Thema: 18287
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Hola,
dachte mir, ich gebe mal ein Feedback zu unserem ersten Kubaurlaub ab.
Nachdem ich hier so viele Tipps und Infos erhalten habe, sollt ihr auch erfahren wie es uns gefallen hat.
Wir waren drei Wochen in Varadero (Club Kawama) und ich muss sagen, hätte das Wetter (Wilma + Alpha
) mitgespielt, wäre es ein Traumurlaub geworden.
Zum Hotel werde ich noch eine Bewertung abgeben, aber so viel sei gesagt - wenn man weiß wo man is(s)t, ist es halb so schlimm
Varadero selbst ist - wie hier schon mehrfach beschrieben - sicherlich nicht Kuba. Aber man hat doch vielfältige Ausflugsmöglichkeiten, wobei man Havanna auf jeden Fall gesehen haben muss.

Wie schon erwähnt hatten wir Pech mit dem Wetter und konnten so einige Ausflüge nicht machen, aber selbst ist der Urlauber - also ein Taxi für 5 Std. gemietet (60 CUC f. 4 Pers.) und ab nach Mantanzas die Tropfsteinhöhle besichtigt, dann nach Downtown. Ist schon ein Erlebnis - vor allem, wenn man der Sprache nicht mächtig ist. :?
Was uns begeistert hat, ist die Lebensfreude, welche die Kubaner ausstrahlen und auch leben.
Uns ist - trotz Sprachproblemen - jeder freundlich entgegen getreten. Negative Erfahrungen haben wir (außer einem nervigen Strandverkäufer) keine gemacht - im Gegenteil, auch mit Händen und Füßen sowie etwas Englisch und ein paar Spanischbröckelchen funktionierte alles prima.
Was wir sehr schade finden ist, dass leider sehr viel herunterkommt - aber was will man machen - von nichts kommt nichts. Aber die Menschen dort haben einen irrsinnigen Einfallsreichtum.
Resume: Wir werden irgendwann noch mal hinfliegen, dann aber spätere Jahreszeit (nach der Hurrikan-Saison)

saludos
turista -
Was wir sehr schade finden ist, dass leider sehr viel herunterkommt - aber was will man machen -
Da hättest du mal die Häuser in der vergleichsweise reichen DDR sehen müssen

Und jetzt immernoch.
Ein Kubaner verdient, wenn er denn Arbeit hat, 250 Peso monatlich=10 EUR. Offiziell!
+++(Zimmermädchen und Kellner?)
sind Millionäre -
Nur mal - so ! Dein Feedback, alleine schon die Tatsache, dass Du eins abgebeben hast finde ich

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Hallo turista,
ersteinmal vorweg... supi, dass Du ein Feedback zu Eurem Urlaub geschrieben hast.
Schön, dass Ihr trotz der widrigen Wetterverhältnisse was aus Eurem Urlaub gemacht habt... Kuba muß man auch einfach "erleben" und der "Einfallsreichtum" der Kubaner steckt früher oder später einfach an

Gruß
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@juanito
Das mit dem Zerfall habe ich nicht negativ auf die Kubaner bezogen.
Mir ist schon klar, dass ein durchschnittlicher Verdienst unter dem liegt, was wir hier pro Tag an Lebensmittel etc. ausgeben. :?
Aber selbst wenn sie das Geld hätten würde es ihnen ja nicht viel nützen, wenn sie das Material nirgends bekommen.Allgemein bin ich der Auffassung - nach dem was wir von den Einheimischen (nicht nur Varadero) mitbekommen haben, dass diese trotz aller Widrigkeiten und Armut glücklicher sind als manch einer hier.
Wenn man alleine nur sieht, wie Jugendliche bei einem Klassenausflug drauf sind - kein Vergleich zu unseren Konsumkids.- Bevor das falsch aufgefasst wird, ich will hier keinen Finger erheben, aber die Kids dort sind viel ausgelassener weil alle "gleich" sind - (Habe ich zumindest so empfunden)
Nochmals an alle - Danke für eure hilfreichen Tipps und Infos - ohne die hätte man manches mal etwas dumm da gestanden.

