Herangehensweise an erste Kanada Rundreise
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Hallo zusammen,
wie der Titel schon ausdrück geht es mir darum wie man idealerweise an eine Kanadarundreise herangeht wenn man im Bereich Rundreisen bisher noch keinerlei Erfahrung hat, aber von Anfang an:
Wir, also meine Frau und ich, würden in 2012 gerne eine Rundreise in Kanada, genauer gesagt im Westen Kanadas, machen. Reisezeit soll so Mai-Juni sein und als Zeitraum haben wir uns einen Zeitraum von 2 bis 3 Wochen vorgestellt. Wir würden gerne die Nationalparks sehen und eher in Lodges untergebracht sein. Ein WoMo fällt wohl leider eher aus da wir beide relativ groß sind (ich 195 cm, meine Frau 180 cm) Da wird das entspannte Schlafen im WoMo eher schwierig denke ich.
Ich bin jetzt nach ein bisschen Suchen im Internet natürlich bei ein paar großen Reiseunternehmen (Meiers z.B.) gelandet und dort sind ja auch immer Selbstfahrerreisen im Angebot, für meinen Geschmack aber eher viel fahren und weniger schauen/erleben. Irgendwann bin ich dann mal bei SK Touristik auf der Seite gelandet und habe dort die Reisen für Selbstfahrer durchgesehen und muss sagen dort gibt es die Eine oder Andere Reise die mir recht Sinnvoll gestalltet ist (also z.B. gibt es Reisen mit 2 Übernachtungen pro Location). Allerdings findet man über diesen Veranstalter eher weniger im Internet und ich weiß nicht so recht wie die allgemeine Qualität dort zu bewerten ist.
Ich scheue mich halt irgendwie davor bei der ersten Rundreise, vor allem in dem zeitlichen Umfang, alles direkt selbst zu planen und von hier aus zu buchen. Ist meine Vorsicht da eher unbegründet und sowas eigentlich problemlos machbar oder wie sind so die Meinungen dazu?
Ich bin um jeden Kommentar dankbar.
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Hallo Matthias,
der Veranstalter SK... ist an sich nicht schlecht.
Dort haben wir eine Womo Reise gebucht.
Das negative war allerdings die vorgeschlagene Route.
Es gibt spezielle USA und Kanada Foren wo reichlich Routenvorschläge vorhanden sind.
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Hallo Matthias und Willkommen hier!
Bisher machst Du alles richtig. Du fängst frühzeitig an, holst erste Infos ein, guckst Dir Veranstalter Routen an und ich nehme einmal an, Du hast Dir auch einen Reiseführer besorgt. Alles gute Voraussetzungen für eine schöne Reise.
So sind wir auch beim ersten Mal vorgegangen. Dann haben wir uns Flüge und Mietwagen gebucht und für zwei Nächte nach der Landung ein Hotel in Vancouver.
Ausgestattet mit einem Reiseführer und ein paar Tipps von Kanadareisenden (damals noch nicht aus dem www sondern aus dem Bekanntenkreis) sind wir dann von Vancouver aus los gefahren und immer dort geblieben, wo es uns gefällt. Diese Art des Reisens haben wir nun für uns für die richtige Art erkannt und reisen so in jedem Land.
Für Kanada im Mai/Juni würde ich das auch Anfängern unbedingt empfehlen. Gegenüber einer komplett vorgebuchten Tour hat es den Vorteil, dass Ihr bei schlechtem Wetter oder anderen Umständen, die Euch nicht gefallen weiter fahren könnt und Eure Route findet. Von den Unterkünften her ist es zu der Jahreszeit kein Problem. Ihr werdet immer problemlos etwas finden und könnt teilweise sogar verhandeln.
Gruß,
karlkraus
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Hallo Matthias,
ein WoMo würde ich nicht so schnell abschreiben. Ich bin auch 193 cm und habe bereits mehrere WoMo-Reisen hinter und auch vor mir, ich war auch drei Wochen mit dem WoMo in Kanada unterwegs.
Schau Dir erstmal die Größe an, insbesondere in Nordamerika sind die Teile riesig und die Betten nicht kleiner als im Hotel. Bei einigen Reiseveranstaltern, z. B. Dertour kannst Du Dir die WoMo genau anschauen.
Für BC ist das Wohnmobil die beste Wahl, da kannst vor Ort entscheiden, wie lange Du bleiben willst.
