Thema: 18436
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@ Sternedieb
So meinte ich das. Mit "verdienen" sind die Provisionseinnahmen gemeint, nicht die Rendite. Jeder kann sich ja ausmalen, dass abzüglich Löhne & Gehälter, Mieten, Kommunikation etc. eine Nettorendite von wahrscheinlich unter 1 % bleibt.
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Zwischenhändler umgehen?
Ob ich im Reisebüro oder im Internet buche, die entsprechende Provision zahle ich eh mit. Da hab ich es dann schon lieber persönlich im Reisebüro.
Gruß
Bulgarienfan
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"mabysc" wrote:
Hallöchen noch mal. Mir persönlich geht es nicht darum ob ein RB gut oder schlecht ist.Es geht doch darum, dass ich das RB als "Zwischenhändler" umgehen möchte. Die Reiseveranstalter sollten doch bitte die Provisionen, welche ans RB gezahlt werden, an den Direktbucher weiter geben. Wenn ich beim Bauer ein Ei kaufe, muß ich doch nicht den Supermarkt zahlen.Oder ?(friedliche)Grüße Marcus
PS
Chiara, Du solltest bei so einer Diskussion nicht alles persoenlich nehmen
Und hier muss ich mich mal einklicken:
Angenommen dein Vorschlag wird umgesetzt so kann ich dir sagen wie es die meisten Urlauber machen werden:
Ab ins Reisebüro, Katalog holen, dort beraten lassen, mit der Bemerkung "ich überleg es mir und melde mich wieder" nach Hause, ab ins Internet und dort gebucht weils eben 10% günstiger ist. Und wer hat dann doch wieder die Arbeit, aber gar keinen Verdienst mehr???
Klar gibt es bestimmt einige wenige die dann trotzdem im Reisebüro buchen, aber die grosse Mehrheit bestimmt nicht!
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@ lieber Salvamor
in diesem Thread geht es nunmal um ein Anspruchsdenken des Kunden gegenüber seinem Reisebüro.
Wir diskutieren hier nicht die allgemeine Lage und befinden uns auch nicht auf Nebenkriegsschauplätzen sondern in der REALITÄT.Und wenn es darum geht sein Reisebüro zu - nennen wir es mal vorsichtig - zu 'erpressen' dann kreuselt sich bei mir die Hutschnur.
Man beklagt sich auch nicht über die unerhörte Anspruchhaltung der Kunden und und und..., sondern bedauert, das der Werteverfall exorbitant ist und man das Internet in den höchsten Tönen lobt, aber seinem Reisebüro weniger zahlen will als dem Internet; frei nach dem Motto; mit denen können wir es ja machen, ansonsten buche ich im Internet.
Ich sage euch: bucht gefälligst im Internet, beschwert euch nachher bei eurer Hotline das dies und das nicht so war, wie Ihr euch das vorgestellt habt, sagt eurem Internet Veranstalter bitte auch:
ICH BUCHE NUR BEI DIR; WENN ICH % BEKOMME.Und dann lasst uns mal sehen, was Ihr nicht doch alles vermisst habt;
Ein nettes Lächeln, ein gutes Gefühl gut beraten worden zu sein, vielleicht noch ein kleines Pläuschchen bei einer guten Tasse Kaffee und jemanden dem Ihr eure Sorgen und Nöte schildern konntet, einem mit Gesicht zum Anfassen und nicht nur ein PC oder eine Stimme der Hotline.Chiara
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@ lieber Marcus
falls es Dir noch nicht aufgefallen sein sollte, das Ei beim Bauern ist teurer als im Supermarkt.
Und kein Veranstalter wird die Provision an den Endkunden weitergeben, warum auch, somit erhöht sich doch sein Gewinn.
Gruss
Chiara -
Hallo zusammen!
...also, wenn ich hier beim Bauer einkaufe, zahle ich deutlich mehr, als im Supermarkt...

@frequent flyer:
Vielen Dank für Deinen Beitrag, der (vollkommen berechtigt) auch die andere Seite der Medaille ins Spiel brachte.
