Malariaprophylaxe in Lombok und Gili
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Hallo,
wir fliegen Anfang September nach Indonesien. Unsere Rundreise führt uns von Sumatra über Java, Bali nach Lombok (nur Zwischenlandung) und Gili Trawangan für 6 Tage.
Wir sind uns nicht ganz sicher, ob wir wirklich eine Marilariaprophylaxe für Lombok und Gili brauchen. Das Tropeninstitut hat uns Malarone für alles was östlich von Bali liegt, empfohlen.
Wir sollen 7 Tage vor Einseise nach Lombok damit beginnen.
Wer von Euch hat Erfahrung mit Malaria-Prophylaxe in diesem Gebiet und kann uns sagen, ob wir diese wirklich brauchen?
Danke Andreas -
Hallo!
Mein Freund und ich fliegen übermorgen nach Bali und werden auch 5 Tage in
Lombok sein! Mir wurde vom Hausarzt sowie vom erfahrenen Apotheker
ebenfalls Malarone empfohlen.
Nach reichlicher Überlegung hinsichtlich Prophylaxe oder Notfallmedikamentation
haben wir uns dazu entschlossen, das Medikament nur im Notfall zu nehmen.
(mit Malarone ist rein theoretisch ja beides möglich)- ist es ja nichtmal sicher, dass man bei der prophylaktischen Einnahme nun
wirklich zu 100% geschützt ist, das heißt man kann trotzdem an Malaria
erkranken - weiß ich leider noch nicht wie bzw. ob ich das Malarone prophylaktisch
vertrage und will daher im Urlaub nicht mit den eventuellen Nebenwirkungen
kämpfen, und - ist es ja nicht mal so billig (60 Euro in Ö), wir haben uns daher für eine
gemeinsame Packung (12 Tabletten) für den Notfall entschieden (denn wenn wir
wirklich beide erkranken sollten reicht das für die Erstbehandlung und dann sollte
man ja sowieso einen Arzt aufsuchen...
Ich hoffe ich konnte dir mit meinen Überlegungen ein bisschen weiterhelfen und bin
auch offen für andere Ideen + Vorschläge!
(zumindest noch bis Dienstag denn dann bin ich auf und davon!)Lg, Lisa1986

- ist es ja nichtmal sicher, dass man bei der prophylaktischen Einnahme nun
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Hallo Andreas,
also da liegst du eigentlich einer Falschinformation auf, da die Prophylaxe mit Malarone ein
bis zwei Tage vor dem Einreisedatum ins vermeintliche Malariagebiet beginnt. Waehrend des
Aufenthaltes dort und danach fuer weitere 7 Tage Einnahme.
Schau doch noch mal genau bei den reisemedizin. Seiten (Fit for Travel o.ae.)@ Lisa,
du schreibst, falls ihr Beide erkrankt, faengst du eigenstaendig mit der Therapie an

