Fragen zu Kalifornien und New York
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Hallo allerseits,
.....also ich plane eine große USA Reise im September, bin aber relativ unerfahren, habe bisher keine Fernreise gemacht, "nur" Europa. Bin für jeden Tip dankbar, hab jetzt aber auch ein paar konkrete Fragen. Geplant sind 3-4 Wochen mit 2-3 Personen, meine "Idealvorstellung" wäre eine Woche New York und anschließend 3 Wochen Rundreise durch Kalifornien; bin mir aber bei einigen Sachen unsicher. Zunächst mal, ist das machbar (New York & Kalifornien) oder wird das dann zu stressig? Was würde das ungefähr kosten, alles in allem pro Person, also Flüge, Unterkünfte, Mietwagen, Verpflegung? Wobei ich eher zu günstigen Hotels, Mietwagen tendieren würde. Meine andere "große" Sorge ist das fahren im Mietwagen, ist das einfach oder kompliziert, ich hab etwas schiss vor dem Verkehr in bzw. um die großen Städte! Vielleicht wär ja eine Busreise besser, wobei mir aber individuelles reisen schon lieber wäre! Also das wären mal meine "Hauptfragen/Bedenken", vielleicht kann mir jemand dazu Auskunft geben der sowas in der art schonmal gemacht hat; aber wie gesagt, bin auch für allgemeine Tips dankbar, was man unbedingt beachten sollte bzw. auf keinen fall machen sollte!
Schöne Grüße, Alexander -
Also zu den Kosten - wir haben meistens in günstigen Motels gewohnt und manchmal, wenn nix anderes zu haben war in Hotels. Insgesamt für 3 Wochen inkl. Flug und Mietwagen für 2 Personen haben wir ca. € 5.000,- ausgegeben. Wir haben uns einmal von eingekauften Lebensmittel ernährt und 1x am Tag waren wir essen. Manchmal Fastfood, meistens aber Buffet oder "richtig".
Ich habe beide Reisen in meinen Reiseberichten mit Fakten und Zahlen aufgeschrieben. Wenn Dich das interessiert - meine Reiseberichte - klick Dich mal durch.
In 4 Wochen ist es sicherlich machbar, zuerst 1 Wochen New York zu machen und dann einen Inlandsflug nach Las Vegas oder L.A. und von dort eine 3-wöchige Rundreise. Bei der solltet Ihr Euch dann nicht zuviel reinpacken.
Das Fahren in den USA ist recht entspannt. Du hast auf den Wegweisern immer S=South, N=North, E=East oder W=West dabei stehen. Somit musst Du nicht mal den Ort kennen, der drauf steht, wenn Du weißt, in welche Himmelsrichtung Du willst. Navis gibts vor Ort natürlich auch, aber ich finde Straßenkarten auch gut und mit etwas Vorbereitung ist das selber fahren überhaupt kein Problem. In den Städten ist ein genauerer Plan schon gut, falls das Navi (wie bei uns) mal ausfällt. Bei unserer ersten Rundreise sind wir sogar ohne gefahren, nur nach Karten und das war auch kein Problem.
Manche Städte sind irgendwie einfacher, manche komplizierter zu durchschauen. St. Louis in Missouri wird mir zum Beispiel ein Rätsel bleiben und San Francisco ist irgendwie einfach zu durchfahren.
Wenn Du lieber individuell reist, mach es - bereite Dich dementsprechend vor und Du wirst glücklich aus einem tollen Urlaub zurückkommen
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Ich kann mich Floh nur anschließen

Mit den Motels und Mietwagen ist es eine tolle Variante. Die günstige Motel6 Variante haben wir vor einigen Jahren gewählt, wenn auch Manche hier anderer Meinung sind, so hat es damals für unsere Ansprüche genügt. Wir hatten meistens Pool und Whirpool im Garten und am Check in/out gab es Coffee to go. Auf dem Weg ein Croissant und das Frühstück war für die 1. Std. gerettet. Ansonsten haben wir in Diner gefrühstückt und abends oft beim Chinesen am all you can eat-Büffet gegessen.Ansossten gibt es ja noch Best Western und andere Motel/Hotel Ketten.
Die Variante ca 1 Woche N.Y. und dann 3 Wochen im Westen finde ich auch sehr gut und du hast genügend Zeit dir den Westen der USA in Ruhe anzusehen. Ich würde auch nicht allzuviel "rein packen" um mir Zeit für die einzelen N.P. und Städte zu nehmen.
