Aida- Tauchcomputer wurde einbehalten
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Hallo (tut mir leid, wird etwas länger),
mein Freund und ich waren im Frühjahr 2011 mit der Aida in der Karibik. Nach einem Tauchgang bekam ich beim Auftauchen Schmerzen in der linken Gesichtshälfte. Wir vermuteten eine harmlose Umkehrblockierung (der Tauchguide und Taucharzt von AIDA ebenso). Leider war die 2. Ärztin an Bord (Internisten und in Tauchmedizin völlig unerfahren), zu übereifrig, diagnostizierte eine Embolie und wir wurden in Grenada ausgeschifft. Die Fehldiagnose wurde am gleichen Tag in Grenada bestätigt und wir mussten auf eigene Faust und Kosten die Heimreise antreten. AIDA hat sich nicht bereit erklärt die Rückreisekosten zu übernehmen. Meine Krankenversicherung ebenfalls nicht, da eine Rückreise nicht medizinisch notwendig ist. Meine Tauchversicherung zahlt auch nicht da hier ja angeblich eine Embolie (die lt. Aussage der Ärztin vom Hinflug herrührte) vorlag.
Zu allem Überfluss wurde auch noch mein Tauchcomputer, die Brevets von mir und meinem Freund einbehalten. Bis zum derzeitigen Zeitpunkt habe ich meine Unterlagen und den Computer von AIDA nicht wieder erhalten. Die Versicherung von AIDA meinte zwar sie müssten irgendwann Ende Mai zusammen mit der AIDA im Hafen von Rostock eintreffen. Aber dann weiß ich noch immer nicht in welchem Zustand sich mein empfindlicher Tauchcomputer befindet.
Was habe ich hier überhaupt für Rechte? Kann ich eine Inspektion machen lassen und AIDA die Kosten hierfür in Rechnung stellen? Der Computer war (und ist derzeit noch) unrechtmäßig mind. 2 Monate in deren Besitz.
Ich hoffe, dass mir hier jemand einen Tipp geben kann. Vielen Dank vorab!!! -
Der wird aber auch mehr Infos brauchen.
Wie soll man sich denn z.B. das vorstellen: "Zu allem Überfluss wurde auch noch mein Tauchcomputer, ... einbehalten".
Was heißt in diesem Zusammenhang wurde einbehalten?
Und so gibt es noch viele weitere Punkte zu klären, die ganz sicher den Rahmen hier sprengen. -
Überflüssiges Zitat gem. Forenregeln entfernt! Ein @ und/oder Username reicht vollkommen aus, wenn man auf einen Beitrag dieser Seite antwortet.
Zur Info:
Wir wurden sehr überstürzt ausgeschifft. Mein Freund konnte gerade eben noch alle unsere Sachen zusammenpacken. Unsere Tauchsachen (die sich aufgrund des Tauchgangs noch nicht an Bord befanden) wurden uns ins Krankenhaus auf Grenada nachgeliefert, allerdings ohne Computer, Brevets und Tauchtauglichkeitsbescheinigung. Diese wurden einbehalten obwohl es sich nach Angabe der Ärztin nicht um einen Tauchunfall gehandelt hat (es war übrigens ein sehr leichter Tauchgang, alle Regeln und Sicherheitsstopps wurden eingehalten).
Übrigens gab uns auch niemand eine Erklärung dazu ab, warum unsere Sachen einbehalten wurden. -
Zitat entfernt!
Wir waren im KK auf Grenada, wir hatten keine Möglichkeit mehr das Schiff zu kontaktieren. Als wir den Verlust bemerkten (im KK) war die AIDA bereits nicht mehr im Hafen. In Deutschland angekommen, haben wir mehrmals versucht AIDA den Vorfall zu schildern (schriftlich, da man telefonisch keinen Verantwortlichen ans Tel. bekam). Schließlich bekamen wir die Info, dass der Vorgang an die Versicherung von AIDA übergeben wurde. Erst war dort die Aussage, meine Sachen wären verschwunden, jetzt sind sie wohl wieder aufgetaucht und sollen Ende Mai mit AIDA in Rostock ankommen (lt. Aussage des Versicheres).
