Pauschalreise / verspaetete Rueckkehr
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Ich denke hier werden die deutschen und österreichischen Konsumentenschützer Musterprozesse führen. Das wird für die Reiseveranstalter teuer werden so oder so. Entweder sie zeigen sich kulant und erhalten dafür eine gewisse Werbewirkung oder sie stellen auf stur und verlieren so sicher zukünftige reisefreudige Kunden.
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Die Konsumentenschützer werden sicher den ****** tun und
"...Diese Reiseveranstalter bekommen ihre Rechnung noch im nächsten Urlaubsjahr präsentiert..."
trifft wohl eher auf Urlauber im nächsten Jahr zu mit gestiegenden Preisen der Veranstalter und auch Airlines, um die erheblichen Verluste durch den, auch für sie wegen höherer Gewalt nicht versicherbaren, Vulkanausbruch auszugleichen.
Von Deiner persönlichen Kampagne wird Meier's schwer beeindruckt sein
und wenn Du oder viele andere nächstes Jahr ein "Schnäppchen" bei Meier's buchen können, werdet ihr es auch machen.Man nennt sowas "das versendet sich" und sei mal sicher, das Wissen die auch!
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Das "versendet sich" oder doch vielleicht "versandet sich" im Sinne von "im Sande verlaufen ?"
Richtig ist aber, das die RV und damit direkt oder indirekt auch die airlines versuchen werden, die Verluste aus dieser Katastrophe so bald es möglich ist wieder auszugleichen. Das müssen sie auch, fragt sich aber nur, ob es am Markt durchzusetzen ist.
Richtig ist aber auch, das sich einige RV bei den Betroffenen Plus- oder Minuspunkte gesammelt haben. Und dann darf man das wohl prognostizieren, das die Malusleute im nächsten Jahr wohl mit negativen Auswirkungen dieser Betroffenen rechnen sollten.
Gruss Gabriela
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Das "versendet" sich hat schon einen Hintergrund, "versandet" ist Dir allerdings vermutlich geläufiger.
Wenn der Preis eines Veranstalters günstig erscheint erinnert sich nächstes Jahr auch niemand mehr an die "Malusleute", die hier ohnehin wenig repräsentativ in Anbetracht der Vielzahl festsitzender Reisender genannt wurden. Und wie Du richtig schreibst, der Markt wird es regeln, allerdings nicht immer zum Vorteil der Urlauber.
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Na gut, nehmen wir "versendet" im Sinne von fehlgeleiteter message,also als nicht angekommen. Kann so sein.
Ich bin aber durchaus der Meinung, das in der Nachbetrachtung es Gewinner und Verlierer gibt. Ich denke dabei z.B. an FTI, der zumindest doch öfters als kritisch zu bewerten agesehen ist. Und er bekommt hier sehr gute Noten !
Vergiss bitte nicht den Faktor der Verbreitung und Empfängnis von Botschaften: die negativen Schlagzeilen werden ungleich öfters in Umlauf gebracht als die guten Botschaften. Wie sich das aber real auswirken wird, nee, keine Ahnung. Aber FTI macht schon mal marketing mit seiner Kulanz. Ganz schön clever !
Gruss Gabriela
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Ich sehe "versendet" erfahrungsgemäss als aus dem Bewusstsein gehende Message und um nichts anderes geht es hier.
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Na gut, haben wir das auch geklärt. War wohl für dich wichtig. Aber mit dem Thema hier hatte das nicht wirklich was zu tun, oder ?
Gruss Gabriela
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Doch, denn bei der nächsten Urlaubsbuchung kennen die meisten nicht mal mehr den schönen Namen des Vulkans, es zählen alleine die x99 Euro für die bevorstehende Reise.
Soweit ich es verfolgen konnte haben sich eigentlich alle gängigen RV und Airlines recht kulant verhalten und abweichende Einzelfälle gab es so bei ziemlich jedem. Effektive Breitenwirkung von Marketing funktioniert übrigens anders. -
Du scheinst ein echter Fachmann in diesen Fragen zu sein.
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SammyHoliday wrote:
Die Kündigung des Vertrages erfolgt meiner Meinung nach bei höherer Gewalt automatisch (gem. §651j) oder seh ich das falsch?
Bin seit gestern zurück aus Bangkok (Flug wäre Sonntag gewesen), bisher alle Kosten selber tragen müssen (inkl. Flug von Rom nach München.
Der Veranstalter Meiers Weltreisen hat sich bis jetzt unter aller *** verhalten. Er hat von zwei verfügbaren Bussen in Rom, einen storniert, da wir statt 86 Personen nur 61 waren. 13 Personen blieben in Rom, ich war darunter und hab die Heimreise in Eigeninitiative angetreten. NIE WIEDER MIT MEIERS WELTREISEN, DERTOUR, ITS die gehören alle zusammen.
Diese Reiseveranstalter bekommen ihre Rechnung noch im nächsten Urlaubsjahr präsentiert.Wir saßen in Mexiko mit den genannten Veranstalter fest. Die Reiseleitung hat uns am Samstag mitgeteilt, dass sie sich noch nicht um uns kümmern wird, da wir erst ein Problem am Dienstag haben werden und bis dahin werden die Verträge eh gekündigt werden, d.h. sie müssen sich eh nicht mehr um uns kümmern.
