Live Reisebericht USA Nordost
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Aber gelten die 430 € auch für Minderjährige? Oder dürfen Minderjährige gar nichts einführen?
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Habe das was gefunden:http://www.zoll.de/DE/Privatpersonen/Reisen/Rueckkehr-aus-einem-Nicht-EU-Staat/Zoll-und-Steuern/Reisefreimengen/reisefreimengen_node.html
Das steht unter Punkt 5:
"andere Waren
bis zu einem Warenwert von insgesamt 300Euro
bei Flug- bzw. Seereisenden bis zu einem Warenwert von insgesamt 430 Euro
bei Reisenden unter 15 Jahren bis zu einem Warenwert von insgesamt 175 Euro**"**
Wie alt ist denn der Kleine? -
Danke für Euere Tipps und Hinweise zu den Einreisebestimmungen!Wir haben es geschafft - das Wohnmobil ist unbeschädigt zurück bei der Vermietstation auf Long Island.
Heute früh haben wir noch alles ausgekehrt, die Abwassertanks geleert und die letzten Reste der Lebensmittel vertilgt. Der Campingplatz am Lido Beach an der Südküste von Long Island war schrecklich - tausende Stechmücken versuchten uns auszusaugen, so dass wir nur noch im Notfall das Wohnmobil verließen. Innen waren wir sicher - leider aber ohne Strom. Wegen des Labour-Day-Wochenendes waren die beiden Campingplätze ausgebucht.
Leider konnte ich auch an den letzten beiden Tagen nicht schreiben, da wir keinen Internet-Anschluss hatten.
Nun sind wir froh, unser Hotel erreicht zu haben. Leider können wir erst um 15 Uhr ins Zimmer.
Mal sehen, was wir heute noch machen. Wahrscheinlich werden wir in Richtung Central Park aufbrechen.
Hier aber jetzt mein Bericht der letzten 3 Tage:**Mittwoch, 31.08.2011 (nach Plymouth nach Newport – 124 Meilen)
Nach einem gemütlichen Frühstück vor dem Wohnmobil erkundeten wir den schönen Campingplatz am Pinewood Lake, auf dem man es gut noch einen Tag hätte aushalten können, und fuhren um 11 Uhr auf der SR 3 zur Plimouth Plantation. Nach einem kurzen Stop in Plymouth, wo man einen Nachbau der Mayflower besichtigen kann, mit der die ersten Siedler aus England kamen, erreichten wir um 12.30 Uhr etwas genervt das Museumsdorf, nachdem wir dreimal vorbei gefahren waren. Auf dem Gelände werden die Besucher in die Zeit von 1627 zurückversetzt - nachdem man 25 $ pro Erwachsenen und 15 $ pro Kind bezahlt hat. Wir sahen zunächst im Kino des Visitor Centers einen Film über das Dorf, anschließend gingen wir zuerst in das Lager der Wampanoag Indianer. Hier und im bena chbarten Dorf der englischen Siedler erklären Darsteller in Originalkostümen die Geschichte und das Leben der Einwanderer aus England und der „native people“, wie die Ureinwohner hier genannt werden. Tobias durfte einer Frau beim Wasser holen helfen, die uns dann auch ihr Haus zeigte. Sie sprach in einem altenglischen Dialekt, war nur schwer zu verstehen und bereitete gerade Fischsuppe zu. Wir schauten uns noch weitere Siedlerhäuser an, u.a. das Haus des Priesters, der erzählte, dass er mit Frau und Kindern mit dem Schiff vor 7 Jahren, also 1620, mit dem Schiff hier angekommen sei. Hühner liefen durch das Dorf und auf einer Wiese standen drei Rinder mit riesigen Hörnern. Außer uns waren noch viele andere deutsche Touristen in der historisch originalgetreu nachgebauten Siedlung unterwegs. Vom Obergeschoß einer Versammlungshalle, in der einige Kanonen zum Schutz standen, hatten