@einige hier:
Bevor wir hier wieder einen ellenlangen thread haben, der nichts mehr mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, bei sich aber wieder einige übelst keilen und dabei vollkommen themenfremd auf unseren salvamor "einhauen", eine kleine Frage:
Was hat er denn jetzt schon wieder so "fürchterliches" gesagt?
Er vertritt diese (ja grundsätzlich richtige) Meinung nicht "erst seit heute" und tut dies i.d.R. wie jeder andere hier auch. Also, wo ist eigentlich das Problem?
...so, nach diesem "Geschwafel" möchte ich aber nun auch kurz einige Dinge zum Thema beitragen.
Ja, salvamor hat es bereits beschrieben, die Reisebüro-Welt wird sich zukünftig in eine andere Richtung drehen müssen und dies auch tun.
Hier sind eine Menge Dinge in Arbeit, die das gewohnte Bild teils grundlegend verändern werden - allerdings nicht nur für die Reisebüros, sondern auch für die Konsumenten.Emdebo hat schon auf "Pelikan" hingewiesen und glaubt mir, da ist die TUI nur ein Vorreiter und dieses Projekt ist erst der Anfang.
Reisen/Urlaub wird sich ändern - die Schwarz-Weiss-Schere wird deutlich größer.
Einerseits der wesentlich größere Sektor von Individual und Baustein-Reisen (unterschiedliche Dinge, aber hier einmal zusammengefasst) und andererseits der wachsende Sektor von AI-Urlauben, bei denen dem Urlauber auf Wunsch der "A..." nachgetragen wird. Beide Zweige werden deutlich wachsen und extremer in ihrer Form.
Das Thema der Gewinn-Möglichkeiten und Provisionen wird sich ebenfalls grundlegend ändern - dabei sollte sich aber jeder sehr gut und genau überlegen, wer eventuelle, zukünftige Arbeitslose aus dem Bereich der Reisebüros in ihrer neuen beruflichen "Nicht-Existenz" bezahlt - wir alle!
Mit geht der Hut hoch (habe aber gerade keinen auf :D) wenn ich hier einen user lese, der in seinem Reisebüro regelmäßig Rabatte einfordert (grundsätzlich ist dies ja dort oder anderswo, in anderen Branchen nichts anstössiges) - und dann kurz danach schreibt, er ginge dort auch oft einfach nur zu einem Plausch hin. Na super, ich hoffe, er bezahlt die Damen und Herren im Reisebüro für diese Zeitverschwendung. Wenn ich dort Chef wäre, würde ich einem solchen Kunden sehr schnell, sehr deutlich klar machen, was ich davon halte. Was glaubt dieser user eigentlich, wie hoch die Provisionen dort sind (die Zahlen kennt er ja angeblich) und wieviel ein normaler Reisebüro-Angestellter verdient.Ja, "wir" haben immer weniger Geld zur Verfügung und dies größtenteils unverschuldet - aber ist es dann nicht vielleicht auch mal vernünftiger die Ansprüche und gewisse "Statussymbole" etwas herunter zu fahren?
Diese Geiz-ist-geil-Mentalität gibt es (alleine in der Tourismus-Branche) an unzähliegen Stellen. 300 Euro für 3 Wochen 5 Sterne AI - am liebsten 1.Klasse geflogen und persönlichen Butler-Service...und alles soll klappen???
Die Reklamationsquoten steigen nicht nur wegen (vollkommen logischen und rational erklärbaren Fehlern und Mängeln auf Seiten der Veranstalter), sondern auch (und gerade) wegen völlig überzogener Preisvorstellungen und Erwartungshaltungen der Verbraucher. -
Danke Holginho,
ich denke damit ist nun alles zu diesem Thema gesgt.
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Nein, zu dem Thema ist, denke ich, noch ganz, ganz lange nicht alles gesagt.
Damit werden z.Z. Kongess- und Hörsäle gefüllt und unendliche Abhandlungen geschrieben - neben den vielen Leuten, die beratend, unterstützend und ideen gebend beiseite stehen.
Warum sollten also ausgerechnet wir nach so kurzer Zeit schon durch sein mit dem Thema.
Ich möchte mich auch ganz bewußt auf keine der beiden Seiten die sich hier herauskristalisieren stellen. Ich denke, die Wahrheit liegt - wie so häufig - in der Mitte.