Es war ein sehr schöner und auch interessanter Urlaub, der sicherlich noch oft - allein durch Unmengen an Bildern + Videos -noch oft für interessante Abende sorgen wird

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Aber selbst wenn sie das Geld hätten würde es ihnen ja nicht viel nützen, wenn sie das Material nirgends bekommen.
Sorry, es gibt Geschäfte da bekommt man alles.
Dort wird nur gegen Devisen verkauft, das heisst vorher gegen Dollar, jetzt gegen CUC.
Das sind die Geschäfte, die dir in Varadero aufgefallen sind.
Aber bei einem Monats-Verdienst von 250 Peso der Moneda Nacional bekommt man nur genau 10,40 CUC.
250 Peso ist der staatlich festgesetzte Mindestlohn für Angestellte des Staates.Auch Hotelpersonal. Andere arbeiten für weniger oder haben keine Arbeit.Die Schüler sind lustig und gut drauf! ja!
Aber sie möchten auch ADIDAS oder NIKE Tennis-Schuhe haben.
Oder jedenfalls so aussehende, die kosten etwa 20 CUC, in oben erwähnten Geschäften.
In 2-3 Wochen kann man leider nicht hinter die Kulissen schauen.
Wer nur in den Badeorten war und mal kurz durch die Hauptstrassen gelaufen ist, kann nichts gesehen haben.
Hast du mal ein "richtiges" kubanisches Geschäft gesehen? Da wo die kubaner mit ihrer Währung einkaufen?
Da bist du sicher vorbeigelaufen ohne es zu bemerken.
Die gibt es auch in Varadero auf der Calle Primera.
Frag mal openwater, der kennt sich aus.
Hier hast du mal eine Fleischerei
http://www.bilder-hochladen.net/files/2s6-5s.jpg -
@juanito
Auch wenn du es nicht glaubst - ja ich war in so einem Geschäft bzw. habe reingeschaut, sowohl in Varadero als auch in Mantanzas und Havanna.Mit ist schon aufgefallen, dass dir Pauschaltourismus nicht so gefällt - aber vielleicht solltest du mal von deinem "Vorurteil" weg und auch diesen eine Chance geben. Nicht jeder Pauschaltouri ist ein Adillettenheld

Sorry, aber so sehr du gute und interessante Tipps gibst, so bist du auch sehr schnell bei deiner vorgefertigten Meinung.Ich bin der Meinung, dass man sich auch in 2 - 3 Wochen einen Eindruck verschaffen kann, wenn man aufmerksam hinschaut und interessiert ist - und nur weil man als "Erstbesucher" den bekanntesten Badeort auswählt heißt das nicht, das man sich nicht für den Rest des Landes interessiert.
Und das die Kids dort sich Markenkleidung o. ä. wünschen steht sicherlich außer Frage, jedoch macht sie das glücklicher??
saludos
turista -
Hallo Turista,
auch ich war 2 Wochen (nur) auf Kuba, als elendiger Pauschaltourist - und kann mich nur anschließen: wenn man mit offenen Augen und Ohren durch die Weltgeschichte läuft, sich Gedanken darüber macht was man sieht und hört oder anderweitig mitbekommt kann man sich auch ein Bild machen.
Natürlich nicht so ausgeprägt und detailliert wie die, die häufig dort sind, private Kontakte über Jahre pflegen - aber das kann man doch wohl keinem vorwerfen, das man das nach 2 Wochen wohl kaum auf die Kette kriegt. Irgendwann haben die ja auch mal angefangen. Naja.
Auch mein Urlaub war leider vom Wetter beeinträchtigt, die erste Woche nur dunkle Wolken (ausser am Dienstag direkt nach unserer Ankunft), dann mal viel Regen und in der zweiten Woche hatten sich die Wolken von Beta (der alles schön in den Norden schickte und den Himmel zuziehen ließ) verflüchtigt und das Wetter war prima.
Da ich alleine unterwegs war konnte ich nicht - nein, wahrscheinlich wollte ich auch nicht so viel auf eigene Faust machen. Ich habe eine Tagestour St. Clara, Cienfuegos und Trinidad gemacht, war mit dem Hotelbus in Havanna und dankbarerweise hatte sich die Busbegleiterin als Guide angeboten, das war prima für den Informationsgehalt und mein Spanisch

Katamaran mit Delfinen war mein Traum und das hab ich auch gemacht, ein sehr schöner Tag.Ich weiß nicht, ob ich noch mal hinmüsste, wenn, dann nicht Varadero, auch für mich war es das erste Mal Kuba und daher auch das bekannteste der Urlaubsziele erste Wahl - muss man sich aber nicht für schämen.

