Probleme mit dem Zimmerschlüssel?
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Wir bitten in jedem Hotel um zwei Zimmerschlüssel und haben die bisher auch immer bekommen. Wir kommen gerade aus dem Rixos Kemer zurück, dort wollte man uns keinen zweiten Zimmerschlüssel (d.h. Karte) geben mit der Begründung, die Karten gingen so oft verloren. Meine Frage, wie ich denn ins Zimmer kommen soll, wenn mein Mann gerade nicht greifbar ist, wurde dahingehend beantwortet, daß ich dann ja den Kofferboy holen könne. Wir haben uns dann an die hoteleigene Gästebetreuung gewandt, die sich mit der Rezeption auseinandergesetzt hat, bis ein zweiter Schlüssel programmiert wurde.
Mein Mann und ich sind keine siamesischen Zwillinge, die sich nur gemeinsam bewegen können. Wir sind zwei Personen, jeder hat seinen Reisepreis bezahlt und möchten zwei Schlüssel, damit wir uns frei bewegen können, gerade in einem Hotel, in dem man so vielen unterschiedlichen Interessen nachgehen kann. Abgesehen davon gibt es auch Einzelreisende, die sich aus Kostengründen ein Zimmer teilen - wird von ihnen auch erwartet, das Zimmer gemeinsam zu verlassen und zu betreten? Welche Umstände, den Kofferboy zu holen, nur um das Zimmer aufzuschließen! Das angebliche Verlorengehen der Karten scheint mir nicht glaubwürdig. Ich denke, man achtet auf seinen Zimmerschlüssel ebenso wie auf seinen Haus- oder Wohnungsschlüssel. Und falls für manchen Gast der Zweitschlüssel nur für die Klimaanlage gedacht ist: die funktioniert mit den meisten ausrangierten Kundenkarten auch. Hat jemand schon einmal ähnliche Schwierigkeiten gehabt? Und was tun, wenn die Rezeption keinen zweiten Schlüssel geben will? Gibt es da Regeln oder eine Handhabe?
Danke für Eure Antwort,
Gruß Erika -
Hallo Erika,
das habe ich bisher noch nie gehört, dass ein Hotel keine zwei Zimmerschlüssel bzw. Karten herausgibt! Es ist doch völlig normal, dass man 2 Karten bekommt - und es ist doch auch überhaupt kein Umstand, eine 2. Karten zu programmieren.
Ich bin der Meinung, dass man auf jeden Fall darauf bestehen kann, eine 2. Karte fürs Zimmer zu bekommen. Man bezahlt das Zimmer ja auch für 2 Personen....
Außerdem - was ist das denn für eine komische Ausrede, es gingen so viele Karten verloren? Selbst wenn, die Kosten für so eine Plastikkarte werden das Hotel ja nicht direkt in den Ruin treiben.....
Seltsam, seltsam....
Viele Grüße
Kirsten -
Also zumindest einen gesetzlichen Anspruch auf einen zweiten Schlüssel hat man nicht - soweit eine deutsches Urteil, das mir bekannt ist.
Ich habe schon verstanden, dass du dich nicht in deiner Freiheit einengen lassen möchtest (übrigens, ein ausgeprägt starkes Phänomen bei Deutschen - kein anderes europäisches Volk hat diesen Drang so ausgeprägt, ich denke dabei auch an die Diskussion Tempo 130 in BRD, war bei uns in Ö kein Thema beispielsweise).
Ein Hotel muss lediglich sicherstellen, dass im Falle von Problemen mit dem Öffnen der Zimmertüre jemand da ist und aufmacht. Es ist somit zumutbar, sich an die Reception zu begeben und um einen Boy oder ein Girl oder was auch immer zu bitten.
Wir sind zu fünft unterwegs gewesen, drei Kinder, die irgendwann auch 14 - 15 - 16 waren und nicht gingen und kamen wie Papi und Mami. Aber wir hatten uns immer gefunden, wenn Schlüsseltausch angesagt gewesen ist.Mit anderen Worten, ein bisschen Flexibilität und auch dieser Punkt lässt jeden Urlaub zum echten Erholen werden!
