Mietwagen in Spanien - Versicherungsbedingungen und Abzocke durch die Hintertür - Fragen
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Hallo zusammen..
hoffe hier im Forum gibt es auch einige Kundige, die evtl. aus der Versicherungs-/ KfZ-Wirtschaft oder aus der Justiz kommen. Oder anderswo darüber Informationen gesammelt haben. All diejenigen bitte ich um Mithilfe.
Wie vermutlich tausende pro Tag buchen wir bei unseren Spanienreisen immer Mietfahrzeuge über die lokalen Firmen vor Ort. Genannt sei hier als Beispiel Goldcar. Die "Startpreise" sind ja immer recht niedrig, zumal die Fahrzeuge auch meist guter Qualität sind. Den Ärger über die zu hohen Benzinpreise lassen wir hier mal ausser Acht. Mir geht es um die Versicherungsbestimmungen.
Alle Fahrzeuge werden mit einer Vollkasko ohne Selbstbeteiligung vermietet, die sog. CDW-Vollkasko. Schon immer wurde zudem eine Zusatzversichrung für Schäden an Reifen und Unterboden angeboten. Neu ist, dass nun auch immer eine Zusatzversicherung für den Komplettschutz verkauft wird.
Diese soll, trotz einer bereits vorhandenen Vollkasko, alle möglichen Risiken ausschließen. So z.B. eine Panne an der Batterie, dem Getriebe oder dem Motor.
Welchen Sinn macht diese Zusatz-Zusatz-Versicherung? Da die Fahrzeuge kleiner 2 Jahre sind, würde doch bei einem Defekt z.B. am Motor doch eh die Neuwagengarantie des Herstellers greifen, oder? Die Mietwagenfirma redet sich damit heraus, dass bei Fahrläßigkeit diese Garantie nicht greifen würde.Wohl gemerkt, nicht mal bei grob-fahrläßig oder gar vorsätzlich, sondern eine einfache Fahrläßigkeit soll genügen.
Stellt sich nur die Frage, was als normaler, vorsichtiger Fahrer soll ich mit Getriebe, Motor oder Batterie anstellen, dass diese Baugruppen aus meiner Schuld heraus kaputt gehen? Wie ist die Beweislage in einer solchen Situation?
Weiters wird damit geworben, dass im Falle eines Unfalles die Kosten eines Abschleppwagens nur durch die Zusatzversicherung gedeckt sind. Gibt es in der normalen Vollkasko oder in der Mobilitätsgarantie des Herstellers nicht bereits einen Schutz für genau diesen Fall?
Die Grundfrage ist hier einfach: Dient die Schaffung dieser neuen Versicherung nur der "*******" (bis vor wenigen jahren gab es nur die Zusatzreifenversicherung, nicht aber die Vollkaskozusatz) und der Subventionierung der günstigen Startpreise, oder haben sich echt neue Lücken im Versicherungsschutz bei spanischen KfZs aufgetan?
Vielen Dank für eure Mühe.
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Im Grunde dürfte es tatsächlich darum gehen, den eigentlichen Mietpreis für den PKW verdeckt zu erhöhen. Viel Sinn machen solche Versicherungen wohl kaum, da die Autos in der Regel neu sind und bereits nach spätestens einem Jahr (bei vielen Anbietern auch deutlich früher) ausgetauscht werden. Man braucht eigentlich nur mal daran denken, wie oft man in seinem "Autofahrerleben" tatsächlich liegen geblieben ist. Ich fahre seit über 30 Jahren diverse KFZ (mittlerweile lege ich pro Jahr locker 50.000 km zurück) und hatte ehrlich gesagt noch nie ein Problem.
Die Verleiher wissen genau, dass viele Touristen unsicher sind und machen eben ihr Geschäft mit der Angst der Leute. Von daher würde ich diese zusätzlichen Versicherungen nicht abschließen. -
Ich kann nur sagen, Finger weg von Goldcar. Dort wirst Du abgezockt ohne Ende. Empfehle Dir, einen anderen Mietwagenverleih zu suchen und Vergleiche zu ziehen. . Schau Dir mal die vielen Beiträge zu Goldcar im Mallorca-Forum an, dann gehen Dir die Augen auf. Aus dem vermeintlichen Schnäppchen-Auto wird ganz schnell ein Fass ohne Boden.
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nate1 wrote:
Ich kann nur sagen, Finger weg von Goldcar. Dort wirst Du abgezockt ohne Ende.Dem kann ich nicht zustimmen. Ich weiß von Freunden, die mehrmals im Jahr mehrere Wochen in Spanien leben und meistens von Goldcar ein Auto mieten, daß es bei dieser Firma nicht besser und schlechter ist, als bei den anderen Anbietern.
