US-Airline verlangt Gebühren für Handgepäck - was kommt als nächstes ?
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Hoppla, es gibt doch noch neue Möglichkeiten dem Flugreisenden zusätzliche Kosten in Rechnung zu stellen - die Süddeutsche Zeitung von gestern berichtete darüber, daß derder Billiganbieter Allegiant Air nun für das Handgepäck extra Gebühren erhebt.
Dies gilt wohl für all die Handgepäckstücke, die nicht mehr unter den Vordersitz passen. Es ist also eigentlich eine Gepäckfach-Gebühr, wenn man es genau nimmt.
Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu:
"Wer sein Handgepäck (Brieftasche, Aktenmappe, Laptop-Tasche oder sehr kleiner Rucksack) unter den Sitz vor sich zwängen kann, darf es weiterhin umsonst mitnehmen. Wer eine größere Tasche (und auch die darf höchstens elf Kilogramm wiegen) dabei hat, zahlt 35 US-Dollar (etwa 27 Euro) für das Gepäckfach."
Quelle: Süddeutsche.de
Den ganzen Artikel könnt ihr hier klicken nachlesen.
Lassen wir uns mal überraschen, für was man noch so alles zahlen kann und welche Airline demnächst auch etwas dafür verlangt.Würdet ihr diese Gebühr bezahlen oder dann doch lieber weniger Handgepäck mitnehmen ?
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Wieder mal ein schönes Beispiel, dass ein Schnäppchen meist keins ist.
Ich würde keine Handgepäckgebühren bezahlen, weil ich so ne Gesellschaft nicht buchen würde. Es gibt nichts umsonst und wenn man es genau rechnet entpuppen sich die billigen Flüge ja doch meist als teurer. -
Genau so sehe ich das auch...
Würde auch nie eine Airline buchen nur weil sie so billig ist,,das Gesamtpaket sollte schon stimmen.. -
Wäre Allegiant die einzige Airline, die mich direkt von A nach B brächte, könnte ich wohl schwach werden.
Um ganz ehrlich zu sein: Ein wenig mehr Disziplin beim Handgepäck würde nicht schaden! Sofern dies ein Ergebnis der Maßnahme wäre (ein Täschchen anstelle von monströsen Gebinden, wie sie teilweise angeschleppt werden), könnte ich mich gar dazu hinreißen lassen, sie zu begrüßen!

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Hallo Zusammen,
bin grad vor ein paar Stunden in München gelandet. Abflug war in Charlotte(USA) und vor dem Boarding sind zwei LH-Mitarbeiter zu den Passagieren gegangen und haben diverse Handgepäckstücke abgemessen und mit Pickerl versehen. Was der Grund dafür war, ist mir leider nicht genau bekannt, könnte aber durchaus mit der Größe zu tun haben.
Generell möchte ich mal erwähnen, dass sich Passagiere in dieser Angelegenheit keinesfalls beschweren sollten, denn was hier teilweise noch als Handgepäck toleriert wird, das geht unter keine Kuhhaut mehr. Das gilt aber für alle Airlines, nicht nur Lufthansa. Hier werden, etwas überspitzt formuliert, Monsterkoffer ins Gepäckfach gedrückt, dass einem fast schlecht wird beim zusehen. Mir fehlt jegliches Verständnis, dass die Airlines hier noch tatenlos zusehen. Vor ca. zwei Wochen beim Inlandsflug von Newark nach Fort Myers hatten wir eine Verspätung bekommen, ausschließlich wegen dieser Problematik. Die FlugbegleiterInnen hatten die allergrößte Mühe, die "Handgepäcksstücke" im Flieger unter zu bringen. Nur ausschließlich aus diesem Grund sind wir mit 15 Minuten Verspätung gestartet. Auffallend ist auch, dass hier besonders die amerikanischen Airlines noch extrem tolerant sind.
Ich wäre für genaue Abmaße, die eingehalten werden müssen. Falls diese überschritten werden, darf locker 50-100 Euro verlangt werden. Von mir aus noch mehr, denn wie gesagt, mir fehlt hier das Verständnis dafür... -
Also ich glaube, dass man zuerst mal "testen" will, wie die Passagiere reagieren. Da der ein- oder andere sich schon über diverse Handgepäckstücke geärgert hat, ist zuerst mal ein klein bißchen "Schadenfreude" angesagt.
Wenn die Passagiere dann "irgendwann" gar nichts mehr mitnehmen dürfen, ohne dafür zu bezahlen, wird der ein- oder andere sagen, hätten wir uns damals kollektiv alle gegen diese neuerliche ******* gestemmt.
