Küstenerkundung der Iberischen Halbinsel
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Hallo!
Mein Freund und ich planen für diesen Sommer eine Reise mit dem Auto. Unser Ziel wären die Küsten von Portugal und/oder Spanien. Das Landesinnere möchten wir eher meiden und es sollte auch keine Städtereise werden.
Zuerst wollte ich mal fragen, ob es überhaupt möglich wäre, z.B in Lissabon zu landen, dort ein Auto zu mieten und damit z.B. bis Valencia zu fahren und dort stehen zu lassen um von dort mit dem Flugzeug wieder nach Hause zu fahren?
Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps, welche Strände man umpedingt anfahren sollte oder vielleicht gibt es ja auch einen schönen Ort, von welchem man viele Strände, Buchten und Küsten abfahren könnte!?
Als Reisedauer haben wir ca. 1 Woche bis 10 Tage geplant, und ich denke dass Ende Juni noch nicht so viele Touristen die Strände belagern, oder täusch ich mich?
Ich hoffe ihr habt ein paar gute Ideen für uns!
Liebe Grüße -
Lissabon - Valencia an der Küste entlang rund 1.700km in einer Woche. Also ob das Spass macht und was bringt? Und Ende Juni sind ganz sicher schon "einige" Urlauber an den Stränden. Nicht unbedingt Spanier, aber schau mal z.B. den deutschen Ferienkalender an. Nimm es mir nicht übel, aber ich persönlich halte nichts davon.
Ob das mit der Autovermietung klappt kann ich dir nicht sagen, wenn überhaupt, vermutlich nur bei einem großen Anbieter (sixt, europcar,avis, hertz) und die werden sich das sicherlich gut bezahlen lassen. -
da hat chepri recht - das wäre ein wunderschöner Gedanke bei mindestens 3-4 Wochen Zeit.
Betr. Mietwagen fürchte ich auch dass es zu Problemen kommt. Normalerweise würde sich ja niemand finden der den Wagen wieder zurück nach Portugal fährt und innerhalb Spanien darf er ja mit portugiesischer Nummer nicht vermietet werden.
Wenn es nur eine Woche sein soll würde ich raten vielleicht nach Jerez zu fliegen und da zu starten und Portugal für ein anderes mal aufzusparen. Oder nur Portugal. Oder sogar ab Málaga nach Valencia.
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Der Sinn dieser Frage bleibt mir unverständlich. Von Lissabon mit dem Wagen an der Küste rauf nach Valencia? Dafür meidet man das Landesinnere.
Bei der ersten Variante kommt man garantiert in den Genuss von hunderten an architektonischen Instinktlosigkeiten; so verbaut sind die Küsten Spaniens. Aber die wirklich phantastischen Landschaften im Inneren Spaniens läßt man aus. Verstehe wer will.
fio -
fio wrote:
... kommt man garantiert in den Genuss von hunderten an architektonischen Instinktlosigkeiten; so verbaut sind die Küsten Spaniens.Ich weiss, was du meinst, möchte aber nur klarstellen, dass nicht alle Küsten Spaniens total verbaut sind. Wunderschön sind etwa die Kathedralstrände (playa de las catedrales) bei Ribadeo. Aber das liegt ja auch in Galicien und das heißt, am Atlantik

Den Küstenabschnitt Marbella - Malaga bin ich einmal interessehalber von Ronda aus gefahren. Aber bei dem einen Mal bleibt es garantiert!
Gruss
chepri -
Ihr könntet zum Beispiel nach Barcelona fliegen, dort ein Auto mieten und runter nach Valencia fahren . Unterwegs das Ebrodelta besuchen und einige kleinere Küstenorte .
In Valencia solltet ihr mindestens 2 Nächte einplanen , eine Bootsfahrt durch das Albufera südlich von Valencia ist auch schön.
Dann weiter südlich, Papststadt Gandia anschauen, Autobahn bis Denia , dann über die Küstenstrasse bis Calpe und das Auto in Alicante am Flughafen zurück geben .
Das ist genug für 8-10 Tage . Ihr habt Recht, die Küste ist im Juni noch nicht überfüllt.
