€ 35 Millionen Strafe für Leihwagenfirmen
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KEIN 2. MIETWAGENTHREAD !!
Das spanische Kartellamt hat 17 Leihwagenvermieter und 2 Leihwagenvermietervereinigungen zu einer Strafe von insgesamt 35 Millionen Euros verurteilt. Davon sind Firmen der Balearen, aus Valencia, Katalonien und Andalusien betroffen.
Diese Firmen (und Vereinigungen) werden beschuldigt zwischen 2005 und 2011 Absprachen i. Bz. auf Preispolitik, Saisondauer- und Aufteilung (Vor- Nach- und Hauptsaison), Kosten für Zusatzleistungen (2. Fahrer, Kindersitze, Versicherungen), etc. getroffen zu haben.
Betroffen davon sind auf Mallorca:
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Goldcar (€ 15,45 Millionen)
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Centauro (€ 5,56 Millionen)
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Record-Go (€ 4,87 Millionen)
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Avis (€ 1,46 Millionen)
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Auriga Crown (€ 281.566.-)
Die betroffenen Firmen und Vereinigungen wollen Berufung einlegen. Sollten die Firmen diese Strafen letztendlich zahlen müssen könnte das für mehr als eine zum finanziellen "Aus" führen.
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bin mal gespannt wie siech die Preise der Anbieter ändern.
Bisher war ich jedes Jahr bei Goldcar,
da ich deren Eigenheiten kenne und damit umzugehen weiß.
Mal sehen ob ich 2014 dort wieder ein ansprechendes Preis-Leistungs-Verhältniss bekomme...?! -
Gute Frage. Wenn diese Firmen irgend wann einmal zur Kasse gebeten werden wird (MUSS?) sich einiges ändern ...... zu Gunsten der 'ehrlichen' Anbieter.
Was dieses Verhalten letztendlich offenbahrt ist was in der Mietwagenbranche hinter den Kulissen passiert .... und die Preisabsprache ist nur die Spitze des Eisbergs. Diese Absprache kam nur deshalb an die Öffentlichkeit weil eine der beteiligten Firmen Anzeige beim Kartellamt erstattet hat und sich deshalb (quasi als Kronzeuge) ungeschoren und kostenlos aus dieser Affaire zieht.
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Das ist ja superinteressant Bernat - danke!
Für mich stellt sich direkt eine Anschlußüberlegung. Wir waren in den letzten Jahren sowohl bei Goldcar als auch bei Record mehrfach Kunde.
Dann wurden wir folglich mit überteuerten Preisen abgezogen. Müssten die Firmen den geprellten Touristen nicht Geld zurückerstatten? Die Daten hätte ich noch archiviert.
Gibts hier ggf. eine Interntseite auf denen man sich eintragen kann um Geld zurück zu bekommen?Wobei ich mich gerade frage ob die Absprachen jetzt noicht auch noch bestehen. Noch nicht nachgewiesen, aber sind sie nicht eventuell doch noch existent?
Wir wurden am Flughafen mit 200 Euro Zusatzkosten für eine Tankfüllung und eine Glasversicherung konfrontiert. Ich wollte zunächst nicht zahlen, aber dann meinte die Kundenbetreuerin am Schalter das selbst ein Kratzer am Spiegel (Glas) schon mit mindestens 250 Euro zu Buche schlagen würde und die 500 Euro Kaution so schnell aufgebraucht würden. Da war ich ganz schön erschreckt und habe die Versicherung schnell abgeschlossen.Grüße
DürenIch fürchte aber das die Firmen alle so agieren und dem sollte das Kartellamt nachgehen.
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@Düren
Wie Malini schon schreibt, kenne ich keinen Fall in dem die Betroffenen Geld zurückzahlen hätten müssen.
Unabhängig davon:
- Das ganze muss ja erst einmal bis zur letzten Instanz durchgefochten werden
- Zwar unwahrscheinlich, aber stelle Dir einmal vor dass die Preisabsprache nicht für überhöhte Preise war, sondern genau das Gegenteil: man spricht sich ab um bestimmte Anbieter mit NIEDRIGPREISEN aus dem Kampf zu ziehen ... alles schon passiert.
Auf einem anderen Blatt stehen die total überhöhten Preiee für Tankfüllung, die absolut schwachsinnigen Versuche vielzählige Zusatzversicherungen aufschwätzen zu wollen, Preise für Zweitfahrer, Kinderersitze, Navy .....
Hier müsste wirklich einmal etwas passieren, denn ich vermute dass auch hier Absprachen bestehen (früher hat keiner diese Wucher angeboten, heute machen das alle .... Zufall??)Aber das spanische Kartellamt greift (fast) nur ein wenn Anzeige erstattet wird (wie in diesem Fall) oder es sich um eine Sache handelt (Firmenkauf- oder Übernahme) die öffentlich zum Himmel schreit.
