denguefieber
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Hallo,
jetzt brauch ich mal euere Hilfe, da ich mich nun überhaupt nicht mehr auskenne. Ich war heute bei unserer Betriebsärztin um mich zu erkundigen, welches Standby Medikament gegen Malaria und welches Mückenspray ich mitnehmen müsse.
Dann hat sie in irgendeinem Institut angerufen und mir dann gesagt, Malariamedikament müsse ich überhaupt keines mitnehmen, dafür aber ein Spray und Lotion namens NOBITE gegen Denguefieber. Da solle ich mich Tag und Nacht einreiben und auch meine Kleidung besprühen.
Hat jemand schonmal was davon gehört von Denguefieber in der Dom. Rep.? Ist das wirklich so ein großes Problem, dass ich dieses spezielle Mückenspray brauche? Ich habe mir nämlich AZOREN für Tropen besorgt, dass wurde mir vom Apotheker empfohlen.
EIne Bekannte riet mir von diesem NOBITE ab, da dass die ganze Kleidung zersetzen soll. Kennt sich jemand damit aus?
Gruß
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Hallo,
vielleicht kann Dir da ein Tropeninstitut Auskunft geben, z.B.
Tropeninstitut Hamburg
http://www.gesundes-reisen.de/index2.html
oder
Tropeninstitut Berlin
http://www.charite.de/tropenmedizin/neues/index_neues_d.html
Gruß
Cornelia -
Also, nach meiner Kenntnis ist "No Bite" lediglich eins von vielen Mückensprays, das aber nicht speziell gegen die "Dengue-Mücken" (so etwas gibt es gar nicht!) wirkt, sondern, wie der Name schon sagt, generell Mückenbisse verhindern soll.
Gegen Dengue, das überall und immer öfter in allen Gegenden der Tropen vorkommt (also auch in der DomRep), ist kein Kraut gewachsen, keine Impfungen, keine Pillen..
Das einzige Gegenmittel: sich nicht stechen lassen!
Wir haben den Verlauf der Krankheit bei einem Miturlauber in Brasilien erlebt. Dengue ist bei Erwachsenen in der Regel nicht lebensgefährlich, verläuft eher wie eine kurze heftige Grippe mit allerdings unter Umständen sehr unangenehmen Begleiterscheinungen wie extremen Gliederschmerzen und einer Art Augenlähmung, wobei man vorübergehend die Augäpfel nicht bewegen kann. Bei unserem Miturlauber war der Spuk nach einer Woche vorbei. Wir haben uns mit dem behandelnden Arzt unterhalten, er sagte uns, daß bei Kindern der Verlauf nicht immer so komplikationslos ist.
Bei Erwachsenen tritt bei erneuter Ansteckung manchmal ein sogenanntes hämorrhagisches Syndrom auf mit Blutungen innerer Organe.So, wie man sich über Malaria vor der Reise informiert, sollte man es auch mit Dengue halten. Erster Ansprechpartner ist natürlich der Hausarzt, aber es gibt auch sehr gute Seiten im Internet.
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Die einzige Möglichkeit gegen Dengue-Fieber vorzubeugen ist ein konsequenter Mückenschutz. Es gibt keine Prophylaxe oder Schutzimpfung.
Normalerweise gibt es für Touristen kaum Probleme. der erste Kontakt mit Denguefieber geht gllimpflich aus, wie eine Grippe mit Fieber/Gliederschmerzen etc.
Problematisch wird es meist erst bei wiederholtem Kontakt, erst dann kommt es zum gefürchteten Hämorraghischen Fieber (ähnlich Ebola, aber nicht ganz so schlimm, trotzdem sterben einen ganze Menge Leute daran).
Da ich jede Art von Stechinsekten magisch anziehe, ist Autan oder das lokale übliche Mückenzeugs mein ständiger Begleiter.
Dengue breitet sich ständig weiter aus und ist in der ganzen Karibik bekannt. Ich wage nicht einzuschätzen wie hoch das Risiko ist (habe aus diesem Grund aber noch keine Reise in die karibik oder Süd-Florida abgesagt
Bitte lass die Größe der Schrift auf Normal.Danke
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Mir fiel heute noch etwas ein, das der Arzt, der unseren Miturlauber in Brasilien behandelte, uns riet. Bei Auftreten grippeähnlicher Symptome sollte, bis der Arzt Dengue ausgeschlossen hat, kein Aspirin oder andere Mittel, die Salicylsäure enthalten, genommen werden, da Salicylsäure blutverdünnend wirkt und bei Auftreten von Blutungen diese möglicherweise verstärken kann.
