Verständigung im Ausland
-
Also bzgl dieser Hotelbewertung finde ich das einzig "Dumme", die Sprachkenntnisse mit dem Willkommen-sein gleichzusetzen. Nur weil jemand meine Muttersprache nicht spricht, muss das ja nicht bedeuten, dass ich nicht willkommen bin...

Zum Thema Amerikaner die Deutsch lernen.. ich hab bereits in zwei englischsprachigen Laendern gelebt und muss sagen, das mit Englisch ist einfach etwas anderes. Ich will nicht sagen, dass man dort zurecht keine anderen Sprachen lernt... aber Englisch ist und bleibt fuer mich einfach DIE Handels- und Weltsprache. Daher finde ich, Englischkenntnisse sollte man im Urlaub eher erwarten duerfen als Deutschkenntnisse - zumindest in den Laendern, wo Englisch als lebende Fremdsprache unterrichtet wird. Meine Meinung

Lg Palme
-
Verlangen ist vielleicht nicht das richtige Wort, aber ich gehe mal davon aus, das in der Tourismusbranche es auch zum Geschäft gehört, die Sprache anzubieten, aus welchem Land die meisten meiner Gäste kommen. Das ist eine gute Serviceleistung.
Ob Russen, Italiener oder andere auch so denken weiß ich nicht, denn in solchen Foren bin ich nicht untewegs. Aber grundsätzlich ausschließen würde ich es nicht.
reni -
Ich kann absolut nicht nachvollziehen, wieso aufgrund einer nicht erfolgten Durchsage in dt. Sprache bzw. aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse des Hotelspersonal eine "Idee" im Stil von "die Dt. sind nicht wichtig" oder "die Dt. sind nicht willkommen" entstehen kann.
Aber OK - jedem sein "subjektives Empfinden". :? Aber auch - sehr schade.

-
@ReinaDoreen: Als Service ist das sicher eine feine Sache, wenn an der Rezeption mehrere Sprachen gesprochen werden, umso schöner, wenn auch meine Muttersprache dabei ist. Man darf sich auch darüber freuen, ich verlange ja auch nicht von jedem, dass er, wie ich, Fremdsprachen als Abenteuer begreift. Was mich eben so stört, ist diese Erwartungshaltung bzw. das Beharren auf ein mutmaßliches Recht, mich im Ausland auf Deutsch verständigen zu können. Und wenn meine Sprache nicht gesprochen wird, dann mag man mich nicht. So ersichtlich aus meinem Beispiel. Das ist aber leider kein Einzelfall. Das Tragikomische an der Bewertung war, dass man sich darüber beschwerte, dass es nur kaltes Wasser gab. Auch ein Trugschluss, es wurde wahrscheinlich aus Versehen ein Schalter umgelegt, danach gibt es kein warmes Wasser. Eine Frage an der Rezeption hätte genügt, und er hätte wieder warmes Wasser gehabt. Das wäre auch ohne Englischkenntnisse möglich gewesen, es gibt in diesem Haus viele deutsche Stammgäste, die alle zumindest passabel Englisch sprechen und die gerne geholfen hätten. Aber so führt ein Frust zum nächsten und schon ist der Urlaub im Eimer. Dabei sind die Englischkurse an der VHS wirklich preiswert...
-
-
Na dann möchte ich die Diskussion doch mal in eine andere Richtung lenken:
Wer von euch führt denn eigentlich noch Wörterbücher mit sich? Oder nutzt ihr das praktische Vokabular im Reiseführer? Oder vl schon Online Apps?
Ich persönlich habe zwar den Reiseführer mit dem Urlaubsvokabular dabei, lese ihn mir auch vorher öfters durch, aber ad hoc rausgefangen habe ich ihn bis jetzt noch nicht...
Lg Palme
-
-
Ich habe mein Kindl dabei, da ist ein englisch/deutsch Wörterbuch drauf. Für den Notfall. Hab es bisher allerdings noch nicht gebraucht. Da ich mein Englisch allerdings demnächst auf einem Hochseeschiff benötige und eine App mir da ein wenig zu teuer ist, werde ich - wenn nötig - wohl ab und an drauf zurück greifen.
Ansonsten hab ich auch meist ein Miniwörterbuch dabei. Mehr nicht, da man ja auch aufs Gewicht beim Gepäck achten muss. Da nehme ich doch lieber Klamotten als Bücher mit
. Außerdem hab ich ja noch Hand und Fuß. Verständigen geht irgendwie immer. -
Für Englisch, Spanisch Italienisch und Französisch nehme ich nur LEO, gibt es auch als App, gerade in Englisch gibt es kein gedrucktes Wörterbuch, das wie Leo über 500.000 Einträge verfügt, da kommt nichts auch nur annähernd ran. Und Leo ist wesentlich leichter
In die Türkei nehme ich ein Taschenwörterbuch mit. -
Da wir zur Zeit immer in die Türkei fliegen, nehme ich kein Wörterbuch mit. Dort kommt man erst mal ganz gut mir Deutsch weiter. Und dann nehme ich noch zwei Teenager mit, die ersetzen dann die fehlenden Sprachkenntnisse.
Als wir noch in die Karibik geflogen sind, hab ich sogar mehrer Wörterbücher dabei gehabt und zusätzlich noch 2 Jahre an der VHS spanisch gelernt.
Ich hatte schon Ambitionen türkisch lernen zu wollen, um wenigsten ein paar Grundkenntnisse zu haben, aber die VHS bietet das leider bei uns aus Interessenmangel nicht an
VG Reni -
Nichts... mal abgesehen von dem "praktischen Vokabular im Reiseführer".
Ob mich dann tatsächlich jmd. versteht, weiß ich nicht, hab's noch nicht ausprobieren müssen - aber ich kann ja notfalls auf den entsprechenden Satz hinweisen.Am wichtigsten sind mir aber die Karten (Stadtplan / Land-/ Umgebungskarte). Diese hab ich immer dabei und sie haben mir schon ausgezeichnete Dienste erwiesen, auch wenn eine sprachliche Verständigung unmöglich war. Die Leute (egal ob im Hotel oder unterwegs getroffen) sind doch i. d. R. sehr nett und helfen gern. Einzig in Großstädten ist es schwieriger. Dort haben es viele eilig. Muss man ev. mehrere fragen.