Gruß
Peter -
Hallo Peter,
daß es zu den speziellen Charaktereigenschaften der Deutschen gehört, sich nicht in ihrer Freiheit einengen lassen zu wollen, ist, mit Verlaub gesagt, ein Schmarr'n. Sie hätten aufgrund der noch bis in die jüngste Vergangenheit gemachten politischen Erfahrungen eigentlich allen Grund dazu, in diesem Punkt besonders sensibel zu reagieren, in Wirklichkeit sind sie aber eher besonders folgsame Zeitgenossen, die immer noch viel zu oft dem folgen, was ihnen irgendwelche "Obrigkeiten", und sei es nur eine Hotelrezeption, erzählt.
Sicher ließen sich eine ganze Menge Gegenbeispiele zu Deiner These anführen, auch aus der aktuellen Politik, das würde aber den Rahmen des Themas sprengen.
Dein Hinweis, daß es keinen rechtlichen Anspruch auf einen zweiten Schlüssel gebe und daß es zumutbar sei, jedes Mal an der Rezeption einen Bediensteten zu bitten, das Zimmer aufzuschließen, ist mir völlig unverständlich. Nein, wenn ich ein Zimmer mit zwei Personen belege, dann gehört es zum ganz normalen Service eines Hotels, den Gästen auch zwei Schlüssel auszuhändigen. Daß darüber überhaupt eine Diskussion entsteht, kann ich überhaupt nicht begreifen.
Peter, sei mir nicht gram, aber wenn man Deine Statements hier im Forum so verfolgt, dann fällt einem schon auf, daß Du dich bei irgendwelchen konträren Diskussionen schon lieber auf die Seite der Veranstalter schlägst, und das mit schöner Regelmäßigkeit. So auch hier bei der Behandlung des anstehenden Themas wieder. Ich kann ja verstehen, daß auch die Rechte der Veranstalter/Reisebüros/Hotels etc., für die Du so vehement kämpfst, berücksichtigt werden müssen, aber im Geschäftsleben ist es nun mal so, daß der, der die Musik bezahlt, auch bestimmt, was gespielt wird. Im Klartext: Es geht in allererster Linie darum, die Bedürfnisse, Ansprüche und Rechte der Kunden zu befriedigen. Und wenn ein Gast, wie in diesem Fall, aus sachlichen Gründen um einen zweiten Schlüssel bittet, dann sollte ihm dieser diskussionslos ausgehändigt werden anstatt eine langatmige Diskussion über Sinn und Unsinn und die rechtliche Bewertung dieses Wunsches zu beginnen.
Ich denke, bei der Umsetzung des Servicegedankens werden in der Reisebranche immer noch viele Fehler gemacht. Wahrscheinlich einer der Gründe für die immer größer werdenden Probleme der Branche.Gruß salvamor
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Kirsten,
sicher, aber wie mache ich das den Leuten an der Rezeption klar? Wir haben ja schließlich den zweiten Schlüssel doch bekommen, aber mit der Maßgabe, dies keinem weiteren Gast zu erzählen....Salvamor,
so sehe ich das auch. Und Peters Meinung über uns Deutsche und unserem vermeintlichem Drang nach persönlicher Freiheit interessiert mich nicht.Zu Peters hilfreicher Antwort: flexibel bin ich mit zweitem Zimmerschlüssel und nicht dann, wenn ich durch die ganze Anlage laufen muß, um an der Rezeption zu veranlassen, daß ich mit Hilfe eines Boys mein gemietetes und bezahltes Zimmer betreten kann. Wer weiß, wann der Boy Zeit hat, denn er ist möglicherweise unterwegs, um Zimmer zu öffnen.
Gruß Erika
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Hallo Salvamor,
danke für deine ausführliche Anwort. Zunächst einmal: seit 2002 habe ich direkt, also in meiner täglichen Arbeits nichts mehr mit Reiseveranstaltern in dem Sinne zu tun, dass ich davon lebe. Das heißt, ich bin und war stets neutral und habe mich nicht für Umsatz oder Provisionen von Veranstaltern kaufen lassen - letztendlich war dies auch ein Grund, mein eigenes Reisebüro zu schliessen, weil weder meine Frau noch ich diesen Kampf bzw. Druck weiter führen wollten.
