France-Maschine mit 228 Insassen an Bord ist auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris in starke Turbulenzen geraten, anschließend vom Radar verschwunden und vermutlich abgestürzt. Nach offiziellen französischen Angaben waren auch mehr als 20 Deutsche an Bord, berichtet die Nachrichtenagentur afp. Sowohl in Südamerika als auch in Afrika stiegen Militärflugzeuge auf, um nach der vermissten Maschine zu suchen.
HB PARIS. Das Flugzeug sei möglicherweise von einem Blitz getroffen worden, sagte ein Air-France-Sprecher am Montag. Die Maschine habe gegen 4.14 Uhr MESZ über eine automatische Warnung eine elektrische Störung gemeldet, rund 15 Minuten nachdem sie in Turbulenzen geraten sei. "Wir stehen zweifellos vor einer Luftfahrtkatastrophe", sagte Air-France-Chef Pierre-Henri Gourgeon. Das Flugzeug hätte um 11.15 Uhr MESZ auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle landen sollen. Air France-KLM erklärte, an Bord des Fluges AF 447 seien 216 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Der Airbus 330-200 war am Sonntag um 19 Uhr Ortszeit (24 Uhr MESZ) in Rio gestartet.
An Bord der Maschine sind nach einem Bericht der französischen Nachrichtenagentur afp auch mehr als 20 Deutsche gewesen. Nach Angaben des für Verkehr zuständigen französischen Umweltministers Jean-Louis Borloo waren auch mindestens 40 Franzosen an Bord. Die meisten Passagiere waren Brasilianer.
Während Air France die These eines Blitzschlages bevorzugte, schlossen Experten auch einen Terroranschlag nicht völlig aus. Blitzeinschläge in Flugzeuge gibt es häufig. Sie richten in der Regel keine großen Schäden an. Ein totaler Stromausfall nach Blitztreffern könnte nach Angaben der Pilotenvereinigungen aber erklären, warum die sehr erfahrenen Piloten kein Notsignal gaben.
"Wir verstehen nicht, was passiert ist", sagte Verkehrs-Staatssekretär Dominique Bussereau. "Die Hypothese einer Entführung scheint ausgeschlossen, denn die Maschine hätte irgendwo landen müssen. Wir müssen leider mit dem Schlimmsten rechnen." Dagegen erklärte die Pilotengesellschaft SMPM: "Wir behalten ein Fünkchen Hoffnung." Wenn es einen Triebwerkschaden oder ein Feuer an Bord gab, habe das Flugzeug vielleicht wassern können. Dann hätten die Insassen in Rettungsinseln gehen können. An Bord des FLuges AF 447 waren nach Air-France-Angaben 216 Passagiere und 12 Crew-Mitglieder.
Airbus-Chef Thomas Enders zeigte sich schockiert: „Mich selbst hat diese schreckliche Nachricht am Montag zu Hause ereilt. Unser volles Mitgefühl gilt den Familien, Freunden und Angehörigen. Mit unseren Kollegen von Air France sind wir in engstem Kontakt. Die untersuchenden Behörden werden von uns nach bestem Wissen und Gewissen unterstützt, um alles Menschenmögliche zur Aufklärung beizutragen.“
Der brasilianische Luftfahrtexperte Décio Correia sagte in einem Fernsehinterview, der Zwischenfall müsse "sehr, sehr plötzlich" eingetreten sein, weil die Crew offensichtlich keinerlei Alarm gegeben habe. Eine Explosion könne eine Erklärung dafür sein. Auch der Luftfahrt-Gerichtsexperte Francois Granquiersagte, am wahrscheinlichsten sei die Hypothese einer "Zerstörung im Flug". Wenn die Maschine mitten in den Atlantik gestürzt sei, werde man sie kaum wiederfinden. Die Mittel dazu seien sehr begrenzt. Die Flugschreiber geben nach einem Absturz Signale ab, die es ermöglichen sie aufzuspüren. Allerdings hängt das von der Wassertiefe ab.
Die brasilianische Luftwaffe fliegt derzeit einen Teil der Flugroute der im Atlantik vermissten Air-France-Maschine ab. Bislang gibt es noch keine Hinweise auf den Verbleib des Airbus 330. Die Luftwaffe sucht das Gebiet von der brasilianischen Insel Fernando de Noronha, etwa 350 Kilometer vor der Festlandküste, in Richtung Frankreich ab.
