Flug mit eingeschränkter Mobilität - was beachten?
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Hallo!
Meine Frage richtet sich an all diejenigen, die schon mal mit einem kleinen Handicap geflogen sind. Bei uns ist es jetzt nichts gravierendes (Sprunggelenksfraktur und OP), aber ohne Krücken geht da im Moment nichts. Muss man das vorher bei der Airline anmelden? Andere medizinische Hilfsmittel wie z.B. Rollstühle anzumelden macht ja Sinn, aber bei Unterarmgehhilfen kann ich es mir nicht so vorstellen. Was muss man außerdem noch beachten? Bekommt man im Flugzeug z.B. einen Platz weiter vorne? Bei den betreffenden Airlines handelt es sich übrigens um Air Berlin bzw. TUIfly.
Vielen Dank für konstruktive Antworten bereits im Voraus.Viele Grüße,
Tres_Islas -
Also ich kenne das nur so, dass solche Leute, ähnlich wie Familien mit Kindern, vor allen anderen in Ruhe einsteigen dürfen (bei AB). Am besten direkt am CheckIn Schalter darauf hinweisen oder am Abfluggate dann dem Personal sagen, meistens kommen die aber auf solche Leute auch zu und Frage/sagen, dass man vor allen anderen Einsteigen darf.
Was bringt dir ein Platz weiter vorne? Bei Air Berlin sind die in einem A320 z.B. alle gleich (außer in der 1. Reihe und Notausgang), da sehe ich jetzt keinen Unterschied?
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Der Platz weiter vorne bringt rein gar nichts, der Vorteil liegt darin, bei Nutzung einer Fluggastbrücke nicht durch das komplette Flugzeug bis in Reihe 32 humpeln zu müssen.
Man hält die anderen Fluggäste auf bzw. muss an vielen Leute vorbei, die auch noch halb im Gang stehen und ihr Gepäck verstauen. -
Danke für Deine Antwort. Für uns geht es ja nicht darum, irgendweche Vorteile zu bekommen
(wenn alle gesund sind, bezahle ich für die XL-Seats gerne die 10 € Aufpreis), sondern darum, nicht unbedarft irgendwo mit Kind und Kegel am Airport zu stehen. -
@ Tres Islas,
hier findest Du die Bestimmungen von Air - Berlin. Bei TUI habe ich leider nichts dergleichen gefunden. Allerdings setzt TUI ja seit einigen Monaten häufig Maschinen der Air - Berlin ein, welche ihre Flüge durchführt.
Das Buchen der XL - Seats kannst Du Dir sparen, da Du, laut Bestimmungen, dort nicht sitzen darfst.Da Du nicht schriebst wo Du hinfliegst würde mich interessieren wie lange die Flugdauer ist? Bei eingeschränkter Mobilität ist nämlich bestimmt eine kurzzeitige Heparinisierung sinnvoll. Am besten besprichst Du dieses vor dem Flug nochmal mit Deinem behandelnden Arzt.
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Hallo Tres Islas
Als ich vor einigen Jahren mit meiner Mutter - welche für weitere Strecken einen Rollator benötigt - nach London geflogen bin, habe ich mich zuerst beim Flughafen erkundigt, und man hat uns empfohlen ca. 15 Minuten vor unserer Ankunft am Flughafen anzurufen.
Das hat auch wunderbar geklappt, und am Eingang hat dann schon ein Flughafenmitarbeiter mit einem Rollstuhl gewartet.
Zum und vom Flieger wurden wir in einem Spezialfahrzeug gebracht, welches seine Kabine auf das Niveau des Einstieg hochheben konnte.
Beim Rückflug wurden uns jedoch am Gate andere Sitzplätze zugewiesen, da es "Corporate Policy" sei, Gehbehinderten grundsätzlich Fensterplätze zuzuweisen.
Gruß
Karl -
Wir fliegen nicht weit und kennen uns vor Ort auch ganz gut aus, sonst hätten wir auch von unserer Reiserücktrittskostenversicherung gebrauch gemacht. Und wegen ärztlicher Betreuung etc. müssen wir uns keine Sorgen machen, die haben wir immer dabei!
Wobei mir der behandelnde Arzt gestern noch erzählt hat, es läge im Ermessen des Pilots, wen er mitnimmt. Aber ich sehe eigentlich immer so viele Rollstuhlfahrer die mitgenommen werden, dass wir uns da jetzt keine Sorgen machen. Das mit dem Fensterplatz ist auch ok, die Kindern wollen ja immer in der Mitte sitzen! -
Kannst eine Umsteigehilfe beantragen. Ist ja das neue EU Gesetz. Damit wirst du vom Gate abgeholt und als erster in die Maschine gebracht. Wenns sein muss eben auch mim Rollstuhl. Sitze am Notausgang sind natürlich Tabu.
Sitze am Fenster sind möglich. -
@Tres-Islas
Sofern du nicht gewaltig mit den Klüsen rollst, wird wohl kein Veto aus dem Cockpit kommen!

Eine Heparinisierung kann je nach Anamnese auch auf kurzen Flügen angezeigt sein und wie schon Louboutin sagte, solltest du diesbezüglich deinen beh. Arzt konsultieren.