Man sollte nur nicht den Fehler machen, die "Schuld" immer bei den Reisebüros zu suchen - hier sollte jeder Konsument mal sehr, sehr eindringlich über sich, seine Möglichkeiten, Gewohnheiten, Verhalten, Ansprüche u.v.m. nachdenken.
Unbestriiten ist, wie schon erwähnt, das einige Reisebüros (oder besser gesagt hauptsächlich Ketten-) ganz schnell von einem mittlerweile viel zu hohen Ross herunter kommen müssen.
Wer allerdings als Konsument den Fehler macht, im Internet das "Allheilmittel" im Rahmen der Preisgestaltung und Buchungstechnik zu sehen, der macht einen bösen Fehler - und diese Leute erlebe ich immer häufiger ím Zusammenhang mit Reklamationskampagnen gegen die bösen, bösen Reiseveranstalter.
Nicht jeder Konsument hat das Wissen (manchmal leider auch die Intelligenz), sich seine Reise selbst (z.B. im Internet) zusammenzustellen - einsehen tun es die meisten leider nicht - schuld sind dann im Zweifelsfall natürlich andere!Extrembeispiel:
Da verklagt jemand (lacht nicht, der Fall ist real und geht bald an die Öffentlichkeit) sein Reisebüro, weil ihm dieses bei einer Fernreise zu teuer erschien und er sich den Urlaub selbst zusammengebastelt hat - was natürlich gewaltig schiefging (schon beim ersten Anschlußflug). Begründet wird die "Klage" damit, das das alles nicht passiert wäre, wenn ihm das Reisebüro einen ausreichend hohen Rabatt gewährt hätte (den er eingefordert hat) und er so die richtige Reise bekommen hätte - quasi unterlassene Hilfeleistung ... der Richter (so es denn wirklich zu einem Verfahren kommt - dann zweifel ich allerdings an der Zurechnungsfähigkeit einiger Leute) dürfte mal herzlich lachen, und den Mann (für längere Zeit) einweisen lassen.
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@chiara.
nochmal zu miner schilderung: es ging nicht um linie, sondern darum, was der normale pauschale flug mehr kostet, wenn wir fcc fliegen. mehr nicht. und heute sollte sie morgends zurückrufen. hat sie nicht gemacht, dann habe ich angerufen und sie mit einer weiteren frage konfrontiert. ging nicht. angeblich für august 06 schon alles ausgebucht!ich finde auch, dass es keine rabatte geben sollte. das stimmt. und ich findes es auch nicht richtig, sich im rb umfassend zu informeiren und dann im intrenet billiger zu buchen. aber bei mir war es (dank holidaycheck) meistens anders herum. du suchst und leist und machst und tust und willst eigentlich nur einen preis und da sind manche schon überfordert. habe auch schon zur antwort bekommen, dass würde doch alles im katalog stehen. könnte ich doch nachlesen.
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Hallo Holginho,
das ist zugegeben die Spitze des Eisbergs, aber auch die banale Realität sieht nicht rosiger aus.
Ein anderer Kunde klagte, dass das Reisebüro Ihm nicht gesagt hat, dass seine Urlaubsreise ab München nicht preiswerter war als ab Hamburg wo er wohnte und er bei Buchung einen anderen Abflughafen kategorisch abgelehnt hatte.
Ein anderer klagt, dass sein 5* Hotel in der Türkei eigentlich keins ist/war.
Ein weiterer klagt, das das Hotel, welches er vor Ort bezahlt hat auf einmal einen anderen Preis hatte, als ihm das Reisebüro mitteilte (wobei das Reisebüro keine Buchung vorgenommen hatte).
Wieder ein Anderer bucht im Reisebüro seine Reise, holt seine Unterlagen nicht ab, hat noch nicht alles gezahlt und beschwert sich , dass ihm das Hotel die Unterbringung verweigert.
ein besonders lustiger Fall war mal ein Mann, der seine Fluggesellschaft verklagen wollte auf Schadensersatz für entstandenen Ängste, weil der Pilot die Hände vom Steuer genommen hatte (ist zwar schon etwas her, aber wirklich passiert );
mit der Begründung: Sein Opa hat früher eine Alte Tante Ju geflogen und wenn dieser den Knüppel losgelassen hätte, wäre ein Unglück passiert.Es gibt noch tausende solcher Geschichten und nicht alle sind immer Witzig.