Kurz unsere Reise:
Wir sind von Frankfurt nach Vancover geflogen, haben dort unser Wohnmobil übernommen, sind über Vancover Island zu den Rockys und dann zurück nach Vancover, alles in drei Wochen. War sehr entspannt.
Was die Planung angeht, halte ich derartige Reisen für ziemlich einfach. Du buchst die Flüge, das Wohnmobil und das Hotel am Ankunftsort. Ist von Deutschland aus ziemlich einfach.
Mehr ist da nicht zu tun. Klappte bei uns in Kanada genauso leicht wie in Australien oder Neuseeland.
Dann noch eine Route festlegen und los geht es und Ihr habt des besten Urlaub bisher. Garantiert.
VG
rOy
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Hallo Matthias,
kann den anderen nur beipflichten. Wir sind im letzten Jahr, übrigens auch als Ersttäger, nach West-Kanada geflogen und mit dem Mietauto knapp 3 Wochen von Vancouver nach Calgary gereist. Allerdings alles in vorgebuchten Hotels/Lodges über Transkanada Touristik.
Unsere Reisezeit lag auch Ende Mai bis Anfang Juni und da dies noch als Nebensaison gilt, muß man bestenfalls den/die Ankunftstage in Vancouver oder Calgary vorbuchen.
Würden beim nächstenmal mit dem Wohnmobil reisen, da uns die teilweise sehr stadtnahen Übernachtungen nicht so gut gefallen haben. Im WoMo ist man flexibler und näher an der Natur. Im übrigen braucht man morgens weniger Zeit mit "frühstücken gehen".
Laß dich diesbezüglich noch etwas hier im Forum beraten.
Kann dir aber grundsätzlich Transkanada empfehlen, da du dir deine Tour selbst im Netz stricken kannst (wird dir dann auch preislich angezeigt).
Viel Spaß noch beim Planen

Gruß
Uli
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Hi Mathias,
meine persönlich gefärbte Meinung: In Kanada macht man mit nem Womo Urlaub!
Das machen die Kanadier so, und das sollten aus Genußgründen auch Europäer so tun...............
......wobei das absolut im Auge des Betrachters liegt. Natürlich kann man auch ein Auto mieten und Hotels oder Motels nehmen, und das ist Eurer Reisezeit auch problemlos möglich.
Nu isses bei Dir ja - beruhigenderweise - grad mal nicht so, daß ein "Herr Nowitzki" nach einem Wohnmobil guckt - so ein ganz kleines bißchen seid Ihr ja noch im Rahmen dessen, was hie und da mal "vorkommen"
kann.Meine Meinung:
Hotels und Motels haben wenig ansprechende Lagen im (N)irgendwo an irgendwelchen Highways und müffeln.
Und haben geblümte, versiffte Teppichböden.
Das schreibt schon Bill Bryson in allen seinen Büchern.
So, das war jetzt mein Plädoyer gegen Motels.
Warte ein paar Stunden ab, dann kommt karlkraus und wird Dir Unterkünfte empfehlen, die NICHT müffeln und ganz bestimmt auch echt schicke Teppichböden haben.
Ich kann daher nur gegenüberstellen:
Miefige Motel-Buden an Ausfallstraßen gegen frische Luft auf Campgrounds, da Wohnmobile zu öffnende Fensterchen mit Fliegengitter davor haben.
Natur am selbstgezündelten Lagerfeuer gegen Plastikstühle vor Motelzimmern an Ausfallstraßen oder gesprächssüchtige B & B-Betreiberinnen (Where???? are you FROM????").
Karlkraus wird sicher noch die Vorzüge von Motels & B & B herausstellen - dazu gehören auf jeden Fall immer: Flush toilets im Gegensatz zu dem einen oder anderen Plumpsklo auf öffentlichen Campgrounds.
Ich würde an Deiner Stelle jenseits der Bettgröße weitere für- und-wider-Aspekte zum Thema einfordern
und danach in die persönliche Wertung einbeziehen . -
Hmm da hab ich ja fast schon einen Glaubenskrieg ausgelöst.
Ist der Zustand der Hotels/Motels wirklich häufig so wie du beschrieben hast? Wenn ich mir z.B. die Emerald Lake Lodge anschaue kann ich mir das fast nicht vorstellen.
Bzgl. WoMo ist das halt so eine Sache mit der "Ehe-Regierung" die ist da einfach nicht so sonderlich begeistert, ich denke ich würde das schon mal zwei bis drei Wochen aushalten können.