-
Da kann ich dir den "praktischen Sprachlehrgang" von Langenscheidt empfehlen, mit dem arbeite ich. Geht eigentlich ganz gut, abgesehen davon, dass Türkisch einfach eine für uns Mitteleuropäer schwer zu lernende Sprache ist, da es kaum Anlehnungen oder "Brücken" gibt. Aber es macht Spaß.
-
Türkisch und Spanisch habe ich auch mal irgendwann angefangen. Das Problem bei den ganzen Sprachen ist halt immer nur, dass man zu wenig Anwendungsmöglichkeiten hat. Wann spricht man im Alltag türkisch, spanisch, englisch, französisch? Wenn das mehr gefordert wäre, dann wäre der Anreiz höher. Für 2 Wochen Urlaub in der Türkei im Jahr lerne ich kein türkisch, da reichen im Notfall meine Englischkenntnisse.
-
@rumsstein
...., wobei man allerdings nicht vergessen darf, dass es im Türkischen sehr viele aus dem Französischen und anderen mitteleuropäischen Sprachen entlehnte Wörter gibt, die nach dem Motto "schreibe, wie du sprichst" eingetürkischt wurden: Kuaför , Berber , Avukat, Noter , etc. Ehrlicherweise muss ich zu meiner Schande gestehen, dass sich mir die türkische Sprache trotz unserer mittlerweile um die 70 Aufenthalte dort nicht erschließt - über die Kenntnis der notwendigsten Formeln und Redewendungen geht es leider nicht hinaus. Trotzdem haben wir noch nie Probleme gehabt, dort mit unseren Mitmenschen zu kommunizieren. Dazu brauchts halt ausser eventuellen Sprachkenntnissen besonders den guten Willen - und den haben wir.LG
Sokrates
-
@Sokrates: diese Lehnwörter gibt es natürlich, ich meinte eher die Alltagsbegriffe wie Fenster, Tisch, Haus ,etc, bei denen man in anderen europäischen Sprachen Pendants findet, da ist im Türkischen Fehlanzeige.
Eins muss natürlich klargestellt werden: man muss nicht Türkisch können, um in den touristisch erschlossenen Gegenden der Türkei problemlos klarzukommen, und selbst im Landesinneren findet man immer wieder Leute, die Englisch sprechen.
Grundsätzlich versuche ich, die "basics" der Sprache des Landes, dass ich besuche, zu lernen, in erster Linie um meine Achtung vor dem Gastland auszudrücken. Zum anderen sind Fremdsprachen oder Sprachen überhaupt mein Hobby, und da ich häufig in der Türkei Urlaub mache, hat es sich angeboten, ein bisschen tiefer in die Sprache einzusteigen.Die große Crux dabei ist, dass man nach einem halben Jahr, wenn man wieder in die Türkei fährt, beinahe wieder von vorne anfangen muss, wenn man zwischendurch nicht immer wieder an der Sprache arbeitet, weil besagte Parallelen und stützen fehlen.
Grundsätzlich kann man schon sagen, mit "a few brockens of English" konnte man fast überall prima durch, der Rest ist privater Luxus oder Hobby -
Vom Spanisch-Kurs ist wirklich was hängengeblieben und da meine beiden Kiddis Spanisch als Schulfach belegen, rostet es nicht wirklich ein.
Allerdings bin ich ein Mensch der nicht viel mit interaktiven Sprachlernkursen etwas anfangen kann. Ich brauch den herkömmlichen Unterricht.
Ich hab mal bei Rosetta Stone reingehört und auch Euro Talk, jedoch stelle ich mich da wirklich ewas deppert an.
VG reni -
Also mir fehlt leider momentan einfach die Zeit, meine Fremdsprachenkenntnisse aufzufrischen, außer Englisch, aber das zählt für mich schon fast nicht mehr als Fremdsprache.
Deswegen freue ich mich schon wieder umso mehr darauf, wenn mein Studium endlich wieder weitergeht, damit ich meine Spanisch- und Russischkenntnisse festigen kann.
Nutzt jemand von euch abgesehen von Leo irgendwelche Medien zum Sprachenlernen im Internet, die gratis sind? Videos oder ähnliches?
Musste mich mal von der Schule aus bei Linkq (oder so ähnlich) anmelden, habe es dann aber nicht mehr regelmäßig benutzt... -
Nein, nicht übers Internet. Da halt ich es eher wie @ReinaDoreen:
Werde mich in der VHS für einen Sprachkurs Griechisch anmelden (hoffe sehr, dass einer zustande kommt) und / oder mir den Langenscheidt Sprachkurs "Griechisch mit System" zulegen.
Klar, ich komme auch so zurecht, aber es würd' mit Spaß machen.
-
Na dann hoffe ich mal sehr fuer dich, dass der Kurs zustande kommt.
Wuerde mich im Herbst auch gerne fuer einen VHS Kurs anmelden, um mit Italienisch weiterzumachen... Allerdings sind die Herbstkurse noch nicht ausgeschrieben, also versuche ich bis dahin das Internet so weit es geht fuer mich zu nutzen
