Hotel wegen Renovierung nicht eröffnet
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Hallo zusammen,
ich habe einmal ein kurze Frage bezüglich evtl. Schadenersatzleitungen des Reiseveranstalter bei einer "Nur-Hotel-Buchung". Zum Sachverhalt:
Ich habe Anfang April bei meinem Reiseveranstalter eine "Nur-Hotel-Buchung" für das Hipotel Cala Millor Park (3,5 *) für meine Familie ab dem 06.06.2010 gebucht.
Flug und Transfer vom Flughafen zum Hotel und zurück, habe ich Eigenregie bei den hier bekannten Anbietern gebucht.
Nunmehr erhalte ich erst heute von meinem RV die Mitteilung, dass mein gebuchtes Hotel zum genannten Zeitpunkt nicht eröffnen wird. (=> dies war mir und vielen Urlaubern schon Wochen vorher klar => siehe auch Link Mallorca Forum).
Ich habe zeitgleich vom RV ein Alternativangebot aus der gleichen HIPOTEL-Kette erhalten, nämlich das HIPOTEL **** Bahia Grande. Auch wenn dieses Hotel einen halben Stern mehr hat, sagt es uns aufgrund der bescheidenen Lage (750 m Entfernung zum Zentrum gegenüber 50 Meter Entfernung im Ursprungshotel) und der viel kleineren Poolanlage nicht wirklich zu.
Da ich mit Frau und Kind (3 Jahre) reise und auf die Schnelle kein anderes (besseres) Hotel für den Reisezeitraum ausfindig machen kann, werden wir das Alternativangebot wohl akzeptieren (ich habe bis Freitag eine "Zusagefrist" gesetzt bekommen).
Problem: Eine Umbuchung der Zieladresse (neues HIPOTEL) auf Mallorca bei meinem gebuchten Transferunternehmer ist nicht möglich, es können nur kostenfreie Änderungen der Beförderungszeit durchgeführt werden. Darauf habe ich meinen RV hingewiesen und gefragt, ob er aufgrund des (nicht von mir verschuldeten) Hotelwechsels eine Transferleistung anbietet (ggf. nur die 700m Entfernung vom einen idn das andere Hipotel und zurück).
Dies wurde klar von ihm verneint, da wir ja nur das Hotel bei ihm gebucht hätten.
Meine Meinung dazu ist: Würde mein RV seine zugesagte Leistung (sprich: altes Hotel ist bezugsfertig) erfüllen, hätte ich jetzt kein Transferproblem und demnach keine zusätzliche Kosten.
Wie seht Ihr das und welche Schadenersatzansprüche könnten geltend gemacht werden ?
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Mir ist nicht ganz klar, warum das Transportunternehmen sich weigern sollte, 700 Meter weiter zu fahren. Vielleicht sind es ja auch 700 Meter weniger....
In einen anderen Ort würde ich das vielleicht noch verstehen, aber diese kurze Strecke??
Über welche Summen sprechen wir hier? Ein Taxi kann doch sicher nicht die Welt kosten bei dieser Entfernung.
Kannst Du den Transfer nicht stornieren und neu buchen? -
Vom Flughafen kommend, liegt das Bahia Grande auf jeden Fall näher als das CPM, also von wegen 700 Meter weiter. Ist für den Transfer klar von Vorteil. Man muss nur, über Porto Cristo fahrend, die erste schmale Straße nehmen, die nach CM abzweigt. An deren Ende, gegenüber des Kreisels, liegt schon das BG. Also gibt es da doch gar kein Problem, für niemanden.
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Hallo,
das ist doch ganz einfach. Der RV kommt seiner Verpflichtung nach § 651 c BGB nicht nach, somit kannst Du den Vertrag ohne Kosten fuer Dich kuendigen.
Nun kannst Du bei einem anderen Anbieter ein vergleichbares Hotel, was dem urspruenglichen Hotel entspricht, buchen. Evtl. Mehrkosten hat der urspruengliche RV zu tragen, um Dir den entstandenen Schaden zu ersetzen, auch Mehrkosten fuer den Transfer, immer Angemessenheit vorausgesetzt.
Akzeptierst Du eine Alternative vom urspruenglichen RV, dann entsteht meiner Auffassung nach ein neues Vertragsverhaeltnis und da Du den Transfer beim RV nicht gebucht hat, wird er evtl. Mehrkosten für den Transfer nicht zahlen muessen.
So lese ich das aus dem Reisevertragsgesetz, hoert sich bloed an, aber so duerfte es sein. Oder sehe ich das falsch?!
Viele Gruesse
bernardo2001 -
Könnte stimmen, aber lohnt sich nachlesen?
Wie wär's im 'Notfall' mit 'nem Zehner fürs Taxi für die 700 Meter, oder den Fahrer des gebuchten Transfer?
Ist stressfrei, wenn es denn die Familienreisekasse erlaubt
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bernardo2001 wrote:
......
Akzeptierst Du eine Alternative vom urspruenglichen RV, dann entsteht meiner Auffassung nach ein neues Vertragsverhaeltnis und da Du den Transfer beim RV nicht gebucht hat, wird er evtl. Mehrkosten für den Transfer nicht zahlen muessen.
......@bernardo
warum so kompliziert.
genau an dem punkt sind "wir" doch.
wobei die mehrkosten des transfers entweder marginal sein dürften oder gar nicht erst anfallen dürften. -
@antonia
auf die idee bin ich auch schon gekommen.
aber: der to hat schließlich für einen transfer bezahlt.
dann will er auch vorm hotel abgesetzt werden. und nicht 700 m (geschätzte spanische meter, wenn du weißt, was ich meine) davor.
außerdem sprach der to von seiner familie.
wenn es nun mehrere sind, kleine kinder, zig koffer, reisetaschen, etc. dann stelle ich mir das auch problematisch vor. -
@Lexilexi
Ich bin wahrscheinlich wirklich zu sehr von meiner Vergangenheit beeinflusst ...Auch mit (kleineren) Kindern finde ich 700 m nicht viel. Ich denke, meinen Großeltern hätte diese Strecke in Kindertagen kaum etwas ausgemacht, wäre nur ein kleiner Teil des täglichen Schulweges. Selbst zu meiner Schulzeit war diese Strecke nicht einmal doe die Hälfte des Weges.
Meine Koffer haben Rollen. Ewig viel Gepäck wird man ja angesichts der weiteren Reisestrapazen und der etwaigen (Über-)Gepäckgebühren eh nicht mit sich führen.Der Transfer wurde bis zum ursprünglichen Hotel gebucht und bezahlt, nicht zum aktuellen. Dieses Argument kann ich also, streng wie ich bin, nicht gelten lassen. In dieser Situation wäre mein Plan B schon zum Hotel vorzugehen und nach etwas Hilfe zu schauen, sei es ein Rack/Cart oder ein Hotelboy. Für letzteres braucht es vielelicht auch wieder etwas Trinkgeld.