Wie Du schon richtig erwähnst, die Schere von Anspruch und Realität wird immer grösser.Chiara
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Hallo! Eigentlich hatten wir bei unserer Buchung im Reisebüro auch nach Prozenten fragen wollen. Vorab hatten wir schon Kataloge gewälzt und im Internet recherchiert. Gebucht haben wir dann beim Reisebüro um die Ecke, ohne Prozente, denn die nette Mitarbeiterin hat es geschafft, ein im Internet nicht oder nicht mehr zu buchendes Sparangebot mit krummen Zeiten, sprich keine vollen Wochen, für uns zu buchen, mit Telefonaten mit dem Veranstalter und einigem Zeitaufwand. Da hätte ich mich echt geschämt, noch nach Nachlass zu fragen! Gespart habe ich ja schon durch die Bemühungen der Dame. Service? Erstklassig!

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Die Zeiten für Reisebüro-Mitarbeiter sind wirklich härter geworden. Ich will dazu mal das Beispiel Info-Reisen oder Pep-Angebote nennen.
Das waren früher heilige Kühe, denn die Reisebüromitarbeiter bekamen und bekommen erhebliche Rabatte für ihre eigenen Reisen und kostenlose Info-Touren. Weitgehend geklärt ist die fachliche Weiterbildung, sie ist wohl nicht im Visier der Steuerfahnder. Aber die verbilligten Urlaubsreisen....Zwar wird immer noch heftig gestritten, wieviel und wann fällig ist, aber es ist sicher, dass sich der Fiskus mehr und mehr "festbeissen" wird. Gerade die verbilligten Reisen waren ja immer ein Argument der Arbeitgeber im ständigen Lohngerangel mit den Expis.
Erste Besuche vom Staatsanwalt gab es schon- in mehreren Reisebüros im Ruhrgebiet. Wie die renommierte FVW berichtet sollen ihnen dabei Dokumente in die Hand gefallenen sein, die in der Branche für weitere Unruhe sorgen dürften.
Die Mitarbeiter der Reisebüros hatten an einem RIU Partnerclub -Programm teilgenommen, allerdings die geldwerten Vorteile bei den Hotelaufenthalten nicht in der Steuererklärung angegeben.
Lt Infos der FVW sollen viel inzwischen Selbstanzeige erstattet haben, um einer Strafe zu entgehen.Aber eines will ich auch nicht so ganz unerwähnt lassen. Nicht jeder
Veranstalter zahlt den Reisebüros nur 10 % (die Internetbranche kriegt übrigens noch weniger)
Die Neugründung Travellers Friend, aus der RVU(Reisebüro-Vertriebs-Union), zahlt 12 %, inkl. Nur Flüge. Unterschrieben haben
wohl inzwischen 950 Reisebüros.
Und -Ihr erinnert Euch: Die Reisebüros müssen von der
RVU AG i.G Aktien kaufen(..klar, ist ja AG), um dabei zu sein. Offensichtlich hat man das in der Branche auch akzeptiert. Jedenfalls sollen-lt Angaben der RVU in einer Annonce-inzwischen 825 Reisebüros Aktienvorbestellungen getätigt haben.Ist doch auch ermutigend...!
Oder nehmen wir doch mal FTI:Die zahlen für viele ausgewählte
Frühbucherziele bis zu 15 % Provision.
UndLeitveranstalter sind doch für Expedienten nichts Neues..

Die Zeiten sind schwieriger geworden, aber da draussen sitzt in vielen Reisebüros so ungeheuer viel Know how ... Für gute, aktive und verkäuferisch starke Expedienten wird es immer genug Geschäft geben-und die zufriedenen Kunden werden bei intensiver Betreuung sicher auch weiterhin eine solide Basis sein.Den guten alten Zeiten, konnte nachzuheulen bringt nichts, die kommen nicht mehr wieder.