wir einen schönen Blick auf das Dorf und das Meer. Nach einem kurzen Besuch bei den Handwerkern fuhren wir nach zweieinhalb Stunden mit vielen neuen Eindrücken weiter Richtung Süden. Über New Bedford kamen wir gegen 17 Uhr in der Küstenstadt Newport an, wo wir allerdings mit unserem Wohnmobil keine Parkmöglichkeit fanden und uns deshalb mit dem Blick aus dem Fenster begnügen mussten. Zumindest konnten wir aber an der Steilküste parken, auf dem bekannten, 6 km langem Cliff Walk entlanglaufen und auch einige der schönen und imposanten Mansions, der alten Ferienhäusern der reichen amerikanischen Familien von der Meerseite aus anschauen. Mit dem Wohnmobil fuhren wir dann noch vor Sonnenuntergang gemütlich am Ocean Drive entlang, sahen weitere Luxusvillen und Fischerboote im Abendlicht. Michael fotografierte ein Paar vor der untergehenden Sonne, das sich angabegemäß gerade erst wenige Minuten vorher verlobt hatte. So romantisch! Nun war es höchste Zeit zu tanken und einen Übernachtungsplatz zu suchen. Wir parkten wieder einmal vor dem Kaufhaus Walmart und aßen gutes Steak im Restaurant Ninety Nine (99). Besonders gut schmeckte das kühle Octoberfestbeer der Brauerei Samuel Adams.
Die folgende Nacht schliefen wir nicht besonders gut, neben dem Walmart-Parkplatz eine Durchgangsstraße lag, auf der viele LKWs vorbeidonnerten. Ein Campingplatz war aber nicht auffindbar gewesen.Donnerstag, 01.09.2011 (von Newport nach New York/Long Island –222 Meilen)
Heute war ein ziemlich anstrengender und nerviger Tag, deshalb gibt es nicht besonderes zu berichten. Nachdem wir im Walmart noch etwas Grillfleisch für den Abend eingekauft und im Wohnmobil gefrühstückt hatten, verließen gegen 10 Uhr den Parkplatz und fuhren über eine große Brücke zur Interstate 95, auf der wir in süd-östlicher Richtung flott vorankamen. Nach ca. 100 Meilen kamen wir um 12 Uhr an New Haven vorbei, dann wurde der Verkehr immer dichter, je näher wir nach New York kamen. Da wir in der Nähe der Cruise-America-Station einen Campingplatz suchen wollten, mussten wir über eine große, mautpflichtige Brücke nach Lon Island fahren. Vor der Mautstation standen wir in einem langen Strau, auch danach ging es wegen Baustellen nur zäh vorwärts. Nach fast zweistündiger Suche erreichten wir endlich den Campground. Leider war er vollkommen, was unsere Stimmung nach der langen, anstrengenden Fahrt in den Keller sinken ließ. Bis zum zweiten Campingplatz auf Long Island, dem Nickerson Beach Campground am Lido Beach, mussten wir nochmals fast eine Stunde herumkurven, nur um dort zu erfahren, dass auch dieser Platz `fully booked´ sei. Gnädigerweise durften wir auf einer Wiese für 25 Dollar, ohne Wasser, Internet- und Stromanschluss, über Nacht stehenbleiben. Während Sabine unsere Koffer packte, liefen Tobias und Julia zum breiten Sandstrand. Ich grillte mit unserer letzten Kohle auf dem Zeltplatz das Abendessen. Wegen der vielen Stechmücken aßen wir aber dann doch lieber im RV, tranken noch eine Dose Budweiser und gingen bald ins Bett.
Es war unsere letzte Nacht im Wohnmobil.
Santi -
Danke für den Bericht Santi, ihr habt ja wirklich bisher viel erlebt. Dann wünsche ich euch noch viel Spaß in Manhatten und genießt "die Stadt die niemals schläft"

Es gibt in N.Y. wirklich so viel zu entdecken, einfach immer wieder schön!
