Handykosten Queen Mary 2
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Hallo
Als ich ein günstiges Angebot für eine Kurzreise auf der Queen Mary 2 ( Hamburg/ Southhampton ) sah, habe ich ( wohl im Nachhinein etwas unüberlegt ) gebucht.
Ich bin jedoch aufgrund von privaten Verpflichtungen ( Pflegefall, etc ) darauf angewiesen, oft am Tage und auch länger zu telefonieren.
Vom Schiffsnetz habe ich Horrormeldungen gelesen ( 9.50 Dollar pro Minute ?? ) daher meine Frage, ist es mir möglich, mich vom Schiff aus direkt in die Netze der jeweiligen Läner, als D, DK und GB einzuwählen ( wäre ja noch erschwinglich ) oder geht alles automatisch über das Schiffsnetz? )
Wie sieht es mit Calling Cards aus, wären die eine Möglichkeit vom Handy oder vom Schiffsnetz aus? Ich meine diese Scratchcards, mit denen man im jeweiligem Land eine Freinummer anruft und dann günstig weiterverbunden wird.
Bin recht verzweifelt, vielleicht kann mir jemand helfen?? DANKE!! -
Hallo,
leider hast Du richtig gehört, über das Schiffnetz kostet die Minute im Schnitt 8-9 Euro.
Wenn Du Glück hast sind die Netze der jeweils passierten Länder die alle in der EU sind so stark das sie auf dem Schiff empfangen werden können.
Dazu mußt Du an Deinem Handy die Automatik ausschalten, sonst wählt es sich immer ins stärkste Netz ein und das wird das Schiffsnetz sein.
Dan das Telefon manuell Suchlauf starten und hoffen es findest eine Funkzelle vom Land.
Callingcards sind auf dem Schiff soweit ich weiß nicht zu gebrauchen.Zur Not dann in den Häfen telefonieren oder auf SMS ausweichen.
Grüßle Gabi 2001 ( Franz )
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Hallo johnny-madrid,
Sobald das Schiff in internationalen Gewässer ist, wird der Satellit eingeschaltet (kann zwischen 3 und 12 Seemeilen von der Küste entfernt sein). Das ist inzwischen Standard (früher war auch im Hafen der Satellit an). Dann geht alles über den Satelliten und dessen Betreiber (z.B. WMS, Cellular at Sea, Tim maritime und andere). Die konkreten Roaming-Kosten kannst Du - aber nur vielleicht - über Deinen Anbieter herausfinden (bei O2 beispielsweise nicht möglich, da bekomme ich immer die SMS zu den Gebühren in den USA, weil O2 mit AT&T ein Roaming Abkommen hat und dieses wiederrum z.B. mit WMS).
Calling Cards sind bei Satelliten Roaming nicht einsetzbar.
Die günstigste Alternative ist der Empfang von SMS, der kostenlos ist!!
Achtung bei Smartphones: Datenübertragung auf jeden Fall ausschalten!! Dafür sind die Gebühren noch horrender!!
Da wie gesagt der Satellit in Landnähe ausgeschaltet ist, kannst Du dort ohne weiteres einen lokalen Anbieter "empfangen". Allerdings reicht die Netzabdeckung nicht weit auf´s Meer hinaus (logisch, da stehen ja auch keine Sendemasten im Wasser). Einfach auf´s Handy schauen, welcher Anbieter gerade angezeigt wird bzw. manuell auswählen. Wie gesagt, normalerweise ist es inzwischen so, dass der Satellit in Landnähe aus ist und Du dann ohnehin ein Landnetz bekommst. Sobald er an ist, dann hast Du automatisch den Satelliten. Dann dürfte aber selbst bei manueller Provider-Wahl kaum ein Landanbieter verfügbar sein.
Gruß
Carmen
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Die ganze Telefonierei über Provider macht Dich arm, sollte Dein Handy WLAN fähig sein, wie z.B. mein Iphone , dann lad Dir Skype runter und Du telefonierst zum Online Tarif , der immer noch günstiger ist als diese ganzen Provider. In Hafennähe gibt es meist kostenlose Hotspots und Du telefonierst fast kostenlos.
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Bei unserer Fahrt mit der Magnifica, von Sant Nazaire nach Hamburg hatten wir fast immer Sichtkontakt zu den Küsten und damit auch Handykontakt. Die Sendeenergien sind über Wasser sehr weitreichend, so kann man zum Beispiel auch in Istrien ein italienisches netz empfangen.
Also so 50 -100 km Reichweite über das Wasser sind eher die real als die Ausnahme.
Geniese die zwei Tage und mach Dir keine Vorwürfe auch der beste muss mal Cruisen.
Gruß
Werner -
Die Handynetze reichten teilweise wirklich recht weit ins Meer hinaus. Du kannst dich auch bei einem anderen Handynetz einwählen, wenn das des Schiffes verfügbar ist.