Was sich in den letzten Jahren einfach darstellt - und du bestätigst mir dies in deiner Antwort hier und auch früher - die Kunden wollen gar nicht "links und rechts schauen! Es interessiert sie nicht, was stimmt oder nicht - immer kommt der Servicegedanke.
Und diesem Servicegedanken stimme ich ja grundsätzlich gerne zu. Nur - er muss finanzierbar bleiben. Was er nicht mehr ist.
Es hat keinen Sinn, Urlaubern Hoffnung auf Entschädigung zu machen, wenn dies einfach aufgrund der geltenden Rechtslage(n) nicht erreichbar sein wird. Daher bin ich halt oft der Buh-Mann und vielleicht auch in deinen Augen, der, der die Veranstalter vertritt.
Es stimmt einfach nicht, dass ich Anrecht auf zwei Schlüssel habe. Ich habe ja auch nicht das Recht, nur weil ich mit einer zweiten Person reise, ein zweites Zimmer zu haben oder ein zweites Badezimmer oder einen zweiten Fernseher oder einen zweiten Kühlschrank usw.
Es ist schon ok, wenn jemand meint, dies sollte so sein. Aber man kann doch nicht gleich von allem und jedem "Rechte" ableiten...
Abschließend nochmals und gerne immer wieder: es ist einfach in Foren nicht wirklich möglich, alle Aspekte der Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit beurteilen zu können oder 100prozentig klären zu können - du und ich, wir sind nicht dabei, bei den Vorfällen der Schreiber: war da nicht doch irgendwas, was sie nicht schreiben...? oder schaut die Situation von einem Unbeteiligten Dritten doch etwa ganz anders aus...?
Erika ist einer Meinung, ich wollte ihr sagen, dass sie leider kein Recht hat, auf das sie sich berufen könnte. Du meinst, es wäre ein positiver Servicegedanke und ich vertrete keine Reiseveranstalter - können wir das so stehen lassen oder möchtest du gerne weitere Infos dazu?
Also, schönen Tag auch noch
es grüßt dichPeter
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ein Nachtrag zu Erikas Anwort:
... und Peters Ansicht ... interessiert mich nicht...
... der Boy ist vielleicht gerade wo unterwegs ... (und da müsste man vielleicht sogar warten...)versteht mich jetzt richtig: das sind die Symptome unserer Zeit: sich nicht auseinandersetzen wollen mit etwas, nicht akzeptieren wollen, dass etwas oder jemand anders sein könnte und keine Zeit mehr haben für nix.
Bitte nochmals: das ist nicht ironisch gemeint! Ich würde hier nicht mehr schreiben, wenn ich eine Mimose wäre - aber ich sag Euch, es ist so: was ich nicht sehen will, sehe ich nicht, und wenn ich mit der Nase dran stehe...
jetzt schon mehr betrübt, weil schändlich beschimpft...
Euer
Peter -
Peter, ich hab mal eine Frage:
Ich geh z.B. aus hygienischen Gründen lieber auf meine Zimmertoilette, als auf eine Gemeinschaftstoilette irgendwo im Hotel oder Gelände. Außerdem kann es ja auch passieren, dass bei einer Frau auf einmal und urplötzlich ihre monatlichen Probleme beginnen.
So nun mal folgender Fall: Mein Mann liebt stundenlange Strandspaziergänge und ich liege gerne am Pool und lese ein Buch.
Mein Mann hat nun den einzigen Zimmerschlüssel mitgenommen, versehentlich versteht sich. Ich muss aber genau dann zur Toilette, wenn er nicht da ist. Erst einmal muss ich evtl. durch ein riesiges Gelände (denke z.B. an den ca. 10minütigen Weg beim Kamelya World in der Türkei vom Strand bis zur Reception) bis zur Reception. Dort bitte ich um einen "Öffnungs-Boy", gehe dann einstweilen zu meinen Zimmer und dort muss ich erst mal, vielleicht nochmal 10 Minuten, auf den Boy oder das Girl warten.
Weißt du, dass 20 Minuten eine sehr lange Zeit in o.g. Fällen sein können und was da alles passieren kann?
Also ich habe auch gern meinen eigenen Schlüssel bzw. meine eigene Zimmerkarte.
