Thema: 19514
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Wie viel Zeit sollte man etwa einplanen, um individuell durch Kuba zu reisen und die wichtigsten Orte bzw. Sehenswürdigkeiten zu sehen? Reicht 1 Monat? Gibt es Orte, die man nicht verpassen darf? Wie steht es mit der Reisezeit? Eher August / September oder Februar / März? Ich habe gehört, das Busnetz sei ziemlich gut. Hat jemand Erfahrung?
Danke für eure Antworten. Gruss
Claudine -
Hola
Für Kuba reichen 6 Monate nicht
Scherz beiseite ! Empfehlen würde ich Februar März ggf noch April. Orte die man nicht verpassen darf - schau einfach in die Rundreiseangebote- von Pinar del Rio im Westen, Vin iales, La Habana - Trinidad, Santiago de Cuba , Las Tunas .................. der Nordosten mit Holguin , Blanes ........... .
Tips für Individualreisen kann ich Dir nicht geben - aber Anfang Februar ist der Especialista
Juanito wieder zurück ... der Reist gerade von Holguin über las Tunas ............ nach La Habana und von Var wieder zurück. -
..juanito fehlt hier, das merkt man total, findet ihr nicht? irgendwie tut sich hier nichts seit er weg ist ..
Ich werde im Juli für 16 Tage Cuba "unsicher" machen, zusammen mit meiner Tochter. Ist bestimmt nicht die perfekte Reisezeit, da Hurrikangefahr droht, aber ich riskiers trotzdem

Hast Du dich schon festgelegt inzwischen??Schöne Grüsse
Belinda (bin mit falschen Account eingeloggt
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Hi Belinda und openwater1
Vielen Dank für eure Antworten. Würde gerne ca. 4-5 Wochen reisen. Weiss aber noch nicht genau wann, möglicherweise nächsten Januar / Februar. Irgendwie schwebt mir vor, Jamaica und Kuba in dieser Zeit zu bereisen, aber ich denk mir, dass ich zu wenig Zeit haben werde
Was meint ihr dazu, beide Inseln zu kombinieren? Ich weiss, bin schon früh dran, aber man nie genug früh planen 
Greets Claudia -
Hola ! Nimm Dir Zeit für Kuba ! Jamaika kannst Du irgendwann besuchen! Ich meine das nicht abfällig gegenüber Jamaika - sondern in 4-5 Wochen hast von ALLEM nur ein bisserl und hetzt durch die Gegend unter dem Motto : Wo ich war, schau ich mir Im Fotoalbum an

@ estela - Name geändert ? jo - der in seiner schreibweise manchmal rüde, aber hervorragende Beiträge liefernde , juanito fehlt
und turtelt mit seiner amiga , schlürft Bucanero o Cubata und friert! Temperatur - diese Nacht 15 Grad und Nebel ( erwartet) - Tagestemperatur - 29 GradAllerdings fragt auch niemand im Forum !!!! Januar ist halt nicht die ganz optimale Zeit - und die März / April Flieger wissen schon alles

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Hallo zusammen,
ich wohne zusammen mit meiner cubanischen Frau
ein paar Kilometer von Varadero entfernt und
kenne Cuba seit 10 Jahren durch meine Tätigkeit
in einer NGO. Ich pendele derzeit zwischen
Deutschland und Cuba hin und her, bin aber von
Mai bis Oktober 2006 wieder ununterbrochen vor
Ort. Ich würde mich freuen, euch bei Fragen
rund um Cuba, eurer Urlaubsplanung, eurer
Routenplanung, usw. behilflich sein zu können.
Vielleicht trifft man sich auch mal in
Varadero.