LG
Bine -
Liebe HolidayChecker und -Checkerinnen,
inzwischen sind wir in Manhattan angekommen und haben gestern einen ersten kleinen Erkundungsausflug in die Umgebung unternommen. Die erste Nacht in der `Zivilisation´ dauerte etwas länger. Wir ließen die Kinder heute (Samstag) bis halb 9 Uhr schlafen, gerade genießen alle die Annehmlichkeiten eines richtigen Bades mit unbegrenzten Wasservorräten!
Hier der Bericht über den 15.Tag unserer Reise:Freitag, 02.09.2011 (in New York – letzte Fahrt zu Cruise America: 15 Meilen)
Ein letztes Mal frühstückten wir im Wohnmobil und verbrauchten die Restbestände an Brot, Schinken und Marmelade. Dann fuhren wir zur Cruise-America-Vermietstation in Roslyn. Die Rückgabeformalitäten waren schnell erledigt. Eine andere Familie aus Deutschland, die auch gerade ihr RV abgab, erzählte uns, dass Sie wegen des Hurrikans 3 Tage in Vermont festgesessen waren.
Insgesamt haben wir in den letzten zwei Wochen fast 2.250 Meilen (ca. 3.500 km) im Nord-Osten der USA zurückgelegt. Es war schön und erlebnisreich, doch wäre in dieser Gegend der Vereinigten Staaten ein Mietwagen als Reisefahrzeug besser geeignet gewesen, da wir unterwegs auch problemlos immer ein Motel gefunden hätten.
Nach den guten Erfahrungen im Südwesten bei unserer Tour durch die Nationalparks rund um den Grand Canyon hatten wir aber wieder ein Wohnmobil gemietet, was hier besonders in den Großstädten sehr unvorteilhaft war.Wir fuhren in etwa 45 Minuten mit einem Taxi (120 $) von Long Island durch einen langen Tunnel nach Manhattan zu unserem Hotel Hampton Inn in der 39.Straße, nur drei Blocks vom Broadway entfernt. Das Wetter war schön, und so entschlossen wir uns noch zu einer ersten Erkundungstour aufzubrechen. Da wir sehr hungrig waren, bekamen die Kinder zunächst Cheeseburger in einem riesigen McDonalds in der 42th Street, wo auch die meisten Musical-Theater sind. Nach einem kurzen Abstecher zum Broadway fuhren wir mit der Metro Red Line in Richtung Downtown zum Meatpacking District. Nach Empfehlung eines freundlichen New Yorkers, der uns auch noch ein Lokal für den Abend empfahl, schauten wir uns das alte Einkaufszentrum Chelsea Market an und stiegen von dort hoch in den Highline Park.
Früher waren die Fabrik und Lagerhallen für die Güterzüge über Hochgleise erreichbar. Diese auf Stahlstelzen gebauten Zufahrtswege wurden schon lange nicht mehr gebraucht und verrosteten immer mehr. In den letzten Jahren wurde nun hier oben ein begrünter Spazierweg angelegt, über den ich schon in einer Reisezeitschrift gelesen hatte. Wir spazierten gemütlich von der 14. bis zur 30.Straße, schauten auf die belebten Straßen unter uns und die Hochhäuser der Stadt, die in der untergehenden Sonne leuchteten. Jetzt, in den späten Nachmittagsstunden, war hier relativ viel los, aber ohne die übliche Hektik.
Wir stiegen wieder hinunter zur 27. Straße und fanden schnell das empfohlene Restaurant Ovest zwischen der 10. und 11. Straße, offenbar ein alter Lagerschuppen mit schöner, rustikaler Atmosphäre. Es war nicht groß, aber die Holzofenpizza und die Meeresfrüchte schmeckten ausgezeichnet. Es war schon dunkel geworden, als wir gegen 21 Uhr satt und zufrieden zu Fuß zum Hotel zurückgingen.
Wir schauten noch etwas US-Fernsehen und schliefen bald ein.