Zu den Preisen mußt du schauen wie und wo du günstige Flüge bekommst. Nach N.Y. sollten je nach Reisezeit max. 700 € für hin und Rückflug reichen. Alternativ erst hin N.Y. und dann Inlandsflug entweder Vegas, L.A. oder S.F. und ab dort dann auch wieder den Heimflug antreten. Da sind die Möglichkeiten sicherlich vielfältigt und du mußt schauen was die geboten wird. Zu den einzelnen Touren und Möglichkeiten findest du hier schon eine Menge Hinweise und Tipps.
Den PKW würde ich immer von D aus buchen, alleine wegen dem kompl. Versicherungsschutz zu empfehlen.
Die Fahrerei in den USA fand ich auch als angenehm und ziemlich entspannend. Sicherlich sind die vielen Spuren in den Innenstädten wie L.A. gewöhnungsbedürftig, aber absolut machbar. In S.F. geht ziemlich viel zu Fuß und mit der Cable Car, aber für die außerhalb liegenden Sehenswürdigkeit brauchst du auch hier ein PKW. Wir hatten 2000 noch kein Navi in den USA und kamen prima mit Straßenkarten und den Verkehrsschildern zurecht. Das Material vom ADAC hat uns damals sehr geholfen und gab tolle zusätzliche Tipps.
Viel Spaß bei der weiteren Planung, du bekommst sicherlich hier noch eine Menge Tipps.
LG
Bine -
Zunächst einmal stimme ich Floh (wieder einmal) zu.
Was gibt es zu ergänzen?
Ich habe New York auch schon mal mit einem Inlandsflug kombiniert, das war unproblematisch. Du buchst ein Hotel in Manhattan, nimmst von JFK ein Taxi und hast schon mal eine coole erste Woche (vielleicht reichen auch fünf Tage). In Manhattan brauchst du kein Auto.Dann nimmst du einen Inlandsflug nach Kalifornien. Für Kalifornien buchst du aus Deutschland ein Auto, mit drei Personen empfehle ich einen I4 (Intermediate viertürig). Schau dir die Reisetipps zum Tanken an, der Rest an der Fahrerei ist entspannt und harmlos.
Für den Gabelflug und Inlandsflug im September werdet ihr sicher etwas über 1000 € hinlegen müssen. Die Flüge solltet ihr bald buchen. Ihr dürftet dennoch mit rund 3000 € pro Person hinkommen (einschließlich allem außer Shopping).
Die Motels der großen Ketten (Best Western, La Quinta, Supermotel 8, Ramada und andere) sind fast alle okay. In der Nähe der Nationalparks lohnt es sich, die Motels vorher zu reservieren, aber eigentlich findet man üimmer ein Zimmer. Ihr solltet erwägen, bei spontaner Planung Hotelcoupons zu nutzen (schaut mal unter www.roomsaver.com).
Mit Motel 6 und Knights Inn (beide unterstes Preissegment) haben wir mehrmals schlechte Erfahrungen gemacht. Der Preis verlockte uns eben. Aber in diesen Ketten steigen vor allem Bauarbeiter auf Durchreise ab, dementsprechend ist das Ambiente (verqualmte Nichtraucherzimmer, Pools mit Haarbüschel, festgeschraubte Fernbedienungen, keine Möglichkeit zum Lüften). Versucht es vielleicht selbst mal, wir haben es auch überlebt. Aber Urlaub ist es im Motel 6 nicht.
Die Reise wird jedenfalls toll, viel Spaß bei der weiteren Planung!
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Wir haben bei Motel 6 verschiedene Erfahrungen gemacht. In Tulsa war es das mieseste Motel, das wir je bewohnt haben und in L.A. war's durchaus okay für den Preis. Wir haben aber meistens in Super 8 gewohnt, die sind auch günstiger wie die Hotelketten, aber etwas besser als die Motel 6.
Am Ende unserer 2. Reise haben wirs dann einfach so gemacht, dass wir uns den Schlüssel des Zimmers geben ließen und dieses mal inspizierten. Das größte Manko in den USA ist, dass die meisten Fenster nicht zu öffnen sind und nur mit Klimaanlage "Frischluft" reinkommt. Deshalb kann es in den Zimmern schon mal mehr oder weniger stinken. Manchmal ist es auch ein Nichtraucherzimmer, das trotzdem nach Rauch riecht. Also am besten ist, seht Euch das Zimmer an und wenn es Euch gefällt, checkt ein und wenn nicht, gebt einfach den Schlüssel zurück und fahrt zum nächsten. Das ist dort durchwegs üblich.
