Anzahlung/Storno/Umbuchung
-
Die TUI hat lt. Asien-Katalog Sommrer 2010 die Anzahlung auf 25% heraufgesetzt. Die einfache Stornogebühr ebenso auf 25% und die Umbuchungsgebühr ebenfalls erhöht.
Wie es bei anderen Veranstaltern ist weiß ich nicht.
Ich sehe nur, die TUI holt sich von den Kunden einen kostenlosen Kredit. Bei den
Stornokosten kann man ja versuchen, denen niedrigere Kosten nachzuweisen. Nahezu aussichtslos. Die Beweislast müßte umgekehr werden.
Kann ein Veranstalter einfach alles raufsetzen so nach frei Schnautze? Hat das schon mal jemand einer Verbraucherzentrale vorgelegt? -
Es gibt Veranstalter die nehmen noch deutlich mehr Anzahlung. Und nun?
Niemand zwingt Dich dazu bei einem solchen Veranstalter zu buchen, wenn Dir seine Vertragsbedingungen nicht zusagen ...Viele Grüße.
-
...das Thema hatten wir gerade im Reiseveranstalter-Forum bei "Abbuchung Neckermann", vielleicht schaust Du dort einmal rein, denn dort habe ich z.B. auch zur TUI schon geschrieben.

Die Veranstalter werden künftig immer mehr und immer früher abbuchen, so deutet es sich zumindest an und das dürfen sie auch. Du kannst ja anders buchen um diese Kosten nicht zu haben...
-
woelfi47 wrote:
....Ich sehe nur, die TUI holt sich von den Kunden einen kostenlosen Kredit. ...wieso denn einen kostenlosen kredit.????
hast du mal daran gedacht, dass jeder mensch in ein reisebüro stratzen kann und sich schöne bunte tui kataloge holen kann, ohne was dafür zu bezahlen?
kostet sicher einiges, die dinger jede saison aufs neue drucken zu lassen.
auch die tui häuser müssen beheizt und illuminiert werden. die gehälter bezahlt werden, um nur mal ein paar faktoren zu nennen. -
Lexilexi wrote:
woelfi47 wrote:
....Ich sehe nur, die TUI holt sich von den Kunden einen kostenlosen Kredit. ...wieso denn einen kostenlosen kredit.????
hast du mal daran gedacht, dass jeder mensch in ein reisebüro stratzen kann und sich schöne bunte tui kataloge holen kann, ohne was dafür zu bezahlen?
kostet sicher einiges, die dinger jede saison aufs neue drucken zu lassen.
auch die tui häuser müssen beheizt und illuminiert werden. die gehälter bezahlt werden, um nur mal ein paar faktoren zu nennen.
denächst kaufst du dir vielleicht ein Auto und zahlst auch gleich 25% an?
Ich jedenfalls nicht. Ich muss bei einer Reise so um die 1500 Euro anzahlen,
was sollen das für Vorleistungen sein? Den Katalog würde ich denen auch noch
zahlen wenn es sein muss.
Und das tollste ist ja, bei einer Stornierung bekommt das Reisebüro null. Nur
der Veranstalter streicht sich das Geld ein. Die kalkulieren doch schon mit einer
Stornorate. Ein gutes Geschäft für die Veranstalter finde ich. -
@woefli
vorleistungen? gibt es nicht?
in einem reisebüro finden die beratungen und bemühungen für die suche der reise ja schließlich regelmäßig vor der reise statt.
für die flüge, für die dich dein va eingebucht hat, muß der va schon vorab bezahlen.fliege am kommenden samstag in die dom.rep.
habe im juli die flüge gebucht.
kompletter preis der flüge war sofort fällig.wie gesagt, man kann sich jetzt darüber aufregen. man kann es auch sein lassen.
schließlich zwingt dich doch keiner, den va zu buchen.
kannst ja einen anderen va auswählen. -
Du hast ein paar Faktoren genannt, die aber gar nichts mit einer Anzahlung oder dem prozentualem Anteil am Reisepreis zu tun haben.
