Gotthard oder Bernardino, um zum Comer See zu kommen?
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Hallo Fories, wir wollen in den Sommerferein an den Comer See mit dem Auto fahren. Jetzt gibt es zwei Routen von Köln aus, einmal über Basel, Luzern und dann durch den Gotthard und die andere: über Bregenz, Chur und dann durch den San Bernardino. Welche Route könnt ihr uns empfehlen? Welche ist stauträchtiger? Welche schwieriger zu fahren? Wir haben ein Kind dabei. Ich wäre für Tipps sehr dankbar!!
Liebe grüße
Susanne -
Der Gotthard ist an Sommer-Samstagen extrem stauanfällig, gerne wartet man über 3 Stunden bis man durchkommt. Alternative ist auch noch der Pass, in Amsteg oder Erstfeld raus, das fährt sich zwar auch zäh, aber wenigstens steht man nicht.
Bernhardino ist zwischen Chur und Bellinzona nur einbahnig, aber insgesamt recht gut zu fahren. "Schwierig" zu fahren ist keine der beiden Routen.
Aber auf keinen Fall via Bregenz! Stau am fehlenden Stück der A96, Stau vor dem Pfänder-Tunnel. Bleibt auf der A5 bis Dreieck Weil am Rhein, dann via Rheinfelden, Zürich (die Südumfahrung ist fertig!) nach Chur.
Alternativ noch: Nicht bis zum Bernhardino fahren, sondern vorher über den Splügen-Pass nach Italien. Die Straße endet am Nordende des Lago di Como! Ist aber eine "echte" Passstraße.
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Danke für die schnelle Antwort!! Ist denn der Splügen Pass auch stauträchtig? Und was erwartet uns auf einer "echten Passstraße" ? Toll der ipp mot Bregenz. Da wären wir bestimmt lang gefahren. Danke!
LG Susanne
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Nee, Bregenz lasst mal. Da müsstet ihr ja via Frankfurt-Würzburg(-Ulm) fahren, das ist auch so ne Dauerbaustelle ... eine echte Passstraße besticht durch Schmalheit, Serpentinen, Haarnadelkurven und ist für Gespanne gesperrt

Außerdem waren, als ich das letzte Mal da gefahren bin (ist aber schon ein bißchen her) auf der italienischen Seite einige Tunnel unbeleuchtet. Aber Staus gibts da garantiert nicht. Der Splügen ist ein auch landschaftlich recht lohnender Pass übrigens.
Ach ja, wenn ihr NICHT an einem Samstag fahrt ist der Gotthard die beste, kürzeste Alternative!
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Tirrenia hat eigentlich schon alles gesagt! Mir persönlich gefällt die Fahrt über den Bernardino landschaftlich besser und man ist irgendwie auch ruhiger unterwegs, da der Gotthard schon die weitaus frequentiertere Verbindung ist. In der Tat ist der Gotthard vor allen Dingen am Samstag kritisch, wir sind allerdings Nachts schon recht entspannt durchgefahren.
Insgesamt solltest Du vor der Reise sehr aufmerksam die Informationen z.b. des ADAC studieren, da der Gotthard hin und wieder sogar zur Hauptreisezeit gesperrt wird oder zumindest nur in einer Richtung befahrbar ist. Auch um Luzern ist der Verkehr manchmal recht heftig. Sollten beide Autobahnverbindungen (Bernardino und Gotthard) stauanfällig sein, bleibt in der Tat die Fahrt über den jeweiligen Pass. Wenn man Zeit hat, ist das sogar die weit schönere Alternative. Und so viel Zeit verliert man dabei gar nicht - also keine Bange vor den Pässen! Die sind auch fahrerisch eher der Kategorie "Anfänger" zuzuordnen.
Viel Spaß am Comer See und eine gute Anreise wünscht
Ingo
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mangrovejack wrote:
..... also keine Bange vor den Pässen! Die sind auch fahrerisch eher der Kategorie "Anfänger" zuzuordnen.Kategorie "Anfänger".....dann sehe ich aber viele, viele Anfänger mit dem Landeskennzeichen "D" über diese Pässe schleichen.
Benützt den San Bernardino........weniger Stau und auch nicht sooo schwer zu fahren. Der Splügen setzt schon ein wenig mehr Erfahrung voraus!
Und wenns der Gotthard sein muss......der Tipp über den Pass ist okay. Dieser Pass ist ausgebaut.
