Tödliche Badeunfälle
-
Wegen der Flut an PN bezüglich der tödlichen Badeunfälle Mitte April 2011 zwischen Puerto Rico und dem Amadoresstrand stelle ich diesen thread hier rein.
Am 18. April ertranken eine Frau und ein Mann gegen Mittag. Trotz Badeverbotshinweis (rote Flagge) stieg zuerst der Mann in den Atlantik, der zu dieser Zeit an dem Ort Wellen bis zu drei Meter Höhe hatte. Nachdem er durch die mächtige Dünung sofort auf´s offene Meer gezogen wurde, wollte ihm seine Freundin helfen. Auch sie stieg in das Wasser, wo ihr das Gleiche dann passierte.
Das sofort herbeigerufene Rote Kreuz konnte den beiden, selbst unter Einsatz eines Rettungshubschraubers, nicht mehr helfen. Alle Wiederbelebungsversuche scheiterten.
Am selben Tag ertrank in unmittelbarer Nähe auch noch ein siebzehnjähriges Mädchen aus Santa Brigida. Auch sie begab sich, trotz der Verbotshinweise, in das Meer.
Die Küstendirektion von Mogan mauerte dann den Zugang zu der Treppe von der Meeresseite zu, der eigentlich nur dazu diente, dass Läufer, die von Puerto Rico zum Amadores unten bei den Felsen gehen, bei einsetzender Flut die Möglichkeit haben, sicher wieder an Land zu kommen.
Schlussendlich kann nicht genug davor gewarnt werden, die Sicherheitshinweise ernst zu nehmen und zu beachten.
Eine rote Fahne bedeutet nunmal Badeverbot; auch wenn eine meterhohe Dünung noch so "interessant" ist. Und welche Kraft tückische Unterströmungen haben, wissen nur diejenigen, die in letzter Minute gerettet werden konnten.
fio -
@ fio,
ich finde es sehr bemerkenswert, dass Du Dir die Mühe mit diesem Beitrag gemacht hast um auf die Gefahr des Wassers aufmerksam zu machen.
Dennoch kann ich keinerlei Mitleid mit den Ertrunkenen empfinden, da sich jeder halbwegs klardenkende Mensch der Gefahr bewusst sein muss wenn er bei rot gehisster Flagge ins Wasser steigt. Das hinterläßt bei mir mal wieder den schalen Beigeschmack von: " Verbote gelten grundsätzlich für andere, aber bloss nicht für mich. "
-
In jedem Jahr ertrinken Menschen durch Leichtsinn, weil sie jede Warnung in den Wind schlagen, nach dem Motto: "mir passiert schon nichst." Kann man deshalb mitleidlos sein? Wie fio schreibt, ging die Frau ins Wasser, um ihrem ertrinkenden Freund zu helfen, gilt auch hier ..selber schuld..? Sie sind am Ende durch eigenes Fehlverhalten ums Leben gekommen, durch einen Fehler, den sie mit Sicherheit in ihren letzten Minuten bitter bereut haben. Mein Mitleid gehört ihnen, trotz ihres Leichtsinns.
-
Keine Wellen, kein Wind, keine Rote Flagge.
Trotzdem ertrunken.
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12070739/1353610/Brand-Kind-ertrunken.html
Das passiert leider. -
Dieser Beitrag wurde gelöscht!
-
@ Rolf,
Deine Schilderung stellt den Sachverhalt natürlich in ein ganz anderes Licht. In diesem Fall kann man wirklich dann nur von einem furchtbaren Unglücksfall sprechen, bei dem zwei Menschen leider ihr Leben lassen mussten. So herum empfinde ich selbstverständlich auch Mitleid.
-
Lieber Rolf, wenn es sich so zugetragen hat wie du schreibst, stimme ich dir zu, von Leichtsinn kann man in diesem Fall nicht sprechen. Hier haben junge Menschen auf tragische Weise ihr Leben verloren. Ob durch Leichtsinn oder nicht, ändert jedoch nichts an meinem Mitgefühl für sie. Im Kampf gegen das Ertrinken ist die Not für alle gleich groß, auch für die, die sich selbst in diese Situation gebracht haben.
Lieben Gruß
Angelika -
Dieser Beitrag wurde gelöscht!
-
Auch wenn es jetzt nicht mit dem Erstbeitrag direkt zu tun hat: Ich war Weihnachten in CG und schockiert über die Unvernunft vieler, und besonders über die so mancher Eltern. Wir hatten mehrmals rote Fahne am Strand (gleich da neben dem Faro) und es waren so viele Kinder drinnen im Meer. Ich hatte schon Angst, wenn meine beiden auch nur Wasser in ihren Eimern am Rand geholt haben, und die Eltern haben ihre Kinder ungeniert da rein gehen lassen. Dann kam auch immer wieder die Strandwacht vorbei und haben die Kinder rausgetrillert, wenn sie zu weit draußen waren, aber kaum sind sie weiter gefahren, waren die Kinder auch schon wieder drin.
So was versteh ich nicht. -
-
Ich kann Rolf nur beipflichten. Auch ich hab es so gehört, dass der junge Mann auf einem Felsen stand und von einer Welle mitgerissen wurde. Seine Freundin wollte ihm helfen und ertank leider auch. Ein wirklich erschütternder Unfall, der mich nächtelang nicht schlafen ließ und in mir immernoch eine Traurigkeit aufsteigen lässt wenn ich darüber nachdenke. Zumal mein Sohn die junge Frau kannte , da er mit ihr im gleichen Abijahrgang war.
Mein Mitgefühl gilt den Familien. -
Einen Tag nach diesem Unglücksfall bin ich von Maspalomas nach PdI gelaufen. Genau an der nun stark erweiterten Spitze waren überall im Sand roten Fahnen. Dennoch ist einer unserer Landsleute genau an der Spitze ins Wasser gegangen. Auch der Jetskifahrer des RK konnte ihn zunächst nicht aus dem Wasser vertreiben. Erst nach ca. 5 Min hat er sich aus dem Wasser bequemt und seine Freundin am Strand gefragt, was "der Quatsch" denn solle. Als ich ihm von den Ertrunkenen erzählt habe - auf anderen Kanareninseln gab es weitere Unfälle - war der Kommentar nur:
"Es macht aber nur da Spaß, wo es gefährlich ist"
Ich bin mir sicher, dass es auch in Zukunft - als Unglücksfall oder aus Übermut - weitere tödliche Unfälle geben wird.