Heute geht es nun nach Downtown. Wir wollen die Freiheitsstatue vom Schiff aus sehen, durch Chinatown schlendern und am Nachmittag auf das Empire State Building.
Auf gehts....
Grüße nach Deutschland, schönes Wochenende
Santi -
Heute melde ich mich nur kurz, denn es ist schon spät und ich bin müde:
Samstag, 03.09.2011
Die erste Nacht in derZivilisationdauerte etwas länger. Wir ließen die Kinder heute (Samstag) bis halb 9 Uhr schlafen, gerade genießen alle die Annehmlichkeiten eines richtigen Bades mit unbegrenzten Wasservorräten!
Wir gingen wir nach dem Frühstück zu Empire State Building, wo schon einiges los war. Wir schafften es nach 1 Stunde und obligatorischer Sicherheitskontrolle, das Aussichtsdeck in 320 Metern Höhe im 86.Stock zu erreichen. Unterwegs hatten wir noch den Film im SkyRide gesehen, eine Flugreise durch Manhattan, bei dem man im Kino kräftig durchgeschüttelt wurde. Mir war leicht übel und froh, als es vorbei war. Die Kinder fanden es super! Wir waren anschließend recht zügig durch die einzelnen Kontrollstationen gekommen, aber ich möchte nicht wissen, was hier bei Sonnenuntergang los ist.
Wir hatten trotz leicht diesigem Wetter einen phantastischen Ausblick auf New York und liefen etwa 45 Minuten herum. Nach diesem Pflichttermin jedes N.Y.-Reisenden schauten wir uns die Central Station und den Broadway am Time Square an, wo Menschenmassen unterwegs waren. Wir setzten uns auf die Tribüne unter den großen Leuchtreklamen und beobachteten das Treiben um uns herum. New York, wie man es sich vorstellt: Fotografierende Touristen, heulende Sirenen, gelbe Taxis und Gedränge überall. Die Kinder wollten nun unbedingt zu Madame Tusseauds, wo wir die Wachsfiguren vieler Prominenter sahen, u.a. Marilyn Monroe, die Obamas, Papst Johannes Paul II., diverse Sportler und Schauspieler. Julia bekam ein Foto mit Justin Biber und war glücklich. Ich bevorzugte eine foto mit Harryson Ford, Tobias wählte eine amerikanische Blondine, die ich nicht kannte.
Nach fast 2 Stunden, in denen wir auch einen 4-D-Film mit Pinguinen (Happy Feet) gesehen hatten, verließen wir die Attraktion wieder. Nun waren wir müde vom vielen Herumlaufen und außerdem hungrig. In einer Brauerei aßen wir Tunfisch-Burger und tranken Lager-Beer, die Kinder wählten Hamburger und Cola. Inzwischen war es schon 20 Uhr geworden und die Familie müde. So gingen wir zurück ins Hotel. Nachdem ich mit Frau Buri (ohne Kinder) noch in einer Bar ein letztes Corona getrunken hatte, wollte sie auch ins Bett. Ich zog nochmal alleine los und machte schöne Nachtaufnahmen am Broadway, Rockefeller Center und der St.Patricks Cathedral. Am Central Park sah ich beleuchtete Pferdekutschen, dann fuhr ich mit dem Taxi zurück ins Hotel, um noch den Email-Posteingang zu kontrollieren.
Jetzt ist es Mitternacht und ich muss auch ins Bett, denn morgen wollen wir um 11 Uhr mit der Circle Line um Manhattan und zur Freiheitsstatue fahren. Den Sonnenuntergang werden wir vom Rockefeller Center ´Top oft he Rocks` genießen. Das Wetter ist schön, ich schätze es hat 25 Grad.
Schönen Sonntag,
Santi -
Lind-24 wrote:
Hallo Santi,
danke für den erneuten tellen Bericht. Ich fühlte mich zurück versetzt in den Feb. 2007, als wir das letzte Mal in den Straßen von New York unterwegs waren.