Zur Frage von Claudine:
Meiner Meinung nach reicht ein Monat um
individuell durch Cuba zu reisen vollkommen
aus. Das normale Touristenvisum hat eine
Gültigkeit von 30 Tagen mit der Möglichkeit der
einmaligen Verlängerung um weitere 30 Tage,
danch ist definiv die Ausreise angesagt und man
sollte diese Fristen sehr ernst nehmen, denn
bei Überschreiten des o.g. Zeitraumes, wenn
auch nur für einen Tag, gibt´s richtig Ärger
mit den cubanischen Behörden, den man sich
erparen sollte.
Hurrikansaison ist vom 01.06. - 30.11. und da
schlägt´s, wie die Saison 2005 gezeigt hat,
auch schon öfter mal zu. 2006 wird´s allen
Verhersagen nach nicht weniger heftig. Zwar
ist man auf Cuba wegen des guten Zivilschutzes
nicht in Gefahr aber wer langfristige
Detailplanungen für eine 1-monatige Cuba-Reise
machen möchte, sollte den o.g. Zeitraum lieber
ausklammern. Zwischen Februar und Mai lässt
sich´s im Allgemeinen gut reisen.
Als sicheres und sehr zuverlässiges und
trotzdem relativ preiswertes Transportmittel
empfiehlt sich die Firma Viazul mit ihrer
Busfotte, die den größten Teil Cubas gut
abdeckt. Infos zu Strecken und Preisen
unterxxxxxxxxxxWer individuell reist und dann
noch einen ganzen Monat lang, sucht in der
Regel preiswerte Unterkünfte. Da gibt es zum
einen recht preiswerte Hotels vor allem
außerhalb der Touristengebiete.
Es besteht auch die Möglichkeit sich legal in
Privathäusern, den Casas Particulares
einzumieten. Man sollte auch dabei darauf
achten, dass es sich um legale Vermieter
handelt. Die legalen Vermieter haben eine
Lizenz und zahlen Steuern. Über den
Eingangstüren der Casas Particulares hängt
regelmäßig ein Schild, dass auf die legale
Vermietung hinweist. Adressen von Casas
Particulares auf ganz Cuba findet man z.B.
unter xxxxxxxxxxxxxder Kombination von preiswerten Hotels und den
Casas Particulares (nicht mehr als 30 CUC pro
Zimmer u. Nacht, zum teil auch deutlich
weniger) sollte man gut durchkommen.
Ich mache mal einen Vorschlag für eine
1-montaige Rundreise mit An- und Abreise
Havanna:
4 Tage Havanna
Danach 50 km westlich von Havanna in den
tropischen Regewald von Soróa. (2 Tage)Sehr
schöne Landschaft und Wanderungen möglich, den
Wasserfall muss man gesehen haben.
Ein paar Kilometer weiter lohnt es, sich Las
Terrazas anzusehen.
Danach weiter nach Westen bis Pinar del Río.
Ich würde nicht in Pinar wohnen, sondern im 7km
außerhalb der Stadt malerisch gelegenen und
preiswerten Hotel Aguas Claras.
Das Tal von Viñales, 25 km von Pinar lohnt sich
für mindestens 3 Tage. Die beiden Hotels Los
Jazmines und La Ermita liegen zwar sehr schön
gelegen und sind auch relativ preiswert,
dennoch gibt es in Viñales sehr viele legale
Casas Particulares und von dort aus kann man ja
auch zu den beiden Hotels gelangen, um die
Aussicht zu genießen. Neben den Mogotes, den
Tafelbergen und einigen Höhlen sind auch die
Tabakplantagen sehr interessant. Am Campismo,
einem Campingplatz mit festen Häuschen inmitten
des Tales von Viñales zeigen einem die dortigen
Bediensteten gerne ihre Landschaft.
Von Viñales aus zurück nach Havanna und dann
nach Cienfuegos, sehr schöne Stadt und schöne
Ausflüge möglich, auch viele Casas Particulares
aber auch zwei schöne u. preiswerte Hotels, La
Union und Jagua. 2 Tage Cienfuegos lohnen sich.
Von dort auch ein Ausflug nach Sta. Clara
lohnend.