Du kannst aufgrund der Empfangskarten hier in etwa abschätzen, wo du empfang haben wirst: http://maps.mobileworldlive.com/
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*karigold , das wäre schön, dann brauchte ich auf der Ostsee keinen Seefunk, und auch nicht die nervige Prüfung.*Lt. GSM Standard ist die max Reichweie bei den 900Frequenzen 35 Km , bei den höheren nur 8 km. Auch wenn im Display ein Netz angezeigt wird, ist das keine Gewähr , dass man eine Verbindung aufbauen kann, und dann auch noch sprechen kann.
10 nm nördlich von Rügen is Schluss, da geht nur noch Seefunk! Obwohl im Display Provider zu sehen sind DK.
Gruss wschiro -
hallo wschiro, die Ostsee ist zu kalt (Und die Prüfung zumAmafunker hat meine Soh gemacht ist wirklich schwierig)da kommt es zu wenig Verdunstung und damit nicht ganz so gute Reichweiten. Ich habee zu Anfangszeiten in Istrien mit dem talienischen Netzen telefonieren können aber nur am Strand.
Und im Kanal ging es immer. hier ein Zitat vom Telefontreff da sprechen Profis über Reichweiten die selbst mich überraschen.
"Auf Zypern können an guten, exponierten Lagen im Landesinnern Südzyperns (mit Sicht aufs Meer natürlich) die libanesischen, israelischen und ägyptischen Netze empfangen werden; nach Aegypten sind es von da auch schon rund 400 Kilometer.
Ueber warme Meere breiten sich die elektromagnetischen Wellen besonders gut aus, zudem gibt es da keine Hindernisse dazwischen, deshalb sind an Orten an Meeresküsten und auf dem Meer leicht Netze empfangen werden, die von Ländern kommen, die mehrere hundert Kilometer entfernt sind."
Gruß
Werner -
Karigold, es ist schon wirklich interessant, dass man mit einem Handy im 900/1800 MHz Bereich, dass 2 Watt sendeleistung hat ( und weniger) Über so große Entfernungen Voice zu einer Basisstation übertragen kann. Respekt
Meine Seefunke sendet immerhin mit 25 Watt, und Auf See wird es über 40 Meilen schwierig.
Übrigens ist es auf See nicht amafunk sondern Seefunk, das Rufzeichen steht auf jedem Rettungsboot, aber daskennst du sicherlich
Gruesse -
@wschiro
Woher hast du die Angabe über maximal 35 km? Das kann nicht maximal sein, da ich unter bestimmten Bedingungen regelmässig auch schon mehr hatte. Stichwort Berge und Meer. Auf dem Meer hatte ich das schon verschiedentlich. Die Ägäis ist sowieso komplett GSM-versorgt (OK, es hat dort viele Inseln, wo ein Sender sein könnte). Aber ich lebe in den Alpen und auf den Bergspitzen empfängst du die umliegenden Sender; manchmal zu schwach, um einzuloggen, manchmal geht's aber auch. Wie es mit der Ostsee ist, werde ich erst im August erleben. Gemäss den offiziellen Abdeckungskarten (siehe weiter vorne) ist die Ostsee aber sehr gut abgedeckt. Erfahrungsgemäss geht eher noch mehr, als auf den Karten, da man auch nicht die Angaben aller Netze hat. -
Roman,
Reichweite nach GSM Standard, aber ich habe hier gelernt, dass es auch bis 400 km geht. Karigold hat ja was zur Physik geschrieben.
Ich schipper selbst auf der Ostsee und hab mir wegen des miesen Handyemfangs Seefunk zulegen müssen, um gegebenenfalls einen Notruf absetzen zu können oder mit meinen buddiEs zu schwarzen.. Netze sind schon zu sehen, nur telefonieren geht nicht, funkloecher am laufenden Band. Rechts ranfahren und aussteigen bei einer Panne geht schlecht -:)
gruessePS ich hab aber kein Problem, wenn ich auf Reisen bin, Email reicht mir eigentlich, und notfalls bin ich übers Schiff zu erreichen, wenns auch nicht billig ist. Ist aber noch nicht passiert. Und außerhalb der EU ist es eh teuer.
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Es wird sicher Funklöcher geben. Und wenn man zu weit von der Küste weg ist, geht wohl wirklich nichts mehr.
Ich habe jetzt mal täglich Live die reale Route meiner nächsten Kreuzfahrt aufgezeichnet, Emerald Princes, am 8.8.2012 ab Kopenhagen, und dann die angegebenen Abdeckungskarten aller verfügbaren Handynetz-Betreiber eingezeichnet. Es wird Zeiten geben, da werde ich wohl einen halben Tag lang nichts Brauchbares empfangen. Grosse Teile sollten aber doch abgedeckt sein. In der Praxis sehe ich dann im August wie es aussieht.
Für Notfallsituationen begreife ich, dass das nicht reichen wird. Darum wird wohl noch Funk verlangt.