Viel Spaß weiterhin bei der Erkundung von Manhatten.
LG
BineSehr schöner Reisebericht! Habe mich immer auf den nächsten Tag gefreut! Wir waren vom 8. Juli bis 29. Juli 2011 mit einem Van (4 Erwachsene) unterweg's. New York, Niagara Falls, Sarnia, Virginia Beach, Washinhton dann in Richtung Atlantic City (zwischendurch Stopp's wo es für uns interessant war. Amish, Schlachtfeld Usw.) . Ich hatte auch mal Lust, mit einem Wohnmobil zu reisen, doch es gibt super Inn's. Im vergangenen Jahr sind wir von San Franzisco bis Texas. Auch hier fuhren wir mit dem Van. Wer Fragen hat, kann gerne schreiben.
Also guten Rückflug und nochmals vielen Dank! Es war sehr interessant! MfG Christine -
Santi, vielen Dank für die tollen Berichte und gute Heimreise.

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Sonntag, 04.09.2011 (in New York – Circle Line, Museum of Nat.History, Top oft he Rocks)
Heute sind wir sicher einige Meilen gelaufen. Gerade ist es 23 Uhr und wir sind zurück von einem schönen Dinner bei einem italienischen Lokal in der 9.Avenue.
Wir haben dort unseren Hochzeitstag mit einem guten Essen gefeiert, bei Pasta, Pizza und Meeresfrüchten. Nun sind wir satt und zufrieden und die Familie liegt ächzend in den beiden Kingsize Betten. Der Tag war auch ziemlich anstrengend.Wie geplant haben wir uns um 9.30 Uhr ins Getümmel des Frühstücksbuffets gestürzt, angerichtet auf 100 qm für ca. 360 Hotelgäste. Offenbar gingen immer alle zur gleichen Zeit wie wir zum Frühstücken. Nachdem es in dem 30stöckigen Hotel Hampton Inn nur 2 Aufzüge gibt, dauert es schon fast 8 Minuten, bis man das Erdgeschoß erreicht. Dort gab es dann zwar alles, was man braucht, nur man muss Geduld haben! Der Kampf ums Waffeleisen ist täglich sehr ineressant, wir begnügten uns mit Toast und Rührei. Planmäßig brachen wir um 10.30 Uhr auf, um an der Westseite Manhattans an der 42.Straße die Ablegestelle der Circle-Line-Schiffe pünktlich um 11 Uhr zu erreichen. Wir fuhren an Manhattan entlang bis zum Financial District, machten unterwegs schöne Fotos von der Skyline der Stadt und erreichten schließlich die der Freiheitsstatue. Da alle etwa 300 Touristen an Bord gleichzeitig auf die Steuerbordseite liefen, um zu fotografieren, neigte sich sogar das große Schiff leicht zur Seite. Es war aber sehr schön, das berühmte Wahrzeichen Amerikas aus der Nähe zu sehen, besonders bei blauem Himmel und Sonnenschein. Nach 75 Minuten war unsere Liberty-Cruise zu Ende. Wir schnappten uns eines der gelben Taxis und ließen uns zur, gemäß Reiseführer größten Kirche der Welt, der Cathedral of John the Divine in der 112.Straße am nord-westlichen Ende des Central-Parks fahren (11 $), o wir um 13 Uhr ankamen. Diese Kirche ist so lang wie zwei Fußballfelder und hätte innen sogar Platz für die Freiheitsstatue. Die Fenster waren sehr schön, der Baustil gotisch. Trotz der Größe habe ich aber schon schönere Kirchen gesehen. Nach der Besichtigung gingen wir bei schwülen 30 Grad zum Central Park und fuhren 4 Stationen bis zum Naturhistorischen Museum. Nachdem der Eintritt von ca. 70 Dollar in unserem New York City Pass eingeschlossen war, schauten wir uns dort zwei Stunden das Wichtigste an. Die Kinder wollten besonders die Ausstellungsstücke sehen, die im Film „Nachts im Museum“ eine Rolle spielten. Wir sahen die Dinosaurier-Skelette, Ausstellungsstücke aus allen Erdteilen