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Hallo, schau doch mal auf die Internetseiten: fit-for-travel.de
Das ist die Seite vom Tropeninstitut in München und dort findest Du wertvolle Tips für Deinen Urlaub. Du kannst aber auch direkt ins Tropeninstitut nach München fahren und dort an der "Reisemedizinischen Sprechstunde" teilnehmen. Das machen wir auch immer vor einem Auslandsaufenthalt in weiter entfernten Ländern. Erfahrene Ärzte überprüfen ob Dein Impfschutz ausreicht und geben Dir Tips, wie auch Antworten auf Deine Fragen.
Solltest Du weiter entfernt wohnen gibt es auch in Berlin, Hamburg und ich glaube Heidelberg (bin mir aber nicht ganz sicher) Tropeninstitute.
Einen schönen, gesunden Urlaub wünscht Dir
Babsi -
Die Gefahr, an Dengue zu erkranken, wird gemeinhin viel zu sehr unterschätzt. Auch wir haben bis vor 2 Jahren Repellentien, die einzigen Gegenmittel gegen Dengue, eher in homöopathischen Dosen eingesetzt. Seitdem wir die Krankheit bei einem Miturlauber miterlebt haben (ich berichtete bereits darüber), haben wir unser Verhalten geändert. Ich kann nur jedem raten, sorgfältig ein gutes Anti-Mückenmittel als Spray oder zum Einreiben zu verwenden, das Moskitonetz auf undichte Stellen zu überprüfen und die Klimaanlage Tag und Nacht laufen zu lassen. Die Tierchen hassen nichts mehr wie Kälte!
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Neues von der Dengue-Front in SOA.
Die Zeitungen Malaysias sind zur Zeit voll mit Warnungen wg. Dengue-Fieber. Dort sind derzeit wöchentlich ca. 750 Neuerkrankungen zu verzeichnen, und das keineswegs in entlegenen Gebieten, sondern besonders in Gegenden wie K.L. und Penang. Es sind bisher nachweislich mindestens 70 Tote zu beklagen, wie die Zeitung "The Star" meldet.
Man sollte sich wirklich vor der Reise bei einem fachkundigen Arzt und/oder einem Tropeninstitut beraten lassen, worauf zu achten ist.
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"wallberg" wrote:
Ist die Krankheit in Thailand auch verbreitet?@ wallberg
Dengue-Fieber gilt als die häufigste durch Mücken übertragene Viruskrankheit überhaupt. Sie kommt überall auf der Welt in tropischen Zonen vor, also auch in Thailand.
Neuerdings werden stark steigende Krankheitszahlen aus der ganzen Welt gemeldet, und auch in gemäßigten Zonen kommt die Krankheit immer häufiger vor.
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@ Woodstöckchen
Informationen über die Zunahme von Dengue kann man sowohl den einschlägigen Reisemedizin-Seiten als auch speziellen Asien-Foren entnehmen.
Malaysia ist nur ein Beispiel, Dengue nimmt schon seit einiger Zeit überall in den Tropen zu (und sogar hier bei uns hat es angeblich die ersten Fälle gegeben).
Das ist aber meines Erachtens überhaupt kein Grund, dorthin nicht mehr in Urlaub zu fahren. Man sollte sich aber vor der Reise entsprechend informieren, damit man die individuellen Risiken besser abschätzen kann.
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"wallberg" wrote:
Was macht eigentlich die Menschen die in solchen Regionen leben? Kann mir nicht vorstelln das sie sich alle jeden Tag mit Mückenschutz einsprühen.@ wallberg
Ich bin kein Arzt, weiß aber aus Gesprächen mit Einheimischen, auch mit einem einheimischen Arzt, daß die Menschen in diesen Risikogebieten meist keine Prophylaxe betreiben, sie leben mit dem Risiko. Durch die dauernde Konfrontation mit Tropenkrankheiten hat sich bei ihnen eine Art Immunität aufgebaut, ihr Immunsystem hat sich nach vielen Erkrankungen auf diese Krankheiten eingestellt.
Aber vielleicht gibt es unter den Usern einen Tropenarzt, der Deine Frage fachversierter beantworten kann.
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Hallo zusammen
habe diesen Thread nur kurz überlesen, da heute wieder eine Anfrage in Punkto Dengue Fieber im Forum stand.
