Reise-Kleinanzeigen in Presse - schon mal genutzt ?
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Hallo,
ich habe mir vorhin den aktuellen "AA am Sonntag" (ein kostenloses Wochenblatt in Thüringen) aus dem Briefkasten geholt.
Auch heute wieder auf zwei Seiten eine "Reisemarkt" mit unzähligen Kleinanzeigen.
Fängt z.B mit Schnäppchen-Angeboten aus Südtirol an, dann Gardasee, Lago Maggiore, Kroatien, Wien, Tirol bis zu Tschechien. Selbst Angebote zu Kenia standen schon drin.
Und natürlich aus fast jeder Region in Deutschland.
Solche Angebote stehen in allen Zeitungen bis hin zur ADAC-Mitgliederzeitung, sozusagen "Internet in alter Form"!
Was meint Ihr, hat sowas einen wirtschaftlichen Stellenwert in der Reisebranche?
Hat es z.B. ein 4*-Haus in Südtirol oder an der Mosel überhaupt nötig, so klitzekleine Annoncen in derartigen Zeitungen zu schalten - die oftmals nur als "Klolektüre" dienen ?
Nutzt jemand von Euch solche Angebote und wenn ja, wie war Euer Eindruck ??
Ich persönlich gebe zu, dass wir vor ein paar Jahren mal auf so eine Kleinanzeige reagiert und ein paar Tage gebucht hatten.
Und gelandet sind wir dann in einer schönen, grosszügigen und neu eingerichteten FeWo in Ahlbeck/Usedom, sogar mit etwas seitlichen Meerblick (lag in einer seitlich abgehenden Strasse an der Strandpromenade).
Besonders billiger als anderswo war es allerdings auch nicht!
Waren aber recht zufrieden, sind nicht reingefallen (allerdings bis auf ein paar Kleinigkeiten, die eben nicht in so einer Minianzeige herauszulesen waren).
schönen Sonntag noch !
Erwin -
Hallo Erwin,
habe solche Angebote aus der örtlichen Presse schon genutzt und bin nicht reingefallen.
Da meistens Telefonnummern dabei stehen, habe ich nach Internetrecherche dort angerufen und mir meine Fragen beantworten lassen.
Wenn die Antworten zufriedenstellend waren, hatte ich zugesagt.
meistens in Deutschland und nur Kurzurlaube.
Auch Angebote von Busunternehmen 3 / 4 Tage habe ich nach Prüfung gebucht und war mit den Angeboten zufrieden.
z.B. Busreise Frei/ Sa / So / Prag mit Üb+Fr. 39.99 €Natürliche habe ich an keinen sogenannten " Kaffeefahrten " teilgenommen.
LG
Manfred
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Hallo Erwin,
wir haben die gleiche Telefonnummer, aber eine andere Ziffer in der Vorwahl, wie ein Reisebüro in einem anderen Ort natürlich. Die hatten mal -wohl bundesweit- inseriert, wie, wo und genau was, weiß ich nicht. Wir haben in 3 Tagen etwas 100 Anrufe entgegen genommen:
Haben Sie noch ein Zimmer frei? Noch ein Plätzchen für uns?
Können wir noch mit zur Mecklenburgischen Seenplatte (um die ging es nämlich?
Wir möchten mit 4 Personen teilnehmen.
Usw, usw.Erst haben wir darüber gelacht, dann wurde es nervig.
Wenn ich jetzt überlege, wie viele die richtige Vorwahl gewählt haben, muss sich das Ganze für das Reiseunternehmen überaus gelohnt haben.
In der Zwischenzeit kommen Anrufe für das Reisebüro nur noch sporadisch, vielleicht sind die Angebote nicht mehr gut genug oder es gibt mehr Telefonierer, die richtig wählen können

Gruß Reisemarie
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@Metrostar: Was für eine Sicherheit gegen Reinfälle bietet dir denn eine Internetseite?