Finde dies gehört eigentlich zu einem guten Service eines Hotels, soviele Schlüssel oder Karten für ein Zimmer zur Verfügung zu stellen, soviele Leute dort wohnen können.
War auch bis jetzt nie ein Problem. Haben in diesem Jahr auf Gran Canaria eine Juniorsuite für 4 Personen gehabt und da haben alle 4 Bewohner von vornherein eine eigene Zimmerkarte erhalten.
Einmal mussten wir für einen Zweitschlüssel eine Kaution hinterlegen, aber das ist ja auch kein großes Problem.
Ob das nun eine Eigenart der Deutschen ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass auch Österreicher, Schweizer und auch Belgier die mal gleichzeitg mit uns im Hotel ankamen nach einem Zweitschlüssel fragten.
Also ich würde dir raten lieber nicht irgendwelche Sachen auf eine Nation zu beschränken. -
Hallo Peter,
Petras konkretes Fallbeispiel zeigt, daß der Wunsch nach weiteren Schlüsseln sachlich begründet ist, es ist also keineswegs ein unbilliges Verlangen.
Du hebst zum wiederholten Male darauf ab, daß die Gäste keinen rechtlichen Anspruch auf weitere Schlüssel hätten und bietest dafür Beweismaterial an. Soweit ich das sehe, hat bisher im Rahmen dieser Diskussion niemand behauptet, weitere Schlüssel rechtlich beanspruchen zu können, und ich verzichte auch auf Deine von irgendwelchen Juristen verfaßten Einlassungen, weil sie der Sache selber überhaupt nicht gerecht werden.
Ich kann mich nur wiederholen. Es sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, den Wunsch von Gästen nach weiteren Schlüsseln zu erfüllen, zumal die Kosten dafür sich in engen Grenzen halten und das betreffende Hotel dadurch nun wirklich nicht an den Bettelstab gebracht wird. Insoweit ist auch Dein Argument, Serviceleistungen müßten bezahlbar sein, nicht überzeugend.
Ich kann mich erinnern, mit Dir schon einmal etwas heftiger über die Auslegung des Begriffes "Servicegedanke" diskutiert zu haben. Deine Beiträge zeigen, daß Du in dieser Hinsicht nichts dazu gelernt hast. Eigentlich schade!Gruß salvamor
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Hallo @ all,
Recht habt Ihr ja alle ( auch Peter), dennoch solltet Ihr bedenken das eine (eigene) Meinung nicht richtiger wird, wenn man sie tausendmal wiederholt !
Ich stimme Peter zu , wenn er sagt der Anspruch besteht nicht und es bleibt dem Hotel überlassen,ob es mehrere Schlüssel austeilt oder nicht.
Ich stimme Euch Anderen zu ,wenn Ihr sagt es ist Service und kein Aufwand fürs Hotel.
Wir sind doch wohl aufgeschlossen genug um nicht irgendwelche,auf Vorurteile basierenden Kämpfe (Nord gegen Süd / Ost gegen West o.ä.) hier auszutragen.
Last doch auch die anderen leben und nehmt Euch nicht wichtig !
Wer lacht und fröhlich ist ,hat mehr vom Leben!Euch allen wünsche ich immer soviele Schlüssel wie Ihr braucht.
LG Stefan

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Ich bestreite nicht die Sinnhaftigkeit eines zweiten Schlüssels.
Ich bestreite auch nicht die Notwendigkeit von Service.
Ich bestreite nicht die Möglichkeit von sagen wir unangenehmen Situationen.
Wie ich in anderer Diskussion ausführte: die Preise rasseln in den Keller, die Kunden wollen immer günstigere Angebote, die Leistungserbringer reagieren mit immer weniger Service, schlecht bezahltem und schlecht ausgebildetem Personal, die Kunden wollen aber immer mehr Service und Leistung für immer weniger Geld - das kann nicht funktionieren!
Wenn ich 20 Dienstleistungen a € 5.-- gratis erbringe, bei der 21. € 100.-- wieder verdiene, dann habe ich umsonst gearbeitet.
Schön, der Konsument will oder kann es nicht verstehen. Das akzeptiere ich. Aber er wird mit den Folgen leben müssen. Das wiederum wird er akzeptieren müssen...