und viele schöne Schaukästen in einem der größten Naturkundemuseen der Welt. Am Nachmittag gingen wir durch den, am Sonntag sehr gut besuchten, Central Park. Auf dem See waren viele Ruderboote unterwegs, auf den Wiesen spielten die Menschen mit Frisbees oder lagen schlafend im Schatten. Auch einige erschöpfte Touristen waren sicher darunter. Über eine Brücke kamen wir zur bekannten Bethesda Fountain, einem mit einer Engelsfigur geschmückten Brunnen, der das architektonische Herz des Parks bildet und schon in vielen Filmen zu sehen war. Hier waren wegen des Wochenendes viele Familien unterwegs. Über den von alten Ulmen gesäumten Weg ` The Mall´ gingen wir weiter zur süd-östlichen Ecke des Parks. Hier war sogar ein kleines Volksfest mit Fahrgeschäften aufgebaut. An der Grand-Army-Plaza standen viele Kutschen und warteten auf romantisch veranlagte und solvente Touristen, um sie durch den Park zu fahren. Auf dem Weg zum Rockefeller Center kamen wir am Geschäft des berühmten Modelabels Abercrombie & Fitch an der Kreuzung 5th Ave./56.Street vorbei, wo wir uns in die lange Schlange der Wartenden einreihten. Nach einem etwa 45-minütigen Besuch in dem relativ spärlich beleuchteten Geschäft, bei dem meine Kreditkarte wieder in Anspruch genommen wurde, erreichten wir in der Abenddämmerung die St.Patricks Cathedral und gegenüber das Rockefeller Center. Wir fuhren um etwa 18 Uhr hinauf auf die Besucherterrasse im 70.Stock des 259 m hohen GE-Buildings, der sog. Top of the Rock, von der aus man einen fantastischen Blick auf den Central Park im Norden und das Empire State Building und Downtown im Süden hat. Ich fand die Aussicht hier am schönsten, außerdem war die Wartezeit deutlich kürzer als tags zuvor am Empire State Building. Leider war das Wetter inzwischen nicht mehr so gut, die Sonne war schon hinter dichten Wolken verschwunden. Nach ein paar Familienfotos vor der Skyline, hier ohne störenden Metallzaun, fuhren wir wieder hinunter zur Plaza, wo sich die goldene Prometheus-Statue, eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, befindet. Im Winter steht hier ein riesiger Christbaum und davor kann man auf einer Eisfläche auf Schlittschuhen ein paar Runden drehen. Zurzeit sitzen hier zahlungskräftige New Yorker und genießen ihr Dinner. Wir waren nun sehr geschafft und fuhren mit dem Taxi zurück zum Hotel. Es war schön, sich endlich auf dem Bett auszuruhen und zu duschen. Um 20.30 Uhr brachen wir erneut auf und aßen in einem gemütlichen Restaurant zu Abend. Es war zwar nicht gerade billig, aber schließlich war es unser Hochzeitstag. Zufrieden und müde kehrten wir ins Hotel zurück. Morgen, Montag, ist unser letzter Tag in New York. Wir werden nochmal nach Süden zur Downtown und dem Financial District fahren, wo wir schon vor zwei Wochen kurz waren. Auf die Kinder wartet dort noch eine Überraschung. Um 19.30 Uhr fliegen wir ab JFK über London zurück nach München. Das Taxi zum Flughafen ist schon bestellt. Leider soll es morgen regnen, aber wir werden trotzdem die letzten Stunden genießen.
Der letzte bericht folgt dann erst später, von Zuhause aus!
Ich hoffe, es hat Euch bisher interessiert. Manchmal war es schon anstrengend, spät nachts noch den bericht zu schreiben, wenn der Rest der Familie schon schläft. Aber ich lese selbst gerne solche Reiseberichte, deshalb habe ich es diesmal auch versucht.