Es sind alles nur normale Betriebskosten, die jeder Ein-Mann-Betrieb, jeder Händler, eben jedes Unternehmen in irgendwelchen Formen hat und die kfm. selbstverständlich bereits im VKP einkalkuliert sind / sein sollten.
Anzahlung = kostenloser Kredit, ist trotzdem diskussionswürdig, aber wie Curi bereits geschrieben hat, war dies in einem anderen Thread bereits ein Thema.
Nur noch eine kurze Anmerkung: Für den einzelnen Bucher ist der rechnerische Zinsverlust bei einer Anzahlung, in Bezug auf die Höhe des Reisepreises, sicherlich fast "unerheblich", aber für die RV ist und macht es wie überall die Masse.
Der RV könnte aber auch hingehen und seine Vorfinanzierungskosten, nicht über eine Anzahlung zinslos ausgleichen, sondern diese in den Reisepreis einkalkulieren.
Nur dann hat er aber schlechtere Verkaufsargumente, wenn dann die Reise vllt. 5 - 10 € teurer ist, als bei der Konkurrenz. Dies gäbe aber sicherlich wieder ein neues interessantes Thread-Thema.
-
Es ist richtig, das über dieses Thema schon früher in anderen threads diskutiert wurde. Was ich aber hier jetzt in einzelnen Beiträgen lese sollte doch schon kommentiert werden.
Zunächst ist es richtig, das RV in ihren AGB die Höhe der Anzahlungen selbst festlegen dürfen. Und es ist genau so richtig, das niemand einen Anbieter mit einer hohen Anzahlungsquote auswählen muss. Aber, und jetzt kommt das grosse Aber: wer glaubt denn im Ernst, das eine solche Initiative im stillen Kämmerlein ausgebrütet wurde ? Die Branche trifft sich bei den verschiedenen Gelegenheiten, und man wir doch noch über den Ernst der Lage an sich und über Verbesserungen z.B. der Liquidität unverbindlich reden dürfen ? Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Also werden wir uns in recht kurzen Schritten auf die Erhöhung der Anzahlung einstellen müssen.
Ist das in Ordnung ? Sicher nicht ! Eine Anzahlung soll zunächst mal den aquisitorischen Aufwand abdecken ( bei Versicherungen nennt man das z.B. Abschlusskosten ) und dann Zug um Zug fällige Vorlaufleistungen finanzieren.
Aquisitorischer Aufwand entsteht zum Teil ohne Zweifel erstmal durch die Katalogherstellung, die Hotelauswahl, Verhandlungen mit allen beteiligten Dienstleistern wie z.B. den airlines u.a. Aber das darf man ohne weiteres auch als normale Betriebskosten bezeichnen.
Wer muss wann bezahlt werden ? Die Reisebüros haben durchweg glaubwürdig versichert, das sie erst nach Einang des kompletten Reisepreises ihr Geld erhalten. Die airlines ? Will das hier jemand ernsthaft glaubwürdig diskutieren ? Das Kontingente komplett im Voraus ohne den Gegenwert einer Fixbuchung u.U. schon 10 Monate ( bei extremen Frühbuchungen ) bezahlt werden müssen ? Bitte bitte nicht !!!
Die Hoteliers ? Die armen -Verzeihung- Schweine sind doch die letzten Partner der RV, die ihre Rechnungen bezahlt bekommen, weil man bei denen allen Unbill ( incl. der Kosten aus Prozessausfällen für Minderleistungen ) ablädt ? Sie werden doch bis auf wenige Premiummarken geknebelt und sind der Marktmacht der RV hilflos ausgeliefert.
Also wer hat einen Vorteil von der hohen Anzahlung ? Ich erspare mir die Antwort. Es werden mal wieder die Gerichte sein ( ich vermute sogar bis zum Europäischen Gerichtshof ), die eventuell da Abhilfe schaffen. Der Klagegrund wird eine "einseitige und unzumutbare Belastung" des Verbrauchers sein.
Ich bin gespannt.
Gruss Gabriela