Ich habe in den letzten beiden Jahren zum zweiten Mal innerhalb der letzten 10 Jahre betriebswirtschaftlich bewiesen, dass man bei gezieltem Service und bei überlegten "nein" zu Wunsch-Leistungen von Kunden, trotz manchmal rückläufiger Umsätze bessere Erträge und zufriedenere Kunden haben kann. Mag durchaus sein, dass der eine oder andere sagt, zu mir kommt er nicht mehr. Aber es ist unmöglich, allen es recht zu tun... das Ziel muss man in den Augen halten!
Lieber Salvamor, es ist immer interessant, mit dir zu diskutieren - gerade weil wir so gegensätzlicher Meinungen sind! Das bringt neue Ideen, Ansätze und Gedanken ins Rollen...
Herzlichst
Peter -
Einmal ganz abgesehen von den hier aufgeführten Gründen: in unserem Hotel galt die Zimmerkarte als Ausweis. Ohne sich mit dieser Karte zu legimitieren, konnte man die Hotelanlage nicht betreten. Nicht durch den Haupteingang und nicht über den Strand. Das bedeutet, daß Hotelgäste, die ein Zimmer bewohnen (im Appartment sind es oft mehr als zwei Personen) die Anlage nur gemeinsam wieder betreten können. Es bedeutet, daß man Termine bzw. Uhrzeiten ebenso genau planen muß wie zuhause. Ist das Urlaub? Wenn z.B. ein Partner einen anderen Sport betreibt als der andere... wer kann schon genau sagen, wie lange er am Strand joggen möchte, wie lange das Tennismatch dauert oder um wieviel Uhr man mit dem Dolmus aus der Stadt zurückkommt? Das weiß ich im Urlaub genau so wenig exakt wie zu Hause. Es mag Paare geben, die den ganzen Tag gemeinsam verplanen, jeder soll das so halten, wie er möchte. Wir unternehmen auch die meisten Dinge zusammen, aber beim Sport trennen sich unsere Wege.
Petra hat weitere Gründe genannt. Ich kann den zweiten Schlüssel nicht als Service betrachten - er ist eine Selbstverständlichkeit.Peter, für mich ist hier nicht erkennbar, daß Du von jemandem gekränkt worden bist. Nur: ich hatte eine Frage und in diesem Zusammenhang sind Deine Überlegungen hinsichtlich der Eigenarten der Deutschen wirklich nicht relevant.
Gruß Erika
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Hallo,
als Single buche ich nur Doppelzimmer zur (überwiegenden
) Alleinbenutzung. Ich bin also von diesem Problem nicht betroffen. Trotzdem möchte ich aus grundsätzlichen Erwägungen heraus meinen Senf dazugeben.**Peter hat natürlich Recht, dass Extraleistungen bezahlt werden müssen. Andererseits ist es verständlich, dass bei einer Zweier- oder Dreierbelegung zwei oder drei Schlüssel bzw. Chipkarten gewünscht werden.**Peters juristische Erläuterungen verstehe ich so, dass im Grundpreis nur ein Schlüssel enthalten sein muss.Wo aber ist das Problem? Was spricht dagegen, für einen/eine zusätzlichen/zusätzliche Schlüssel/Chipkarte z.B. fünf Euro mehr zu bezahlen? Ob diese Möglichkeit besteht, sollte in den Reiseprospekten ausgedruckt werden. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob ihm ein zusätzlicher Schlüssel den Mehrpreis wert ist, oder ob er nur Hotels bucht, die diesen Service ohne Aufpreis anbieten. Soll das doch der Markt entscheiden!
Viele Grüße vom Bulgarienfan
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Nee, nee, mein lieber Bulgarienfan, das ist ein zwar gut gemeinter, aber untauglicher Vermittlungsversuch.
Das wäre nichts anderes, wie den Gästen für eine eigentlich selbstverständliche Dienstleistung zusätzlich Geld abzuknöpfen. Es ist überhaupt nicht einzusehen, für die Ausstellung eines schnöden Plastikkärtchens, das vielleicht 10 Cent (wenn überhaupt) im Einkauf kostet, den Gästen eine solch horrende Summe abzuverlangen. Womit willst Du das rechtfertigen? Das wäre der mit Abstand bestkalkulierte Artikel im gesamten Angebot des Hotels, das auf diese Weise "durch die kalte Küche" seinen Deckungsbeitrag zu Lasten des Kunden verbessern würde.