Wir verbringen den Urlaub oft in Javea ,das liegt zwischen Valencia und Alicante , dort wäre auch ein guter Ausgangspunkt um vielfältige Küsten zu sehen, von Steilküste bis Sandstrand gibt es in der Gegend alles und auch das Hinterland ist sehenswert.
In der Woche vor dem 24.Juni finden dort die "Fiestas de Sant Joan" statt mit Tanz in den Strassen, Feuerwerk , Umzügen, Prozessionen, Musikkapellen etc . Immer ein Erlebnis und das Fest wird nicht für die Touristen, sondern für die Spanier veranstaltet . -
Hallo Verena,
also ich rate dir auch, dass ganze in kleineren Etappen zu machen - von Lissabon bis Valencia, das ist eine Riesenstrecke und in einer Woche bzw. 10 Tagen kaum stressfrei zu bewältigen. Außerdem bleibt das Problem mit dem Mietwagen, ich denke mir zumindest, dass das nicht so ganz einfach wäre.
Schöne Strände in Portugal findet man natürlich an der Algarve mit ihren roten Felsen, aber auch an der Westküste gibt es schöne einsame Strände. Im Süden Spaniens finde ich die Strände an der Costa de la Luz seeehr schön, weite lange Sandstrände mit Dünen, nicht verbaut, nicht so viel los. Die andalusische Mittelmeerküste fand ich dagegen nicht so toll, meist kleinere Strände bzw. Buchten, die oft ziemlich verbaut sind.
Gruß
Passionsblume -
Nur für den Fall das noch Interesse von Seiten der Fragestellerin besteht:
Sogenannte One-Way-Mieten sind möglich, kosten beim einen Vermieter aber eine Extragebühr (die manchmal recht hoch sein kann), beim anderen aber nichts (insb. bei einer Mietdauer größer 1 Woche). Aber dies gilt nur innerhalb eines Landes, also entweder P oder ES. Einfach in den Bedinungen nachlesen.
Ihr solltet euch also am besten für ein Land entscheiden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Lesern hier kann ich den Gedankengang eine Tour entlang der Küsten auch in Spanien einen Reiz abgewinnen. Aber dabei umbedingt nicht nur die Küste im Auge behalten, sondern die vielen reizvollen Flecken nebenan. Die Costa del Sol ist schön und gut, aber nicht viel wert ohne Granada, Ronda oder Cordoba. Ist alles nicht weit weg vom Meer, die Mischung machts. Weiter nördlich davon um Almeria ist die Küste noch weniger verbaut, im Hinterland gibts Wildwest- und Wüstenerlebnisse. Die Costa Blanca ist trotz allem Ruf wunderschön, lebensfroh. "Echte" Spanier gibts hier auch, keine Angst, insbesondere im lebhaften Valencia oder in den schönen Bergdörfern nahe der Küste. Auch die Costa Brava ist abwechslungsreich, die Costa de la Luz etwas für Individualisten.
Mal abgesehen von der monotonen Hochhausbauerei an manchem Abschnitt sind die Küsten Spaniens viel besser als ihr Ruf und auf jeden Fall eine Reise wert. Die Mischung aus Kultur in Reichweite zum Wasser und der Entspanntheit am Wasser machts. Zuviel an km solltet ihr aber in der Tat nicht einplanen, sonst hetzt ihr an allem Sehenswerten vorbei. Für 10 Tage könnte ich mir aber gut eine Tour von der Costa de la Luz bis zur Costa Blanca vorstellen, die Küste als Wegweiser, aber die vielen attraktiven Stellen im Umkreis fest im Blick.
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winnie1178 wrote:
Weiter nördlich davon um Almeria ist die Küste noch weniger verbaut,dafür gibt es Plastikplanen ohne Ende, um die Erdbeerfelder zu schützen

Aber du hast es schon richtig beschrieben, die Küste kann durchaus ihren Reiz haben, solange man sich von den Touristenorten fernhält. Wenn man manchmal sieht, wie weit so manches Hotel vom Strand entfernt ist (getrennt durch die A-7) fragt man sich, ob die Leute einen Bade- oder einen Wanderurlaub gebucht haben.
Zum Glück sind die Geschmäcker aber verschieden, und so findet jeder seine Plätzchen.