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Könnte es sein, dass Tauchcomputer / Tauchschein oder - brevet seitens AIDA erst einmal einbehalten wurden, um die Frage der Verantwortlichkeit für einen ev. Tauchunfall zu überprüfen, klarzustellen ? .... Z. B. in Hinblick auf die Fragen:
Sind diese Urlauber wirklich ausgebildete Taucher ? Funktionierte der Tauchcomputer korrekt ?
Denn alle restlichen Sachen, die ihr wegen Noch-Nicht-Verfügbarkeit nach dem Tauchgang bei der Ausschiffung nicht mitnehmen konntet, wurden euch nachgeliefert - nicht aber diese Dinge. -
Wäre es nicht preiswerter gewesen, statt auf eigene Faust nach Hause dem Schiff hinterher zu fahren/fliegen? Schließlich hat man die komplette Reise samt Rückflug bezahlt und die Bescheinigung des Krankenhauses ist sicherlich höherwertiger als die Diagnose einer (unerfahrenen?) Schiffsärztin.
Ich würde hier auf jeden Fall einen auf Reiserecht spezialisierten Anwalt konsultieren und auf Ersatz der Kosten und Herausgabe der fehlenden Gegenstände bzw. Schäden daran klagen. -
@Lugansk
Die TO hat Fragen gestellt und wenn ich es richtig gelesen habe, hat bisher hier noch kein User einen rechtlichen Ratschlag erteilt.Aber man kann dennoch auf die eine oder andere Frage / Feststellung der TO eingehen
, z. B.Paula2412:Übrigens gab uns auch niemand eine Erklärung dazu ab, warum unsere Sachen einbehalten wurden.
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Paula2412 wrote:
Die Fehldiagnose wurde am gleichen Tag in Grenada bestätigt und wir mussten auf eigene Faust und Kosten die Heimreise antreten.Was wurde denn jetzt im KH bestätigt, die Embolie, oder dass es eine Fehldiagnose war?!
Ich gehe mal von der Fehldiagnose aus, aber wieso musstet Ihr dann die Heimreise antreten?! OK, Schiff schon ausgelaufen, aber dann wäre Cliffi`s Vorschlag doch die beste Alternative gewesen?!
Und falls doch die Embolie bestätigt wurde, wer sagte Euch dann, dass es doch eine Fehldiagnose war?! Und auch in dem Falle verstehe ich nicht, warum die Heimreise angetreten werden musste...
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@doc
Die TO schreibt: *"Die Fehldiagnose" wurde bestätigt."*was ich verstehe als "es wurde bestätig, dass die 2. Ärztin eine falsche Diagnose gestellt hat" - also keine Embolie.
Dafür spricht auch, dass der Patient bei einer Embolie sozusagen ans Bett gefesselt wird, nicht mehr rumlaufen darf, blutverdünnende Mittel erhält, usw.
Auf keinen Fall entlässt man ihn unverzüglich in den Flieger.
Und das verstehe ich - wie Cliffideo, wie du - auch nicht so ganz: Warum sind TO und Freund nicht der AIDA nachgereist ?
Frage: Wie lange war die TO im Krankenhaus ? Lohnte sich das Nachreisen nicht mehr ?
Ein paar mehr Informationen wären nicht schlecht.
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Zu Eurer Information:
Die Ausschiffung erfolgte Mittwochs, am darauffolgenden Samstag wäre unsere reguläre Heimreise gewesen (Dom. Rep.). Die Aida war Donnerstags in Dominica. Von Grenada bis Dominica gab es an diesem Tag keinen Flug. Freitag war ein Seetag und es wäre teurer gewesen von Grenada in die Dom. Rep. zu fliegen als "direkt" den Heimflug über Barbados und St. Lucia anzutreten.
Eine Embolie wurde direkt im KK Grenada ausgeschlossen. Da war das Schiff allerdings schon weg. -
Kourion wrote:
Könnte es sein, dass Tauchcomputer / Tauchschein oder - brevet seitens AIDA erst einmal einbehalten wurden, um die Frage der Verantwortlichkeit für einen ev. Tauchunfall zu überprüfen, klarzustellen ? .... Z. B. in Hinblick auf die Fragen:
Sind diese Urlauber wirklich ausgebildete Taucher ? Funktionierte der Tauchcomputer korrekt ?