Diese "kleinen Frühstücks" sind auch schon fast überall dabei und in immer mehr Motels gibts auch Waffeleisen. Also wenn man sich beim Supermarkt mit Obst, etwas Käse oder Wurst und Brot eindeckt, kommt man so und mit dem Frühstück schon über die Runden, damit man nur 1x dann "richtig" essen gehen muss bzw. kann. Da sind die Buffets egal ob amerikanisch oder chinesisch eigentlich am günstigsten, neben Fastfood natürlich. -
Hallo, wie Floh30 habe ich meine Route 66 Tour von Chicago nach LA dokumentiert als eine Art Reisetagebuch, immer von "vor Ort" (>> Route 66 Tour). Da kannst du dir schonmal ein paar Reiseziele anschauen. Ansonsten kann ich mich meinen Vorschreibern anschließen. Das Fahren in den Großstädten (wie Chicago) empfand ich als nicht unbedingt schlimm, grauenvoll war nur der Feierabendverkehr vor dem Labor-Day in Los Angeles
Ansonsten fährt man auf der Interstate relaxed, nicht vergleichbar mit dem Stress bei uns. Wir hatten unsere Reise vorgeplant und bereits alle Unterkünfte über ein auf die USA spezialisiertes Reisebüro gebucht und es verlief alles reibungslos perfekt. Für 20 Übernachtungen (alles 2-3* Hotels) haben wir inkl. Mietwagen pro Person (etwa die Hälfte mit Frühstück) 950 Euro bezahlt + Flug (US Airways von Fra-Phil-Ch und LA-Phil-Fra) für 450 Euro komplett. Die Hauptkosten entstehen durch Sprit (wobei günstig im Vergleich zu D), Verpflegung und Sehenswürdigkeiten wie z.b. Nationalparks, Shopping & Co. Insgesamt kostete die Reise am Ende etwa 3000 Euro pro Person.Gruß
Marc -
Für den Besuch der National Parks solltet ihr euch den Annual Pass zulegen. Er kosten 80 Dollar und gilt für alle National Park (nicht für Stateparks), d.h. z.B. Zyon NP, Bryce NP, Grand Canyon NP, Arche NP, Joshua Tree NP und viele, viele mehr.
War im September 2008 im Westen. Meine drei wöchige Route sah so aus:
1Ü LA
2Ü San Diego
1Ü Palm Springs
1Ü Grand Canyon
1Ü Page (Antelope Canyon und Horseshoe Bend)
1Ü Kayenta
2Ü Moab
1Ü Bryce Canyon
1Ü St. George
2Ü Las Vegas
1Ü Bakersfield
1Ü Fresno
2Ü San Francisco
1Ü Monterey (Whalewatching!!!)
2Ü LA
Autofahren in den USA ist viel unkritischer als in Deutschland. Navi ist besonders in den Städten entspannend. Auch wenn es ohne geht, entstresst es doch sehr.
Die oben beschriebene Reise (5.500 km) war fahrtechnisch kein Problem. Allerdings ist die Strecke von Palm Springs zum Grand Canyon ca. 700 km lang. Da wir aufgrund unseres Jetlag aber um 3 Uhr Nachts losfuhren, konnten wir noch in Kingman Teile der Route 66 befahren und waren trotzdem recht frühzeitig am Grand Canyon. -
Noch eine kleine Bemerkung meinerseits zum Thema Navi: Wir haben uns in Chicago für 120 Dollar ein neues Navi geholt und sind damit prima quer durch die Staaten gekommen. In Deutschland haben wir es dann in einem großen Auktionshaus
für 150 Euro verkauft, d.h. wir haben sogar noch ein bisschen rausbekommen, da hier Navi`s mit kanadischen/amerikanischen Karten gesucht werden.Gruß
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marc09:
Für 20 Übernachtungen (alles 2-3* Hotels) haben wir inkl. Mietwagen pro Person (etwa die Hälfte mit Frühstück) 950 Euro bezahlt + Flug (US Airways von Fra-Phil-Ch und LA-Phil-Fra) für 450 Euro komplett. Die Hauptkosten entstehen durch Sprit (wobei günstig im Vergleich zu D), Verpflegung und Sehenswürdigkeiten wie z.b. Nationalparks, Shopping & Co.