Ich hätte nicht mitbekommen, dass die Leute nur im Hotel waren, ausser solchen, die schon häufiger dort waren und vielleicht wirklich mal nur am Strand liegen wollten. Wäre mir persönlich zu weit, aber das muss ja jeder selbst entscheiden.
Ich finde es einfach auch ein Vorurteil, dass man als Pauschi so rein gar nix mitbekommt, trotz der guten Tipps die auch ich von Juanito bekommen habe wäre es schon schön, wenn man anerkennen könnte, dass nunmal Reisen auf eigene Faust nicht jedes Menschen Sache sind.
Da wird sich gefreut über ein Feedback zum ersten Urlaub und gleichzeitig wird einem mitgeteilt, dass man ja sowieso nix mitbekommen und gesehen hätte.
Auch wenn ich als alleinreisendes weibliches Wesen nicht allzuviel allein unternehmen konnte glaube ich einiges über land und leute erfahren zu haben (zumindest auch darüber, was mich in dem Moment interessiert hat und was ich erfragen konnte), weil ich weder blind noch taub noch ignorant bin.
Leider hat der Tourismus wohl wie in jedem anderen Land, das hauptsächlich in diesem Sektor seine Einnahmequelle hat und in dem Leute immer bereit sind Angestellte zu "überfüttern" wie Juanito es in einem anderen Thread nannte dazu geführt, dass einige (!) es voraussetzen. Dies mag eine Problematik sein, die natürlich hauptsächlich in touristisch attraktiven Orten vorkommt, aber es teilweise schon seltsame Blüten getrieben.
Aber so ist es eben: die Touristen, die vor 20 Jahren dort waren und noch an jeder Ecke die Offenheit der Kubaner kennengelernt haben, haben der jüngeren Generation "beigebracht" zu fragen, zu erwarten, dass man verteilt und dalässt. Die älteren fand ich auch sehr freundlich und offen, ohne eine große Erwartungshaltung.
Juanito hat einerseits Recht, dass man mit dem Verteilen von Kulis, Süßigkeiten u.ä. die "Bettelei" fördert, andererseits find ich es nicht schlimm, wenn man Leute kennenlernt denen etwas zukommen zu lassen, in welcher Form auch immer. Das tun doch wohl die meisten und auch die Kubaexperten oder?Wenn Kinder natürlich an der Straße stehen und Familien ansprechen mit dem Wortlaut "Ich WILL das T-shirt deines Sohnes, JETZT" - naja, find ich schon heftig.
Wenn Zimmermädchen sich mit dem Techniker unterhalten (weil sie glauben, dass man kein Wort versteht), dass man ja selten Geld hinlegt, eher schon mal ne Handcreme, Creme fürs Kind, Zahnpast oä und der daraufhin läppisch erwidert "Ja, die armen Touristen" - vergeht mir auch die Lust noch irgendwas hinzulegen.
Aber das sind die Konsequenzen des Tourismus. Wo fängt man an und wo hört man auf?
Soviel erstmal dazu, nicht jeder Pauschi sitzt nur im Hotel, in 2-3 Wochen kann man nicht ein Land, ein Volk, ein ALLES kennenlernen und trotzdem kann man mit Erfahrungen, Erkenntnissen und Erlebnissen nach Hause fahren, die einen in welcher Form auch immer beeinflussen werden.
Mein Hauptgedanke ist im übrigens auch ähnlich wie deiner, wir jammern schon auf hohem Niveau hier...
In diesem Sinne
Lg, Hatty -
Zitat:
Mit ist schon aufgefallen, dass dir Pauschaltourismus nicht so gefällt - aber vielleicht solltest du mal von deinem "Vorurteil" weg und auch diesen eine Chance geben. Nicht jeder Pauschaltouri ist ein Adillettenheld
Ich habe nichts gegen Pauschalturisten.
Ich bleibe selbst sehr oft 2-3 Tage in einem AI Hotel in Varadero
Und daß die Kids dort sich Markenkleidung o. ä. wünschen steht sicherlich außer Frage, jedoch macht sie das glücklicher??
Manche Kids wären froh überhaupt SCHUHE an den Füssen zu haben und nicht mit Badelatschen laufen zu müssen.
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Muss mich hier auch mal kurz einklinken:
Auch ich habe 1991 das erste Mal als Pauschaltouristin Cuba besucht, bin - natürlich - in Varadero gelandet. Was anderes konnte man damals noch nicht pauschal buchen, von individuell mal ganz abzusehen. Varadero war damals noch ein netter Ort, es gab an grossen Hotels gerade mal das LTI Tuxpan, Sol Palmeras u. LTI Bella Costa, das Melia Las Americas samt Golfplatz wurde gerade gebaut. Die Halbinsel Hicacos war damals noch fast zur Hälfte unbebaut, wunderschön, man konnte mit Motorroller die gesamte Halbinsel abfahren und an einsamen Stränden relaxen.
Die Cubaner waren damals auch noch nicht so "verdorben" wie heute vom Tourismus, man wurde schonmal zur Party eingeladen, jedoch ohne, wie einige Jahre später, nach etwaigen Geld- oder Markenkleidungs-Geschenken gefragt zu werden. Damals wurde das noch anders geäussert, zurückhaltender, sie schämten sich fast dafür, um etwas bitten zu müssen. Es war einfach noch angenehmer, ein Gespräch mit Cubanern zu beginnen, ohne dass man "Angst" haben musste, "hey der spricht nur mit mir weil er was will...".
Damals hatten die Cubaner (grossteils) wirkliches Interesse an den Ausländern, wollten sich austauschen, erfahren wie es in der restl. Welt zugeht etc. Heute sind das vor allem die älteren Leute, wie auch Hatty schon gesagt hat, die wirkliches Interesse haben und nicht unbedingt was abschwatzen möchten.Ich habe aus dieser Zeit (an die ich mit nassen Augen denke) einige Freundschaften gewonnen, die ich auch heute noch pflege, und ich kann mich nicht erinnern, dass mich einer von denen je um etwas gebeten hätte, ohne dass ich es ihm angeboten habe.
Einfach die gesamte Art war eine andere, nicht so im Vordergrund wie heute. Aber leider hat der Massentourismus die Leute dort verändert, sehr sogar.
Das passiert jedoch nicht nur in Cuba, sondern auf der ganzen Welt, wo es Massentourismus gibt. Ich möchte dazu aber noch anmerken, ohne jetzt "gemein" zu werden, dass meiner Meinung nach dieses Verhalten der Einheimischen besonders durch bestimmte Gruppen von Touristen gefördert wird. Ich habe zB. die Erfahrung gemacht, dass vor allem Deutsche nicht wirklich beliebt sind - und das weltweit. Zu oft habe ich schon erlebt, dass man mich, weil ich halt auch deutsch spreche als Österreicherin, für eine Deutsche gehalten hat, und dementsprechend reserviert war man mir gegenüber. Erst als man entweder sagte man sei aus Österreich, oder die merkten, dass man Interesse am Leben u. der Kultur in dem Land hat und auch deren Sprache spricht, öffneten sich die Menschen.
Ich weiss zu gut woher das kommt, denn leider zu oft beobachte ich solche Touristen, wie sie quasi von oben herab schauend durch das Land reisen (oder in den Hotels bleiben und sich dort so verhalten als wären sie die Götter der Schöpfung) und erwarten, dass man ihnen alles recht macht und alles tiptop so ist wie in ihrem Land zuhause.
Klar, es mag verallgemeinernd klingen, nicht alle Deutschen sind so, aber ich bin schon viel gereist und hab leider schon sehr oft solche Touristen getroffen, die dieses Klischee nur immer wieder bestätigen. Mag auch daran liegen, dass die Deutschen einfach viel reisen, mehr als zB. Österreicher, aber ich denke, es hat schon auch geschichtliche Hintergründe, warum einfach die Mehrzahl der Deutschen so ist. Ich hab jedoch auch Österreicher getroffen, die so sind - es gibt diese Spezies von Touristen bestimmt überall, zB. auch Amerikaner sind oft so. Die klotzen da in ein Land rein mit Trompeten und einem Gehabe, da schämt man sich oft, ein Tourist zu sein.
Aber wie gesagt, ich habe auch nette Deutsche kennengelernt, will jetzt nicht das ganze Volk verunglimpfen, überhaupt nicht! Bitte nicht falsch verstehen, aber dieses Thema wurde hier eh vor kurzem ausführlich behandelt, deshalb weiss ich auch (und das beruhigt mich etwas) dass viele Deutsche ebenso über deren Landsmänner denken wie ich.