Danach 95km von Cienfuegos entfernt nach
Trinidad, muss man gesehen haben, sowohl die
Stadt als auch das Hinterland mit den Topes de
Collantes, herrliche Wandermöglichkeiten.
Hotels am Strand und auch am Berg, sowie schöne
Casas Particulares. 2-3 Tage lohnen sich dort.
Danach lohnt ein 1-2 tägiger Besuch der Stadt
Sancti Spiritus mit dem Zaza-Stausee. Die
Städte Ciego de Avila, Camagüey und Las Tunas
finde ich persönlich jetzt nicht so aufregend
aber das ist ja Geschmacksache. Ich würde
weiterfahren in die Provinz Granma. Von der
Provinzhauptstadt Bayamo aus gibt es
Möglichkeiten in die westliche Sierra Maestra
zu wandern. Beeindruckende Landschaft mit
Bergen bis knapp 2.000 m Höhe. Natürlich ist
auch Santiago de Cuba einen Aufenthalt von 3-4
Tagen wert. Sowohl die Stadt als auch die nahe
gelegen Strände und die erneut phantastische
Berglandschaft bieten reichlich Abwechslung.
Die Gegend um den 1.200 m hoch gelegenen Gran
Piedra mit Übernachtungsmöglichkeiten oben auf
dem Berg ist schon klasse, wenn das Wetter
mitspielt.
Nach Santiago würde ich über Guantánamo nach
Baracoa fahren.
Noch relativ geringe Infrastruktur aber tolle
Gegend mit Stränden und der Möglichkeit Teile
des Humboldt-Parks, einem der zahlreihen
cubanischen Naturreservate, zu betreten.
Von Baracoa aus würde ich über Móa nach Holguín
fahren und mich dort ein paar Tage aufhalten.
Sowohl die Stadt als auch die Strände von
Guardalavaca sind sehenswert.
Auf dem Rückweg von Holguín nach Havanna gibt
es an der Nordküste noch jede Menge schöne
Strände, sowohl den von Santa Lucía in der
Provinz Las Tunas als auch die beiden
vorgelagerten Inseln Cayo Coco und Cayo
Guillermo in der Provinz Ciego de Avila, wobei
die beiden letztgenannten Inseln reine
Touristengebiete sind.
Ích würde zum Abschluss und zum Ausspannen noch
einen 2-tägigen Aufenthalt in Varadero in einem
preiswerten Hotel einplanen und dann von
Varadero aus mit dem Bus zurück nach Havanna,
von dort zum Flughafen und zurück nach
Deutschland reisen. So wäre 1 ganzer Monat
voller unterschiedlicher Eindrücke gesichert.Gruß
Links wurden gelöscht!
Admin
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Wow super Bericht von Dir, da werden sich viele "Cuba-Anfänger" freuen, denn dein Text bietet wirklich gute Tipps für eine Rundreise.
Ja es ist hier leider etwas ruhig, Cuba scheint nicht so beliebt zu sein wie zB. Dom. Rep. oder Mallorca. Auf der einen Seite ist das auch gut so, auf der anderen Seite auch schade. Ich habe einige Erfahrungen gemacht bei Bekannten, die dort waren (meist Varadero) und dann gesagt haben "Cuba, einmal und nie wieder. Toller Strand aber die nervigen Cubaner wollen einem permanent was verkaufen oder Geld haben".
Und so weiter. Die haben schon recht, aber Varadero ist auch nicht wirklich Cuba. Aber ich hab dieses oder ähnliche Aussagen schon öfter gehört. Da ich schon einige Jahre nicht mehr in Cuba war, kann ich auch nicht sagen, ob das wirklich so massiv zugenommen hat mit der Ansprecherei der Cubaner. Da ich ja im Juli wieder für 16 Tage rüberflieg und auch auf eigene Faust herumreisen werde, würde mich schon interessieren, ob das so extrem ist. Ich mach mir zwar keine Sorgen, da ich nicht glaube, dass nicht "handeln" zu können, aber interessieren würds mich schon.Belinda
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Hola Infocuba .-) De acuerdo !