- woher willst du denn wissen, dass es nicht Dengue oder irgendwas ist?
- selbst wenn ihr vom Arzt irgendeine Form der Malaria diagnostiziert bekommt und er
zustimmt mit Malarone zu behandeln, reicht euch 1 Schachtel nicht, da Behandlung dann
p.P./Tag 4 Tbl. fuer 3 Tage erfordern. Also die Strategie - ich weiß nicht?
LG
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Uns wurde empfohlen, falls 7 Tage nach dem 1. Tag auf Lombok Fieber
auftreten sollte, gleich mit dem Malarone zu beginnen...
(ebenfalls Falschinformation???)
Außerdem sind, wie du sagst, im Notfall 4x3 Tabletten erforderlich
-> also 12 Stück insgesamt und die sind ja in einer Schachtel!
Schlussendlich baut unsere Spekulation also darauf auf, dass wenn,
dann nur einer von uns erkrankt... :?
Lg, LB1986 -
"...Schlussendlich baut unsere Spekulation also darauf auf, dass wenn, dann nur einer von uns erkrankt..."
Unglaublich wegen 60 Euro - noch nicht mal 2% des vermutlichen Reisepreises - mit der eigenen Gesundheit zu spekulieren. Egypt hat mit seinem Beitrag völlig recht.
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Hallo nochmals!
Möchte mich hier nochmals kurz rechtfertigen...
@ Egypt + bernhard707
Die "kompetentesten Leure überhaupt" wie du sie nennest, haben mir
genau diese Tipps gegeben, von denen ich geschrieben habe!Sprich: Malarone als Stand- By- Medi mitzunehmen!
Nix also mit "ich bin schlauer"!(eine Apothekerin hat sogar gemeint sie würde prophylaktisch
Vorsorgen und statt der 13-14 Tabletten die in unserem Fall notwendig
wären "halt einfach die 12 nehmen", die in der Packung sind...
Soviel zu den "kompetentesten Leuten überhaupt"...)Ich komme aus einem Gesundheitsberuf und bin mir der
gesundheitlichen Risiken durchaus bewusst! Nicht umsonst habe ich
mich geraume Zeit mit dem Thema beschäftigt!
Andere Personen fahren ohne jegliche Medikamentation hinsichtlich
Malaria in den Urlaub und haben auch ihren Standpunkt dazu!Mein Artikel sollte lediglich meine Überlegungen zu dem Thema
darbieten. Und nicht umsonst habe ich zum Schluss beigefügt,
dass ich offen bin, für andere Ideen und Meinungen! Eben weil ich
Interesse daran habe wie andere Leute mit dem Thema umgehen
und meine Vorschläge sicherlich auch noch verbesserungswürdig sind!Find ich schade, dass man von manchen Leuten gleich so verurteilt wird...
Lg, LB1986
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Ja vielen Dank erst mal, Egypt!!
Da sind wir einer sinnvollen Info ja schon mal viel
näher!
Das heißt dein Tipp wäre Prophylaxe... Ich schätze
dann würdest du zusätzlich auch noch was für den
Notfall mitnehmen, falls "es" tatsächlich ausbricht
oder? (wenn sich das bei der Reisedauer als sinnvoll
erweisen würde)Lg, die "medizinische Bademeisterin"

(die übrigens kein Hilfsfacharzt ist und auf keinen Fall
ärztliche Ratschläge erteilt) -
Hallo Andreas,
jeder ist natürlich für sich und seine Gesundheit selbst verantwortlich, daher würde ich
in solch einem Fall nie auf Meinungen anderer hören. Sondern ausschliesslich so Verfahren wie ich mich selbst am sichersten und wohlsten fühle.
Wir haben bei unseren Reisen auf Lombok nie Malariaprophylaxe (auch kein Medikament mitgeführt) zu uns genommen, da wir bei Abwägung der Einnahme starker chemiekalischer Medikamente gegenüber dem Risiko der Erkrankung zu der Meinung gekommen sind das eine natürliche Prophylaxe in Form von Körperschutz (lange Kleidung, Mückenschutz usw. in der Dämmerung) genügend Schutz bietet.
Ein weiterer Grund ist die Reisezeit (September/Oktober)) keine Regenzeit daher weniger Mücken (geringeres Risiko). Dies wurde uns vor Ort auch so bestätigt.
Finde für dich deine eigene Entscheidung.
Viele Grüße und schönen UrlaubSondi
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weissigbahndamm wrote:
Wer von Euch hat Erfahrung mit Malaria-Prophylaxe in diesem Gebiet und kann uns sagen, ob wir diese wirklich brauchen?
Das Tropeninstitut kann Euch sagen, ob ihr die Malaria-Prophylaxe wirklich braucht. Und hat es ja auch getan: Ihr braucht sie. Wer soll eine fundiertere Meinung haben als die Spezialisten auf diesem Gebiet? Andere Reisende? Woher sollten diese die Kompetenz dazu haben?EIne ganze Fachdisziplin hat sich auf die Behandlung und Prävention solcher Krankheiten spezialisiert, und sie schließen sich zusätzlich noch in Zentren zusammen, aber trotzdem glaubt ihnen niemand. Ich kann es einfach nicht verstehen. Ist die Prophylaxe zu teuer, wenn man um die halbe Welt zum Urlaubsort geflogen ist? Sind die Nebenwirkungen zu stark, wenn man bedenkt, wie viele Tote Malaria jedes Jahr fordert. Letztendlich kommt auch immer das Argument: "Es ist meine Gesundheit und ich mache damit, was ich will und treffe die Entscheidungen selbst." Klar. Und der Rest der Solidargemeinschaft der Versicherten zahlt Rücktransport und Intensivtherapie...