So zurück nach Cuba:
Als ich dann also 6 Jahre später wieder nach CUba geflogen bin, hat sich "mein Land" leider sehr verändert. Die Menschen waren noch ärmer, die Versorgung mit den lebenswichtigen Dingen des täglichen Lebens sind noch knapper geworden und ich musste mitansehen, wie auch die Menschen sich in ihrer Not verändert haben. Man muss schon versuchen das zu verstehen - die laufen den ganzen Tag rum um zu schauen, dass sie einigermassen über die Runden kommen. Es ist schon krass, und wir als Überflussmenschen können das gar nicht verstehen, auch wenn wir noch so oft nach Cuba reisen.Fazit: Ich liebe Cuba seit meiner ersten Reise dorthin, und es wird mein Traumland bleiben. Die Menschen, das ganze Land verändert sich, wir verändern uns. Was sich aber leider wohl nicht verändert ist das Verhalten mancher Touristen, die zwar den schönen Strand anpreisen, aber dann schimpfen (ich meine wirlich schimpfen!) über die verwahrlosten Dörfer, Menschen, die sie gesehen haben bei ihrer Fahrt vom Flughafen zum Hotel oder retour. Ich werde jedesmal böse wenn mir wieder jemand erzählt, "wie schlimm es auf Cuba war, zwar ein toller Strand, aber die Leute sind bettelarm und haben so genervt, ich will da nie wieder hin und kann nicht verstehen wie du das Land so lieben kannst. Weshalb???".
Tja. Man kann viel diskutieren über Cuba und Pauschaltourismus oder nicht. Ich denke, es kommt hier nicht drauf an, ob man seinen Flug und das Hotel oder die Casas separat gebucht hat bzw. auf eigene Faust durchs Land reist oder aber fix ein Hotel gebucht hat und nur einige (vielleicht sogar geführte) Ausflüge mitgemacht hat.
Ich finde, es ist eine Sache der eigenen Offenheit und Toleranz gegenüber fremden Kulturen.
Wenn man in ein fremdes Land fährt (dies gilt für alle fremden Länder, nicht nur Cuba), sollte man seine eigenen Gewohnheiten, seine im Heimatland "gelernten" Zeitvorstellungen, Vorstellungen "wie sollte ein Mensch sein, wie hat er sich zu verhalten" etc. zuhause lassen und quasi von "Null" beginnen, sobald man im Zielland aus dem Flieger steigt.Nur so ist man fähig, auf die dort herrschenden Gegebenheiten einzugehen und die Menschen spüren zu lassen, dass man ehrliches Interesse hat und man nicht von oben auf sie herabsieht. Und es ist (für mich zumindest) auch vollkommen ok, wenn man Geschenke gibt, jedoch setze ich ein Mindestmass an "Manieren" voraus, also ein "danke" oder "Bitte" - egal ob der Mensch bettelarm ist oder reich. Vielleicht sollten wir versuchen, die Menschen dort auch etwas dahin zu "erziehen", indem man mit ihnen spricht, aber nicht lehrmeisterisch, sondern normal, mit ehrlichem Interesse. Die glauben ja, man hat alles so einfach zum Verschenken, dabei ist es doch nicht wirklcih so, dass wir alle reich sind. Und das verstehen die Menschen dort nicht, weil sie nicht in unserer Welt leben. Genauso wie wir nicht verstehen wie es sein muss, den ganzen Tag zu schuften nur um am Abend wenigstens 2 Würste zu haben (für die ganze Familie) zum essen.
Ja ich könnte jetzt noch ewig schreiben, aber das führt glaub ich zu nichts. Wollte mir das nur mal von der Seele schreiben
Vielleicht nimmt das ja der eine oder andre als Denkanstoss, mal sein eigenes "Reiseverhalten" zu analysieren und sich an der Nase zu nehmen, zu überlegen, was kann ich besser machen, wie kann ich besser auf die Menschen eingehen.Liebe Grüsse
Belinda -
Nur mal so nebenbei:
Ich wollte hier keine Diskussion über Reiseverhalten o. ä. entfachen - zum einen gibt es diese schon und zum anderen ist das m. E. ein Endlosthema
Mein Feedback sollte als Dankeschön an die User gehen, welche hier mit wertvollen Tipps weiterhelfen.