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Nein, nein - kein Glaubenskrieg

........ zu erkennen daran, daß mein Beitrag sicherlich nicht unbedingt bierernst formuliert war.
Und:
Nein, nein - wenn der Urlaub konsequent in solch doch recht hochpreisigen Unterkünften wie der Emerald Lake Lodge verbracht wird, braucht man keinerlei Befürchtungen zu haben.
Gruss
Harry -
Hallo Matthias und hallo Harry,
ich greife jetzt karlkraus mal vor und breche eine Lanze für die Hotels, die auch bestimmt Deine, Matthias, bessere Hälfte gut nachvollziehen kann:Vorausschicken muss ich noch, dass wir den Albtraum aller Campingurlauber machen und auch noch vorbuchen!! Iiiihhhh...
Aber ich weiß halt gerne, wo ich abends nächtige (von wegen müffelnde Motels und so...)Wenn ich ein Hotel/B&B in einer mehr oder weniger großen Ortschaft habe, kann ich abends essen gehen und muss nicht ständig verbrutzelte Würstchen vom Grill essen. Ich lege mich in ein gemachtes Bett und setze mich morgens an den gedeckten Frühstückstisch. Ich muss mich nicht ums Saubermachen und Einkaufen kümmern. Ich kann fahren wohin ich will und schleppe nicht wie eine Schnecke mein Haus mit mir rum. Und: es gibt allen Ernstes auch Kanadier, die in Hotels Urlaub machen!! Haben schon einige freilaufende Exemplare angetroffen

Und es gibt wirklich tolle Hotels und B&Bs, die man sich leisten kann!!!
LG
florentine -
Hallo,
ich habe beide Varianten ausprobiert.
Mit dem Womo gefällt mir Kanada eindeutig besser.Ich habe die Feststellung gemacht je mehr man in die Wildnis (außerhalb der Städte) kommt nimmt die Qualität der Hotels ab.
Gerade in den Nationalparks, bzw. deren Nähe sind die besseren Hotels auch extrem teuer bis nahezu unbezahlbar (Lake Louise, Banff, Jasper).
So kostet z.B das Fairmont Lake Louise mit Lakeview dieses WE 571$ pro Nacht.Die Stellplätze auf den Campgrounds sind in diesen Orten selbstverständlich auch nicht gerade günstig.
Den Stellplatz in Banff fand ich auch überhaupt nicht gut. Aber es gibt viele kleine Campgrounds auf denen man ausweichen kann wenn sie schon geöffnet sind. Das war bei unserem Womo Urlaub leider nicht immer der Fall (Vorsaison).
Angebrannte Würstchen muß man auch nicht unbedingt essen. Es gibt sehr leckere Steaks in den Supermärkten zu kaufen.
Selbstverständlich kann man auch mit dem Womo zum nächsten Restaurant fahren.
Zudem macht es mir persönlich mehr Spass am Lagerfeuer auf dem Campground zu sitzen als im Hotelzimmer.
Eventuell lernt man auch noch ein paar nette Leute auf dem Campground kennen.Bei uns sind die Tiere abends bis zum Womo gekommen.
Kann man allerdings auch in Jasper an der Hauptstrasse erleben. Dort laufen die Elche durch den Ort und liegen auf der Wiese vorm Visitorcenter.
Ein großer Vorteil ist allerdings das man in den Hotels oder Motels oft einen kostenlosen I-Netzugang hat und man auch sehr günstig telefonieren kann (Skype).
Das ist auf dem Campgrounds nicht unbedingt Standard.
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Hallo,
Glaubenskrieg gibt es sicher nicht.
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lieben Harry und ich das Land viel zu sehr um uns zu streiten,
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habe ich gar nichts gegen Womo Urlaub, habe das lange mit dem eigenen selbst praktiziert aber bin nun verheiratet und muss Rücksicht nehmen und
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haben beide Varianten Vor- und Nachteile.
Wenn man (wie wir) in der NS unterwegs ist, gibt es an Motels und Hotels reichlich Auswahl und man kann sich das Zimmer ja erst ansehen. Außerdem gibt es auch nette B&Bs, die man ansteuern können.
Preislich liegt man mit der Mietwagen/Motel Variante unter der Womo Variante, bei Mietwagen/Hotel/Lodge kann sich das schnell drehen.