@ Claudine
Aber die Strände von Guardalavaca selbst finde ich nicht so berauschend, auch Guardalavaca selbst - naja! dann lieber den Strand Playa Pesquero oder aber Playa Esmeralda.
Bei der Unterkunftsuche in der Provinz Holguin incl Guardalavaca - kann ich helfen - wenn es soweit ist
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Wow, vielen Dank für eure hilfreichen Tipps und die interessanten Vorschläge.... ich kann mir ja schon ein ziemlich gutes Bild machen von einer möglichen Reiseroute... Weiss nur noch nicht, wann ich genau Urlaub habe
komme sehr gerne auf eure Hilfe zurück
Ist ja toll, zu wissen, dass man es hier mit Profis zu tun hat.... Liebe Grüsse Claudine -
die wirtschaftliche Situation auf Cuba ist sehr komplex und hat sich in den letzten Jahren tatsächlich verändert, ich sage bewusst nicht verschlechtert, da es in vielen Bereichen auch Verbesserungen für die einheimische Bevölkerung gab und gibt.
Zum Glück für pflegt Kanada, anders als viele anderen Länder, schon seit vielen Jahren normale Handelsbeziehungen zu Cuba.
Durch die sehr intensivierte wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Venezuela und auch China kommen nun allmählich Artikel ins Land, die es vorher nicht oder nur zu praktisch unerschwinglichen Preisen gab.
Aber wird doch eine Weile dauern, bis spürbare Verbesserungen erzielt werden und leider nahm die soziale Schieflage in den vergangenen Jahren deutlich zu. Die Cubaner, mit Zugang zu USD wurden immer mehr, wobei auch etliche illegale Geschäfte erheblichen Reichtum einbrachten. Die Cubaner, die nicht über Dollars verfügten, guckten in die Röhre. Es begann eine regelrechte Hatz auf Devisen und meistens aus der Not heraus versuchte man alles mögliche und unmögliche, um an USD heranzukommen.
Mit der Abschaffung des USD als Zahlungsmittel hatte Cuba nun endlich eine Währung weniger. Der konvertible Peso, der sich über viele Jahre 1:1 am USD orientierte, orientiert sich nun an einer Mischung diverser Währungen, u.a. auch dem Euro.
Mit der Orientierung des CUC an diverse Währungen war auch gleichzeitig eine Abwertung des Euro verbunden, dessen starke Stellung Kuba lange so attraktiv machte. Diese Attraktivität lässt nun nach, was sich natürlich auch in den Urlauberzahlen der EU-Länder bemerkbar macht und was die Reiseweltmeister Deutschland betrifft, macht sich natürlich auch die hiesige ökonomische Flaute und Unsicherheit bemerkbar.
Wer immer noch mit USD nach Cuba reist, muss fast 12% Umtauschzuschlag zahlen, dasselbe gilt für die Bezahlung mit sämtlichen auf Cuba gültigen ausländischen Kreditkarten. Du möchtest mit deiner Kreditkarte z.B. 300 CUC abheben, dann werden dir 336 USD abgebucht, was heute 278,60 € entspricht. Noch Anfang April wären dir bei angenommen gleichem Umtauschkurs ohne die 12% Umtauschzuschlag nur 300 USD abgebucht worden, was 248,75 € entspricht.