Auch auf Bali ist Dengue eine nicht zu unterschätzende Gefahr und darum möchte ich einiges klar stellen.
Dengue wird von einer TAGAKTIVEN Mückenart übertragen. Sie ist sehr auffällig und trägt aufgrund ihrer Zeichnung auch den Namen Zebramücke. Diese Mückenart ist auf stillstehende Gewässer angewiesen, darum ist die Gefahr einer Dengueinfektion auch nach der Regenzeit am größten.
Trotzdem gibt es immer wieder größere Ausbrüche der Krankeit.
Die Erstinfektion verläuft bei den meisten Infizierten nahezu problemlos. Erkältungssymptome, wie bei einer leichten Grippe, die man sich ja auch gerne mal durch die AC einfängt.
Das große Problem ist die Zweitinfektion, die auch Jahre später erfolgen kann. Hierbei kommt es zu hohem Fieber, und so schlechten Blutwerten, dass es wirklich gefährlich werden kann.
Aus iesem Grund sollten Grippesymptome im oder während des Urlaubs speziell in Denguegebieten immer abgeklärt werde.
Eine kalte Aircondition oder ein Moskitonetz bringen hier garnichts. Das hilft gegen die Anophelesmücke - Malaria- ( und das auch nur im eigenen Zimmer) aber nicht gegen diese tagaktive Mückenart. Hier ist konsequenter Schutz in Form von Sprays oder anderen Mitteln angesagt.
Klar ist aber auch, dass Denguefieber eine saisonale Angelegenheit ist. Man sollte sie aber weder über- noch unterbewerten
LG Brigit -
Zur Zeit breitet sich wohl das Denguefieber in der Dominkanischen Republik aus. Hier ein kurzer Ausschnitt einer Meldung des Online-Magazins Dom-Rep-Magazin:
Mobilisierung gegen weitere Dengue-Ausbreitung
-- Santo Domingo, 16. September 2006 --
Die anhaltende Ausbreitung der auch als "Sieben-Tage-Fieber" bekannten Dengue-Infektionen im Land bereitet den Gesundheitsbehörden mehr und mehr ernste Sorgen. Die Krankheit, die durch Stiche infizierter Moskitos ausgelöst wird, hat sich innerhalb weniger Wochen bereits auf 3.400 Menschen übertragen. Mit einer groß-angelegten Mobilisierung von Hilfskräften unter Einbindung öffentlicher u. privater Schulen, den Kirchen und Zivilangestellten der Armee sollen jetzt die Präventivmaßnahmen, die sich in erster Linie gegen die Brutstätten der Mücken richten, in den betroffenen Gebieten ausgeweitet werden.
LG Petra -
Hallo...
Weiß jemand, wie es aktuell aussieht??
Bin jetzt ein wenig verunsichert....Ist das Risiko (zur Zeit) in der DomRep erhöht? Gibt es hierzu Monate wo diese Mücken vermehrt auftreten?? (Wir fliegen im März)...
Welches Mückenmittel ist "sicher"? Es gibt ja hier im Forum doch unterschiedliche Meinungen und Ratschläge....
Danke im voraus!
lG, Nela -
"Nela66" wrote:
Welches Mückenmittel ist "sicher"? Es gibt ja hier im Forum doch unterschiedliche Meinungen und Ratschläge...Hallo Nela,
in Kuba hatte ich folgende Erfahrung gemacht: Wenn man sich mit Rum eingerieben hatte, hatten die bösen kleinen Tierchen keinen gefallen an einem gefunden und sind zu denen geflogen, die sich mit den diversesten Mückenschutzmitteln eingerieben hatten.
Gruß
Hefe -
[quote="Hefe....
in Kuba hatte ich folgende Erfahrung gemacht: Wenn man sich mit Rum eingerieben hatte, hatten die bösen kleinen Tierchen keinen gefallen an einem gefunden und sind zu denen geflogen, die sich mit den diversesten Mückenschutzmitteln eingerieben hatten.
[/quote]Der gute, teure Stoff! Einfach so! Hast Du mal ausprobiert, ob er auch gegen Mücken hilft, wenn man ihn innerlich anwendet?

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"salvamor41" wrote:
...Hast Du mal ausprobiert, ob er auch gegen Mücken hilft, wenn man ihn innerlich anwendet? ;)...Auszug aus dem medizinischen Tagebuch:
...Nach oraler Anwendung von mehr als einer Flasche Rum war ein Verlust am Folgetag der gespeicherten Informationen in den Gehirnzellen zu erkennen...