Auch hatte ich nicht vor, darüber zu diskutieren, ob es in Kuba Armut/Elend gibt und in welcher Form - ich war Urlauber vor Ort und bin nicht dorthin gereist um das Land bzw. die Menschen zu verändern! - Kann ich gar nicht! - Aber trotzdem war ich interessiert.
Alles was Juanito sagt/schreibt ist sicherlich richtig - aber warum so "oberlehrerhaft"?

Natürlich leben die Menschen in Armut und sicherlich hat der Tourismus sie verändert, dass ist die Entwicklung - so wie sich jedes Land entwickelt und die Gesellschaft sich verändert - das ist doch auch bei uns zu beobachten.
Ob das alles so seine Richtigkeit hat?!? - Darüber lässt sich wieder diskutieren
Also nichts für ungut - es hat mir/uns in Kuba gefallen - als Urlauber!
LG
turista -
@ all -
macht nicht aus jeder Mücke einen Elefanten
Kuba ist und bleibt schön und wie man in den Wald ruft, so .......... ! Touristen die nicht Graf **** spielen oder die Kinder mit * Süssigkeitenwerfen* beglücken , helfen, zumindestens das Leben einiger lebenswerter dort zu gestalten. Ganz einfach dadurch, dass sie hinfliegen - und schlimmstenfalls nur in Varadero am Strand liegen und versuchen Quad zu fahren . Egal !So, dass waren meine letzten Worte als Raucher ! Ab Morgen - bin ich agressiver, weil auf Entzug ! :?
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Hallo turista,
jetzt muss ich mich auch mal einklinken.
Juanito, ich finde deine Tips auch super, haben uns im Kuba Urlaub auch sehr viel gebracht.
Auch wir haben Einheimische kennengelernt, die uns vieles jedoch anders schilderten, wie du es hier beschreibst.Wir kamen mit der Meinung "Armes Land - armes Volk" nach Kuba, denken jetzt jedoch anders darüber, denn im Verhältnis zu uns leben die dort bestimmt sehr gut.
Sie verdienen zwar nicht so viel wie wir, haben aber auch nciht so viel zu zahlen. Keine Krankenversicherung, nichts für die Schulbildung, bei der jeder Chance auf Abitur und Studium hat, 80% der Wohnungen und Häuser sind bereits Eigentum, der Rest zahlt ca. 1,50€ Miete, 10000l Wasser kosten 2 Cent, der Strom pro Monat vier Cent. Zudem bekommen sie Lebensmittelmarken. Die reichen zwar nciht, aber es geht.
Alte Häuser werden vom Saat renoviert oder man bekommt Material zur Verfügung gestellt.
Ein Autoreifen kostet 2 Peso (und zwar keine Convertible ;-))
Arbeitslosenquote 1,2%....Ich könnte noch so viel schreiben, aber das gehört nicht alles hier her.
DU SIEHST JUANITO, AUCH ALS PAUSCHALTOURI KANN MAN EINIGES IN ERFAHRUNG BRINGEN UND KENNENLERNEN !!!!!!!!!!!!
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Ich glaube Du warst in einem anderen Kuba :?
Guckst du mal bei www.therealcuba.com
Ist zwar von den Miami Gusanos, aber Bilder sagen mehr als Worte.
Miete zahlen sie tatsächlich nur 1 Peso für eine Plattenbauwohnung.Material zur Renovierung?
Autoreifen 2 Pesos?
(ich werde meine Reifen in Kuba kaufen)
Arbeitslosenquote?
Strompreis?
http://focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=21822Ich zeige Dir gern mal wie die Leute leben, egal in welchem Ort.
Wenn Dir dann nicht die Tränen kommen, weiß ich nicht. -
@dianama :? Boah , ich bin sprachlos und sehe endlich klar:
Danke, nun weiss ich ich war ein Träumer ! Ab sofort fahre ich nach Haiti. Denen gehts - nun wirklich schlecht ! 
Jahrelang hat uns * unsere Familie * aus Holguin , der Chefarzt und die Zahnärztin, sowie deren Kinder betrogen , uns immer in die 3 Zimmer Plattenbauwohnung, in der er mit Frau , Tochter Schwiegersohn, Sohn Schwiegertochter und 2 Enkeln lebt, eingeladen um arm zu spielen. ich begreife Dann haben die uns uns auch noch mit zähem Schaaf und altem Huhn beglückt. Den echten Kartoffelpürree, den seine Frau angeblich mühsam herbeigezaubert hat, hat er nur mit glänzenden Augen und * mit ablecken* der Schüssel gegessen - weil er wusste wir sind aus Deutschland und die lieben Kartoffeln. ( Kubaner aber auch ! ) .... Ich begreife ....... Seine mit im Haushalt lebende Tochter und der Schwiegersohn - waren Weight Watchers, hatten keine Punkte mehr und haben deshalb nur die Bohnen nit Reis gegessen. ich begreife
Das benutzte Stethoskop von 1964 mit dem porösen Gummi war nur aus dem Theaterfundus, seine Brille, Kassengestell der 70iger und zerkratzte Gläser war Staffage-.
. Sein Sohn, der Familienarzt war leider dieses Jahr nicht da - angeblich war er nach Venezuela abkommandiert um dort zu helfen. Nun sehe ich klar - er war auf der Aida! ich habs begriffen..... nachdem wir weg waren haben Sie ihr Leben genossen , den Fahrer bestellt und ab auf das Landhaus in die Villa . Da gings dann richtig ab - das hat sich gelohnt - neues Stethoskop abgestaubt und einen Fahrradsattel