Das spricht sich in der Reiseszene herum und deshalb reist der aufmerksame Cuba-Urlauber auch direkt mit Euro ein. Die cubanische Politik läuft derzeit darauf hinaus, den CUC bei beibehaltender Orientierung am o.g. Währungsgemisch im Vergleich zur CUP ab-und die einheimische CUP-Währung allmählich aufzuwerten. Dies soll der cubanischen Bevölkerung zugute kommen, die keinen Zugang zum CUC oder Euro hat, und das sind die meisten auf Cuba! Musste man noch im April 2005 durchschnittlich 27 CUP für einen CUC bezahlen, so bekommt man den CUC nun für 25 CUP. Für einen CUC erhält man (natürlich auch Ausländer) derzeit 24 CUP. Es ist z. B. für den Varadero-Urlauber, der seinen wohlverdienten Erholungsurlaub in einer All inkl. Anlage verbringt, sicher interessant, auch mal nach Santa Marta oder Cárdenas zu fahren, dort oder bereits in Varadero in einer offiziellen Umtauschkasse CADECA ein paar CUC in CUP zu tauschen und auf dem Markt einzukaufen. Man bekommt so auch mal ein gewisses Gefühl für die einheimische Währung und den Wert derselben und weiß besser einzuschätzen, was man für ein Monatseinkommen von durchschnittlich ca. 280 CUP kaufen kann. Auch ein Besuch der Bodegas, in denen (noch) gegen die Libretta (Lebensmittelkarte) staatlich stark subventionierte und rationierte Lebensmittel verkauft werden, ist sicher sehr lehrreich. Natürlich kann der Ausländer in den Bodegas nichts kaufen, aber er kann sich die Preise und entsprechenden Abgabemengen pro Person ansehen. Die Libretta soll übrigens abgeschafft werden und cubanischen Bevölkerung gleichzeitig der unlimitierte Verkauf von Grundnahrungsmitteln ermöglicht werden.
Die Aufwertung des CUP geht natürlich nur sehr langsam vonstatten aber dadurch steigt allmählich die Zufriedenheit der Bevölkerung, die dann irgendwann nicht mehr hinter Devisen herjagen muss, wie der ****** hinter der armen Seele und damit die Touristen verärgert. Ich war kürzlich in Bayamo und dort, abseits des Tourismus, kann man an einigen Stellen ganz offiziell Dinge für CUP kaufen, die man woanders nur für CUC bekommt. Wenn dies politisch fortgesetzt und landesweit ausgeweitet würde, könnte allmählich (sicher eine Sache von Jahren) die Hatz auf Devisen aller Art sinken und die Touristen fühlten sich nicht mehr so *********, wie es heute oft der Fall ist. Leider machen Preiserhöhungen, wie gerade erst beim Strom, in erster Linie für Vielverbraucher und steigende Preise für Lebensmittel einen Teil der Verbesserungen wieder zunichte und so ist die persönliche wirtschaftliche Verbesserung der cubanischen Bevölkerung ein sicherlich sehr ehrgeiziges Projekt.
Die Stromausfälle von Mai – September des vergangenen Jahres von täglich 2-8 Stunden in weiten Landesteilen haben zu großer Verägerung in der cubanischen Bevölkerung geführt und man ergriff Maßnahmen.
Vor drei Wochen wurden bei uns die normalen Glühbirnen kostenlos gegen Stromsparbirnen ausgetauscht, die Dichtungen der Kühlschränke werden überprüft und bei Defekten kostenlos gegen neue Dichtungen ausgetauscht. Dampfkochtöpfe und Reiskocher mit besserem Nutzungsgrad werden zu erschwinglichen CUP-Preisen angeboten. Die cubanischen Sozialarbeiter gehen derzeit von Haus zu Haus und prüfen, ob der komplette Austausch von alten oder defekten Kühlschränken wegen des zu hohen Stromverbrauchs erforderlich ist. Castro hat den Neureichen auf Cuba und der Korruption den Kampf angesagt, dabei geht es in erster Linie um breite illegale *******, die auch den Touristen nicht verborgen geblieben ist und einen schlechten Eindruck hinterläßt
Allein an den cubanischen Tankstellen, so wurde kürzlich mitgeteilt, gingen dem cubanischen Staat durch illegale Machenschaften täglich 100.000 CUC verloren. In anderen Bereichen wird es ähnliche Ergebnisse geben. Wenn das bisher illegal in die Taschen einer cubanischen Minderheit geflossene Kapital auf die Gesamtheit der Bevölkerung verteilt würde, ginge es dem Volk sicher auch besser und die Touristen“anmache“ ließe nach. Allerdings muss ich auch sagen, dass einige Illegalitäten aus der Not geboren und daher zwar juristisch, oft jedoch nicht moralisch vorwerfbar sind. Bei einem Verdiener mit mtl. 300 CUP und zwei Kindern wird´s schon schwierig, wenn Sonderbedarf auftritt, der nur mit Devisen gedeckt werden kann. Da sorgt man rechtzeitig vor, was vom mtl. Einkommen kaum möglich ist. Ich hoffe, dass der cubanische Staat bei der großflächigen Verfolgung der Illegalitäten Augenmaß und Weitblick beweist.
