Stadt will "Bettensteuer" erheben !
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Hallo Freunde,
in manchen Städten gibt es sie schon, gegenwärtig laufen in meiner Heimatstadt intensive Vorbereitungen, eine Tourismusabgabe auf Hotelübernachtungen = "Bettensteuer" einzuführen.
Natürlich laufen unserer hiesigen Hoteliers Sturm dagegen, was ich verstehen kann.
Andererseits soll diese "Bettensteuer" einzig dazu dienen, eine kommende, drohende Unterfinanzierung der kommunalen Kultureinrichtungen von Ausstellungen, Festivals, Konzerten, Museen, Theater usw. zu verhindern bzw, zu minimieren.
Eigentlich eine sehr gute Sache!
Als Gegenargument führen unsere Hoteliers wiederum an, dass ja ihre Hotelbetten nur im geringen Umfang mit Touris belegt werden, sondern vorwiegend Geschäftskunden etc.
Die Höhe dieser Tourismussteuer soll übrigens zwischen 1 - 2 €/Nacht liegen.
Wie ist das in Euren Städten, welche Meinung habt Ihr als Hoteliers oder als Gäste der Hotels zu solchen städtischen Massnahmen (wir sind übrigens keine Kurstadt) ?
Willkür oder Notwendigkeit oder gar kluger "Schachzug" ??
mit Gruss
Erwin -
Sollte es Stuttgart sein - die Pläne sind schon längst "gestorben". Ansonsten ist das eine Idee, den Kommunen die durch den Lobbyistenerfolg geklauten Gelder (Senkung der USt auf übernachtungen von 19 auf 7 Prozent, was ja notwendig war, denn Hotelübernachtungen dienen der Sicherstellung der menschlichen Existenz :? ) zurückzugeben.
Meine Meinung? Ball flachhalten, an einem oder 2 Euro mehr oder weniger ist noch keiner verendet! -
santamarineIIo:
Meine Meinung? Ball flachhalten, an einem oder 2 Euro mehr oder weniger ist noch keiner verendet! wrote:
Doch! Schluck mal die Dinger 
Zur Sache: Wäre mir ehrlich egal. Bei anderen heißt es halt Kurtaxe, aber die kann Berlin z.B. kaum verlangen
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Keine Kurstadt?
Wir haben die meisten Strassenbäume,
Mehr Grün als alle in D. Aufgrund der Größe der Stadt.
Wir haben einen Gesundbrunnen!
Eine Badstrasse!
Dass der Ortsteil den Namen Gesundbrunnen erhielt, hängt mit der Entdeckung einer Quelle zusammen. Die eisenhaltige Quelle wurde 1748 zum ersten Mal erwähnt. Sie wurde untersucht und ihre Heilkraft durch den Chemiker Andreas Sigismund Marggraf festgestellt. Der Hofapotheker Heinrich Wilhelm Behm erwarb 1751 das königliche Privileg, hier eine Heil- und Badeanstalt einzurichten. Behm ließ den König wissen, dass die Eigenschaften der Quelle die jener in Bad Freienwalde und in Bad Pyrmont übertreffe.
Friedrich II. veranlasste daraufhin, das Gutachten durch das Obercollegium Medicum zu prüfen. Das Wasser gefror auch bei Frost nicht. Daraufhin gab es Förderungen des Königs. Nach dem königlichen Förderer wurde der Ortsteil zunächst „Friedrichs-Gesundbrunnen“ getauft.
Der König selbst logierte hier mit seinem Gefolge, wenn er zur Inspektion der nahe gelegenen Artillerieübungsplätze kam. 1799 besuchte Königin Luise das Heilbad und gestattete fortan das Bad nach ihrem Namen „Luisenbad“ zu benennen.
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Ach ja, der Sand im Strandbad Wannsee kam früher vom Strand der Insel Sylt
Weitere Infos gewünscht?

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Vor Jahrzehnten wollte eine Fa. im Grunewald 400-500 Meter tief bohren, weil da eine Sole-Schicht ist. Und ein Bad drumherum bauen.
Das Geld ging aus.
Jetzt gibt es ein Erlebnis-Bad, südlich von Berlin, da wird das Salzwasser aus Niedersachsen herbei geschafft
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Macht der Gewohnheit! Berlin wurde schon immer "von aussen" versorgt

Der Spruch hieß: "Wie wir heute arbeiten, wird Berlin morgen leben"
(in der Abwandlung: "So gut,wie die Berliner leben, können wir garnicht gearbeitet haben) Also nehmt eure Bettensteuer und werdet selig!
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Genug Unsinn verzapft!
Zurück zum Thema:In meinem Wohnort, der auch gleichzeitig ein bekannter Ferienort ist, wird schon seit Jahrzehnten eine Bettenabgabe kassiert, z.Zt. 1€ pro Übernachtung. Dieser wird ausschließlich für touristische Infrastrukturmassnahmen verwendet, so auch zum Beispiel dafür, dass unsere Gäste gratis mit den Regiobussen fahren können.
Der Preis fürs Hotelbett wird ohne die Kurtaxe ausgeschrieben mit dem Hinweis, dass diese zusätzlich in Rechnung gestellt wird.Ich finde diese Regelung in Städten nur dann sinnvoll, wenn es einen Tourismusverband gibt, damit dieses Geld nicht irgendwo im Stadtsäckel versickert.
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Nun ja....ich komme ja nun aus Bad Köln seit wir die Kulturförderabgabe eingeführt haben. Die Luft ist allerdings noch nicht besser geworden.
Ob die Bettensteuer zulässig ist, wird sich noch zeigen. Werden die Gerichte entscheiden. Sollte diese nicht rechtswidrig sein, werden die anderern Städte schnell nachziehen. Die Pläne sind sicher schon in den Schubladen der Kommunen. 
Um diese jetzt in Köln zu umgehen, raten die Firmen ihren Angestellten für die Geschäftsreise ihre Hotels im Umland und nicht in Köln zu buchen.
Und wenn die Steuer, falls es so kommt, in allen Städten erhoben wird, kommen Sie ja doch alle wieder nach Köln......
Der Kreis schliesst sich.