achso - Stethoskop kostet - Normalausführung - Krankenhausintern - 6 Euro
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Es macht mich wirklich traurig, was Du hier von Dir gibst! Du bist in ein Land gereist und hast dort NICHTS kapiert. Du sagst, Ihr habt Einheimische kennengelernt. Wie gut? War es der Reiseführer im Bus, der Dir erzählt hat, was er erzählen muss oder kennst Du Kubaner auch näher? Warst Du bei Ihnen zu Hause? Hast Du wirklich gesehen, wie sie leben?
Eine Frechheit finde ich Deine Aussage*:"....denn im Verhältnis zu uns leben die dort bestimmt sehr gut."* Dazu fehlen mir echt die Worte.
Hast Du überhaupt im Entferntesten eine Ahnung, was die meisten Kubaner bewerkstelligen müssen, um abends Essen auf den Tisch zu bringen?
Danke, dass Du es bei "Ich könnte noch so viel schreiben" belassen hast, wer weiss, was noch gekommen wäre!

Danke Juanito und openwater1! Ihr habt eigentlich schon alles gesagt, aber etwas Luft musste ich mir hier machen, den ich bin entsetzt über solche Aussagen.
Andrea
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Mich erschütterte die Unwissenheit oder eher Blindheit.
Dies ist ja auch, so hoffe ich, ein Diskussionsforum. Wo nicht nur Fragen nach dem Wechselkurs und welche Betten sind denn weicher und muss ich schon um 6 aufstehen um eine Liege zu reservieren. lol beantwortet werden sollten, könnten.
Guck mal in das Türkei- und sonstige Foren.
Also: turista- beteilige Dich doch bitte.grüße
juanito