Zu vergleichen ist es mit den Plastiktüten im Supermarkt, die sind mit 15-20 Cent schon weit überbezahlt. Nirgendwo auf der Welt verlangen die Supermärkte Geld für eine selbstverständliche Dienstleistung, die lediglich dazu dient, die dort gekauften Waren nach Hause zu tragen.
Ein deutsches Phänomen! -
Von wegen Vermittlungsversuch!
Ich habe mich wohl sehr missverständlich ausgedrückt. Ich will hier gar nicht vermitteln. Es ist meine wohlerwogene Meinung, dass Extraleistungen auch zusätzlich Geld kosten. Über den Preis kann man sicherlich streiten. Aber dass außer den Materialkosten auch noch Lohn- und Gemeinkosten anfallen, dürfte selbst betriebswirtschaftlichen Laien klar sein.
Und was alles selbstverständlich ist, und was nicht, darüber gehen die Meinungen mitunter weit auseinander. Warum soll ich Extraleistungen für dich eigentlich mitbezahlen? Das sehe ich überhaupt nicht ein. Denn das ist doch klar: Wenn Extraleistungen nicht extra bezahlt werden, müssen sie alle mitbezahlen, auch diejenigen, die sie gar nicht in Anspruch nehmen. Denn dann werden sie auf alle umgelegt.
Um es deutlich zu formulieren: Ich habe nichts gegen Leute, die Extraleistungen beanspruchen. Ich habe aber sehr viel gegen Menschen, die glauben, sie hätten ein Anrecht darauf, Extraleistungen "umsonst", das heißt auf Kosten von anderen zu erhalten.
Du spielst zum Schluss deines Beitrages ein wenig auf die "Servicewüste" Deutschland an. Mal ganz abgesehen davon, dass hier wohl überwiegend von Hotels im Ausland die Rede ist, die durchaus vorhandene Servicewüste Deutschland besteht meines Erachtens aus zwei Teilen:
1. Es wird zu wenig Service angeboten
UND
2. Es besteht kaum Bereitschaft, für Extraservice zusätzlich zu bezahlen.
Beispiel:
Wärest du bereit, jemandem, der im Supermarkt deine gekauft****en Sachen in die Tüte packt und zu deinem Auto trägt, einen Euro bezahlen? Oder würdest du verlangen, dass das natürlich "kostenlos" zu geschehen hat?
Viele Grüße vom Bulgarienfan
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Hallo zusammen,
ich denke die Diskussion ist doch ziemlich weit abgeglitten. Es geht doch nicht darum, worauf denn die angeblich so freiheitsliebenden Deutschen einen einklagbaren Rechtsanspruch haben. Und schon gar nicht, daß der böse Kunde immer alles umsonst haben will.
Sicher, ich habe auf einen Zweitschlüssel genausowenig "Anspruch" wie auf freundliches Personal oder gutes Essen. Wenn ich aber wie Erika in einem teuren Luxushotel wie dem Rixos ******** erwarte ich für den hohen Preis aber genau das, sonst ist es sein Geld nicht wert. Fünf Sterne sollten sich nämlich nicht nur im Preis, sondern auch in der Leistung ausdrücken. Sonst könnte ich ja gleich eine ******** buchen, da sind meine Erwartungen auch nicht so hoch.
Mir ist daher unverständlich, daß das Hotel hier Theater gemacht hat. Ich werde in gehobeneren Hotels auch in Zukunft auf einen Zweitschlüssel bestehen, wenn es mir danach ist. -
Hallo Bulgarienfan,
schrotti hat meine Antwort auf Deinen Beitrag größtenteils vorweggenommen. Wenn ich den Beitrag richtig interpretiere, dann bist Du der Meinung, daß alles, worauf der Gast keinen rechtlichen Anspruch hat, eine kostenpflichtige Extraleistung darstellt. Eine geradezu absurde Vorstellung von Service im Gastgewerbe, die Du hier äußerst! Wann ist es dann so weit, daß die Gäste für die Benutzung der Toiletten und der Aufzüge, auf die sie auch keinen rechtlichen Anspruch haben, zur Kasse gebeten werden?