Der besagte Flug kostet im September 2010 688 €, Marks Preis von 490 € war also ein unglaubliches Schnäppchen.
Flüge von Frankfurt nach New York, dann von New York nach Los Angeles und zurück von San Francisco werden schon ab 740 € angeboten. Ich bevorzuge möglichst Direktflüge, die sind natürlich deutlich teurer.
Benzin kostet weniger als die Hälfte vom hiesigen Preis. Ein Mietwagen der Mittelklasse (I4) nimmt in aller Regel "regular" (also Normalbenzin) und verbraucht nicht nennenswert mehr als unsere modernen Autos.
Der Eintritt in die Nationalparks ist billig. Der "National Park Pass", der ein Jahr gültig ist, kostet 50$ pro Auto samt Insassen.
Ein Motelzimmer kostet pro Nacht zwischen 60 bis 80 $ (ich weiß, einige werden jetzt wieder posten, dass sie immer im Hilton übernachtet haben und mit warmen Frühstücksbuffet nie mehr als 40 $ bezahlt haben...). Mit einem Hotelcoupon und auch regional könnte es billiger werden.
Sehenswürdigkeiten wie private Museen, Ausstellungen oder Vergnügungsparks sind für unsere Verhältnisse sehr teuer. Das muss man eben akzeptieren oder auf Spaß verzichten.
Ach ja, die Reise von Weltenbummlerin würde mir keinen Spaß machen. Ich bevorzuge mindestens zwei Übernachtungen pro Ort. Man bekommt dann einfach mehr mit und hat das Gepäck nicht ständig im Auto.
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Reise-Onkel wrote:
marc09:Für 20 Übernachtungen (alles 2-3* Hotels) haben wir inkl. Mietwagen pro Person (etwa die Hälfte mit Frühstück) 950 Euro bezahlt + Flug (US Airways von Fra-Phil-Ch und LA-Phil-Fra) für 450 Euro komplett. Die Hauptkosten entstehen durch Sprit (wobei günstig im Vergleich zu D), Verpflegung und Sehenswürdigkeiten wie z.b. Nationalparks, Shopping & Co.
Der besagte Flug kostet im September 2010 688 €, Marks Preis von 490 € war also ein unglaubliches Schnäppchen.
Das Angebot haben wir so über ein auf die USA spezialisiertes Reisebüro bekommen. Die Kombination mit dem Gabelflug machte es so günstig (eigentlich hätten wir Nonstop auf der Rücktour bevorzugt, da wären wir jedoch vom Preis her deutlich drüber gewesen). Auf der Homepage der US-Airways bzw. in Online-Reisebüros habe ich diesen Schnäppchenpreis im vergangenen August nicht gesehen - dank des Reisebüros ging es dann doch so günstig.
Gruß
Marc -
Reise-Onkel wrote:
Der Eintritt in die Nationalparks ist billig. Der "National Park Pass", der ein Jahr gültig ist, kostet 50$ pro Auto samt Insassen.....
Ach ja, die Reise von Weltenbummlerin würde mir keinen Spaß machen. Ich bevorzuge mindestens zwei Übernachtungen pro Ort. Man bekommt dann einfach mehr mit und hat das Gepäck nicht ständig im Auto.
Annual Pass kostet 80 Dollar, keine 50.
Jeder macht halt das, was er für sich als richtig empfindet. Ich weiß, dass das ein "Hardcore" Programm war
. Im Nachgang kann ich aber sagen, dass es für einen ersten Eindruck sehr gut war und ich keine Minute als Stress empfunden habe. Ich werde sicher noch ein weiteres Mal in den Westen reisen und mir in den Parks mehr Zeit zum Wandern nehmen. -
Eintrittspreis Nationalpark: Oh, stimmt, ich bin einer veralteten Homepage aufgesessen, die sich auch noch mit meinen Erfahrungen deckte.
Der National Park Pass und der Golden Eage Pass sind ab dem 1. Januar 2007 weggefallen. Statt dessen gibt es den America the Beautiful - the National Parks and Federal Recreational Lands Pass zum Preis von 80 $ für ein Jahr.
Aber auch 80 $ pro Auto mit Insassen sind natürlich spottbillig für diese spektakulären Naturereignisse.