Aber die Reisebüroleute die Mitglieder und Leser dieses Forums sind ja ohnehin nicht von der Sorte!
Viele Grüße
Günter/HolidayCheck
Nachtrag:
Die erfahrenen Internet-Touristen brauchen übrigens keine Kataloge aus dem Reisebüro...Die Veranstalter-Daten zu den Zielen gibts auch in den Suchmaschinen(sorry, den IBEs)
Das musste auch mal gesagt werden. Ein Länzchen für die auch gebeutelte Internetbranche. -
Sorry,
hab nach obigem Bericht (von Chiara) doch schmunzeln müssen - auf was für Ideen einige Leute kommen
Zum Thema selbst möchte ich nicht alles wiederholen, da ich in vielen Punkten - hinsichtlich Anspruch und Realität - mit den meisten übereinstimme.
Auch wir buchen nur über Reisebüro, allerdings haben wir uns vorher schon etwas rausgesucht und in HC-Bewertungen gestöbert
- so dass eigentlich nur noch die Buchung ausgeführt werden muss.
Wie schon weiter oben beschrieben, ist auch für uns die Absicherung - nämlich bei Problemen einen Ansprechpartner zu haben - wichtiger, als bei Internetbuchung "keinen Cent" zu sparen.Bezüglich der schlechten Erfahrungen:
Die macht man doch überall mal - nicht nur im Reisebüro, deshalb kann man aber doch nicht "alle über einen Kamm scheren"
Ach ja, da fällt mir noch ein:
Vielleicht auch mal darüber nachdenken, welche Nebenkosten ein Unternehmer hat. Gerade in der "heutigen Zeit" bleibt da sicherlich nicht mehr viel und gerade deshalb sollte man mehr als Anerkennung entgegenbringen, wenn das Reisebüro mit irgendwelchen Rabatten o.ä. aufwartet und das nicht als selbstverständlich voraus setzen.LG turista
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Die Zeiten für Reisebüro-Mitarbeiter sind wirklich härter geworden. Ich will dazu mal das Beispiel Info-Reisen oder Pep-Angebote nennen.
Das waren früher heilige Kühe, denn die Reisebüromitarbeiter bekamen und bekommen erhebliche Rabatte für ihre eigenen Reisen und kostenlose Info-Touren. Weitgehend geklärt ist die fachliche Weiterbildung, sie ist wohl nicht im Visier der Steuerfahnder. Aber die verbilligten Urlaubsreisen....Zwar wird immer noch heftig gestritten, wieviel und wann fällig ist, aber es ist sicher, dass sich der Fiskus mehr und mehr "festbeissen" wird. Gerade die verbilligten Reisen waren ja immer ein Argument der Arbeitgeber im ständigen Lohngerangel mit den Expis.
Erste Besuche vom Staatsanwalt gab es schon- in mehreren Reisebüros im Ruhrgebiet. Wie die renommierte FVW berichtet sollen ihnen dabei Dokumente in die Hand gefallenen sein, die in der Branche für weitere Unruhe sorgen dürften.
Die Mitarbeiter der Reisebüros hatten an einem RIU Partnerclub -Programm teilgenommen, allerdings die geldwerten Vorteile bei den Hotelaufenthalten nicht in der Steuererklärung angegeben.
Lt Infos der FVW sollen viel inzwischen Selbstanzeige erstattet haben, um einer Strafe zu entgehen.Aber eines will ich auch nicht so ganz unerwähnt lassen. Nicht jeder
Veranstalter zahlt den Reisebüros nur 10 % (die Internetbranche kriegt übrigens noch weniger)
Die Neugründung Travellers Friend, aus der RVU(Reisebüro-Vertriebs-Union), zahlt 12 % inkl." Nur Flüge". Unterschrieben haben wohl inzwischen 950 Reisebüros.
Ihr erinnert Euch? Die Reisebüros müssen von der
RVU AG i.G Aktien erwerben (..klar, ist ja AG), um dabei zu sein! Offensichtlich hat man das in der Branche auch akzeptiert. Jedenfalls sollen-gem. Angaben der RVU in einer Annonce-inzwischen 825 Reisebüros Aktienvorbestellungen getätigt haben. Ist doch sehr ermutigend...!