Denn alle restlichen Sachen, die ihr wegen Noch-Nicht-Verfügbarkeit nach dem Tauchgang bei der Ausschiffung nicht mitnehmen konntet, wurden euch nachgeliefert - nicht aber diese Dinge.Wir nehmen ebenfalls an, dass unsere Sachen aus diesen Gründen einbehalten wurden. Verstehen können wir es aber nicht.
- wurden wir nicht informiert
2 werden die Brevets und das Logbuch jeden Tauchers geprüft und angeschaut bevor er mit AIDA tauchen darf. - Konnte man anhand des Tauchprofils im Tauchcomputer sofort sehen, dass wír einen sehr harmlosen Tauchgang gemacht haben (nur bis 20 m, Sicherheitsstopps wurden alle eingehalten, Aufstieg erfolgte super langsam etc.)
- Haben wir die Ärztin darauf aufmerksam gemacht, dass es sich um eine Umkehrblockierung handeln könnte. Diese war aber überzeugt, dass es sich um eine Embolie handelt, die ich mir schon beim Hinflug zugezogen hätte.
Alles in allem hätte keine Veranlassung bestanden, diese Dinge einzubehalten.
Vor allem hätte man uns wenigstens den Grund nennen können. Aber zunächst hieß es ja, unsere Sachen wären unauffindbar. Jetzt mache ich mir natürlich schon gedanken, wie diese 2 Monate auf dem Schiff behandelt worden sind.
- wurden wir nicht informiert
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Danke für die Zusatzinformationen.
Damit erklärt sich auch die angetretene Rückreise.
Und nochmals zu den Kosten für die Rückreise:
Du erwähnst in deinem Posting die AIDA, deine Krankenversicherung und deine Tauchversicherung:
Hattet ihr keine Reiserücktritts - und damit, weil so gut wie immer inkludiert - keine Reiseabbruchversicherung ?
Zu "Aber zunächst hieß es ja, unsere Sachen wären unauffindbar."
Weißt du was ? Das könnte ich mir sogar vorstellen.
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nein, wir hatten nur eine Reiserücktrittsversicherung. Das war ja das Problem.
Meine Tauchversicherung hätte aber gezahlt. Auf der Diagnose war aber angegeben, dass es sich um eine Embolie handelt (v. Hinflug). Daher zahlt die natürlich nicht, wofür auch.
Meine private Krankenversicherung hat die ca. 4.000,00$ f. Krankenhaus (1 Nacht) und Aida übernommen. Aber eben nicht die Rückreise, da diese medizinisch nicht notwendig war. Ich war ja praktisch gesund. Wäre ich in einem Hotel gewesen, hätte ich sofort dorthin wieder zurück gekonnt. Aber leider waren wir mit AIDA unterwegs. Das muss ich heute wirklich so sagen.
Mach mir auch keine Hoffnungen mehr wegen der Rückreisekosten. Erstens habe ich ja auf dem Schiff unterschrieben, dass ich mit der Ausschiffung einverstanden bin (wer macht das nicht, wenn er gesagt bekommt, es handele sich um eine Embolie) und zweitens wollte die Ärztin einfach auf Nummer sicher gehen (so der Versicherer) und das wäre ja auch in meinem Interesse gewesen. Letztendlich beruhte Ihre Entscheidung sicherlich darauf, dass sie keine Ahnung hatte von Tauchmedizin, gerade seit 2 Wochen Schiffsärztin war und kein Risikofall an Bord haben wollte. Sie telefonierte vor der Ausschiffung mit einem Kollegen aus D und der meinte es könne sich um eine Embolie handeln und schwupps war ich runter vom Schiff.
Mich ärgert es jetzt einfach, dass mein Tauchcomputer weg ist. Das Ding war teuer und ich habe es vor der Reise komplett warten lassen.
Die AIDA hatte überhaupt kein Recht diesen einzubehalten, finde ich.