Über die gesetzliche Verpflichtung zur Rückbeförderung wollte die Dame nichts wissen. Wie wir nach Hause kommen?! Wir sollen uns selbst an die Airlines wenden - entgegen dem BGB...
Aber dafür gibt es ja die Rechtsschutzversicherung. Wir sind mit 5 Tagen Verspätung heimgekehrt und mussten alle Kosten, inkl 3 Flüge selbst bezahlen.
Den anderen Teilnehmer wurden Monatg Abends noch Hotelzimmer für die ganze restliche Woche durch die o.g. Reiseleitung verkauft, obwohl sie schon seit Frühs wusste, dass sie trotzalledem morgen Abend heimfliegen werden. $450 ade.
Die Neckermann-Kunden bekamen den Hotelaufenthalt bis zur Abreise bezahlt. Sehr Kulant - auch wenn´s in ner Klitsche war... -
Ich habe da noch mal eine Frage an einen Rechtskundigen. Habe auf der Internetseite des Bundesjustizministeriums die Pressemitteilung zur "Rechte bei Flugausfällen aufgrund der Aschewolke" gelesen. Es handelte sich bei uns um eine Pauschalreise, der Rückflug wurde gecancelt, erst 4 Tage später gings dann nach Hause. Wir hatten 4 zusätzliche Übernachtungen im Hotel, die sofort vor Ort zu zahlen waren. Uns wurde vom Reiseleiter der Oeger-Tours vor Ort mündlich mitgeteilt, dass die Reiseverträge nicht gekündigt seien. Wir haben auch von einer Kündigung, sollte diese denoch ausgesprochen worden sein, nichts mitbekommen. In welcher Form müsste denn eine solche Kündigung erfolgen, damit sie rechtswirksam wird? Habe mit dem RV Oeger-Tours korrespondiert, diese weigern sich, die zusätzlichen Übernachtungskosten zu erstatten. Gibt es in diesem Fall noch die Möglichkeit, an die Fluggesellschaft heranzutreten? Nach der oben zitierten Pressemitteilung eigentlich ja. Knackpunkt ist wohl die Kündigung des Reisevertrages!?
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Mein Reisebüro hat mir von einem Fall in der Dominikanischen Republik erzählt, Kunden waren auch mit MEIERS WELTREISEN unterwegs, selbe Vorgangsweise.
Bin gespannt, ob es noch mehr Fälle gibt. Da es sich um unterschiedliche Destinationen handelt, dürfte sich um keine Einzelfälle handeln, sondern deren Geschäftspolitik sein. -
wir waren auch in der Dom.Rep. gefangen wegen der Aschewolke.
Der Reiseveranstalter Alltour hat uns am Abreisetag den Reisevertrag gekündigt. ( Reiseleiter hat das Schreiben vorgelesen und das sollten alle unterschreiben.... wer es nicht tat da wurde ein Vermerk von Reiseleiter vermerkt zu Kenntniss genommen)
Der Veranstalter zahlte noch die erste Nacht und ab dann mußten wir bezahlen.
Er hat sich aber weiterhin um den Rückflug und Transfer gekümmert. Die Reiseleitung vor Ort konnte auch nicht sagen wann wir zurück kommen.
Man mußte Abrufbereit sein und hoffen, das man mit der nächsten Sondermaschine mit kam, weil die normalen Maschinen sowieso augebucht waren und nur die Personen mit genommen wurden die normal gebucht hatten. Wir mußten 3 Tage länger bleiben....zum Glück nur 3..... -
rema126 wrote:
wir waren auch in der Dom.Rep. gefangen wegen der Aschewolke.
Der Reiseveranstalter Alltour hat uns am Abreisetag den Reisevertrag gekündigt. ( Reiseleiter hat das Schreiben vorgelesen und das sollten alle unterschreiben.... wer es nicht tat da wurde ein Vermerk von Reiseleiter vermerkt zu Kenntniss genommen)
Der Veranstalter zahlte noch die erste Nacht und ab dann mußten wir bezahlen.
Er hat sich aber weiterhin um den Rückflug und Transfer gekümmert. Die Reiseleitung vor Ort konnte auch nicht sagen wann wir zurück kommen.
Man mußte Abrufbereit sein und hoffen, das man mit der nächsten Sondermaschine mit kam, weil die normalen Maschinen sowieso augebucht waren und nur die Personen mit genommen wurden die normal gebucht hatten. Wir mußten 3 Tage länger bleiben....zum Glück nur 3.....Uns hat man in Aussicht gestellt, dass erst einmal die nach Hause kommen, welche seit Samstag festsaßen und wir dafür ebenfalls nach hinten durchgereicht werden.
Habe bis Frühs, 6:50am mit Deutschland unter der angegeben Hotline telefoniert. Dort hat man uns nur mitteilen können, dass er hier doch keine Ahnung hat wer Abends in Mexiko in einem Flugzeug sitzen wird und wer nicht...