Der überwiegende Teil der cubanischen Bevölkerung besteht jedoch nicht aus kriminellen Abzockern sondern aus liebenswerten Menschen. Wer als Tourist das Pech hat, an die Minderheit zu geraten, möge dies trotz des verständlichen Ärgers bitte bedenken.Gruß
Infocuba -
Hola,
wow... ich muß mich Belindas Lob mal anschließen - da ist "unser" Forum ja um einen richtigen Spezi reicher geworden. Auch wenn ich mich schon seit Jahren mit Kuba und dem "drumherum" beschäftige, ist es doch was anderes wenn man auch die nötigen Hintergrundinfos aus "erster Hand" erfahren kann. Super!

Gruß
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Ja, die Berichte von infocuba sind echt gut, und mir gehts genauso, ich befasse mich auch schon ewig mit Cuba, aber so gut hätte ich das (wie auch ohne momentane direkte Quellen) nicht schreiben können.
Ich hoffe, du bleibst uns erhalten, infocuba. Bin ja mal gespannt, wenn juanito zurück ist, da wird es sicher die eine oder andere interessante Diskussion geben

LG
Belinda -
Vielen Dank Mienchen und Belinda für die positiven Kritiken zu meinen ersten Beiträgen in diesem Forum. Ich freue mich, wenn ich euch und hoffentlich auch vielen anderen Usern einige Tipps und Infos geben kann. Es macht mir Spaß und ich werde euch wohl erhalten bleiben.
Im Laufe der vergangenen Jahre haben meine Frau und ich natürlich auch sehr viele cubanische Hotels kennen gelernt, teilweise auf Dienstreisen aber auch einfach nur mal so am Wochenende.
Als ich mit meiner Frau im Mai 2005, geplagt von täglich stundenlangen Stromausfällen und Wassersperren in unserem Haus für ein Wochenende "Zuflucht" im *****Hotel Playa Alameda in Varadero suchte, trafen wir dort auf eine Gruppe junger deutscher Akademiker, die dort ihren Urlaub verbrachten.
Sie schilderten uns ihre Eindrücke vom Hotel und dem, was sie von Cuba kannten und wussten und fragten uns dann, wie es denn so sei, dort, 15km von Varadero entfernt. Ich erzählte ein wenig und berichtete auch von den täglichen Strom-und Wasserausfällen. Eine junge Rechtsanwältin aus der Gruppe meinte dann ganz aufgeregt und hellauf begeistert, ja fast schon euphorisch: "Aber das ist es doch gerade, was es ausmacht"!!!
Meine Frau und ich hätten uns vor Lachen fast bepinkelt, hatten wir doch in Anlehnung an Future-oder Western-World nicht etwa vom Aufenthalt in "Nostalgic World" sondern "nur" vom normalen Leben, dort draußen, 15 km entfernt erzählt. Es war köstlich.
Bis demnächst.
LG Infocuba -
Ich bin stellv. Vorsitzender der NGO Humanitäre
Cuba Hilfe e.V. xxxxxxxxxxxxxxxxxWir sind seit
10 Jahren auf Cuba aktiv, hauptsächlich im
medizinischen Bereich. Was wir so machen,
siehst du ja alles auf unserer Website. Meine
Aufenthalte auf Cuba dienen der Koordination
unserer Projekte und dem entspr. Monitoring.