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Danke für die lieben Antworten! Da sieht man wieder, wofür so ein Forum gut ist! Wenn ich fahren würde, würde ichnach euren Aussagen dann bestimmt den Berhardino fahren, weil ich nicht gut fahre und ängstlich bin. Mein Mann wird jedoch fahren, deshalb habe ich nicht solche Bedenken. Wenn man den Splügen fährt, wielange dauert die Fahrt dann länger, was meint ihr?
Könnt ihr mir naoch sagen, wie das mit den Gebühren aussschaut? Was brauche ich für die Schweiz und Italien. Müssen wir da eine Vignette kaufen? Danke nochmal ganz doll!!Liebe grüße
Susanne -
Für die Schweiz gibt es NUR die Jahresvingette. Und die kurze Strecke bis zum Comer-See ist, wenn ich mich richtig entsinne, noch gebührenfrei. Bin mir aber nicht sicher. Wir fahren in letzter Zeit öfter über den Brenner nach Italien.
Was die Anreise betrifft, ich würde zum Gotthard raten, ist einfacher und je nach der Zeit steht man in der Hauptsaison an beiden Strecken. Kommt auch vielfach auf den Tag der Anreise an.
Wir sind auch schon einmal die Strecke über Chur gefahren. Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass diese Strecke sich kräftig zieht. Übrigens, wir reisen auch von Köln an. Daher ein kleiner Tipp zur Rast: Bei Hergiswil, liegt kurz hinter Luzern direkt am See, gibt es eine schöne Rastmöglichkeit am Seeufer. Decke nicht vergessen und schon ist Picknick mit Seeblick angezeigt.
Schönen Uralub am See.
har -
Die schweizer Jahresvignette kostet 40 chf / 28 € und ist beim ADAC erhältlich. In Italien ist die Autobahn nach dem Grenzübergang Como/Chiasso bis zur Ausfahrt Como-Sud gebührenfrei. Evtl. macht es aber auch Sinn, bereits in der Ausfahrt Lugano-Nord die AB zu verlassen und über Lugano nach Menaggio am Lago di Como zu fahren - man umgeht den obligatorischen 5-km-Grenzstau vor Chiasso.
Wo wollt ihr denn konkret hin am Comer See? So klein ist der ja nun nicht. Wenns z.B. das Ostufer werden soll, dann ist die Alternative über den Splügen auch zeitlich unschlagbar.
P.S.: Der Gotthard ist an einem Ferien-Samstag absolut nicht empfehlenswert!
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Hallo,
ich würde wie folgt am Abreisetag vorgehen: Fahrt über die A5 nach Basel (oder wenn dort viel Stau ist geht auch immer die mautfreie A35 im Elsaß, die sehr viel ruhiger ist als die A5) und dann eben auf die A2. Und dann hört einmal den Stauservice von Radio DRS an; die melden zu jeder halben Stunde die Wartezeit am Gotthard. Sollte es (fast) keinen geben, ist die Strasse via Gotthard schon die schnellere. Auch landschaftlich ist sie ab Luzern wunderschön, der Vierwaldstätter See ist grandios. Der Gotthardtunnel an sich ist etwas nervig, aber eigentlich unproblematisch. So wie alle Strassen in der Schweiz keinerlei Probleme machen, sie sind in allen Fällen (Ausnahme vielleicht die Autobahn Basel-Zürich und um Zürich herum) ruhiger und besser ausgebaut als in D.
Der Pass am Gotthard ist die bessere Alternative zum Tunnel, wenn ihr es nicht eilig habt. Besonders schön (für schweizer Verhältnisse) ist er aber nicht.
Am Lago di Como braucht ihr aber viel Nerven beim Autofahren. Die Strassen sind richtig übel und die Disziplin der Verkehrsteilnehmer ist alles andere als Urlauberfreundlich. Die engen, löchrigen Strassen um den See herum sind ein echter Stressfaktor. Da bietet sich für einen stressfreien Urlaub der Verzicht aufs eigene Auto an, um den schönen See wirklich geniessen zu können. Direkt hinter der Grenze ist strassenkomfortmäßig eine völlig andere Welt wie noch im Ticino.
PS: Unbedingt einen Ausflug an den Lago Maggiore (Verzascatal, Locarno, Ascona) und an den Lago di Lugano (Monte Bre, Gandria) einplanen.
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Hallo, danke für die vielen Tipps!!!!! Jetzt bin ich doch wieder am zweifeln...doch lieber Gotthard? Wer ist denn schon diesen Splügenpass gefahren? Wie viel länger dauert die Fahrt denn darüber? Wir fahren natürlich an einem Samstag.....