Um 7 Uhr mußten wir dann zu unserem, persönlichen "Plan B" aufbrechen, sonst wären wir wie die Anderen wohl bis gestern noch festgesessen -
Die Kündigung des Reisevertrages scheint wohl irgendwie der springende Punkt zu sein.
Zitat Oeger-Tours als Antwort auf unsere Mail vom 27.04.10 wegen der Mehrkosten durch zusätzliche Hotelübernachtungen:"Bei Bekanntwerden der Sperrung der Flughäfen kündigten wir wie alle anderen Reiseveranstalter auch die Reiseverträge. Dies hatte zur Folge, dass wir uns um Ersatzbeförderungen bemühen mussten – während die Kunden die Kosten der Hotelverlängerungen übernehmen mussten. Diese Regelung sieht das Reiserecht und die gängige Rechtssprechung vor. Wir werden daher keine Kosten erstatten können.....Seien Sie versichert, dass auch unser Unternehmen mit der Bereitstellung von Ersatzbeförderungen erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen mussten, die aufgrund der Höheren Gewalt an niemanden weiterzubelasten sind."
Der Reiseleiter vor Ort hat uns noch am Abreisetag vor Ort ausdrücklich zugesagt, dass der Reisevertrag noch nicht gekündigt sei. Der RV hat sich um den Rückflug (4 Tage Verspätung) gekümmert, die Abreise kam dann mit 1,5 Stunden Vorlaufzeit. Ab dem 3. Verlängerungstag wurde uns ein kostenlose Ersatzunterkunft angeboten, dieses Angebot haben wir aber, auch in Anbetracht der Rechtslage, nicht angenommen. Wie wir später von anderen "Umzüglern", die wir am Flughafen wiedertrafen, hörten, handelte es sich eher um eine "Notunterkunft". Wie dem o.g. Zitat zu entnehmen, weigert sich Oeger-Tours, für die Mehrkosten aufzukommen.
Wäre schön, wenn hier noch weitere Informationen bzw. Erfahrungen von Betroffenen folgen. -
Was Pauschalreisen betrifft ist doch im § 651 j BGB alles gesagt und auch allgemein verstaendlich geschrieben.
Nirgendwo steht, dass die Kuendigung irgendwelche Formen einzuhalten hat. Die Kuendigung muss lediglich beweisbar sein. Und fuer meine Begriffe duerfte es als ausreichend gelten, wenn der RV die Kuendigung in die Schluesselfaecher des Hotels der betroffenen Gaeste einlegen laesst und anschliessend durch die Rezeption behauptet wird, dass man die Kuendigung dem Gast ausgehaendigt hat.
Natuerlich ist es fuer alle Beteiligten unangenehm, wenn eine Reise durch hoehere Gewalt erheblich beeintraechtigt wird. Aber niemand kann erwarten, dass die Kosten, die durch solche Umstaende entstehen, nur von einem der Vertragspartner geschultert werden.
Zwar ist die Rechtssprechung hinsichtlich der Betreuungskosten, die durch die Airlines zu leisten sind, momentan zweifelsfrei gegen die Fluggesellschaften - fuer meine Begriffe aber in der EU-Fluggastverordnung nicht eindeutig formuliert. Was waere gewesen, wenn dieses islaendische Teufelsteil noch zwei, drei Wochen laenger den Flugverkehr zum Erliegen gebracht haette, haetten dann die Airlines auch fuer saemtliche Uebernachtungskosten einstehen muessen - augenscheinlich ja. Denn in der EU-Fluggastverordnung steht nicht, wie lange Betreuungskosten zu leisten sind. Ausserdem finde ich nach wie vor, dass Punkt 14 der Praeambel etwas anderes aussagt.
Das Betreuungskosten zu erstatten / zu leisten sind, ist zwar fuer den Einzelnen hervorragend, aber fuer mich nicht. Denn ich bin nicht vom Vulkanausbruch betroffen und muss spaeter die Verluste, die von den Fluggesellschaften eingefahren wurden, durch hoehere Flugpreise zurueckzahlen.
Jeder, der eine Reise unternimmt, egal wie auch immer, hat ein gewisses Eigenrisiko/Restrisiko zu schultern, denn niemand ist gezwungen, zu reisen. Und wer eine Reise nach Mexiko unternimmt, sollte auch ueber die Kohle verfuegen um aussergewoehnliche Umstaende zu stemmen. Das jedenfalls ist meine Meinung.
Viele Gruesse
bernardo2001 -
Doppelzitat entfernt, ein @user ist hier ausreichend vom Bezug her.
als bei uns wieder der Flugbetrieb nach Deutschland wieder möglich war, wurden erst die ausgeflogen, die für den aktuellen Tag ein Rückflug gebucht hatten. Die gestrandeten wurden nur mit Sondermaschinen rausgeflogen, weil die normalen Maschinen sowieso ausgebucht waren. So mußten wir 3 Tage warten bis wir auch mit kamen.
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@rema126
......So mußten wir 3 Tage warten bis wir auch mit kamen......
Und? Soll ich jetzt in Traenen ausbrechen?
bernardo2001 -
@bernardo2001
Und für welchen Reiseveranstalter arbeitest Du nochmal?