Gute Nacht und guten Wochenstart an alle,
Santi -
Hallo Santi,
ich hoffe euer letzter Tagin N.Y. ist auch weiterhin so erlebnisreich. - bin schon gespannt welche Überraschung auf die Kinder wartet! Uns hättest du es ja verraten können
Das Museum haben wir auch noch in guter Erinnerung, es war wirklich schön und sooooo groß.
Vielen Dank für die schönen Berichte, man fühlte sich sehr nah dabei! Gerade wenn man, so wie ich, auch schon selbst 2 x dort gewesen ist. Übrigens fand ich den Blick vom Top of the Rock, auch am Schönsten!
LG und eine angenehme Heimreise mit einem Koffer voller toller Erinnerungen und vielleicht auch der Sehnsucht wieder mal in die USA zu reisen.
Bine -
Ich danke dir auch und wünsche dir und deiner Familie eine gute Heimreise! Du hast mir die Wartezeit auf meine nächste Reise verkürzt. Es geht am Sonntag los!

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Nun zum Abschluss noch der Bericht über den letzten Tag der 18-tägigen Reise:
Montag, 05.09.2011(in New York – Ground Zero, Financial District, Helikopterflug) Unser letzter Tag in New York begann nach dem Frühstück im Hotel und dem Packen der Koffer mit einer Metro-Fahrt zur Südspitze von Manhattan. Wegen des Labour-Days war nicht sehr viel in den Straßen los. Wir gingen zunächst zur Wallstreet und sahen das tempelartige Gebäude der N.Y.-Stock-Exchange, der wichtigsten Wertpapierbörse der Welt. Die Säulen des Gebäudes sind bedeckt von einer riesigen US-Fahne. Unser nächstes Ziel war die schöne Trinity Church mit dem alten Friedhof, dann kamen wir zum Gelände des World-Trade-Centers (Ground Zero) an die Stelle, wo die noch vor genau 10 Jahren die beiden Bürotürme standen, die am 11.9.2001 zusammenstürzten. Wir sahen dort eine mehrere Meter große Gedenktafel mit der Inschrift ´We never will forget`, daneben standen ein paar Kerzen, außerdem waren Blumen zum Andenken an die fast 3.000 Opfer der Anschläge dort abgelegt. Etwa 2.500 Menschen starben beim Einsturz der beiden Gebäude.
Viele Menschen standen mit uns schweigend im Gedenken an dieses Attentat am Rand der großen Baustelle, wo derzeit an mehreren neuen Gebäuden des WTC gearbeitet wird. Der neue Freedom-Tower, der nach der Fertigstellung genau 1.776 Feet (530 m) hoch sein wird, ist derzeit etwa bis zur halben Höhe fertiggestellt, und wird sicher ein sehr beeindruckendes Gebäude. Vielleicht können wir irgendwann, wenn ich in Rente bin, zur Spitze hinauf fahren.