Liebe grüße
Susanne -
Hallo susanne,
fahrt über Bregenz und Chur, und dann über den San Bernardino. Diese Strecke ist im Sommer, im Gegensatz zur Gotthardstrecke nicht ganz so voll. Der Splügenpass ist nich einfach zu fahren, und sehr viele Serpentienen und Kurven erwarten euch dort. Auf italienischer Seite wird es außerdem noch sehr unübersichtlich und eng. Falls ihr sehr wenig Erfahrung mit dem Befahren von Alpenpässen habt, würde ich euch vom Splügenpass abraten, obwohl er lanschaftlich wundervoll ist.
LG
reiselilly -
Susanne,
wir alle können nicht vorhersehen wie es an eurem Abreisetag aussehen wird. Pauschal kann man nämlich nicht sagen dass der Gotthardtunnel immer mit Stau belastet ist. Kommt ihr nachts dort an, ist garantiert keiner. Ist das Wetter schlecht an diesem Tag, ist auch eher keiner. Unter der Woche, auch in den Ferien, habt ihr auch gute Chancen auf freie Fahrt. Nur an Tagen wie Samstags in den Ferien bei tollem Wetter, da könnt ihr euch eines Megastaues sicher sein. Einfach Radio hören.
Dann wissen wir ja auch nicht ob ihr so flott wie möglich an euer Urlaubsziel wollt oder ob der Weg dorthin schon der Urlaub ist. Bei zweiterem ist eine Fahrt über einen Pass immer eine gute Wahl. Bei ersterem ist die Fahrt durch den Tunnel immer besser, sofern kein Stau ist. Durch den Gotthardtunnel seit ihr in rund 15 Minuten, über den Paß dauert es mindestens 1 Stunde.
Und ob Gotthard oder Bernardino - fahrt auf jeden Fall nicht über Bregenz, sondern kommt über die A5 und entscheidet euch dann entweder für die Route Zürich-Chur-San Bernardino oder Luzern-Gotthard. Viele finden die San Bernardino-Route landschaftlich schöner, aber auch die Gotthard-Route ist toll, der Vierwaldstätter See und die satten grünen Wiesen lassen erste Urlaubshochgefühle aufkommen.
Auf jeden Fall solltet ihr euch nicht verrückt machen lassen. Spontan losfahren und nicht allzu viel planen ist gut für eine unbeschwerte Urlaubsstimmung und läßt euch die Freiheit, euch am Abreisetag auf die dann vorhandenen Bedinungen perfekt einzustellen.
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Pro Monat fahre ich ca. 6000km - immer quer durch die Schweiz.
Hier mein ultimativer Tipp...... bei Basel rein in die Schweiz, zuerst die A2 und dann unbedingt auf der A3 Richtung Zürich, dort die neue Umfahrung "Westring" nach Chur. Die Fahrt entlang dem Zürichsee und dem Walensee kann als sehr schön bezeichnet werden.
Dann ab Chur die A13 Richtung San Bernardino - durch den Tunnel. Und wenn ihr das "Passfeeling" erfahren wollt, dann tut euch die Passüberquerung an. Einige enge Kehren, aber das wird schon. Landschaftlich wird euch auch diese Strecke überzeugen.
Runter ins Tessin und bei Chiasso die Schweiz wieder verlassen.
Die Bemerkung von den schlechten Strassen um den Comersee ist natürlich nicht ernst zu nehmen. Da will euch ein Schweizer nur auf seiner Seite resp. in seinem Land behalten. Die Strassen sind eng, landschaftlich aber ebenfalls überzeugend.
So - bis hierher gelesen und ihr habt die beste Route.
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Landkarte, bin mir nicht ganz sicher was die Schweizer sagen würden wenn ein waschechter Schwabe so einfach einen schweizer Pass erhalten würde.. ;=).
Aber wir sind sehr oft im Tessin und auch des öfteren am Lago di Como. Landschaftlich wunderschön, keine Frage. Aber den Zustand der Strassen nennst du akzeptabel? Die Anzahl der Schlaglöcher, der mies beleuchteten Tunnels, der superengen Hauptstrassen am linken Ufer des Sees sprechen da eine andere Sprache. Das spürt man natürlich vorallem wenn man zuvor oder danach auf den zugegebenermassen konkurrenzlos-guten Strassen der Schweiz unterwegs war oder ist.
Aber nur keine Angst, mit einem ordentlichen Nervenkostüm ist auch das zu meistern und natürlich kein Grund, deshalb auf den Lago di Como zu verzichten. Möge jeder selber seine Erfahrungen sammeln.