Das Ausstellen eines zweiten Schlüssels ist und bleibt keine kostenpflichtige Extraleistung! Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, daß dem Wunsch des Gastes entsprochen wird, zumal hier Kostengesichtspunkte überhaupt nicht greifen können.
Es geht im Grunde auch gar nicht um so einen dämlichen Zimmerschlüssel, es geht darum, das teilweise verheerende Serviceverständnis im Gastgewerbe und in der Reisebranche zu thematisieren, für das diese Diskussion hier ein Beispiel ist.Beste Grüße
salvamor -
@Bulgarienfan, wieso soll ich gleich dafür bezahlen?
Es würde doch schon genügen, wenn man eine Kaution hinterlegen muss, so wie es ja auch für viele Safeschlüssel war und ist.
Wer dann seinen Mehr-Schlüssel nicht abgibt, der hat eben Pech und dem Hotel entstehen dann auch keine Zusatzkosten, da diese ja durch die Kaution abgedeckt sind.Das ist doch überhaupt kein Problem und irgendwie hat ja das ganze Thema aus irgendwas mit Kundenfreundlichkeit und Kundenzufriedenheit zu tun. Und dies ist nun mal in einem Dienstleistungsbetrieb ein sehr, sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor.
Oder sieht das Jemand anders? -
Ich glaube, das Grundproblem der Diskussion liegt unter anderem darin, dass jede Seite etwas anderes im "selbstverständlichen Servicebereich" versteht.
Es wird sicherlich auch in Zukunft Hotels geben, die - vereinzelt auf Wunsch - einen zweiten Schlüssel hergeben. Wir haben gelesen, dass analog der Forderung: zwei haben bezahlt, drei ebenso wie vier das Gefühl haben, Anrecht auf drei bzw. vier Schlüssel haben könnten.
Es sind auch nicht die 10 Cents für eine 2. Chip-Card.
Es sind auch nicht die 10 Cents für eine Plastiktasche im Supermarkt.Vielmehr werden auch die Überlegungen dahinter stecken:
... wenn ich einkaufe gehe, könnte ich mir ja eine Plastiktüte (-tasche, -****) mitnehmen - tue ich es nicht oder ist es ein spontaner Einkauf, muss ich halt damit leben, dass es etwas kostet
... wenn ein Unternehmen sein Leistungsangebot überdenkt und kalkuliert, wird es einen Leistungsrahmen abstecken und kommunizieren: dies biete ich euch an! Und was darüber hinausgeht muss entweder extra bezahlt werden oder geht net.Wo hören Serviceleistungen auf? Das ist wohl auch eine Seite der Medaille!
Das Hotel hat einen Hotelbus. Da könnte es doch ohne weiteres Einzelgäste selbst zum Flughafen bequem fahren
Das Hotel hat ja Bademäntel, warum verlangt es nun für die Benützung etwas?
Der Busunternehmer hat doch ein paar Mitarbeiter. Nun verlangt er extra dafür, dass einer von denen meine Gruppe am Flughafen abholt und zum Hotel begleitet. Das muss doch drin sein....
Versteht Ihr? Nicht das Nicht-Wollen oder wie ich gerne sagen das Nicht-Finanzierbar sind nur Gründe für die von manchen von Euch bezeichnete "Servicewüste".Es ist das individuelle Verständnis von Service.
Mir sagte letztes Jahr ein Gast bei einer Reiseleitung, er hätte sich erwartet, jeden Morgen von mir geweckt zu werden, gefragt zu werden wie er denn geschlafen hätte und was er geträumt hätte und mittags wäre er dann gerne von mir an die Hand genommen worden, Essen und Trinken hätte er gerne von mir bestellt bekommen usw. - kein Schmäh! Der verstand und "Reiseleiter" tatsächlich einen privaten Boy, der ihm die Schuhe trägt! Er bekams aber nicht und war böse. Nur - und das ist interessant - er hat in diesem Jahr bereits wieder eine Reise gebucht bei mir...
Soweit wieder von mir...
Gruß
Peter