In südlicher Richtung erreichten wir gegen 12 Uhr den Battery-Park, in dessen Zentrum nun die ursprünglich in einem der beiden WTC-Türme stehende Skulptur steht, die nun zerbeult und beschädigt ist und 09/11 genannt wird. Es war nun Zeit am Pier der Staten-Island-Ferry vorbei zum Heliport zu gehen, denn wir hatten schon von daheim aus über das Internet einen 15-minütigen Helikopterflug rund um Manhattan gebucht. Die Kinder freuten sich sehr über diese tolle Überraschung, denn sie hatten schon mit einer weiteren stundenlangen Stadtbesichtigung gerechnet. Bereits am Tag davor hatte ich telefonisch bei ZIP-Aviation den Flugtermin bestätigt, und so konnten wir nach etwa 1 Stunde Wartezeit und Erledigung der Formalitäten, wie dem Bezahlen der Sicherheitsgebühr von 20 $ pro Person, starten. Den Flugpreis von 145 $ pro Person hatte ich schon vor 4 Wochen online bezahlt. Nun wurden immer Gruppen zu je sechs Personen gebildet. Julia durfte ganz vorne neben dem Piloten als Copilotin mitfliegen, worüber sie vor Stolz fast platzte. Wir saßen hinter ihr, hatten aber nach der linken Seite einen sehr schönen Ausblick durch die großen Fenster. Zunächst flogen wir an der Westseite Manhattans über dem Hudson-River bis auf Höhe des Central Parks, von dort ging es wieder zurück bis zur Freiheitsstatue. Unterwegs hatten wir einen tollen Ausblick auf die Skyline der Stadt mit allen bekannten Gebäuden. Natürlich wurde viel fotografiert und gefilmt und wir konnten uns sogar über den Bordsprechfunk unterhalten, wenn unser sehr netter Pilot Mike gerade nichts erklärte. Auch wenn der Flug nur eine Viertelstunde gedauert hatte, war es uns viel länger vorgekommen und es war der Höhepunkt unserer Reise. Schließlich wurden wir noch vor dem Hubschrauber fotografiert, das Bild konnte man sofort im Büro kaufen.
Als Schlusspunkt unseres New York-Aufenthaltes gingen wir noch zum Pier 17, aßen etwas im Fast-Food-Bereich und schauten mit sentimentaler Stimmung ein letztes Mal zur Brooklyn-Bridge hinüber, auf der wir vor 17 Tagen zum ersten Mal Manhattan zu Fuß erreicht hatten. Gegen 14 Uhr stiegen wir in ein Taxi und fuhren zurück zum Hotel, wo wir unsere Koffer abholten. Dann ging es mit einem bestellten Shuttle zum Flughafen JFK, von wo aus wir gegen 20 Uhr mit British Airways nach London abflogen. Die Boeing 747 war voll besetzt. Wir waren etwas traurig, als wir die Lichter der Stadt langsam unter der Wolkendecke verschwinden sahen. Die schönen Urlaubstage waren leider zu schnell vergangen! Wegen starkem Rückenwind waren wir schon nach 6 Stunden in der britischen Hauptstadt, stiegen dort sofort in den nächsten Flieger, mit dem wir um 12 Uhr mittags bei Sonnenschein sicher wieder in München landeten. Hier wurden wir bereits von meinem Schwiegervater erwartet, der uns netterweise abholte und auch gleich noch zum Mittagessen in einen Biergarten einlud.
Auf der Fahrt zurück in die Stadt waren wir alle sehr müde, schließlich hatten wir fast nicht geschlafen. Trotzdem gingen wir den ganzen Tag nicht ins Bett, um uns möglichst schnell auf die neue Zeit umzustellen. Stattdessen wurde die Wäsche gewaschen, der Rasen gemäht und eingekauft.
Morgen beginnt wieder der Ernst des Lebens: Ich muss ins Büro und die Kinder müssen sich auf den Schulbeginn nächste Woche vorbereiten.Zum Schluss möchte ich mich bei allen bedanken, die hier mitgelesen haben und Interesse an unseren Erlebnissen hatten.

Bei Fragen stehe ich natürlich gern zur Verfügung. -
@santi,
dann mal "welcome home", schön das ihr einen guten Heimflug hattet und dann noch einen netten Start hier in der Heimat mit Biergarten ect.
Das mit dem Heliflug hatte ich fast vermutet. Übrigens war es auch das Highlight unserer USA-Reise (allerdings dann über dem Grand Canyon
).
Vielen Dank für den schönen Abschlußbericht, deine ausführlichen Reisetipps werden sicherlich den einen oder anderen Urlauber begeistern und wertvolles Material für eine Planung oder wie bei mir für die Erinnerung an meinen New York Aufenthalt sein.
Lieben Dank und viel Spaß beim Start in den normalen Alltag
Bine -
Wirklich klasse Berichte