Oder nehmen wir doch mal FTI: Die zahlen für viele ausgewählte
Frühbucherziele bis zu 15 % Provision. Und da gibts noch einige andere.
Leitveranstalter sind doch für Expedienten nichts Neues..

Die Zeiten sind schwieriger geworden, aber da draussen sitzt in vielen Reisebüros so ungeheuer viel Know how ... Für gute, aktive und verkäuferisch starke Expedienten wird es immer genug Geschäft geben-und die zufriedenen Kunden werden bei intensiver Betreuung sicher auch weiterhin eine solide Basis darstellen.Den "guten alten Zeiten" nachzuheulen bringt nichts, die kommen nicht mehr wieder.
Aber die Reisebüroleute die Mitglieder und Leser dieses Forums sind ja ohnehin nicht von der Sorte!
Viele Grüße
Günter/HolidayCheck
Nachtrag:
Die erfahrenen Internet-Bucher brauchen übrigens keine Kataloge aus dem Reisebüro...Die Veranstalter-Daten zu den Zielen gibts auch in den Suchmaschinen(sorry, den IBEs)
Das musste auch mal gesagt werden. Ein Länzchen für die provisionsmässig ebenfalls stark gebeutelte Internetbranche, zu der wir ja auch gehören!
Dazu erinnere ich an die Aktionen von Expedia und CO. die sogar den Mut haben, TUI abzuhängen.Aus genau diesen Gründen.Respekt! -
Hallo, darf ich auch mal wieder etwas sagen?
Emdebo und Salvamor haben völlig Recht mit der Beurteilung der Lage auf dem Reisemarkt; es wird demnächst zu Zusammenschlüssen der Reisebüros und entsprechender Selbstvermarktung kommen. Schon die derzeitigen Versuche der Veranstalter, die Büros aus dem Markt zu drängen, werden diesen Prozeß beschleunigen.
Vielen Dank Günter für den Beitrag zur Aufklärung in Sachen Provisonen. Ich wollte eigentlich keine genauen Beträge nennen, aber deine Zahlen sind absolut zutreffend.
Hallo Holginho, warum so agressiv mir gegenüber? Du glaubst, ich stehle meinem Reisebüro die Zeit? Weit gefehlt! Wann bist Du das letztemal mit offenen Augen durch eine Großstadt gegangen und hast einen Blick in die Reisebüros geworfen? Die Eigentümer oder Angestellten haben sehr viel Zeit, glaub mir das. Ich will auch gerne etwas ins Detail gehen. Ich lebe seit der Wende in einer Großstadt in den neuen Bundesländern mit etwas mehr als 100000 Einwohnern (mit abnehmender Tendenz). Die Arbeitlsosenquote beträgt annähernd 20 %. Trotzdem gibt es hier mindestens 35 Reisebüros (ohne die Filialen mitzuzählen), die meisten davon drängen sich im Innenstadtbereich. Sie alle wurden kurz nach der Wende eröffnet, um vom Kuchen des damaligen Reisebooms in den neuen Ländern etwas abzubekommen. Alle wissen, dass dieser Zug wohl endgültig abgefahren ist; dennoch bemüht sich so gut wie niemand, an dem Zustand etwas zu ändern; jeder wartet darauf, dass die Konkurrenz endlich pleite geht. Die ganze Zeit warte ich übrigens schon auf den Vorwurf der Geiz-ist-Geil-Mentalität. Genau diesen Vorwurf kann man mir aber doch nicht machen. Würde ich mich im Reisebüro stundenlang beraten lassen, mit einem Berg von Katalogen abziehen und dann anderswo buchen, wäre der Vorwurf wohl berechtigt. Und ich kann Dir sagen, dass man in meinem Reisebüro gerne mit mir Kaffee trinkt und mir demnächst auch wieder Weihnachtsplätzchen anbietet. Warum? Weil ich seit fast 16 Jahren ein treuer und verläßlicher Kunde bin, der relativ viel Geld fürs Reisen ausgibt.