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@Brigitte
Nop - kein "Test" und von meiner Seite auch keine "Schadenfreude".
Die Airline gibt die Regelung deutlich bekannt und der Fluggast kann sich anpassen - oder die $-Kröte schlucken.
Im Threadtitel steht: Was kommt als nächstes?
Aus meiner Sicht: Eine ebenso rigide Handhabung des Kabinengepäcks, wie sie inzwischen überwiegend beim Aufgabegepäck Usus ist.
Übrigens haben die Airlines bisher eher die Erfahrung gemacht, dass "kollektive Empörung" beim Fluggast nicht sonderlich durchsetzungsfähig ist, und ich finde es nicht unangemessen, "kollektiver Kreativität" beim Umgang mit eindeutigen Regeln einen kostenintensiven Riegel vorzuschieben. -
Ich denke ebenso wenig ein Test..
Warrum auch?
Für manche wärs mal ganz gut ,wenn sie zahlen müssten..
Wenn ich an einen meiner Flüge denke..wärs mehr als angemessen.
Riesenreisetasche dabei... und weil sie oben nicht ins Fach passte .. sollte sie auf den Schoss.. Wer sie abnehmen mussten ,waren die FB.. und schauen wo unterbringen..
Ich war oft in USA ,da dort sehr viel geflogen wird,speciell auf Inlandflüge wird auch versucht was geht als Handgepäck mitzunehmen .. -
@vonschmeling, schon klar - "unglücklicher Ausdruck" meinerseits.
Ich spekulierte mit Hinweis auf die anderen Fluglinien die bestimmt bald nachziehen werden, weil die Passagiere diese neuerliche Gebühr, so locker- flocker hinnehmen.
@edithe, wer kennt sie nicht, die Motto: das muss ich alles unbedingt dabei haben. Angefangen von 20 Zeitungen bis hin zu Jacken, Decken und Schals, könnte mir ja langweilig und kalt werden.
Ich versuche seit meinem 18ten Lebensjahr so wenig mitzuschleppen wie nur möglich, denn irgendwann wird jede Tasche sa*schwer. Aber wenn man zu jeder neuen Gebühr, zu schnell - ja und amen sagt, dann wird irgendwann ganz automatisch, nach neuen Quellen gesucht, wo man unauffällig ein paar Euros rausschinden könnte. Bißerl spekulieren muss sein.
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@Brigitte
Die strikte Reglementierung des Aufgabegepäcks datiert vom August 2008. Noch heute wird praktisch täglich gefragt, "wie pingelig" sie bei der Airline XY gehandhabt würde, bzw. findet sich ein *******!-Kandidat, der für sein Übergepäck schmerzlich zur Kasse gebeten wurde - also sagt da immernoch nicht jeder "ja und amen", was allerdings die Fluggesellschaften nicht bewogen hat, die Vorschriften zu lockern.
Man sollte die "Kraft des Verbrauchers" nicht überschätzen und immerhin hat eine stringente Bordgepäckregelung viele sehr praktische Vorteile, von denen Monstertaschen geplagte Fluggäste durchaus profitieren.
Aus meiner Sicht ist das keine Geldschneiderei, sondern eine - vermutlich wirksame! - disziplinarische Maßnahme.
M.M. nach wird die Mehrzahl der Passagiere sich an das kostenfreie Maximalgewicht halten und somit ist das eine gute Idee. -
Ich kann den "Verdacht auf *******" ebenfalls nicht im mindesten nachvollziehen - insbesondere nicht, da gerade in den letzten Tagen hier immer wieder die Rede davon ist, wie man am besten gewisse Vorschriften, Regeln und auch Gesetze umgeht... und das betrifft auch den Umfang bzw. das Gewicht des Handgepäcks. :?
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...nachdem ja einige Airlines inzwischen den Bordservice schon nicht mehr kostenlos anbieten, nunmehr das Handgepäck (bei genannter Airline) gleichsam bezahlt werden soll/muß, könnte ich mir als Fortführung des ganzen vostellen, daß neben dem bei einer bekannten anderen Airline einmal angedachten Waschraum-Nutzungs-Entgeld auch die Nutzung des Audio-/Video-Angebots berechnet wird. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt, wenn man einmal in Richtung Sitzplatzgebühr, Gurtgebühr, Luftgebühr usw. spekuliert.