Ausser einem Impressum, wo zumindest ein Ansprechpartner zu finden ist, fällt mir nichts ein. Fotos und/oder ähnliches sind doch schnell gefaked.... -
Metrostar wrote:
Ich würde erst einmal schauen, ob die eine Internetseite haben, um nicht reinzufallen.Klar, das bietet natürlich Sicherheit pur, es gelingt wohl nur sehr vertauenswürdigen Mitmenschen, überhaupt eine Website zu betreiben!
Gerade von Betrug im Internet hat man ja noch nie was gehört
Aus rein werbetechnischer Sicht sind Anzeigen in KOSTENPFLICHTIGEN Zeitungen sehr erfolgreich. Wenn mir so ein Angebot zusagt, prüfe ich es mit den mir zur Verfügung stehenden Recherchemöglichkeiten. Etwas anderes mache ich doch bei einem Veranstalterangebot auch nicht. -
gastwirt wrote:
Aus rein werbetechnischer Sicht sind Anzeigen in KOSTENPFLICHTIGEN Zeitungen sehr erfolgreich.Guten Morgen,
das war eben auch mein Überlegen.
Denn das von mir genannte Blatt " AA am Sonntag" ist eine kostenlose Zeitschrift, die letzlich jedem Haushalt ungefragt in den Briefkasten geschmissen wird.
Und dieser "AA am Sonntag" finanziert sich nur über Werbung - von daher liegt sie bei mir auch eher auf dem Klo...
Und deshalb auch die Frage, was ein Hotel, Gasthof, Familienpension etc. dazu bringt, gerade in solche "Zeitungen" ihre Anzeigen zu schalten etc, etc. -
Meiner Meinung nach werden Anzeigen in einer örtlichen Zeitung gegen einen geringen Aufpreis auch in kostenlosen "Werbezeitungen" geschaltet. dadurch ist der "Werbeetat" nicht so hoch und eine flächenmäßig größere Verteilung ist dadurch gegeben.
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Na wenn Du dich da mal nicht irrst.
Ich arbeite bei einem werbefinanzierten Wochenblattverlag und Dein "geringer Aufpreis" ist für gewerbliche Kleinanzeigen so gering dann auch nicht.
Immerhin sind bei unserem kleinen Wochenblattverlag ca. 100 Menschen beschäftigt und die arbeiten auch nicht für ein Butterbrot.
@Gastwirt
Aus rein werbetechnischer Sicht sind Anzeigen in NICHT KOSTENPFLICHTIGEN Medien wesentlich erfolgreicher.
Nicht umsonst schaltet der Elektromarkt mit den 2 großen M´s bei uns 14-tägig eine 6 oder 8 Seiten Anzeige. Und glaub mir - die sind wirklich nicht blöd. -
Holzmichel:
Und deshalb auch die Frage, was ein Hotel, Gasthof, Familienpension etc. dazu bringt, gerade in solche "Zeitungen" ihre Anzeigen zu schalten etc, etc. wrote:Es dürften die sehr günstigen Anzeigenpreise dieser Blätter sein und die dem Werbekunden verklickerte Auflagenstärke dieser Blätter, in meinen Augen allerdings zu kurz gesprungen, weil es halt wirklich meist Toilettenlektüre ist. Aber die meisten Hoteliers/Gastronomen kennen die Spielregeln der Werbebranche überhaupt nicht und sind wohl der Meinung, das solche Anzeigen besser sind, als gar keine Werbung.
Effektivität, daher Kosten/Nutzen-Verhältnis wird unter anderem daran gemessen, was ein 1000sender Kontakt kostet. Das heißt, das bei abonnierten Zeitungen der Preis dafür, wirklich 1000 Leute zu erreichen eigentlich geringer ist, als bei Toilettenblättern
Eine abonnierte Zeitung wird oft weitergegeben, liegt in öffentlichen Einrichtungen aus etc., also das Ankommen der Werbebotschaft beim Verbraucher ist gewiß. Eine Kleinanzeige in einer kostenlosen Fernsehzeitung, die aber einer abonnierten Tageszeitung beiliegt, ist vergleichsweise sehr teuer, da sie oft bundesweite Verbreitung findet. In der bei uns beiliegenden "TV-umsonst
" kostet so ein kleiner Text schnell mal einen vierstelligen Betrag, im "Toilettenblatt vielleicht 30€. Schwarze Schafe werden dort aber auch wenige zu finden sein, eher haben "kompetente Anzeigeberater" ein Schnäppchen beim Dummenfang gemacht. -
kein Problem! würde ich bei deinem Arbeitgeber auch so sehen

Fakt ist, das ich diese Weisheiten auf einem 14tägigen Ganztagsseminar vermittelt bekam, die Referenten waren u.a. von der Uni Passau und der Tourismusakademie in Cham, also alles Leute, die "keine Ahnung" haben!
In meiner Wirtschaft hängt sogar ein Zertifikat mit abgelegter Prüfung. Ach so, mit meiner Dummheit war ich bis jetzt sogar in der Lage, meinen doch begrenzten Werbeetat effektiv einzusetzen!
und das seit 21 Jahren. -
Damit es hier nicht irgendwie in falsche Kehlen kommt !
Auch, wenn beispielsweise in diesem "AA am Sonntag" oder " xxxx am Mittwoch" grösstenteils nur regionale Anzeigen stehen, so blättere ich trotzdem immer diese Blätter mal durch - auch wenn`s nur auf dem Klo geschieht!
Und diese gestrige "Reisemarkt-Einlage" wird ja tatsächlich in jeder Thüringer Regions-Ausgabe dieses "AA" drinne sein - von daher doch ein recht grosses Verbreitungsgebiet und somit das Erreichen hunderttausender Haushalte in Thüringen.
Und das sind letzlich potentielle Reisekunden - ob auf dem Klo oder sonstwo gelesen !
Wie ich oben schrieb, die damalige Ferienwohnung auf Usedom hatte ich auch einer Annonce in so einem kostenlosen Wochenblatt entnommen. -
Holzmichel wrote:
Und das sind letzlich potentielle Reisekunden - ob auf dem Klo oder sonstwo gelesen !Genau darum gehts! Das Verbreitungsgebiet ist um ein vielfaches höher als bei gewöhnlichen Tageszeitungen und die Werbekunden rechnen mit ganz spitzer Feder und wissen ganz genau was sie tun.
Nicht umsonst haben wir Kunden wie MediaMarkt, Saturn, Real, Rewe, Netto, PennyMarkt, Norma usw. und auch passend zum Thema einige Reiseanbieter.Wo die Anzeige gelesen wird ist letztlich völlig egal. Ein Leser der z.B. unser Wochenblatt in die Hand nimmt weiß dass ihn Werbung erwartet, ein Leser eine Tageszeitung ist von Werbeanzeigen eher genervt. Dazu gibt es hochwissenschaftliche Studien die belegen das Werbeanzeigen in Wochenblättern erfolgreicher sind.
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@ Dirk Auch hier, wie beim Fussball sollte Faiplay gelten! also kein Grund persönlich und unsachlich zu werden. Was ich unter anderem auch ausdrücken wollte ist, das zielgruppenorientierte Werbung effektiver ist. Hast du dir eigentlich schon mal überlegt, wie viele Exemplare dieser kostenlosen Exemplare ungelesen in der Papiertonne verschwinden? Bei wievielen potentiellen Kunden das Blatt nicht in den Briefkasten geworfen werden darf? und nicht zuletzt, wie viele Exemplare unverteilt in den Papiercontainern der Wertstoffhöfe landen? Auch das sind Fakten!