Die brasilianische Luftwaffe verlor eigenen Angaben zufolge um 22.36 Uhr brasilianischer Zeit (3.33 Uhr MESZ) den Kontakt zu dem Flugzeug. Zu diesem Zeitpunkt sich habe sich die Maschine rund 350 Kilometer von der nördlichen Küste Brasiliens entfernt über dem Atlantik befunden, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Klar ist, dass das Flugzeug nicht den marokkanischen Luftraum erreichte. "Die Maschine nahm keinen Kontakt mit den marokkanischen Fluglotsen auf", teilte der marokkanische Verkehrsminister Karim Ghellab am Montag der staatlichen Nachrichtenagentur MAP mit. "Die Maschine muss daher außerhalb des marokkanischen Luftraum verschwunden sein." Nach Angaben von Air France wurde die Maschine von erfahrenen Piloten geflogen. Ein hochrangiger französischer Minister schloss eine Entführung indes aus. "Es ist eine schreckliche Tragödie", sagte Jean-Louis Borloo dem Radiosender France Info.
Die Fluggesellschaft erklärte, Angehörige der Insassen des Fluges AF 447 würden am Flughafen Charles de Gaulle betreut. An Bord der Maschine hätten sich auch sieben Kinder und ein Baby befunden. Das Auswärtige Amt in Berlin konnte zunächst nicht sagen, ob sich an Bord des Flugzeugs auch Deutsche befanden.
An Bord des Flugzeugs befanden sich möglicherweise auch Briten. "Ich befürchte, es könnten auch einige britische Bürger an Bord gewesen sein", sagte Premierminister Gordon Brown am Montag in London. Die Tragflächen der Maschine stammen aus britischer Airbus-Produktion, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete.
Quelle: Handelsblatt.com
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Hm, die Marketingabteilung von AF hat schnell reagiert. Bis heute gab es naemlich noch die "Blitz-Specials" (heissen wirklich so) mit denen man fuer 328 Euro von / nach Rio fliegen konnte...

Das Angebot ist nun weg, nur auf anderen Seite steht es noch so da...
Wie dem auch sei. ob Blitz oder sonst was. Kann ja auch schlicht auseinandergebrochen sein, da ja angeblich sehr starke Turbolenzen dort am Werke waren.
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BlackSeVen wrote:
Da ich selber bald mit einem 330-200 fliegen werde, meint ihr das dieses Flugzeug ein schlechtes ist? Oder hatte AirFrance Flug 447 nur pech?Den Airbus A330 gibt es seit 1992 und das ist jetzt der erste Absturz eines Airbus A330. Also immer noch ein sehr sicheres Flugzeug.
Auch das Schwesterflugzeug A340 (seit 1991 am Markt) hatte noch nie einen Unfall mit Todesopfern. Du kannst also beruhigt in einen A330/A340 einsteigen.
Hier muss schon etwas außergewöhnlich schlimmes passiert sein, dass es zum Absturz kam, und das wird sich bei Deinem Flug mit Sicherheit nicht wiederholen. -
alekue wrote:
ein so neues flugzeug bricht nicht einfach wegen turbulenzen auseinander!und ein älteres auch nicht.
Und vielleicht sollten hier bei diesem Thema einige nicht ihre rechthaberischen Spielchen treiben.
Es ist natürlich sehr tragisch was passiert und dass es noch keine Hinweise auf das Flugzeug gibt.
Vorallem tun mir die Angehörigen leid die jetzt diese Ungewissheit haben und nicht wissen was wirklich los ist. -
bulgarienfreund wrote:
Bernat wrote:
Klar, aber wo soll man anfangen zu suchen (mitten auf dem Atlantik)?Die Fliegen die Route die der Flug nehmen sollte mit der Luftwaffe ab!
Leichter gesagt als getan: die meisten Luftwaffenflieger haben eine EXTREM eingeschränkte Autonomie, und je nach möglicher Absturzstelle schafft das kein 'normaler' Flieger.
Ich kenne das aus der Hochsee-Rennsegelei: je nach möglicher Unfallsposition geht eine Rettungsaktion kurfristig nur über sich in der Nähe befindende Schiffe.
da bist du aber falsch informiert.