Gruß,
karlkraus
P.S. Was mir bei Motels am meisten fehlt, ist das Grillen. Daher nutzen wir gerne B&B, oder Cabins, wo das möglich ist.
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MatthiasM:
Ist der Zustand der Hotels/Motels wirklich häufig so wie du beschrieben hast? Wenn ich mir z.B. die Emerald Lake Lodge anschaue kann ich mir das fast nicht vorstellen.
[/quote]
Hallo,
jetzt misch ich mich doch hier auch mal kurz ein
:Man muss da sehr sorgfältig unterscheiden zwischen billigen Motels oder Ketten-Hotels - die sind wirklich oft so wie beschrieben in gar grausligem Zustand - und der hochpreisigeren Variante.
Ich bin in der Regel in letzterer Kategorie umterwegs, wobei ich da auch die Variante von Florentine mit der Vorausbuchung bevorzuge, da ich so die Tage besser ausschöpfen kann und nicht am Nachmittag zeitig mit der Suche nach einer Unterkunft beginnen muss. Zudem hat das den Vorteil, dass man bei Vorausbuchung auch in den vermeintlich exklusiven Unterkünften so manches Schnäppchen machen kann, wenn man sich mal auf den einschlägigen Buchungsportalen und Hotelhomepages umsieht. Ich hab jedenfalls im Fairmont Lake Louise nur einen Bruchteil der genannten 571 Dollar bezahlt.
Gerade die Fairmont-Hotels bieten auf Ihrer Homepage oft wirklich günstige Preise. Wenn Du im nächsten Jahr so zeitig in der Vorsaison reist, sollte da auch etwas zu finden sein. Übrigens unterscheiden sich die Preise am Wochenende manchmal erheblich von denen unter der Woche. Da kann sich auch mal lohnen, die Route vielleicht dahingehend etwas zu modifizieren. (Den WoMo-Liebhabern werden sich allerdings bei dieser Vorstellung wohl die Fußnägel aufrollen...
) Auch die großen Reiseveranstalter bieten übrigens oft erstaunlich günstige Preise an.So - und nun noch zu der von Dir genannten Lokalität: Die Emerald Lake Lodge hab ich zwar nur von außen besichtigt, machte mir aber einen wunderschönen und gepflegten Eindruck. Mal ganz abgesehen von der Lage - ein Traum!! Ich denke, da machst Du sicher nichts falsch.
Damit erst mal Schluss für heut - ich muss jetzt erst mal noch für mich selbst die letzten Hotels buchen....

Stephan
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Hallo Stephan,
ich kann dir nur teilweise recht geben.
Das Beispiel Fairmont Lake Louise habe ich gestern gesehen. Leider ließ sich der lange Link nicht einfügen.
Die Num-Ti-Jah Lodge liegt ja auch sehr schön am Bow Lake.
Kostet z.B vom 25.8-26.8. 307 $
Die besseren Hotels kosten schon einiges.
Wir haben 1998 für ein Zimmer in Lake Louise über 400 DM bezahlt.
Die Hotels über einen deutschen Reiseveranstalter zu buchen ist auch nicht unbedingt das Wahre weil die Veranstalter nur ein paar Zimmer zu vergeben haben.
Über die Homepage des Hotels oder über andere Buchungsmaschinen können dann durchaus noch Zimmer frei sein.
Hier mal ein paar Womo Beispiele.
http://www.arcor.de/palb/album_popup_big.jsp?albumID=3372772&pos=2&interval=0&width=1167&height=729Campground Kosten ca. 20$
http://www.arcor.de/palb/album_popup_big.jsp?albumID=3372772&pos=11&interval=0&width=1167&height=729
Campground 10$ und wir hatten den ganzen See in der Nacht für uns alleine.
Das soll jetzt aber nicht heißen das ich ein Womofetischist bin.
Von meinen 10 Reisen in Nordamerika waren wir erst einmal mit dem Womo unterwegs.
Und das war für mich der schönste Urlaub in diesem Land.
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Hallo Jürgen,
das ist ein wenig einfach gerechnet. Ein Womo kostet ein Vielfaches der PKW-Miete, Fähren etc. werden teurer, das muss alles mit in die Kalkulation.
Richtig ist aber sicher, dass man im Womo näher an der Natur sein kann und das kann ein nicht zu bezahlender Vorteil sein.
Gruß,
karlkraus