Lg. -
nate 1,
Ich kann mich nicht über Goldcar beschweren, es stimmt zwar das nach Zusatzversicherungen gefragt wird, aber man kann ja sagen, Nein Danke.
Wahrscheinlich werden wir auch dieses Jaht im Kanarenurlaub Godcar nehmen, da sie einfach bei unsere Wunschkategorie um 100 € billiger sind.
Den das Fahrzeug war sehr gut gepflegt, kaum Laufleistung und der Service bei Fragen auch O.K. . -
kann auch nichts positives über goldcar berichten. uns wollten die am flughafen eine "zusatzversicherung" aufgebrummen (hatten alles schon fix und fertig vor dem urlaub online gebucht), die wir nicht wollten und nicht brauchten.. wir sagten das und die antwort war: dann bekommt ihr das auto nicht!" wir sagten, dass wir diese aussage schriftlich wollten, gaben sie uns aber nicht. wir liehen unser auto irgendwo anders dann.
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Die Preise die bei den örtlichen Autovermietungen angepriesen werde, sehen auf den ersten Blick sehr verlockend aus, aber wenn dann noch dies und das und jenes dazukommt, sieht das schon wieder ganz anders aus.
Es kommt Dich im Endefekt nicht teurer , wenn Du bei deinem oder anderem Reiseveranstalter buchst oder ggf in Deutschland vorbuchst.
Du hast bei dieser Variante einen erheblichen Vorteil , sollte etwas sein, git dt. Recht. -
Hallo Terrorkrümel,
ein weit verbreiteter Irrtum. Nur für die Vermittlungsleistung gilt deutsches Recht, nicht für den Mietvertrag. Der wird nach einer Art Reservierung ( soweit ich letztens mal nachgefragt habe, bei allen - auch bei Reiseveranstaltern - ) dann letztlich beim Vermieter und einzig und allein nach dem dortigen Landesrecht und Gegebenheiten am Ort der Fahrzeugübernahme abgeschlossen. Wenn Du Glück hast, mit deutscher oder zumindest englischer Übersetzung.
Gruß privacy
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@privacy
Soryy Privacy aber ... bei einem im Inland unterschriebenen Vetrag gilt dt. Recht !!
Und das Vertragsverhältnis zwischen Kunde & Reiseveranstalter findet auch ausschliesslich deutsches Recht Anwendung. -
Genau, für den Vermittlungsvertrag. Du machst Deinen Mietvertrag nach der Vermittlung aber mit dem Anbieter vor Ort. Aus welchem Grunde solltest Du sonst noch zusätzlich den Vertrag bei Übernahme des Mietwagens unterschreiben? Such Dir irgendeinen der hiesigen Anbieter raus und schau in die Bedingungen. Die vermitteln nur.
Gruß privacy
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Hi,
bei Vermietern im Ausland ist auch zu beachten, das die Mindestdeckung bei Haftpflichtschäden meist weit geringer sind als in Deutschland. Da ist es nicht uninteressant, bei der eigenen PKW versicherung eine so genannte Mallorca Police zu besitzen. Die deckt im Ausland den Haftpflichtanteil auf die Höhe wie man den in Deutschland auch hat. Also z.B. Spanien, gesetzlich z.T. unter 1 Mio. / Deutschland eigentlich immer 100 Mio. ist fast üblich.
Auch dran denken, das Neuwagengarantien im Ausland anders gelagert sind wie bei uns.
Aber diese Superzusatzversicherung für Batterie, Getriebe, Motor find ich auch übertrieben.
LG -
Ich würde für die Zukunft eine Versicherung separat abschließen und zwar dann mit einer deutschen Versicherung, da, wie ja schon erwähnt, dann auch deutsches Recht gilt und man sich nicht mit dem Versicherungsjargon einer anderen Sprache herumschlagen muss.
Die Versicherung, die ich mittlerweile immer benutze, auch wenn ich mir ein Auto nur mal für einen Tag ausleihe, versichert gegen Selbstbeteiligung, d.h., dass ich im Schadensfall auch keine Eigenbeteiligung hätte und auch bei Schäden, die oft nicht in anderen versicherungen abgedeckt wäre, wie Windschutzscheibe, Untergestell, Räder.
Motor etc. hört sich allerdings ein wenig weit hergeholt an
Die Leihwagen-Versicherung gibt es ab 5 € pro Tag oder 55 € pro Jahr, kann sich also sehr lohnen, falls doch mal etwas passiert. Und gilt auch für die meisten Länder, USA und Kanada eingeschlossen.