Sehr praktisch hingegen fände ich die Einführung der Reisegewichtsberechnung, allerdings wird das wohl noch längere Zeit aus "gewichtigen Gründen" Utopie bleiben..
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Kourion wrote:
... da gerade in den letzten Tagen hier immer wieder die Rede davon ist, wie man am besten gewisse Vorschriften, Regeln und auch Gesetze umgeht ...Das ist natürlich nicht schön.
Ich bin zur Zeit zwar sehr viel auf HC, aber doch mehr auf der Suche nach einem "passenden Hotel" für unseren Urlaub - weniger im Reiseforum - kurz ich bin wohl nicht ganz auf dem laufenden.
Ich werde mich da mal ein bißchen besser informieren.
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Zumindest schafft die Maßnahme schon mal eines - Aufmerksamkeit!

Wohlwollend interpretiert: Das Luftverkehrsunternehmen lässt die Fluggäste nicht "für das Handgepäck bezahlen", sofern sie es im Selfservice verstauen können, lediglich die Einheiten, die eines gewissen Serviceaufwandes bedürfen, sind kostenpflichtig.
Also hat jeder selbst "in der Hand", welchen Kostenrahmen er ausnutzt.
Rückfragen nach Art und Umfang der Bordunterhaltung, bzw. Beschwerde über ihren Mangel sind so häufig, dass ich curi absolut beistimme: Pay TV in der Luft hätte reichlich Potenzial!
Auch bin ich bekennender Befürworter einer Gesamtreisegewichtsregelung, diese widerspricht aber dem Gleichheitsgrundsatz, somit dem Grundgesetz - schade.
Aus meiner Sicht ist das eine Vorschrift, die dem Motto folgt: Was nix kostet, wird bis auf Naht ausgenutzt, wenn´s kostet, übt man die Beschränkung.
Ganz offensichtlich sind Reglements nur über solche Tools durchsetzbar ... -
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Ich finde die neue Regelung sehr gut!!!! Kann von mir aus bei allen Fluggesellschaften Usus werden.
Wir sind gestern aus den USA zurückgekehrt.
Dieses Mal mit LH und es ist erstaunlich, was für horrend große Teile als Handgepäck durchgehen!
Wir hatten für 4 Personen 4 normal große Hartschalenkoffer mit trotz Einkaufen "Unterlimit-Packung" plus 1 Handgepäckstück.
In den USA hat kein Mensch beim Check-In/Baggage drop off die Menge oder gar Größe/Gewicht der Handgepäck-Taschen/Trolleys/etc. nachgesehen geschweige denn nachgeprüft- es stand zwar eines dieser Gestelle herum, aber sein Zeugs dorthin zur Kontrolle mal reinzustellen ist keinem eingefallen.
Anschließend wurde nochmal am Gate daraufhingewiesen, dass man sein "bulky hand luggage" ohne weitere Kosten noch nachchecken kann und man würde es wie die anderen Gepäckstücke am Band aufnehmen können. Nichts geschah.
Das Ende vom Lied: das Einsteigen gestaltete sich "alptraumhaft", weil gefühlt jeder der Passagaiere seinen "Tonnen-Kruscht" über den Köpfen platzieren wollte. Ganz egal, wie groß und vor allem SCHWER das Zeugs war. Und die FAs mussten den ganzen Mist verteilen.....
Wir saßen auf 31 AC sowie 32 AC, unser Gepäck war unter dem Vordersitz sowie 1 Teil "far, far away" im overhead bin bei ca. Nr. 37 untergebracht!
Ich fühlte mich wie bei Flügen mit Asiaten, wo auch alles was nur irgendwie zum Hausstand gehört als Handgepäck durchgeht (allerdings nur bei Asiaten- "Langnasen" müssen reduziern bzw. umpacken)
Wir haben uns während unserer Reise/Kreuzfahrt mit mehreren US-Bürgern unterhalten und unisono reisten fast alle der mit Inlandsflügen angereisten Gäste mit für unsere Augen "voluminösem Handgepäck", weil das Einchecken der -noch größeren- Koffer extra Kosten verursacht hätte.
Warum manche dieser Menschen für eine 1-wöchige Kreuzfahrt , wo sie dann doch so casual wie nur irgend möglich bekleidet sind (selbst die Kellner und so mancher Mechaniker (!) sind besser gekleidet!) einen randvollen, fast platzenden Trolley in Überseekoffergröße mitschleppen müssen, ist mir sowieso ein Rätsel.
Gruß, Johannes