Ich könnte übrigens in anderen Reisebüros mehr bekommen als die eine Hotelübernachtung, wenn ich den von mir schon angesprochenen BWS-Rabatt in Anspruch nehmen würde.
Und jetzt mal konkret zu unserem letzten Urlaub. Kosten etwas über 6.000,00 Euro. Mein Reisebüro bekommt bei diesem Anbieter genau 10 %, das sind 600,00 Euro. Welcher Aufwand steht dem gegenüber? Die Versendung meines Angebotes an den Veranstalter per Fax und die Entgegennahme der Bestätigung ebenfalls per Fax, welches ich mir abhole. Das war es. Dieser Veranstalter versendet Reiseunterlagen unmittelbar an die Reisenden und wickelt auch die Restzahlungen unmittelbar ab.
Halt, ich habe etwas vergessen. Selbstverständlich habe ich die Anzahlung an`s Reisebüro geleistet; das kann mit dem Geld bereits arbeiten. Sonst hat man mit mir nichts mehr zu tun. Und wenn jetzt von den 600,00 Euro etwa 80,00 Euro (ich selbst hätte 120,00 Euro bezahlen müssen) für das Hotelzimmer abgehen, ist das meines Erachtens immer noch kein so schlechtes Geschäft für das Reisebüro. Es stört mich auch, wenn man von der Abwicklung eventuell auftretender Probleme durch das Reisebüro redet. Immerhin 95 % aller Reisebuchungen laufen störungsfrei ab. Also kann auch insoweit nicht allzuviel Arbeit auf die Büros zukommen.
Ich könnte noch mehr dazu beitragen, insbesondere zur Taktik der Vermarktung von Reisen in den Reisebüros. Aber ich glaube, mein Beitrag ist lang genug; vielleicht beim nächstenmal.
Gruß
Jürgen
P.S. Hätte ich doch glatt vergessen; ich war in meinem Reisebüro
und habe dieses Thema angesprochen. Wenn das Ergebnis interessiert, dann demnächst. -
Kompliment, hier sind wirklich einige gute Beiträge vorhanden, die beide Seiten einigermaßen neutral ausleuchten.
Jetzt noch etwas zu meinem Spezialbereich, da ich rein beruflich mit Internet und Reisebüros zu tun habe.
Markus sagte, dass die Veranstalter die Reisebüroprovision an die Endverbraucher weitergeben sollten. Sorry Markus, aber hinter welchem Mond lebst Du eigentlich???Vertrieb, egal über welches Medium, kostet Geld. Was meinst Du denn wieviele Leute bei TUI Interactive, Expedia usw. arbeiten? Ich gehe sogar noch weiter: Aufgrund erhöhter Marketingaktivitäten ist ein Internetportal (wie auch der Veranstalter Direktvertrieb) nicht preiswerter zu führen als ein stationäres Reisebüro.
Ein Beispiel: Wir gehen von den 10 % Provision für ein Reisebüro aus. Die TUI (Neckermann übrigens auch) hat diese 10 % bei Internetanbietern (sog. NTO) auf 7 % reduziert. In diesem Zuge haben die Branchenriesen Expedia und lastminute.com den Verkauf von TUI Produkten eingestellt, weil sie so nicht wirtschaftlich arbeiten können. Das könten Reisebüros natürlich auch nicht, aber der Produktivitätsunterschied zur rentabilitätsgrenze dürfte bei max. 1-2 % liegen.
Und Ihr fordert vom stationären Vertrieb 3 - 5%???
Reisen sind Produkte, die nunmal in vielen Bereichen Beratungsintensiv und auch Intensiv im administrativen Bereich sind. Nochmal: Viel preiswerter geht es nicht!!!
Ich finde es tragisch. Reisen war noch nie so preiswert wie jetzt, aber alle schreien nacht weiteren Rabatten.Ich persönlich stütze jedenfalls alle Wirtschaftszweige, wo ich persönliche Ansprechpartner habe und meinem Umfeld auch im Umkehrschluss zu Gute kommen.