Das ist eine ehrenamtliche Tätigkeit, also ohne
Verdienst. Für die Zeit meiner Cuba-Aufenthalte
hatte ich in der Vergangenheit entweder
unbezahlten Urlaub von meinem eigentlichen Job
oder wie jetzt von Mai bis Oktober das
Sabbatjahr, wodurch ich finanziell abgesichert
bin. Meine Frau ist cubanische Ärztin,
Diabetologin und wir wohnen gemeinsam in
Cárdenas, wo sie im dortigen Diabeteszentrum
arbeitet, übrigens auch ein Projekt der HCH.LG
BerndHallo Bernd, bitte setze keine Links, unsere
Mail liegt Dir ja vor!Gruss
Admin -
Tja Belinda, das ist nicht so einfach. Ich habe ja schon mal 1 1/2 Jahre dort gelebt, bin derzeit alle 2 Monate dort und ab Mai wieder mal 6 Monate am Stück. Cuba ist halt sehr speziell und es würde hier den Rahmen sprengen, ins Detail zu gehen. Es ist aber natürlich auch eine ökonomische Frage.
Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns im Juli auf eurem Weg von Havanna nach Holguín mal besucht, dann könnt ihr mal sehen, wie wir so wohnen, wir zeigen euch Cárdenas und haben Zeit zum Erfahrungsaustausch. Wäre prima, wenn´s klappt.LG Bernd
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Das ist aber ein nettes Angebot, das wir gerne annehmen!!
Wir sind in etwa ab 13.7. von Pinar del Rio aus in Richtung Holguin unterwegs, aber die Route ist noch nicht ganz fix. Sollte es sich zeitlich ausgehen, nehmen wir dein Angebot gerne an.
Magst Du mir mal Deine Email-Adresse schicken, unter der ich dich erreichen kann?LG Belinda
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Hola Infocuba

Dann kennst Du das Krankenhaus - und die Kinderklinik, Avenida de Lenin in Holguín und das gegenüberliegende Wohnhaus - edificio de 12 plantas, in dem viele der Ärzte und Krankenschwestern wohnen. Da gehe ich ein und aus - wenn wir in Cuba sind
Sagt Dir der Name Dr. Melo etwas ? 
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Hallo openwater1,
Dr. Melo kenne ich leider nicht. Wir haben Ende
1995 mit unserer Arbeit in Holguín begonnen und
bisher sind etwa 50 der insgesamt 72
Großcontainer an diverse
Gesundheitseinrichtungen der Provinz Holguín
gegangen. Das Kinderkrenkenhaus unterstützen
wir seit vielen Jahren. Dort haben wir auch mit
finanzieller Unterstützung des Landes NW die
Reha-Abteilung neu gestaltet und eingerichtet.
Außerdem wurden im Laufe der Jahre etliche
medizinischen Geräte an die Kinderklinik
geschickt. Ein großes Projekt von uns war auch
die Gynäkologie im Krankenhaus Lenin, dazu ein
Zentrum für Problemschwangerschaften, das
Zentrum für Umweltmedizin, das große
chirurgische Krankenhaus und einige andere
Gesundheitseinrichtungen in der Stadt Holguín.
Insgesamt unterstützen und unterstützten wir
insgesamt 10 Gesundheitseinrichtungen der
Provinz Holguín. Die Details kannst du bei
Interesse ja unserer Websitexxxxxxxxxentnehmen.
Vielleicht kennst du ja sogar jemanden auf den
Fotos oder gib mal xxxxxxxxx in die
Suchmaschine ein.
Etlichen Ärzten und Krankenschwestern ist die
HCH in Holguín ein Begriff, kannst ja nächstes
Mal mal nachfragen.
Gruß
infocuba@infocuba, leider:auch Dir können wir Links
nicht erlauben, die Grundsätze gelten für alleGruss vom Admin