Und dann nicht vergessen: Spanien hat wunderschöne Küsten im Norden am Atlantik.Zum Mietwagen hab ich interessehalber mal bei meinem bevorzugtem Vermieter, Sixt, eine Probebuchung gemacht. Zu meinem Erstaunen ist es tatsächlich möglich, eine Einwegmiete Lissabon - Valencia zu tätigen. Kostet allerdings für 10 Tage bei einem Kleinwagen knapp 1.500€. Und das dürfte dann doch jenseits aller Kalkulation liegen.
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Hallo chepri,
noch etwas weiter östlich von Almeria gibts diese ruhigen Strände aber auch ohne Plastikplanen, zB am Cabo de Gata. Zudem, auch wenn ich persönlich nie in einem Hochhausghetto Urlaub machen würde, so muß man doch zugestehen dass viele Menschen aus freien Stücken sich für sowas begeistern können. Ich denke, ein wenig mehr Respekt für andere Lebensentwürfe würde uns gut tun. Zumal auch ich gestehen muß (sonst überzeugter Natur- und Kulturliebhaber, der die Ruhe und Einsamkeit in der Natur und in kleinen Dörfern schätzt!) dass so mancher Aufenthalt zB in Benidorm recht lustig war, was wohl sicherlich daran liegt dass die gesamte Atmosphäre sehr viel gelassener ist als in einer nördlichen Großstadt mit Hochhäusern und verstopften Strassen.
Spanien hat sehr viele schöne Küsten. Natürlich auch im Norden. Aber auch die Mittelmeerküsten sind weiterhin oft traumhaft. Nicht vergessen: zuerst war die schöne Natur, das tolle Klima, die hohe Kultur, die netten Menschen, erst dann kam der Massentourismus. Auch bei mir steht das Mittelmeer immer noch ganz oben auf der Liste der traumhaftesten Ziele in Europa, auch in Spanien. Wer die vielen Regionen nur als Hochhaussiedlung mit Strandzugang begrenzt, vergisst die vielen tollen anderen Flecken wie die Strände von Oliva, die Kaps von Xabia, die Los Alpujarras, tolle Städte im Einzugsgebiet wie Valencia, Barcelona, Malaga, Granada (die Liste kann man endlos fortsetzen).
Zum Mietwagen. Der hohe Preis resultiert mit Sicherheit aus der Grenzüberschreitung. Wir haben schon des öfteren bei lokalen spanischen Mietwagenfirmen sog. One-Way-Anmietungen vorgenommen und haben meist nichts extra bezahlt.
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Hallo winnie,
drum schrieb ich ja "Zum Glück sind die Geschmäcker aber verschieden, und so findet jeder seine Plätzchen" und das was du beschreibst sind alles schöne Fleckchen ohne die von mir gemiedenen "typischen" Urlauberziele. Natürlich gibt es auch viele Strände, die ganz anders ausschauen, als die von mir geschmähten.
Aber ich bin seit einigen Jahren zweimal jährlich jeweils drei Wochen (aber immer außerhalb der Saisonzeiten) in den unterschiedlichsten Regionen von Nord nach Süd, von Ost nach West und kreuz und quer unterwegs, war natürlich auch am Meer, aber die Gegend zwischen Malaga und Estepona werde ich ganz sicher, wenn überhaupt, nur noch auf der AP-7 (egal was es an maut kostet) durchqueren.
Das cabo de gata ist immer einen Besuch und eine Wanderung wert. Die Kaps von Jaeva haben schöne Aussichtspunkte, aber in Denia sprechen mehr Leute deutsch als katalan.
Worum es mir geht ist eigentlich das Gleiche wie du schreibst: Spanien hat soviel an Natur und Kultur zu bieten, dass die paar Kilometer "Scheußlichkeiten" nicht in´s Gewicht fallen. Und wer dort gerne Urlaub macht, darf das gerne tun ohne von mir deshalb angegangen zu werden. Ich darf dafür auch tagelang romanische Kirchen im Vall de Boi (und anderswo) anschauen, ohne dafür für verrückt erkärt zu werden.
Gruß chepri
(habe ich tatsächlich dort irgenwo gesehen...).