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das problem ist einfach nur, dass man heutzutage kaum kompetentes personal findet. ich habe schon super viele rb´s getestet und habe versucht, mich beraten zu lassen. aber ich habe wirklich noch niemanden gefunden, wo ich mich gut beraten gefühlt habe. gut, vielleicht hat man als regelmäßiger nutzer einen gewissen informationsvorsprung vor anderen gästen. aber bei einer ganz gewöhnlichen pauschalreise sollte das rb doch imstande sein, zu prüfen, ob vielleicht aus spargründen ein anderer abflughafen in frage ommen kann.
ich habe das gefühl, dass man eigentlich schon alles wissen sollte, BEVOR man ins rb geht. (aber so ergeht es mir auch bei ärzten, rechtsanwälten, steuerberatern, o.ä)
aber ich will tatsächlich nicht alle über einen kamm scheren, nur habe ich das gefühl, dass es fast so viele schwarze schafe in dieser branche gibt, wie in der versicherungsbranche -
Hallo!
Ein sehr interessantes Thema zu dem ich auch was sagen möchte.
Hat mal jemand die eigene Zeit berücksichtigt bei der Internetrecherche? Die Leute ohne Flatrate zahlen auch noch die Internetgebühren!
Ich buche meine Reisen nur über das Reisebüro und frage auch nicht nach Prozenten. Vergütungen bekomme ich dafür in einer anderen Form. Die Sitzplatzreservierung bei Zug zum Flug ist kostenlos, die Bahnauskunft ebenfalls! Wofür die meisten Reisebüros mittlerweile schon 3,00 - 5,00 € nehmen. Mein Reisebüro ruft mich an wenn sie ein Angebot haben bei dem sie meinen ich hätte Interesse dran. Wenn ich einen nur Flug buche werden mir Kreuztickets rausgesucht, für die ich warscheinlich 2 Stunden gebraucht hätte um Sie zu finden und das alles kostenlos, egal ob ich nun buche oder nicht.
Jede Dienstleistung hat Ihren Preis, sei es der Pizzabote der kommt um das Essen zu bringen oder der Elekriker den man ruft wenn eine Lampe kaputt geht. Das Auto z.B. lässt man sein Auto heutzutage in einer Vertragswerkstatt reparieren berechnen die zum Teil einen Stundenlohn zwischen 60 - 80 €! Hier liegt die Gewinnspanne aber höher als 10 %.
Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und so sieht mein Reisebüro das ebenfalls. Vielleicht habt Ihr bisher einfach noch nicht die richtigen Ansprechpartner gefunden.
Gruß
Nicole
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Handeln ist bei fast allen Geschäftsvorgängen gang und gäbe.
Ich handele beim Autokauf, mit Banken und Versicherungen, beim Einkauf von Textilien und Schuhen, mit dem Maler und mit dem Installateur....Warum sollte ich das ausgerechnet im Reisebüro nicht tuen? Niemand wird gezwungen, meiner Bitte nach Rabatt zu entsprechen. Wenn ich als Veranstalter/Reisebüro das nicht kann oder nicht will, sage ich das dem Kunden, und der bucht dann trotzdem oder versucht sein Glück beim Reisebüro eine Tür weiter.
Ich verstehe nicht, was an dem bloßen Wunsch des Reisegastes nach Preisnachlaß so verwerflich sein sollte! Das wird ja hier von verschiedenen Usern fast wie ein Sakrileg behandelt.
Wo der Kunde am Ende bucht, entscheidet der Markt, (allerdings hoffentlich auch sein klarer Menschenverstand). Und diesem Markt haben auch Reisebüros sich zu unterwerfen, und sie sollten nicht versuchen, sich die Realität nach eigenem Gusto hinzubiegen.
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@ salvamor
Deinem Beitrag ist nach meiner Meinung nichts zuzufügen !!!!
gruss jürgen
PS: Meine Firma buchen unsere sehr vielen Geschäftsreisen für über 100 Mitarbeiter (Flüge, Hotels u.a.) über ein Lufthansa City Center oder Westtours Reisebüro. Die Abrechnungen erfolgen über Lufthansa Air Plus. Wir bekommen Prozente ohne Nachfrage,
quasi aufgedrängt! Es ist ein 2 stelliger Prozent- Betrag. Man sieht also, Spielraum ist vorhanden.